Hallo Ihr Lieben!
Wir sind wieder zurück aus Vietnam. Ich dachte, ich stelle Euch mal einen Reisebericht ein, was wir so "getrieben" haben, zusammen mit verschiedenen Informationen wie Hotels und Restaurants. Beim Text habe ich auf die Bausteine unserer gebuchten Reise zugegriffen und unsere regelmäßigen E-Mail-Berichte nach Hause und habe das irgendwie zusammengeschustert. Ich hoffe, Ihr kommt damit einigermaßen klar?
Fotos kann ich noch keine beifügen, die muss ich erst mal in Ruhe sichten. Da ich aber noch mit Jet-Lag kämpfe, kann das noch ein Weilchen dauern, ich bitte um Geduld.
So, hier der versprochene Bericht (Achtung, ist echt viel geworden, deshalb muss ich stückeln):
Impressionen Vietnam
1. Tag: Hanoi
Wir holen Sie vom Flughafen ab und bringen Sie zu Ihrem Hotel. Am Mittag beginnen wir unsere Tour durch die Hauptstadt Vietnams. Schauen Sie sich mit uns den Literaturtempel und den Hoan Kiem See an. Außerdem nehmen wir Sie mit zu einer Cyclotour durch die Altstadt Hanois.
Nach einer ziemlich ausfuehrlichen Sicherheitskontrolle am Flughafen Frankfurt (seit wir dauernd mit Ryanair fliegen sind wir nichts mehr gewohnt...) und 10 Std Flug (leider wurde auf den Toiletten ausgiebiegst geraucht und wir sassen direkt neben dem WC, wuerg) sind wir in Hanoi angekommen. 3 Mio Einwohner mit 2 Mio Rollern/Mofas, dazu noch 1 Mio weitere Fahrzeuge (Fahrraeder, Autos, Busse, Taxis) - und wir haben sie ALLE gesehen!!! Das Verkehrschaos hier koennt Ihr Euch nicht im entferntesten vorstellen. Das muss man gesehen haben. Es wird recht langsam gefahren, die Strassen sind teilweise auch sehr breit. Aber es wird gefahren wie man will. Teilweise bis zu 8 Mofas nebeneinander, linksabbiegen in den Gegenverkehr hinein, usw usw... Aber: trotzdem dass unser Taxi an einem Bus entlang geschrappt ist und wir beim Ueberqueren der Strassen als Fussgaenger erhebliche Schwierigkeiten hatten, wir leben noch und alles ist dran... *lach* Man muss einfach in einer bestimmten Geschwindigkeit (nicht zuschnell) über die Strasse gehen und sein Tempo möglichst nicht verändern. Dann koennen einen die Mofafahrer anvisieren und drum rum steuern. Wird man hektisch und wird zu schnell, adnn wird das Anvisieren schwierig. Ausserdem wird ununterbrochen von jedem gehupt. Es herrscht ein unverstellbarer Lärm. Und das hört so ca. um 2 Uhr Nachts erst auf und fängt um 4 Uhr morgens wieder an. Wohld dem, dessen Hotel Doppelverglasung hat...
Das ICC Hotel Hanoi (35 Huong Vuong Street) lag vis-a-vis vom Ho-Chi-Minh-Mausoleum. Ziemliche Sicherheitskontrollen und ein ziemliches Polizeiaufgebot ist hier gang und gebe. Das Hotel naja, so stellt man es sich in der ehemaligen DDR vor. Ganz neue Welt fuer uns. Die Zimmer sehr nuechtern und abgewohnt. Das Wetter war ueberwiegend diesig, was durch den Smog noch verstaerkt wurde.
Abends wollten wir dann, einem Tipp aus diesem Forum folgend, ins Lac Viet (18 Thi Sach) essen gehen. Der Taxifahrer fuhr uns da auch hin, aber leider wird das Gebäude gerade total entkernt und saniert :O( - wir sind dann wo anders in der Nähe essen gegangen, das war auch lecker (leider weiss ich den Namen des Restaurants nicht mehr).
2. Tag: Hanoi - Ninh Binh
Heute fahren wir auf dem Highway 1 in südlicher Richtung nach Ninh Binh. Von hier unternehmen wir einen Ausflug zur Trockenen Halongbucht. Steigen Sie an Bord unseres Bootes und bestaunen Sie die wunderschöne Natur dieser einst vom Meer bedeckten Bucht. Danach geht unsere Fahrt weiter zur ehemaligen Hauptstadt Vietnams im 10.Jahrhundert, nach Hoa Lu, wo wir Sie durch alte Tempel und Mauern führen werden.
