Kapverden

  • Hallo zusammen,

    wir planen ende 2022 (Dezember/Januar)in Kapverde Urlaub zu machen und waren noch nie dort.
    Meine Lebensgefährtin und mich würde intressieren welche Insel zu uns am besten passt.
    Ich habe gelesen das es im Dezember/Januar auf einigen Inseln ein recht kalter Wind weht...ist das auf allen Inseln so?
    Das wäre dann schon fast ein K.O Kriterium.....
    Gerne hätten wir auch trotz Strandnähe eine Stadt in der nähe wo man etwas unternehmen kann.
    Falls die anbindung mit Bus oder Taxi unkompliziert ist und sich preislich im Rahmen hält kann diese auch so 20 Km weit weg sein.
    WIr sind keine Pauschaltouristen. Eine Bettenburg würden wir daher gerne vermeiden. Lieber ein kleines Hotel mit Strandnähe oder ein Resort mit einzelnen Bungalows.
    Falls sowas in Kapverde zu einem bezahlbaren Kurs zu bekommen ist.
    Kann uns uns da vielleicht jemand einige Tips geben?
    Eine Anfrage in einem Reisebüro in unserer Region halte ich für Sinfrei da die wenigsten da Erfahrung haben dürften und uns nur das anbieten was wir auch selber bei größeren Veranstaltern buchen könnten.



    Gruß

  • Hallo, ich kann nicht viel zu den Kapverden erzählen, aber immerhin ein wenig. Wir waren 2012 (meine Güte, das ist ja schon lange her) auf Sal - das ist die kleinste und kargeste Insel. Viel erleben kann man dort nicht. Es ist alles sehr überschaubar und daher eher für einen Urlaub im Sinne von Strand - Ausruhen - Wasser zu empfehlen. Ich habe hierzu einen Reisebericht geschrieben:

    https://petra-kaiser.de/forum/…4138-insel-sal-kapverden/


    Dort kann man ihn lesen. Unsere Unterkunft hat uns sehr gefallen. Wir hatten die eine Hälfte eines Bungalows und die Anlage lag direkt am Strand. Damals war der Preis wirklich sehr gut - aber wie es heute ist, kann ich nicht sagen. DIe Anlage ist nach wie vor im Angebot.

    Wind war schon ordentlich vorhanden - aber kalt war er nicht.

  • Ich habe im August 1994 vom Senegal (Dakar) aus kommend 10 Tage auf den Kap Verden Urlaub gemacht. Da ich kein Tagebuch führe, kann ich mich nicht mehr an alle Details erinnern.


    Ich war nur 4 oder 5 Nächte auf Santiago. In der Hauptstadt Praia, wo auch der Flughafen ist, wollte ich nicht bleiben.

    Meine Unterkunft war ein kleines einfaches Hotel in einem kleinen Dorf in einer heißen felsigen Hügel- und Schluchtengegend. Ich war der einzige Gast.

    Ich weiß nur noch, dass ich am 1. Morgen los wanderte und nach ein paar Stunden in brütender Hitze fast am Verdursten war. Ich lechzte nach einer Wasserquelle. In einem Tal sah ich ein paar Hütten auf die ich dann zuging. Aber es war niemand da. Ich rief laut auf spanisch, dass ich trinken will (portugiesisch kann ich nicht). Ein paar Männer waren plötzlich neben mir und führten mich in den Schatten. Quiero bibir sagte ich wieder und einer brachte mir ein großes gefülltes Glas. Ich trank es in einem Zug aus und merkte dabei, dass es kein Wasser war, sondern ein Getränk, das die Menschen dort Cana nannten. Es war Zuckerrohrschnaps, weißer Rhum. Das gleiche ist mir dann noch einmal bei meiner Wanderung passiert. Irgendwie kam ich dann spät abends in mein Hotel zurück, wo eine Hochzeitsgesellschaft am Feiern war. Und schon war ich dabei, mit einem Gläschen Cana in der Hand. An weitere Details kann ich micht nicht mehr erinnern.


    Ich bin dann nach Mindelo auf Sao Vicente geflogen, wo ich mich sogar noch wohler gefühlt hatte.


    Es gab dort sehr nette und schöne Cafés und Kneipen, mein Hotel war auch ansprechend und das Essen klasse. Diese Inselgruppe gehört(e?) zu dem Beobachtungsraum der US Coast Guard, und ich hatte das Glück, dass gerade ein Schiff von denen andockte und die gehobenen Grade in meinem Hotelchen abstiegen oder nur Abendessen einnahmen.

