Reisebericht Hongkong

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Reisebericht Hongkong

      Moin Moin!
      Endlich mal wieder Hongkong. Nachdem ich im letzten Jahr den Chinaurlaub wegen Krankheit absagen mußte, war ich etwas auf "Entzug" :roll:
      Da meine Reiserücktrittsversicherung die Kosten zum Glück erstattete, wurde das Geld gleich reinvestiert. :thumbsup: So macht man das doch heutzutage 8)
      Nu ging es dann am letzten Wochenende für ganze 7 Tage mal wieder auf große Reise :thumbup:

      Der Flug mit der KLM war sehr angenehm, da ich keinen direkten Sitznachbarn hatte. Der mittlere Sitz in der 3er Reihe blieb frei. So konnte ich einigermaßen gut schlafen und war bei Ankunft nicht völlig gerädert. Die langen Flüge hasse ich mittlerweile :cursing:
      Bei Ankunft gleich die Octopus Karte erworben, das ist das wichtigste Utensil für mich in HKG, da ich immer viel mit den Öffis mache. Auf den Airport Express Zug kann ich getrost verzichten, ich nehme den Bus, der hält direkt vor meiner Herberge. Das Zimmer hatte ich dieses Mal im Voraus gebucht und da ich weiß, wie beengt man in den Chungking Mansions übernachtet, gönnte ich mir ein Doppelzimmer. :P Ich achtete auch darauf, daß das Zimmer ein Fenster hatte...
      Das Zimmer bestand aus einem Bett mit ca. 1,30m Breite, eingekeilt zwischen Badezimmer und Hauswand. Das Bad war gefühlte 0,0005qm groß, vor dem Duschen galt es also das Klopapier in Sicherheit zu bringen. ?( Der Vorteil an diesen kleinen Herbergen ist einfach der Preis. Hongkong ist nicht unbedingt günstig, da gibt man sich dann auch mit weniger zufrieden. Man ist doch sowieso nur zum Schlafen dort.

      www.spiegelbremse.wordpress.com
    • Mir blieb nach Ankunft noch der Nachmittag und so startete ich einen ersten kleinen Ausflug. Diesmal sollte es der Fischmarkt von Lei Yue Mun sein. Anreise geht bequem mit der U-Bahn, von der Haltestelle sind es ca. noch 10 min zu laufen. Alles ganz easy.
      Lei Yue Mun hat noch reichlich Dorfcharakter, kaum zu glauben, daß sowas noch in diese Stadt existiert, wo doch alles in die Höhe schießt und Bauland sehr rar ist.



      Das besondere an diesem Fischmarkt ist die Tatsache, daß man den Fisch separat erwirbt um ihn dann anschließend in einem Restaurant seiner Wahl zubereiten zu lassen. Die Auswahl ist fast unüberschaubar und alles was das Meer hergibt, kann man hier wohl bestaunen.... und essen. 8)







      www.spiegelbremse.wordpress.com
    • Hinter der Fressgasse schlenderte ich dann zum Leuchtturm und am Kieselstrand entlang. Die Gegend ist am Wochenende sehr beliebt und es sind einige Ausflügler vor Ort. So richtig voll war es allerdings nicht, da kenne ich schlimmeres, das große Gedränge blieb mir erspart. Der Leuchtturm war etwas kümmerlich, da kenne ich schönere, aber wahrscheinlich wird er in dieser beleuchteten Stadt auch nicht mehr gebraucht :rolleyes:







      Lei Yue Mun ist ein schöner Ausflug für einen halben Tag. Einfache Anreise und kleines Terrain zum Gucken. Die Stadt wirkt weit weg und ist doch gleichzeitig so nah. Die relaxte Stimmung und die kurzen Wege machen das Stöbern sehr angenehm. Ich war zum ersten Mal dort und behalte diesen kleinen Ort im Hinterkopf, falls es mich einmal wieder nach Hongkong verschlägt :thumbup:







      www.spiegelbremse.wordpress.com

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kiki ()