Übernachtung in Ninh Binh.
Nach einigen Besichtigungstouren in Hanoi (unter anderem das Ho-Chi-Minh-Mausoleum) ging es dann weiter nach Nimh Binh. Die trockene Halong-Bucht war wunderschoen. Ärgerlich nur, dass man auf dem Boot, dass von zwei Ruderern bedient wird, den Ruderern sozusagen ausgeliefert ist. Am Wendepunkt kommen erst mal andere fliegende Händler an und wollen einem Unbedingt irgendwelche Sachen und listigerweise Getränke für die Ruderer auf Kosten des Passagiers verkaufen. Dabei wird man auch schon recht massiv. Und auf dem Rückweg kommt dann der Zeitpunkt, an dem der eine Ruderer weiter rudert und der andere auspackt: Stickarbeiten ,Tischdecken usw, und das an die Frau oder auch an den Mann bringen will. Ich weiss nicht, wie oft ich ads Wort „No, thank you“ wiederholt habe. Da bekommt man dann leider etwas schlechte Laune, wenn einfach keine Ruhe gegeben wird. Ausserdem bekommt man auch hier am Ende sozusagen noch diktiert, wie hoch das Trinkgeld zu sein hat...
Das Hotel in Ninh Binh (Thuy Anh Hotel, 55 a Truong Han Sieu) )war recht schoen, ueber eine Art Huehnerleiter-Treppe mussten wir im total verwinkelten Hotel hoch bis in den 4. Stock.
Wir haben etwas zwei Strassen weiter vom Hotel aus an der grossen Hauptstraße in Richtung zur trockenen Halong-Bucht abends gegessen. Günstig und gut. Aber ich weiß nicht mehr, wie das Restaurant hieß. Es war auf der rechten Seite, direkt an einer großen Kreuzung. Hinten im großen Hof ging es über eine Treppe hoch auf einen überdachten Bereich. Nebenan war eine Karaoke-Bar.
3. Tag: Ninh Binh - Halong Bucht
Nachdem wir gestern einen Vorgeschmack auf die Halongbucht bekommen haben, geht es heute zum Original. Unterwegs halten wir in Nam Dinh und besichtigen den Tran Tempel, der zu Ehren der Könige der Tran Dynastie im 14. Jahrhundert gebaut wurde. In Halong angekommen, begrüßen wir Sie an Bord unserer traditionellen Dschunke. Sie beziehen Ihre Kabine und können anschließend auf dem Sonnendeck das Weltnaturerbe, die Halongbucht, genießen. Der Ha Long ("herabsteigender Drache") soll von den Göttern geschickt worden sein, um die Vietnamesen gegen Feinde aus dem Norden zu verteidigen. Sie verfingen sich im Gewirr der Inseln als der Drache sie mit mächtigen Schwanzschlägen zurücktrieb. So entstanden die tiefen Kerben, die schroffen Felsen und die zahlreichen Grotten, erzählen sich die Einheimischen. Wenn das Wetter es erlaubt, halten wir in einer ruhigen Bucht zum Schwimmen. Genießen Sie das Abendessen an Bord während die Sonne langsam untergeht und die Bucht in ein goldenes Licht taucht.
Übernachtung auf der Dschunke.
Danach ging es weiter in die Halong-Bucht. Den Hafen kann man sich kaum vorstellen, Menschen ohne Ende, Dschunken (Boote) soweit das Auge blickt, Chaos hoch 10 hat man das Gefuehl. Mit einem kleinen Motorboot wurden wir zu unserer Dschunke übergesetzt. Auf der Dschunke angekommen wurde es dann ruhiger. Dann sind wir durch die Bucht geschippert, traumhaft schoen mit all den Kalksteinfelsen und Inseln. Uebernachtet haben wir auf der Dschunke, war richtig witzig. Eine Tropfsteinhoehle wurde besichtigt. Schwimmen war leider nicht moeglich, es war sehr neblig und kuehl. Das Essen war genial, Krebs und Shrimps bis zum Platzen. Aber auch hier versucht man nach dem Abend-Essen noch verschiedene Handarbeiten, Malerein und Schmuck zu verkaufen. In Deutschland würde man das wohl Kaffe-Fahrt nennen. Wir sind dann in einem günstigen Moment schnell von dannen gezogen und haben oben auf Deck im Dunkeln die anderen Dschunken in der Bucht beobachtet und die Sterne angeschaut.
Zum Glück hat unser Reisefüher dafür gesorgt, dass wie eine der Kajüten am weitesten weg vom Generator erhalten haben. Drum haben wir in der kuscheligen Kajüte auch recht gut genächtigt.