Malaria Prophylaxe

  • Hallo, wir wollen im November eine Vietnamreise unternehmen, freuen uns schon sehr darauf. Etwas verunsichert sind wir mit einer Malaria-Prophylaxe.
    Wir werden von Hanoi, Sapa, Halong, Hue, Hoi An, HMC, Mekong Delta (Cai Be Homestay) Cantho nach Phu Coc reisen.
    Ist eine Prophylaxe angesagt? Welche ist am besten? Wir haben keine richtige Ahnung.
    Und noch etwas anderes, wir werden mit "world insight Erlebnisreisen" fahren, hat von denen schon etwas gehört oder schon Erfarungen gemacht?

  • Quote from hotte

    Ist eine Prophylaxe angesagt? Welche ist am besten? Wir haben keine richtige Ahnung.


    Als erstes solltest Du Dich mal von einem fähigen Arzt beraten lassen. Es gibt verschiedene Medikamente auf dem Markt, die sehr unterschiedlich in Bezug auf Preis, Nebenwirkung und Resistenz sind.

    Generell stellt sich natürlich überhaupt die Frage nach der Nowendigkeit einer Prophylaxe. Eigentlich wird eine solche für die genannten Gebiete nicht empfohlen. Schau aber auch mal hier: Vietnam - Reisemedizin

    Zum Thema Malaria könnte ich jetzt ansonsten noch Romane schreiben :roll:

  • Quote from Rastlos

    Zum Thema Malaria könnte ich jetzt ansonsten noch Romane schreiben :roll:

    Würde mich sehr interessieren dein Roman :)
    Mit Malariaprofylaxe habe ich mich auch mal beschäftigt, und zwar vor meinem 5-Tagestrip in den peruanischen Regenwald. Mein Tropenarzt hattemir damals davon abgeraten, weil starke Nebenwirkungen wohl fast immer die Regel sind.
    Ich frage mich jetzt gerade, warum es überhaupt die Diskussion gibt ob ja oder nein. Weil soweit ich das jetzt mitbekommen habe, kann Malaria tödlich sein. Dann sollte man eine Profylaxe oder ähnliches doch eigentlich immer nehmen.

    LG
    Alessandro

    Reisen können, ist eine der schwierigsten Künste. Eigentlich müßte man es im Hauptberuf betreiben.

  • Also man unterscheidet meines Wissens nach Malaria-Prophylaxe und nach Malaria als Stand-By-Medikament.

    Bei unserer Kenia-Reise vor Jahren mussten wir eine Prophylaxe laut Arzt-Empfehlung machen. Diese begann bereits zu Hause, lief über den Urlaub durch und endete dann wieder daheim. Und ich kann sagen, sie hatte ziemliche Nebenwirkungen...

    Letztes Jahr im Dezember in Vietnam hat uns das Tropeninstitut empfohlen, wenn dann nur ein Stand-By-Medikament mitzuführen. Dieses ist für den Notfall gedacht und soll auch nur eingenommen werden, wenn vor Ort im Urlaubsland eine Ansteckung mit Malaria von einem Arzt fest gestellt wird.

    Weiterhin ist nicht jedes Malaria-Medikament für jede Urlaubsregion geeignet. Mit Lariam, das wir in Kenia benutzt haben, hätten wir in Vietnam gar nichts ausrichten können im Falle eines Falles. Die Unterschiede usw. erfragst Du am besten z. B. im Tropeninstitut in Hamburg oder am Flughafen Frankfurt gibt es glaube ich auch eine Auskunftsstelle.

    Aus Sicherheitsgründen befindet sich die Signatur auf der Rückseite.

  • Quote from Alessandro


    Ich frage mich jetzt gerade, warum es überhaupt die Diskussion gibt ob ja oder nein. Weil soweit ich das jetzt mitbekommen habe, kann Malaria tödlich sein.