    • Am nächsten Tag wollte ich etwas wandern gehen. Das geht rund um Hongkong sehr gut. Außer gutes Schuwerk und etwas Flüssigkeit im Gepäck sind da keine besonderen Voraussetzungen nötig, das kann dort jeder.
      Ich hatte mir die Ecke rund um Shek O ausgeguckt. Den Ort kenne ich und fand ihn damals schon echt fein. Klein, überschaubar mit netter Beach und coolen Kneipen und Restaurants. Gut zum Flanieren geeignet und ein Surf Hot Spot. Da Stanley ja mittlerweile zubetoniert ist und die Repulse Bay außer diesem Hochhaus mit dem Loch in der Mitte nix für mich zu bieten hat, verschlägt es mich halt immer in diese Ecke.
      Also früh morgens mit der Star Ferry erst einmal rüber nach Central. Dort konnte ich etwas Neues bestaunen, bei meinem letzten Besuch war dort noch eine Baugrube. Hongkong hat jetzt ein Riesenrad. Bin da aber nicht rein, hab Höhenangst :ops:



      In Central dann ab in die U-Bahn bis Shau Kei Wan, von dort starten die Busse nach Shek O. Ich ging aber vorher noch auf den Markt. Das mache ich immer besonders gerne und freu mich auch, daß man in Hongkong an jeder Ecke einen findet :thumbup:



      www.spiegelbremse.wordpress.com

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kiki ()

    • Der Bus braucht so ca 30min bis Shek O, ich bin 3 Haltestellen vorher raus, um die Wanderung über den Dragons Back zu starten. Das ist nix anderes als über den Hausberg vor Shek O zu latschen. Im ersten Drittel geht es steil nach oben und man hat einen tollen Blick auf Shek O, wenn.... ja, wenn das Wetter besser gewesen wäre. :shock:


      Zum Wandern ist es ja besser, wenn die Temperaturen gemäßigt sind und die Sonne nicht so erbarmungslos brutzelt, allerdings läuft man bei dieser Wanderung auch sehr viel durch den Wald, das macht es bei wärmeren Temperaturen sehr angenehm. Die Strecke ist ca 8km lang und wird mit 4 Std. Laufzeit angegeben. Selbst ich untrainiertes Ding war nach 2 1/2 Std am Ziel, die Big Wave Bay.






      Zurück nach Shek O fährt ein kleiner Bus, auch dort bin ich kurz an den Strand. Das Wetter blieb allerdings mau.





      Also entschloß ich mich, dort nicht ewig rumzutüddeln und startete noch eine zweite Wanderung an das Cape d'Arguilar. Das liegt ganz im südöstlichsten Zipfel und ist eigentlich recht einfach zu finden. Es gibt eine eigene Haltestelle, von dort aus geht es dann auf einem gepflasterten Weg an die Küste. Hin und zurück schlägt aber auch diese Wanderung mit 8km zu Buche. Puh, war ich anschließend feddich..

      www.spiegelbremse.wordpress.com

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von kiki ()

    • Am nächsten Tag wollte ich es etwas gemächlicher angehen und entschied mich für eine Bootsfahrt. Die Fähre nach Tap Mun Chau legt um 8:30 ab, also mußte ich wieder früh aus den Federn. Bis zum Pier Ma Liu Shui muß man erst einmal mit dem Zug bis University fahren und dann sind es noch ca. 15min zu Fuß. Der Bahnhof hat 2 Ausgänge, einen zur Stadtautobahn und einen der in's Wohngebiert führt. Das ist der falsche, man muß zur Strasse raus. Bin natürlich erst einmal im Wohngebiet umher geirrt, bis ich dann jemanden fragte, der nur auf den Durchgang am Bahnhof zeigt zeigte und dann wußte ich auch Bescheid. Ich war vor vielen Jahren schon einmal hier und dachte, ich könnte auf einen Stadtplan verzichten. 8| Ich wurde eines besseren belehrt 8)



      Unter der Woche finden eigentlich nur wenig Touristen den Weg auf die Insel, die meisten kommen mit Zelt und Angelausrüstung. Diesmal war auch eine chinesische reisegruppe mit an Board und so war auch etwas Stimmung dabei. Später am Fähranleger der Insel durfte ich das Gruppenfoto schießen und danach waren wir Freunde.



