All Inclusive ausprobieren?

  • Das hatten wir bei unserer allerersten Fernreise AI in die Do, Rep auch, das war auch ein Riu Hotel. Da waren im Kleiderschrank die Rumflaschen an der Wand mit Spender - abgerechnet wurde da nichts, gehörte zum AI. Wir haben es nur nie genutzt da wir irgendwie aus dem Jetlag nie rauskamen und gerade so die Kinderdisko überlebt haben:*


    Ach, 3 Nächte AI kann man doch ausprobieren, da hast doch nicht viel verloren, ist ja jetzt kein Haupturlaub der "flöten" geht. Und selbst beim Buffet findet man immer was, was einem schmeckt. Die meisten neigen nur dazu sich alles was es an Angebot gibt auf einen Teller zu schaufeln. Da liegt dann das Huhn neben dem Fisch, umringt von Gulasch, Nudeln, Reis und Gemüse, darüber noch ne schöne Sauce. Klar, dass sich das Essen dann irgendwann wiederholt=O:S


    Und, wer weiß vielleicht bist du ja ganz froh, wenn du dich nach dem hunterdundeinten Heiratsantrag in dein Clubblase zurückziehen kannst:*

  • Ich bin mittlerweile sehr gespannt. Ich habe ja vorher in kleinen Anlagen Apartments oder Zimmer. Vor dem RIU in Negril habe ich das absolute Kontrastprogramm: Eine Cabin 20 Meter vom Strand in einem idyllischen und sehr individuellen Guesthouse mit 9 Cabins und Zimmern.

  • Das war bei den entsprechenden Bildern auf Tripadvisor auch meine Assoziation, die du nun so unverblümt aussprichst... :cry:


    Joah, spätestens damit ist klar, dass ich meine Zeit am Strand verbringen würde und nicht am Pool...


    Ich stelle mir die Szenen am Pool und die Schlachten an den Buffets so ähnlich vor wie in Las Vegas. Das halte ich ja dann auch mal 3 Tage aus, nachdem ich einige Wochen in hübschen und manchmal auch etwas tristen Hotels in Städten, in langweiligen Motels und Cabins in Nationalparks war.

    So wie ich es bisher immer höre und auch lese (also persönlich nicht erlebt habe), ist Mexico für die Amis in etwa das, was für uns Mallorca ist. Ein Freund von mir beschwerte sich bei seinem Mexikourlaub bei dem Hoteldirektor, dass sich beim Abendessen niemand an die offizielle Kleiderordnung hält (hier ging es nicht um Schlips und Krawatte, sondern tlw um Badeklamotten. Die Antwort war Sinngemäß "was soll ich machen .... hier sind 70% Amerikaner und die machen sich ihre eigenen Regeln"

  • Ich glaube, AI ist nix für mich.


    Oder ich bin auf meiner Strandliege einfach nur neben genau den dauerrauchenden angetrunkenen Landsleuten gelandet, die sich nach besten Kräften bemühen, meinen Vorurteilen gerecht zu werden...


    Oder ich fremdel einfach noch ein bisschen mit diesem Riesenkasten, nachdem es in Treasure Beach so sensationell chillig war...


    Allerdings ein Bild der tatsächlich beeindruckenden 'Minibar' will ich euch nicht vorenthalten.


  • Nun ja, mitunter sollen Vorurteile ja doch irgendwo einen wahren Kern haben. :-O Trink Dir's halt schön und verbuch es unter einer zusätzlichen Reiseerfahrung.

    Gute Zeit noch,

    LG Gusti

    redfloyd.........................................................................................Gusti
    redfloyd.gifGusti.gif


    Heaven is where the police British, the cooks Thai, the mechanics German, the lovers Italian and it is all organised by the Swiss.
    Hell is where the cooks are British, the mechanics Thai, the lovers Swiss, the police German and it is all organised by the Italians.

  • Danke NoDurians für den Tipp, diesen Pool zu meiden...


    Habe gerade beschlossen, das hier als Erfahrung zu verbuchen, die ich nicht wiederholen muss:


    Verwöhnte kalifornische Wohlstandskinder, die perfekt die Posen für ihre Selfies beherrschen, aber keinerlei Tischmanieren.

    Deutsche muskelbepackte laute Ballermanntypen mit pink gekleideten kettenrauchenden Frauen, die taub sein müssen oder einen noch deutlich niedrigeren IQ als der Gatte haben müssen, um das auszuhalten.

    Nicht funktionierender Safe und nicht funktionierende Fernbedienung (letzteres wäre kein Problem, wenn der TV nicht jedes Mal beim Betreten des Zimmers angehen würde).

    Gestresstes, genervtes Personal, das erst freundlich wird, wenn man 5 USD hat rüberwachsen lassen (sollte es nicht umgekehrt sein, dass man Freundlichkeit im Service belohnt statt sie sich zu erkaufen???

    Und das alles in einem der angeblich besten AI-Hotels in ganz Negril.