    Ja, die schwere Form der Malaria, die tropicana, kann tödlich enden, aber nur, weil sie so oft nicht rechtzeitig erkannt wurde. Malaria selber ist behandelbar, nur die Zeit zwischen Ausbruch und Behandlung ist entscheidend.
    Die Prophylaxe selber schützt auch nicht 100%. Da viele Medikamente schwer verträglich sind, wird eben sehr oft überlegt, ob man sich das antut, oder eben eine Standby-Mittel mitnimmt, das man im Notfall vor Ort einnehmen kann, wenn kein Arzt verfügbar ist.
    Da aber oft die Anzeichen nicht erkannt werden, da die Inkubationszeit auch mal mehrere Monate dauern kann, macht es die Diagnose so schwierig und es passiert halt dann viel.

    Viele Grüße
    Petra

  • Hallo,

    seitdem ich 2x trotz Prophylaxe Malaria hatte, habe ich keins dieser Mittel mehr eingenommen, hatte allenfalls ein Stand-by-Mittel dabei.

    Wie bereits gesagt: Prophylaxe bietet weder 100%igen Schutz vor einer Erkrankung und kann mit leichten bis schwerwiegenden Nebenwirkungen begleitet sein. In Vietnam traf ich damals Mädels, die hatten von ihrer Prophylaxe schwere Angstzustände und Depressionen bekommen, das ist dann nicht mehr lustig.

    Wie ebenfalls bereits gesagt ist Malaria behandelbar, wenn sie rechtzeitig erkannt wird. Man sollte also bei Verdacht schleunigst den nächsten Arzt aufsuchen oder das Stand-by nehmen.
    Ich kann dir sagen: nachdem ich damals die 6 Tabletten Lariam in x Stunden zur Behandlung eingenommen hatte, hatte ich quasi sämtliche Nebenwirkungen vom Beipackzettel, da war nicht mehr klar, was jetzt Krankheit und was Behandlungsnebenwirkung war. Aber: Der optimistische tanzanische Arzt, der zu mir ins Hotel kam, hatte von Anfang an Recht, auch wenn ich ihm zuerst so gar nicht glauben konnte - "tomorrow you will feel better" hatte er mich angegrinst und tatsächlich ging es nach einer üblen, üblen Nacht am nächsten Tag besser und am 3. Tag konnte ich schon wieder etwas wacklig rausgehen.
    Naja, muss nicht nochmal sein, aber ständig Medis, die nicht mal unbedingt wirken, auf Verdacht einzunehmen, ist auch nicht gesund.

    Man sollte sich nur, wenn man schon länger wieder zuhause zurück ist und plötzlich merkwürdig krank wird, daran erinnern, wo man vor noch nicht all zu langer Zeit gewesen ist und das dem behandelnden Arzt auch sagen, sonst kommt der evtl. nicht auf die Idee, Malaria zu vermuten.

  • Quote from Alessandro

    Würde mich sehr interessieren dein Roman :)


    OK, aber nur weil Du es bist. ;) Einiges ist bereits gesagt worden.

    1. Resistenz:
    Es wird leider von vielen deutschen Ärzten nur zu schnell eine Prophylaxe verordnt, ohne dass sich der Arzt überhaupt mit der Reiseart, dem Reiseverlauf, der Reisezeit etc. des Patienten beschäftigt hat. Er schaut nur in sein "schlaues Buch", sieht dass es irgendeine Form von Malaria im Reiseland gibt und schon hat der Patient die Empfehlung zur Prophylaxeeinnahme (ist ja auch pures Geld für den Arzt).
    So kommt es dazu, dass sich sogar reine Strandurlauber in der Trockenzeit mit dem Zeug vollpumpen, ohne überhaupt annähernd in Gefahr kommen sich mit Malaria anzustecken.
    Fakt ist, dass sich durch die vermehrte Einnahme von Prophylaxen (zum Großteil auch bedingt durch den fortschreitenden Tourismus) bei vielen Wirkstoffen schon eine gewisse Resistenz gebildet hat, so dass immer weiter an wirksamen Medikamenten geforscht werden muss, damit zur akuten Behanlung überhaupt noch wirksame zur Verfügung stehen.

