Erste Interkontinentalreise seit fast 2 Jahren

  • Mein heutiges Mittagessen:


    Maniok-Teig mit so einer Art Fleisch (Nichts für Veggis). Ich verfeinere das ganze mit ein paar Spritzer Fischsoße.

    ...

    Das hätte ich sicher auch gekostet =). Erinnert mich sehr an Schafskopfsuppe, die wir in Cusco probiert haben. In einem großen Topf wurden ganze Schafsköpfe gekocht, die gab es dann wahlweise mit Zunge oder Auge - Hirn war immer dabei!



  • Wir haben uns als Insel-Mittagessen 2 gegrillte Capitain Fische mit Fritten bestellt. Dazu wurden ein Topf mit Zwiebel-Tomatensoße und einen mit Chilipaste gereicht. Umgerechnet 16 Euro hat das leckere fangfrische Essen gekostet. Leider kam -als wir den 2. Fisch attackierten- ein heftiges Gewitter mit Starkregen auf und hat uns das angenehme Dinieren etwas versauert.



    Nachdem die Blitze weitergezogen waren stürzten wir uns bei strömendem Regen in die Wellen. Die warme Flut hat gut getan. Und dann kam auch noch das kleine Inselorchester und spielte uns ein paar rhythmische Songs, in denen unsere Namen immer wieder erklangen.


          


    Gegen 16:30 sind wir dann wieder mit unserer Piroge zurückgefahren. Am Hafen von Boulbiné war wie immer hektisches Treiben, wir haben uns, da da Auto noch nicht da war, ein paar super süße Ananasscheiben et etwas Maniok gegönnt. Ab und zu sollte man auch mal was vegetarisches essen 8):love:.


         


    Fortsetzung folgt

    horas

  • DAS Mittagessen hätte ich auch gerne gehabt, inkl. Schwimmen und Orchester :)


    Schafs- und Ziegenkopfsuppe gibt es auch in Uganda - es wird wirklich alles verwertet!


    Bei uns in Franken gibt es als Spezialität in den Wintermonaten eine Schlachtschüssel, dabei wird in einem Kessel ein ganzes Schwein gesotten und so ziemlich komplett verzehrt: Ohren + Rüssel + Innereien sind Leckerbissen, nur Hirn gibt es nicht.

    Gegessen wird vom Holzbrett ohne Geschirr, aus den Resten + Schwarten wird Wurst gemacht.

    = So weit sind wir kulinarisch von Afrika gar nicht entfernt!


    Eure Beschaffungs-Logistik leuchtet mir ein - wie sieht es denn in Conakry mit Unterrichtsmaterialien aus (einfache Dinge wie Hefte, Stifte etc. sind ja sicher ausreichend vorhanden, aber gibt es denn auch genügend in den MINT-Bereichen?

  • Auf der Heimfahrt von dem Hafen Boulbiné sehe ich ein mir bisher unbekanntes modernes Conakry. Wird hiermit das neue Zeitalter für Guinea eingeläutet?


                


    Wie haben die das in einer so kurzen Zeit geschafft? Nun ja, es sind gut 3 Jahre her, dass ich durch dieses Viertel gefahren bin. Aber erstaunlich ist der Wandel schon.

    Die Straßenverkäufer gibt es weiterhin. Sie stehen am Straßenrand, schlendern gelassen zwischen den langsam rollenden Autoschlangen und flehen potentielle Kunden mit Augenkontakt zum Kaufen an.


    Orangenverkäuferin Apfelverkäuferin Kleiderverkäuferin

                       


    Man findet alles, was man zum Überleben braucht, und das beim Nachhauseweg. Beim langsamen Fahren tauscht man das Geld gegen die Ware. Schneller als jedes Geschäft, schneller als Amazon.


    Stühle, Hocker, Waschpulver Orangen und Brot Brot und Papiertücher

                 


    Eine neue Universität gibt es auch: die "Freie Universität von Guinea". Erbaut in kürzester Zeit von Deutscher Entwicklungshilfe? Nein, von chinesischer:thumbsup:!


