Hallo Balifans und Tauchinteressierte um die Wartezeit ein wenig zu verkürzen, stelle ich hier den Bericht von 2007 rein.
2008 ist schon fast fertig.... viel Spaß beim Lesen... ![]()
Wir, das sind meine Frau Karin, mein Sohn Jan (4 Jahre, fast 5) und ich, waren zum ersten Mal auf Bali. Wir hatten uns dafür die letzten beiden Wochen im Juni und die ersten beiden Wochen im Juli 2007 Zeit genommen. Insgesamt wechselten wir 5 mal das Hotel, wir wollten ja schließlich auch etwas von der Insel sehen.
Zum Tauchen entschieden wir uns für Joe mit seiner Burg in Tulamben.
Ca. 6 Monate vor Abflug schrieb ich per email 5 Tauchbasen an um nach Infos für die Kinderbetreuung zu fragen. Seit unser Sohn Jan da ist, ist dies ein großes Kriterium für die Auswahl der richtigen Tauchbasis. Ich muss sagen, Joe war der erste der uns geantwortet hat und unsere Bedürfnisse voll befriedigte. Er bot uns an, wenn wir zum Tauchen sind, dass seine Frau Lilly und seine Tochter Jolina auf unseren Jan aufpassen werden.
Andere Tauchbasen die antworteten sind auf die Kinderbetreuung kaum oder gar nicht eingegangen. Es hieß hier oft nur, dass die Balinesen sehr kinderfreundlich sind und wenn wir erst einmal vor Ort wären, sich schon eine Lösung finden würde. Da ging es mir durch den Kopf, was wenn nicht?
Joe war von da an unser größter Favorit. Die Boot 2007 in Düsseldorf stand ja jetzt auch noch an. Wir hin und alle Tauchbasen für Bali abgeklappert. Auch hier hieß es meistens, dass das Problem mit der Kinderbetreuung vor Ort gelöst würde. Es findet sich immer jemand der auf ein Kind aufpassen würde. Da dachte ich wieder an Joe der uns anbot, dass Lilly und Jolina auf Jan aufpassen werden. Dieser Vorteil schien unschlagbar zumal wir gemäß den Erfahrungsberichten wohl eine der besten Tauchbasen auf Bali vorfinden würden. Also buchten wir per email mit Pick-Up-Service von Keraton Hotel in Jimbaran zur Burg nach Tulamben.
Gede, Joes Fahrer, holte uns morgens sehr pünktlich am Hotel ab und wir fuhren Richtung Tulamben. Auf dem Weg dorthin legten wir immer wieder kleine Fotopausen ein. Die Reisterassen sind einfach sagenhaft schön. So ein grün haben wir noch nirgendwo anders erlebt. Gegen 13:00 Uhr sind wir dann in Tulamben angekommen. Tulamben an sich ist nur eine Strasse mit jeweils rechts und links gelegenen Tauchbasen, Hotels und Restaurants, natürlich leben hier auch ein paar Balinesen. Ein großes Fußballfeld liegt in der Dorfmitte, hier werden auch regelmäßig Turniere gespielt. Wenn Tulamben verliert ist hier Staatstrauer angesagt, verlieren geht hier gar nicht. Des Öfteren werden in der Tempelanlage am Dorfrand Zeremonien abgehalten.
Joes Basis ist sehr gut gelegen. Zum Wasser musste man nur über die Strasse und dann durch einen kleinen Wald zum Wasser runter laufen. Die Tulamben-Divinghelpers trugen das komplette Equipment zum Tauchplatz. Es ist unglaublich, 2 Jacketts mit Flaschen auf dem Kopf und eins zogen sie an.
3 Tauchplätze werden direkt angelaufen. 1. Liberty, 2. Coral-Garden und 3. Drop-Off.
Die anderen Spots sind per Auto oder Boot zu erreichen.
Wir haben unseren Automaten, die Kamera und das Blei immer selbst getragen. Aber zurück zur Basis.
Nach unserer Ankunft begrüßte uns Joe sehr herzlich und er teilte uns Swantje als unseren Guide ein. Swantje (ein sehr nettes Mädel) zeigte uns unsere Zimmer und wir verstauten die Koffer. Wir waren von der Burg sehr angetan. Wir hatten hierüber ja schon viel gelesen aber wenn man erst einmal in der Burg drinnen ist, ist es noch viel schöner. Überall Palmen und Pflanzen; unser Familienzimmer hatte ein Doppelbett und ein Einzelbett. Die Zimmer waren sehr sauber und es wirkte noch alles sehr neu. Das Badezimmer mit der open-air Dusche war der Knaller, super integriert und NEIN, von außen nicht einsehbar.
Wir erreichten das Zimmer über die Pool-Brücke im hinteren Burgbereich. Jan war schon sehr auf den Pool gespannt und wollte am liebsten direkt hineinspringen.
Danach packten wir unsere Logbücher aus und gingen zu Swantje um die ersten Tauchgänge zu planen. Swantje zeigte uns jetzt erst einmal den Rest von der Basis (Trockenraum, Turm, Küche... und vor allem den Kühlschrank) und kontrollierte danach die Logbücher mit den Brevets. Wir entschlossen uns, hier auf Bali unseren PADI AOWD zu machen und legten mit Swantje die Tauchgänge fest. Bisher hatten wir nur den CMAS*, das nervt auf Dauer bei tieferen Tauchgängen.
Dann raus aus den Klamotten und ab mit Jan in den Pool. Er hatte sehr viel Spaß und sogar das Schwimmen gelernt. Er ist beim Joe das erste Mal ohne Schwimmhilfen quer durch den Pool geschwommen. Hier mal einen Dank an Tanja Lu (seine Schwimmlehrerin) für die gute Vorarbeit.
Am späten Nachmittag erkundigten wir das Dorf und am Abend haben wir bei Joe in der Basis an der Rittertafel gegessen. Was in den Berichten mit 3 Sterne Koch Made steht, ist einfach wahr. Made mit seinem Team ist unschlagbar. Die Rittertafel ist eine große Runde Steinplatte mit 12 Plätzen. Joe mag keine Gruppenbildungen, seine Gäste sollen alle am runden Tisch sitzen und sich miteinander unterhalten. Es gibt ja schließlich genügend (meistens wahre) Abenteuer zu erzählen. Getränke (Bier, Wasser, Cola, Saft) werden aus dem Kühlschrank genommen und die Strichliste neben seinen Namen führt jeder selbstständig.
So, jetzt ins Bett, es sollte bald losgehen. Wir haben uns mit Swantje um 09.00 Uhr fertig gemacht und sind das erste Mal zur Liberty getaucht. Also runter zum Wasser, Flaschen aufgerödelt und ab in die Fluten. Die Liberty tauchte in mehreren Fragmenten kurze Zeit später auf. Was für ein Anblick, die Fischvielfalt wurde in diesem Forum ja schon des Öfteren beschrieben. Man meinte, dass jede Fischgruppe hier ihren Stammplatz hat. Wir haben noch eine Gruppe von ca. 12 Büffelköpfen gesehen. Wenn die anfangen an den Korallen zu knabbern, knackt es überall. Was für ein Anblick. Nach ca. 60 Minuten wieder zurück. Wir wussten, dass wir das Wrack nicht zum letzten Mal betaucht haben. Es gibt ja noch so viel zu sehen.
Meldung: Der Beitrag ist zu lang...
Teil 2 folgt