    2. Standby-Mittel:
    Sehr beliebt bei Reisenden, die eigentlich keine Prophylaxe nehmen wollen, aber trotzdem ein gewisses Gefühl der Sicherheit behalten möchten. Diese Mittel sind jedoch ausschließlich für Traveller gedacht, die sich für längere Zeit abseits von jeder medzinischen Versorgung aufhalten (Expeditionscharakter) und damit im Falle einer Erkrankung zur Eigenmedikation gezwungen sind.
    In Ländern mit ausreichender medizinischer Versorgung sind solche Mittel in der Regel völlig unnötig und teilweise auch gefährlich, denn eine Laie kann ein harmloses Fieber oder eine Dengue-Erkrankung nicht von einer Malaria-Erkrankung unterscheiden. Die Einnahme eines Standby-Mittels in solchen Fällen wiegt viele Reisende leider in einer fälschlichen Sicherheit und diese versäumen es dann einen Arzt aufzusuchen! Auch kann unter Umständen die Einnahme eine Erkrankung mit Dengue verschleiern und führt auch beim Arzt zu einer Falschdiagnose und damit zu einer Fehlbehandlung.
    Wichtig: Bei einem Anzeichen einer Erkrankung IMMER einen Arzt aufsuchen und auf einen Bluttest bestehen. Nur dieser gibt Aufschluss darüber, ob eine Erkrankung mit Malaria oder etwas anderes vorliegt!!
    Ein weiterer grund für die Mitnahme eines Standby wäre höchstens noch, dass im Reiseland eventuell Medikamentenfälschungen auf dem Markt sind nd man sich deswegen lieber sein eigenes mitnehmen möchte. Aber wie gesagt, bitte keine Eigendignose stellen!!
    Riamet (ein Kombipräparat) ist zur Zeit übrigens das wirksamste Standby-Mittel.

    3. Inkubationszeit:
    Die Inkubationszeit von Malaria liegt bei 7 Tagen, d.h. es spielt bei der eventuellen Wahl eines Mittels keine Rolle wo man sie sich eventuell einfangen könnte, sondern wo man sich anschließend aufhält.

    4. Malaria-Prophylaxen:
    Es gibt verschiedene Mittel auf dem Markt, die unterschiedliche Nebenwirkungen und auch Wirksamkeiten haben. Es ist eben nicht jedes Mittel für jede Region geeignet.
    Die gängigsten Mittel sind zur Zeit Lariam, Malarone und Doxyxyclin (besitzt aber in Deutschland für diese Indikation keine Zulassung). S. auch Medikamente zur Malaria-Prophylaxe

    5. Schutz vor Malaria:
    Der beste Schutz ist und bleibt ein konsequenter Mückenschutz, d.h. lange Kleidung in der Dämmerung/Nacht, Mückenschutz, Moskitonetz und Zimmer mit AC oder Ventilator.
    Chemische Präparate (Prophylaxen) geben keinen 100%igen Schutz, verleiten aber leider viele Reisende auf den eigentlichen Mückenschutz zu verzichten.

    Nochmal: Bei jeder Art Anzeichen einer Krankheit eine Arzt aufsuchen - auch nach Rückkehr aus dem Urlaub (s. Inkubationszeit).


    So, das war es fürs erste und in Kürze :)

  • Quote from Mikado

    oder eben eine Standby-Mittel mitnimmt, das man im Notfall vor Ort einnehmen kann, wenn kein Arzt verfügbar ist.

    Quote from Silkenya

    Man sollte also bei Verdacht schleunigst den nächsten Arzt aufsuchen oder das Stand-by nehmen.

    Liebe Leute, ihr gebt hier hoechst gefaehrliche, unter Umstaenden sogar lebensgefaehrliche Ratschlaege, die hoffentlich keiner befolgen wird. Ich kann darueber nur mit dem Kopf schuetteln. Rastlos hat es genau auf den Punkt gebracht.

