Erfahrungen nach COVID-19 Impfung

  • Ich habe gestern meine Booster Impfung erhalten.

    Nachdem die Stiko am 18.11. die Empfehlung dahingehend geändert hat, daß die dritte Impfung nun auch bereits für alle nach 5 Monaten möglich ist, sind wir zu einem Impfzentrum in Bayern gefahren (hier in meiner Stadt in Baden Württemberg wurde das Impfzentrum bereits geschlossen…., beim Hausarzt wäre ich auf die Warteliste mit unbekannten Termin gekommen). Die Warteschlange war einmal um das dortige Impfzentrum herum, eine bunte Mischung aus Erstimpflingen, Jugendlichen mit Eltern und Drittimpflingen. Aber besser bzw. weniger wird es sicherlich in den nächsten Tagen nicht mehr, geduldig angestellt und beim warten nette Gespräche mit der Dame hinter mir geführt. 3 Stunden inklusive Impfung, keine Beschwerden, noch nicht mal der Arm tut weh, also in Summe alles bestens.

  • Meine Hochachtung für das Pflegepersonal und die Ärzte für Ihren Einsatz und vor allem ob Ihrer Geduld.

    Und den Satz, den sie alle sicher nicht mehr hören können ( wenn die Patienten noch sprechen können) ist wohl der: wenn wir DAS gewusst hätten, dann hätten wir uns impfen lassen.

  • Dieses ganze Rechnen mit Zahlen und Wahrscheinlichkeiten ist ja dem Bedürfnis nach Sicherheit geschuldet. Das ist verständlich, hilft aber nicht unbedingt weiter, wenn man erfährt, dass man zu einem infizierten Menschen engen Kontakt hatte, denn die Frage, ob man sich infiziert hat und ob man selbst dann zu den wenigen gehört, die trotzdem einen schweren Verlauf haben, kann man zu dem Zeitpunkt ohnehin nicht beantworten.


    Ich war heute mit meinem Rotz beim PCR-Test, nachdem die Kollegin im Nebenzimmer vor einer Woche ausgefallen ist (geimpft und corona-positiv). Mal abwarten, ob ich meinen Booster-Termin zugunsten des natürlichen Boosters wieder absagen muss...

    Gab es nun schon ein Ergebnis?

  • Magst du die Gründe nennen, ohne Diskussion? Es interessiert mich, weil ja die PCR Tests eigentlich verlässlich sein sollen.

    Wenn das Ergebnis nicht vertrauenswürdig ist, wäre das ja ziemlich fatal für dich, weil du dann nicht weisst, ob du wirklich infiziert bist. Das hätte ja Auswirkungen auf die Boosterimpfung (machen oder nicht). Doofe Situation.

  • Ich habe nun meine dritte Impfung, nachdem ich ewig mit mir gehadert habe, ob ich den Termin wahrnehmen soll:


    Mein PCR vor 11 Tagen war ja negativ, aber ich hatte begründete Zweifel, dass das Ergebnis korrekt ist. Auch Ärzte haben daran ihre Zweifel, sodass ich mich weiter eingeschlossen habe. Meinem Arbeitgeber ist es auch lieber, dass ich meinen Infekt (egal, wie er heißt) nicht ins Büro trage.


    Nun war für mich die Frage, ob ich meinen dritten Impftermin (gestern) wahrnehme oder nicht. Und so schlich ich gründlich gewaschen und desinfiziert und mit FFP2 aus dem Haus (darf ich, habe ja keine angeordnete Quarantäne) und fuhr zur Impfstelle, natürlich mit dem Auto und nicht mit der Bahn.


    Ich habe die Geschichte dem Impfarzt offen geschildert, übrigens schon dem zweiten Impfarzt, eine Ärztin kenne ich aus meinem Bekanntenkreis.

    Die Information von beiden ohne jede Irritation oder bedenkliches Abwägen: Wenn es doch Covid war, dann habe ich mit der Impfung eben noch mehr Antikörper. Es sei unter Umständen zu erwarten, dass es mehr Nebenwirkungen gibt oder zu grippeähnlichen Symptomen kommt. Auf ausdrückliche Nachfrage sagten beide, dass mehr Schaden an meiner Gesundheit nicht zu erwarten sei. So lange ich mich zum Impftermin fit fühle und kein Fieber habe, stehe einer Impfung nichts entgegen. Und die Impfung nicht wahrzunehmen auf bloßen Verdacht hin, wäre völlig irrational.


    Zur Vorsicht hatte ich mir vor dem Schlafengehen eine große Flasche Wasser und einen Blister Paracetamol ans Bett gelegt, falls ich nachts mit Fieber oder Schüttelfrost aufwache. Aber mir geht es bestens, ich spüre 0,0 Auswirkungen, bin weder müde, noch habe ich Kopfschmerzen, noch habe ich an der Einstichstelle irgendwelche Schmerzen oder Rötungen, einfach gar nichts.

  • Könnte es sein, dass du dir das RSV Virus eingefangen hast? Damit hat sich mein Bruder infiziert und er hängt jetzt seit Wochen mit grippeähnlichen Symptomen und vor allem Husten mit starker Atemnot in den Seilen. Mehrfache Corona-Tests waren negativ, erst ein Test auf RSV brachte die richtige Diagnose.

    Das kriegen zwar vorwiegend kleine Kinder, aber offenbar sind manche Erwachsene auch nicht dagegen gefeit...

  • An den Tagen 6 (DI) und 7 (MO) vor Symptombeginn hatte ich immer mal bis zu 20 Minuten mit einer nachweislich Infizierten zu tun. Deren PCR war am MI positiv.

    Am MO darauf bekam ich Rotz. 6 von 6 Schnelltests unterschiedlicher Fabrikate am MO, DI, FR, 2 am SA und 1 am SO waren auffällig. Ich habe einen kompletten Verlust von Geschmacks- und Geruchssinn. Nur mein PCR (am DI) war negativ.

    Diese Woche habe ich dann MI wieder einen Schnelltest gemacht, der nun wieder negativ war.

    Auch wenn Schnelltests immer mal falsch liegen, liegt deren Fehler ja wohl beim Geimpften eher mal darin, dass sie eine vorhandene Infektion nicht entdecken, aber alle 6 Tests waren durchweg auffällig.

    Starke Atemnot habe ich nicht. Falls das jetzt wirklich Corona ist, möchte ich das nun gerne jedes Jahr statt der Infekte, die ich sonst immer mal zu bekommen pflege...

  • Ja, die Zeit war echt anstrengend. Das Ergebnis ist mir auch nicht mitgeteilt worden. Über die App wurde es nicht übermittelt. Und als es nach 3 Tagen immer noch nicht da war, habe ich am FR in der Praxis angerufen. Aber die hatte geschlossen, die Ärztin hat nämlich inzwischen selbst Corona.

    Ein Freund hat mir dann noch so eine App genannt, mit der man Laborbefunde abfragen kann.