    Der Verkehr in Conakry ähnelt dem in Saigon.


    Viel Straßenverkehr, armes Land? Passt das zusammen?

    Viele Grüße

    horas

  • Bei uns in Franken gibt es als Spezialität in den Wintermonaten eine Schlachtschüssel, dabei wird in einem Kessel ein ganzes Schwein gesotten und so ziemlich komplett verzehrt: Ohren + Rüssel + Innereien sind Leckerbissen, nur Hirn gibt es nicht.

    Gegessen wird vom Holzbrett ohne Geschirr, aus den Resten + Schwarten wird Wurst gemacht.

    Das werde ich mir merken! Wo fängt denn Franken an, vom Saarland aus gesehen oder hast du einen Geheimtip, wo die Schlachtschüssel am besten schmeckt?

  • Ich habe noch ein paar sehenswerte Fotos, die ich euch zeigen möchte.


    Gegenüber von unserem Anwesen kann man frische Hammel, Schafe, Ziegen und Rinder kaufen. Die Hinrichtung und Verarbeitung bleibt dem Käufer überlassen.



    Unsere Maniokblättersoße (Mafé Hako Bantara) wird hiervorbereitet



    und das ist die leckere aber scharfe Soße mit Fisch, Aubergine, Karotten, Kürbis, Zwiebeln; zum Nachtisch gibt es Papaya; die Frau und Mutter freut sich über jeden Großabnehmer!


                         


    Am Abend bereitet meine Frau eine Opferzeremonie vor; die KInder unserer Straße bekommen jedes eine halbe Orange und -was mehr wiegt- 20.000 guineische Franken. Der Ansturm und die Freude sind gewaltig.


            


    Später am Abend gehen wir fein aus. Ich sehe zum ersten Mal die fertiggestellten Twin Tower, die Chinesen gebaut haben und die Chinesen gehören.


               

    Und das ist das Ziel unseres Ausflugs; das Hotel einer internationalen Kette; hier steigen die guineische Haute Société und Beamte und Berater der internationalen Organismen ab. unsereins musst ein paar Straßen weiter fahren, wo es weniger Licht und weniger Sterne gab :whistling:.


    Viele Grüße

    horas

  • Hallo Horas,


    vielen Dank für diese äußerst interessanten Einblicke ... und wieder einmal sehe ich, wie gut es uns hier geht.


    Aguti kannte ich bisher auch nur von Südamerika, da ist es mir bisher aber noch nicht auf einer Speisekarte begegnet, sondern nur in freier Wildbahn.


    Viele Grüße

    Sabine

  • Großen Respekt: Was Ihr = Deine Frau und Du da für Eure Straße macht!

    Wo der Staat versagt, muss man sich selbst helfen 🥴. Woher weißt du überhaupt, dass meine Frau die Straße neu gemacht hat? Hab ich wahrscheinlich schon in einem anderen Bericht erwähnt.

    Das hat sie auch nur gemacht, damit die LKW besser hoch kommen, wenden und rückwärts in den Hof fahren können.

    Viele Grüße

    horas

  • Also mache ich mit den anderen Pflanzen aus dem Garten weiter:


    Blühende Sternfrucht oder Karambola


    Taro, die Rhizome, gekocht, gegrillt oder püriert ergeben ein leckeres Gericht



    Ölpalme (sie gedeiht nicht gut auf unserem Boder, der zum Teil von einem sehr harten Lateritpanzer überdeckt ist.



    Papayas wachsen wie wild im Garten und erlauben den Afrikanern auch ohne Gemüse genug Vitamine aufzunehmen.



    und dann haben wir noch allerhand Palmen hier. Leider hat unser Gärtner die langsam wachsenden Palmen (Flaschenpalme, Siegellackpalme) entfernt, entwurzelt, zerhackt um nützlichere Pflanzen, vor allem die, die man essen kann, zu kultivieren.



    Viele Grüße

    horas