    Quote from Rastlos

    Diese Mittel sind jedoch ausschließlich für Traveller gedacht, die sich für längere Zeit abseits von jeder medzinischen Versorgung aufhalten (Expeditionscharakter) und damit im Falle einer Erkrankung zur Eigenmedikation gezwungen sind. In Ländern mit ausreichender medizinischer Versorgung sind solche Mittel in der Regel völlig unnötig und teilweise auch gefährlich, denn eine Laie kann ein harmloses Fieber oder eine Dengue-Erkrankung nicht von einer Malaria-Erkrankung unterscheiden.


    Ich stimme dem zu 100 Prozent zu. Man sollte immer einen Arzt aufsuchen, bevor man anfaengt, irgendwelche Chemiebomben zu schlucken. Und ein Arzt oder Krankenhaus ist ueberall in Vietnam innerhalb weniger Stunden zu erreichen.

    Fuer eine Reise auf der ueblichen Touristenroute in Vietnam ist sowohl eine Prophylaxe, als auch die Mitnahme eines Stand By Mittels vollkommen unnoetig. Auf der Reiseroute des Fragestellers ist nur im Mekong Delta eine gewisse Vorsicht noetig. Da aber wegen der Dengue-Gefahr sowieso manueller Mueckenschutz unverzichtbar ist, reicht dieser mit grosser Wahrscheinlichkeit auch als Malariavorsorge aus. Rechne ich nun noch die Inkubationszeit von mindestens 7-12 Tagen hinzu, oft dauert es auch mehrere Monate bis die Krankheit ausbricht, ist der normale Tourist laengst wieder zu Hause, wenn sich die Malaria bemerkbar macht. Die Ansteckungsgefahr ist jedoch wirklich nur aeusserst gering. Aber letzlich muss jeder selber fuer sich entscheiden, was fuer ihn das groessere Risiko ist.

    Viele Gruesse
    Cathrin

  • @Catrin:
    Danke für Deinen Beitrag.

    Auch ich empfinde die hier gegebenen Tipps, teilweise als lebensgefährlich. Stand-by-Mittel gegen Malaria dienen in erster Linie dazu "überhaupt" ein Mittel zur Verfügung zu haben - wenn vor Ort die Medikamentenversorgung unzureichend ist etc. Eine Einnahme ohne vorhergehende Blutuntersuchung ist nur in den beschriebenen Ausnahmefällen zu überlegen.

    Rastlos

    Es wird leider von vielen deutschen Ärzten nur zu schnell eine Prophylaxe verordnt, ohne dass sich der
    Arzt überhaupt mit der Reiseart, dem Reiseverlauf, der Reisezeit etc. des Patienten beschäftigt hat.
    Er schaut nur in sein "schlaues Buch", sieht dass es irgendeine Form von Malaria im Reiseland gibt und
    schon hat der Patient die Empfehlung zur Prophylaxeeinnahme (ist ja auch pures Geld für den Arzt).

    Ich halte dies für eine ziemlich gewagte Verallgemeinerung -

    Herzliche Grüße
    Mo:-Pna

    Liebe Grüße
    Mona

    Jeder Jeck is' anders :D

  • Quote from Mona

    Ich halte dies für eine ziemlich gewagte Verallgemeinerung


    Meine persönliche Meinung resultiert leider aus vielen Erfahrungen und Beobachtungen. Ich musste selber auch sehr lange suchen, bis ich einen Arzt gefunden habe, der wirklich Ahnung hat und sich intensiv mit solchen Themen und vor allem mit dem Reisenden beschäftigt. Selbst Tropenmediziner haben in diesem Bereich teilweise arge Defizite.
    Ich habe auch keineswegs ALLE Ärzte über einen Kamm geschert, sondern nur daruf hingewiesen, dass VIELE Ärzte (vor allem Allgemeinmediziner) leider keine ausreichende Kenntnisse besitzen. Für die ist es mit einem kurzen Nachschlagen im Buch getan :(

    Achte bei Deinen Reisen mal selber drauf (in Gesprächen etc.) wieviele Leute völlig unnötig irgendeine Prophylaxe einwerfen oder absolut unsinnige Impfungen erhalten haben nur weil es der Arzt verordnet hat. Auch in den verschiedenen Reiseforen bekommt man dies andauernd vor Augen gehalten.
    Wenn der konsultierte Arzt nicht einmal nachfragt WANN man verreist, IN WELCHE Region des Landes man genau verreist und WIE man seinen Urlaub gestaltet, dann ist dies schon mangelhaft, denn eine kompetente Betreuung kann so nicht stattfinden.