    Gerade dringt von draußen orenbetäubender Lärm der Abendunterhaltung rein, nachdem die Poolanimation beendet ist. OMG!!!

    Und da sind die Leute hier 1 oder 2 Wochen, besuchen einmal Ricks Café und wenn es hoch kommt noch nen Wasserfall und 'waren auf Jamaika'???


  • Habe gerade beschlossen, das hier als Erfahrung zu verbuchen, die ich nicht wiederholen muss:

    :-O:-O Schade, dass ich diesen Thread erst jetzt entdeckt habe, liebe Birgit. Verbuche es als Erfahrung, die man mal gemacht haben muss.


    Vor meinem Faible für Individualreisen habe ich dreimal AI Urlaub in (Familien)resorts gemacht.


    1995 – Drei Wochen Punta Goleta Beach Resort Cabarete in der Dom. Republik.

    2005 – Zwei Wochen Alua Suites (hieß aber damals glaube ich anders), Corralejo, Fuerteventura

    2011 – Zwei Wochen Pollentia Club, Alcudia auf Mallorca


    Der Erste waren unsere Flitterwochen und uns hat es sehr gefallen, während andere deutsche Urlauber uns erzählten, dass es ihnen überhaupt nicht gefallen hat. Was allerdings an den Ansprüchen gelegen haben könnte. Für uns war es der erste große Auslandsurlaub nach dem Umbruch 89 und wir waren was Komfort und Service betrifft, natürlich als „Ossis“ anderes gewohnt.


    Wir haben aber viel unternommen und waren fast täglich auch außerhalb des Resorts unterwegs. Meist mit neuen Urlaubsbekanntschaften. Mal einfach so und mehrmals extra organisiert und zu bezahlen. Die Extra-Ausflüge haben da natürlich auch einiges extra gekostet. Der richtige Beach war vom Resort aus in 5 Min. zu Fuß zu erreichen.


    Die Drinks außerhalb des Resorts waren deutlich leckerer und stärker als die AI-Cocktails im Resort. Und ja, uns sind auch die Typen aufgefallen, die auf den Barhockern an den Pool-Baars festgeklebt zu sein schienen.


    Die beiden Anderen waren Cluburlaube mit unseren Jungs. Einfach, weil die Kosten so mit den Kindern kalkulierbarer waren. Der Urlaub in Alcudia war bewusst weit weg von der Ballermann-Kultur gewählt. In beiden Anlagen gab es jeweils eine kostenlosen Shuttle Bus zu Strand.


    Die Buffets waren überall reichhaltig und schmackhaft. Auf Fuerteventura und Mallorca haben wir ebenfalls manche Ausflüge vor Ort dazu gebucht. Im Resort auf Fuerteventura lief am zweiten Abend der Kinofilm Troja – ungeschnitten. FSK gab es da wohl nicht. Es saßen viele Familien mit kleinen Kindern da und schauten dem blutigen Gemetzel auf der Leinwand zu. :cry:


    Den Animationen konnte man auf Fuerteventura und Mallorca entgehen. Es gab jeweils mehrere Pools. Die Unsitte mit den Liegen und den Handtüchern kann ich bestätigen. Unangenehm im Benehmen aufgefallen sind uns vor allem die Engländer und die Russen.


    Fazit: Man kann mit AI-Club Urlaub je nach Typ, Mentalität und eigenen Wünschen und Vorstellungen Glück oder Pech haben. Wir haben eher gute Erfahrungen gemacht.


    Nachtrag: Was den Pool betrifft, es hätte schlimmer sein können. :thumbsup:


    Hier drängt sich die Frage auf, wie hoch der reine Wasseranteil im Becken wohl sein könnte.

  • Hier ist wahrscheinlich objektiv alles ganz in Ordnung. Nur ist es eben ein ziemliches Kontrastprogramm zu dem, was ich die Tage vorher an Idylle hatte.


    Und man sieht mir wohl an, dass ich keine US-Amerikanerin bin. Diese überschlagen sich in der Facebook-Gruppe zum Hotel mit Tipps in Richtung, dass man am besten gleich nach der Ankunft ein paar Hunderter (US-Dollar, nicht Jamaika-Dollar) verteilt für guten Service. Hingegen sind andere Nationen (und ich sehe wohl auch ziemlich deutsch aus) als knickerig verschrien.


    Da ich der Meinung bin, dass guter Service mit einem Tip belohnt und nicht für einen Tip im Vorfeld erkauft werden sollte, saß ich heute Morgen beim Frühstück, während um mich herum das Personal mit den "Amis" schnatterte und um sie herumscharwenzelte.


    Nach 5 Minuten fragte ich nach Kaffee und bekam den wortlos. Nach weiteren 5 Minuten musste ich nach einer Tasse für den Kaffee fragen, die mir auch wieder wortlos hingestellt wurde und dann wiederholte sich das nochmals, als ich Milch für den Kaffee wollte.


    An der Bar gerade ebenso: Wortlos durch ein Heben des Kopfes wurde ich gefragt, was ich will, und der Mangosmoothie wurde mir wortlos hingestellt.