    Musik und Dining, aufgelockert durch Tanzeinlagen der Amis. Die Musik kam nicht von Cesaria Evora, sondern von einem Geiger und einer Sängerin mit melancholischer Stimme. Wer die Musik von Cesaria mag, und ich kenne niemanden, der sie nicht mag, hätte auch den Hummer beiseite geschoben und mit LtCol Regina S. bei Kerzenlicht getanzt. (Auf den Kap verden gibt es keine Crevetten (Shrimps) sondern Hummer. Und das in großen Mengen, zuminndest damals in 1993.) Der Abend war so stimmungsvoll, ich wurde fast eins mit dem amerikanischen Küstenschutz.


    Aber das Interessante an Mindelo war die Ankunft des Wasserschiffes am frühen Morgen von Santo Antao, der grünen Insel kommend. Die ärmeren Menschen vom Plateau standen am Hafen und erwarteten ungeduldig das lebenserhaltende Schiff mit Frischwasser. Ich war auch dabei. Beim Warten verliebte ich mich in ein einheimisches Fräulein, und wir schleppten zusammen die 40 Liter Wasser auf die hochgelegene Wohngegend. Ich habe das 2 Tage lang gemacht und musst dann auf die nördlich gelegene Insel Santo Antao weiter reisen. Mich verlangte nach Grünem, nach Vegetation.


    Jetzt muss ich noch die Fotos vom heutigen Tag auf meinen Laptop laden, damit ich morgen noch von den schönen Ereignissen von heute berichten kann. Ich melde mich wegen der grünen Insel nochmals in diesem Thread. Aber, um es vorweg zu sagen, das wäre schon eine attraktive Reise für euch.

    VG

    horas

  • Wir waren im Juni 96 auf den Kapverden und haben die Inseln

    Sao Vincente, Santiago und Sal besucht.

    Vieles steckte damals noch in den Anfängen des Tourismus. Für mich als Vegetarier war es nicht so leicht, aber Friedrich wurde mit den leckersten Fischgerichten verwöhnt.


    Wir lernten unterwegs einen ausgewanderten Deutschen kennen, der uns spontan zu einem Picknick einlud. Seine Schwiegermutter, die wir auch kennenlernten war jünger als er. Gefahren wurden wir auf der Ladefläche von einem Aluguer.


    Höhepunkt war dann die Moped Fahrt zu den Salinen. Friedrich passte nicht auf und flog auf die Nase. Er rutschte auf den nassen Dünen aus und war halbseitig mit Matsch verziert.

    Ich fuhr etwas vorsichtiger.


    Ich habe auch einen Bericht geschrieben:


    https://petra-kaiser.de/reisen…isebericht-kapverden.html


    Viele Grüße vom Flughafen Hannover, wir machen wieder eine kleine Reise:thumbsup:

    Petra

  • Im Hafen von Santo Antao angekommen war ich zunächst sehr enttäuscht. Die karge wüstenhafte Landschaft schien hier ihre Fortsetzung zu finden. Man sagte mir, dass nur der nördliche Teil der Insel grün sei. Also bin ich mit einem Minibus auf einer unendlichen extrem kurvigen Teerstraße nach Norden gefahren. Wir rollten durch Wolken hindurch, genossen die kühle feuchte Luft und waren dann endlich in dem grünen Paradies.


    Leider sind die Fotos der Reise auf einer Festplatte in Deutschland. Ich könnte sie in ca. 10 Tagen nachreichen.


    Ich weiß nicht mehr wie, aber auch ich habe einen deutschen Auswanderer, Herbert hieß er, kennengelernt. Ein echter Freak. Er finanzierte sein Dasein durch Führungen in diesem Teil der Insel. Seine Kunden waren immer die gleichen: ein deutscher Professor der Geografie (wenn ich micht recht entsinne) und seine Stusis, die 2 Mal im Jahr eine Exkursion nach Santo Antao machten. Die Schönheit dieser Region ist beeindruckend. Ob es Strände gibt kann ich nicht sagen. Ich kann mich nur an dunkles vulkanisches Festgestein (Lava und Basalte) erinnern. Aber das könnt ihr wahrscheinlich ergoogeln.


    Viele Grüße

    horas

  • Interessant!


    Nachdem ich gerade über die Kapverden nun nicht nur hier im Forum stolpere, habe ich mich mal informiert und werde mir das mal näher ansehen, ob es für März ein gutes Ziel wäre!


    Ich dachte immer, dass es nur langweiligen Sand dort gibt, aber die Inseln scheinen ja sehr unterschiedlichen Charakters und vielfältig zu sein.


    Mal sehen - ich habe schon einen Plan im Kopf!


    Ganz informativ, was die Beschreibung der Inseln betrifft, finde ich diese beiden Websites:


    https://www.kapverdischeinseln.com/


    https://www.reisetraeume.de/kapverdische-inseln