  • Da muß ich Rastlos wirklich recht geben. Uns wurden auch von Allgemeinmediziner sowie "erfahrenen" Reisenden die Prophylaxe sehr empfohlen. Zum Glück hat mir Dr. Thomas Schmidt von "mediscon" die richtigen Ratschläge erteilt und wir haben auf die Prophylaxe verzichtet.

  • Quote from Cathrin


    Liebe Leute, ihr gebt hier hoechst gefaehrliche, unter Umstaenden sogar lebensgefaehrliche Ratschlaege, die hoffentlich keiner befolgen wird. Ich kann darueber nur mit dem Kopf schuetteln. Rastlos hat es genau auf den Punkt gebracht.

    Liebe Cathrin,
    ich habe hier weder einen Ratschlag gegeben, denn ich bin kein Arzt, noch habe ich gesagt, dass ein Stand-Bye-Mittel generell zu empfehlen ist.
    Ich stehe in ständiger Kommunikation mit erfahreren Reiseärzten, denn ich arbeite in einem Betrieb, wo das Reisen an die Tagesordnung gehört.

    Wenn ich mich in Gegenden aufhalte, wo ich Angst habe, dass nicht genügend Ärzte zur Verfügung stehen, so nehme ich immer Spritzen und auch, wenn es ratsam ist und von den Tropenärzten empfohlen wurde, ein Stand-Bye-Mittel und andere lebenswichtige Medikamente mit.

    Ich habe auch Länder, die eine Cholera-Impfungen zwingend vorschrieben, gemieden, da mir gesagt wurde, es reicht, wenn ich X-Euro bezahle, dann bekäme ich einen Stempel (natürlich ohne Impfung):-/

    Ich sage bewusst Tropenmedinziner, denn ein Allgemein-Arzt schaut in die veröffentlichten Broschüren, Unterlagen und Hefte nach und wer stellt diese zur Verfügung?

    Wer die Kosten von einer Beratung im Tropeninstitut scheut, der soll hinterher nicht klagen.
    Was jeder persönlich aus seinen Erfahrungen zieht, das darf meiner Meinung hier gesagt werden.

    Und noch einmal, die meisten Menschen sterben an der Malaria, weil sie zu spät behandelt wurden. Das liegt daran, weil sich Monate nach einem Urlaub keiner mehr erinnert, dass man in einem Land gewesen ist, in dem Malaria vorkommt.

    Das besagt jedoch nicht, das ich empfehle Medikamente ohne Verordnung einzunehmen, im Gegenteil, man sollte immer einen Arzt aufsuchen, bevor man zur Selbsthilfe schreitet.

    Aber es ist immer besser, etwas in Petto zu haben
    . Weder am Orinocco-Delta noch im Hängemattencamp bei den Salto Angel Falls gibt es Ärzte, Strom oder Medikamente. Jeder sollte sich gut auf seine Reise vorbereiten.

    So lange aber Ärzte unterschiedliche Ratschläge erteilen, wird es immer diese Diskussion geben. :(
    Als wir in Venezuela waren, wurde mir vom Tropeninstitut empfohlen, nur ein Stand-Bye-Mittel mitzunehmen, meinem Mann hat der Hausarzt eine Prophylaxe empfohlen.
    Ich sage nicht, wie wir uns entschieden haben ;)
    Viele Grüße
    Petra

    Übrigens, ich habe nur auf die Frage geantwortet, warum es die Frage gibt Prophylaxe ja oder nein!