    Ich fühle mich hier einfach ein bisschen wie ein Alien. Aber der Vormittag am Strand war schön, auch wenn die netten Begegnungen tatsächlich mit den Strandverkäufern waren und nicht mit Gästen oder Personal des Hotels, ha ha.

  • Es ist natürlich schade, dass Du bei Deinem ersten AI-Urlaub gleich eine Vielzahl an befürchteten Klischees bestätigt bekommst. Ich hoffe mal, dass die Rundreisetage davor den „Reinfall“ wieder wettmachen.


    Mir ist es in den 2000er Jahren einmal ebenso ergangen. Da ich absolut kein Campingfreund bin, hat meine Frau etliche Jahre gebraucht, bis sie mich soweit hatte, es einmal mit Camping im Campinganhänger (gemietet) zu versuchen. Camping ist … sagen wir ok, wenn es nur für einige Tage ist UND es warm und trocken ist.


    Grund war eine Laufveranstaltung am Geierswalder See in der Lausitz an einem Wochenende. Anschließend an das Event wollten wir noch eine Woche auf dem Platz dranhängen und uns die Gegend mit dem Rad erkunden.


    Am Wochenende war es sonnig aber kühl und windig. Wir kamen mits Familie – vier Personen am Platz an und es stellte sich heraus, der Campingplatz war noch im Entstehen. Eigentlich war es nur eine rechteckige Fläche eines ehem. Feldes mit einem Gemisch aus abgemähtem/r Unkraut/Wiese. Stromanschlüsse gab es an einer der Schmalseiten des Rechtecks. Ein weißer Sanitärcontainer m/w - Dusche/WC und ein zweiter Toilettenwagen Modell DDR (genau solch einer, nur in anderer Farbe) an einem Ende dieser Schmalseite waren vorhanden. Mehr Infrastruktur hats nicht gehabt. Frischwasser musste man sich aus dem Sanitärcontainer holen. Dort war EIN Wasserhahn in etwa 60cm Höhe zwischen zwei Urinals angebracht, wo man seinen Kanister befüllen konnte.


    Wir bauten den Campinganhänger auf. Auf ein Vorzelt hatten wir beim Verleiher verzichtet. Dafür hatten wir einen Steckpavillon, für den ich noch extra lange Heringe anfertigte, damit der in Boden der Brandenburger Sandbüchse auch Halt hat. Der Pavillon war gerade aufgebaut und ich ergriff Hammer und Heringe. In diesem Moment kam eine Böh, und weg war der Pavillon. In einem Bogen über den Transporter unserer Nachbarn segelnd fanden wir ihn dahinter, natürlich kaputt mit zerknickten Stangen. DAS hatte sich damit schon mal erledigt, Heringe und Hammer noch in den Händen, brauchte ich jetzt nicht mehr.


    Am nächsten Tag war die Laufveranstaltung. Als diese nachmittags zu Ende war, bauten die ersten ab und fuhren wieder. Der „Campingplatz“, am Morgen noch gut gefüllt, leerte sich langsam. Am Montagvormittag verließen die letzten Camper den Platz. WIR hatten noch ein paar Tage. Mutterseelenallein standen wir auf der Wiese mit unserem Zeugs und den Fahrrädern.


    Dann kam der Regen. Jeden Tag Schauer. Es war kalt und windig. Die Handtücher waren nicht trocken zu bekommen. Auch die Klamotten und Schuhe wurden langsam feucht. Weit konnten wir uns nicht wegbewegen mit unseren Rädern, da es mehrmals am Tag schauerte. Baden im See ging nicht, zu kalt. Aus Frust war ich trotzdem drin. Auch im Anhänger, immerhin mit Heizung, wurde die Luft feucht bei vier Personen drinnen sitzend. Viel angeschaut haben wir uns nicht in den Tagen. Im doppelten Sinne. Ich glaube auch, wir haben damals vorzeitig abgebrochen und sind heimgefahren. Seitdem war Camping kein Thema mehr. Einen weiteren Versuch hat meine Damalige nicht unternommen.

  • Hmm, ich denke es ist einfach AI am falschen Ort / mit dem falschen Niveau... Deine Erfahrung bedient wirklich viele Klischees. Ich denke es geht aber auch anders, bzw. lässt es sich über TripAdvisor schon selektieren... gerade was das Publikum angeht.


    Adult Only trägt schon einen großen Teil zum Wohlbefinden bei, nicht nur der fehlenden Kinder wegen... 8-)


    Mach das beste draus:thumbsup::thumbup::thumbup::thumbup:

  • Ich gebe zu, ich musste bei Deinem Bericht herzlich lachen, Deine schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden, humorvoll beschrieben. Von der „Minibar“ bin ich beeindruckt, was es nicht alles gibt, um die Gäste zufrieden zu stellen, oder zumindest auf einem gewissen alkoholisierten Level zu halten.

    Den kurzen all inclusive Aufenthalt hast Du inzwischen überstanden, ich freue mich auf einen Bericht von der Jamaika Reise.