  • @ Rastlos

    Danke für deinen sehr informativen Beitrag. Ich nehem daraus für mich mit, dass man nichts überstürzen darf und bei Verdacht auf Malaria umgehend einen Arzt aufsuchen sollte.

    Ich werde mich nächstes mal auch nur ca 5 Tage in einem Malariagebiet aufhalten und danach wieder in die "Zivilisation" zurückkehren.
    Dann wäre im Notfall ärztliche Versorgung also gewährleistet. und ein Stand By Mittel unnötig.

    Alessandro

    Reisen können, ist eine der schwierigsten Künste. Eigentlich müßte man es im Hauptberuf betreiben.

  • Quote from Alessandro

    Ich nehem daraus für mich mit, dass man nichts überstürzen darf und bei Verdacht auf Malaria umgehend einen Arzt aufsuchen sollte.


    Ja, den Weg zum Arzt sollte man auf jeden Fall nicht lange hinauszögern - auch nicht nach der Rückkehr aus dem Urlaub!

    Quote from Alessandro

    Ich werde mich nächstes mal auch nur ca 5 Tage in einem Malariagebiet aufhalten und danach wieder in die "Zivilisation" zurückkehren.
    Dann wäre im Notfall ärztliche Versorgung also gewährleistet. und ein Stand By Mittel unnötig.


    Richtig, ich persönlich würde bei einem so kurzen Aufenthalt in einem Malariagebiet keinesfalls eine Prophylaxe einnehmen. Letztendlich muss das aber natürlich jeder für sich selber entscheiden ;)

  • Also vielen Dank für die ausführliche Diskusion. Wir werden nun nur helle Kleidung tragen und cremen, cremen. Der Aufenthalt im Mekong-Delta ist sowieso so ziemlich am Schluss der Reise und falls wirklich etwas passiert (hoffentlich nicht) sind wir bei Ausbruch von Malaria sowie in Deutschland. Jedenfalls freuen wir uns schon sehr (auf Vietnam!).
    MfG hotte

  • Quote from hotte

    Hallo, wir wollen im November eine Vietnamreise unternehmen, freuen uns schon sehr darauf. Etwas verunsichert sind wir mit einer Malaria-Prophylaxe.
    Wir werden von Hanoi, Sapa, Halong, Hue, Hoi An, HMC, Mekong Delta (Cai Be Homestay) Cantho nach Phu Coc reisen.
    Ist eine Prophylaxe angesagt? Welche ist am besten? Wir haben keine richtige Ahnung.
    Und noch etwas anderes, wir werden mit "world insight Erlebnisreisen" fahren, hat von denen schon etwas gehört oder schon Erfarungen gemacht?


    Ich würde auf einem vietnamurlaub auf eine malaria prophylaxe verzichten. Es gibt in der apotheke einen zuverlässigen malariatest, den sollte man dabei haben, wenn man in betroffene gebiete fährt. Die notwendigen medikamente bekommt man dann auch gut vor ort.

  • Hallo, also da gibt es verschiedene Möglichkeiten : Wenn dich auf einer Vietnamreise die Viecher allzu sehr nerven, dann ist als Mückenschutz "Anti Brumm" ( gibts in der Apotheke ) sehr gut. Das ist so ähnlich wie das alte Autan. Ansonsten gibt es ein Spray "Nobite" mit dem man seine Kleidung einsprühen kann. Dazu gibt es noch ein Hautschutzgel, das heisst auch "Nobite". Die beiden Produkte sollte man also kombiniert verwenden. Der Malariatest ist übrigens von "Gab Control". Ich habe das alles in der Apotheke besorgt. Bei dem geringsten Malaria Verdacht sollte man dann natürlich sofort den Test machen und dann ev. vor Ort einen Arzt aufsuchen. Die Malaria ist meines Erachtens halb so wild, wenn sie wirklich sofort erkannt und behandelt wird. Viel problematischer ist eine Infektion mit dem Dengue Fieber. Grüsse Rudi