      Mir tut es immer ein wenig leid, wie in Reiseforen oft über chinesische Gruppen abgelästert wird. Die sind anders drauf, das ist richtig, aber sie verbreiten gute Stimmung. In der Gruppe zog niemand eine Schnute oder fühlte sich genervt, sondern alle hatten einen riesigen Spass miteinander. Man beäugte sich neugierig, es gab einige wenige, die englisch sprachen und es war eine wunderbar lockere Atmosphäre. Mir hat es gut gefallen.



      Tap Mun Chau ist unter der Woche wie ausgestorben. Es gibt auf der Insel einen kleinen Rundweg, den man nach 1 Std. abgelaufen hat. Meistens verzieht man sich dann in die kleinen Restaurants um zu futtern und reichlich Kaltgetränke zu genießen. Unter der Woche sind die meisten Läden jedoch zu, weil es sich für die Betreiber nicht lohnt.








      So ging es dann 2 Std später wieder auf's Boot in Richtung Wong Shek. Es wird noch eine andere kleine Insel angefahren, wo ich mich dann von der Gruppe verabschiedete. Ich wollte direkt weiter nach Wong Shek um von dort mit dem Bus nach Sai Kung zu fahren. Von Wong Shek aus wird die Insel etwas öfters angefahren, es ist eine Alternativefür diejenigen, die nicht so früh aus den Federn möchten. Allerdings muß man dann auch den gleichen Weg zurück fahren. Von Ma Liu Shui gibt es nur diese eine Fähre am Morgen.
      www.spiegelbremse.wordpress.com

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kiki ()

    • Vielleicht schaffst du es ja irgendwann. Hongkong hat zwar nicht viel mit China zu tun, aber ich finde, es ist eine tolle Stadt mit viel Flair und Freizeitmöglichkeiten. Einerseits hat man immer die Hochhäuser im Gedächtnis, aber da gibt es auch viel in der Natur zu unternehmen. Für diese Kombination bin ich immer zu haben, daher war ich schon öfters dort. :thumbsup:
      www.spiegelbremse.wordpress.com
    • Ein wunderschöner Bericht kiki mit außergewöhnlichen Bildern. Hongkong gehörte früher zu meinen Lieblingsdestinationen, jetzt aber auch noch ein wenig. Wie so alle Städte, die man von früher kennt, sieht man auch hier die Veränderungen im Laufe der Zeit. Aber man findet immer noch ruhige Ecken.
      Viele Grüße
      Petra
    • Ganz herzlichen Dank auch von mir für die tollen Bilder.
      Da wir auch grade Sehnsucht nach HongKong haben und es voraussichtlich in unseren Herbst-Asien-Trip einbauen, ist das natürlich zusätzlich eine ganz tolle Inspirationsquelle.
      Das eine oder andere werd ich mir direkt notieren - besonders der Fischmarkt Lei Yue Mun sieht so bezaubernd "asiatisch" aus. Diese ruhigen Ecken kennen wir noch gar nicht, denn Anfangs möchte man natürlich erst die "Top-Highlights" sehen und besuchen.
      Ich freu mich auf die Fortsetzung :thumbup:

      LG
      Gusti

      redfloyd............................................. Gusti

      Heaven is where the police British, the cooks Thai, the mechanics German, the lovers Italian and it is all organised by the Swiss.
      Hell is where the cooks are British, the mechanics Thai, the lovers Swiss, the police German and it is all organised by the Italians.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von redfloyd ()

    • Das sind ja mal ausdrucksstarke Bilder fernab der üblichenSkyline-Fotos aus Hongkong, klasse :thumbup: . Die Stadt würden wir auf jeden Fall vor einer Philippinen-Reise besuchen, die aber erstmal aufgrund der momentanen Unruhen auf den Inseln nicht geplant ist. Ist aber ein anderes Thema.
      Dir/euch wünsche ich weiterhin ganz viel Spass, tolle Motive und natürlich auch gute Erholung.
      Gruss Jürgen.
      On Tour 2017: Langkawi (Malaysia) Fotos / Kurzbericht
    • kiki schrieb:

      Der Flug mit der KLM war sehr angenehm, da ich keinen direkten Sitznachbarn hatte. Der mittlere Sitz in der 3er Reihe blieb frei. So konnte ich einigermaßen gut schlafen und war bei Ankunft nicht völlig gerädert....
      Ich muss mal indiskret fragen: reist du alleine in die Fremde? Wenn dem so ist vermute ich, dass du deshalb dich 100%ig auf das Beobachten und Fotografieren konzentrieren kannst, keiner ruft, "kiki beeile dich, das Bier wird kalt" o.ä. ^^ . So ist das Ergebnis für uns einfach klasse.
      LG horas
    • Vielen lieben Dank euch allen :)
      horas, ich bin diesmal alleine unterwegs. Das ist eigentlich ganz fein, da ich auf niemanden Rücksicht nehmen muß. Allenfalls das Bier darf nicht warm werden, da achte ich schon drauf :thumbup:
      Man hat natürlich beim Fotografieren auch gewisse Vorteile, allerdings beobachten wir ja alle die Dinge um uns herum im Urlaub etwas genauer. ;) Ich verewige dann halt einiges mehr auf meiner Speicherkarte und gut.
      Gusti, beim ersten Mal schaut man sich oft andere Dinge an und kommt vielleicht gar nicht so aus der Stadt raus. Das ist mir die ersten Male auch so ergangen. Mittlerweile mische ich das ein wenig, weil mir der Trubel in den Gassen irgendwann auf den Keks geht. Das kann man in HKG wunderbar dosieren. :thumbup:
      www.spiegelbremse.wordpress.com

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kiki ()

    • Sai Kung mag ich sehr. Ein kleiner feiner Ort mit Fressgasse direkt am Pier. Hier ist alles etwas relaxter als im trubeligen Downtown. Die kleinen Gassen laden zum Stöbern ein und die Kneipendichte ist auch ausreichend. Morgens kann man am Pier von den Fischern direkt frische Leckerli kaufen, was von den Einheimischen auch eifrig genutzt wird. Dem Touristen bleibt die Restaurantmeile. Von Sai Kung aus kann man auch einige Bootsausflüge auf die nahegelgenen Inseln buchen oder eine kleine Rundreise durch die Umgebung. Dafür war es für mich aber jetzt zu spät.



      Irgendwie hab ich ja Mitleid mit dem armen Viehzeug. Ein kleiner Fluchtversuch. Verständlich... aber trotzdem wartet am Ende der Kochtopf :shock:



      Was in Sai Kung sehr auffällt, ist die hohe Anzahl der älteren Menschen. Die lassen es sich an der Promenade sehr gut gehen. Ich war fasziniert von dem älteren Herrn, der die ganze Zeit im Lotussitz verbrachte. Das bekomme ich nicht hin und ich bin nun wirklich ein paar Jährchen jünger... :D Ich bat um ein Foto und es wurde mir gestattet :thumbup:



      Wie schon geschrieben, man ist hier sehr entspannt.

      www.spiegelbremse.wordpress.com
    • Von Sai Kung aus machte ich mich dann auf den Heimweg. Man fährt mit dem Bus bis zur Haltestelle Diamond Hill und steigt dann in die U-Bahn um. Ich fuhr bis Yau Ma Tei um dort noch ein wenig in den Gassen zu stöbern. Nach so viel Entspannung tagsüber ist man abends fit für den Trubel :thumbsup:











      www.spiegelbremse.wordpress.com

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kiki ()

    • Am nächsten Tag ging es am Vormittag auf das kleine Inselchen Peng Chau. Bootstouren sind in HKG immer eine feine Sache, ich kann da nicht genug von haben :thumbsup:



      Peng Chau ist ähnlich verschlafen wie Tap Mun Chau. Es gibt einen kleinen Rundweg über die Insel, den hat man in 2 Std. abgelaufen. Was ich an den kleinen Inselchen immer sehr schätze, ist die Tatsache, daß es dort keinen Autoverkehr gibt. Das finde ich sehr angenehm. Die Fährfahrt dauert nicht lange, nach ca. 30min ist man da und man hat die Stadt immer im Blick.





      Kaum war ich angekommen, ging auch ein großer Regenschauer auf der Insel nieder. Das wirkte sich auch auf das bummeln aus. Die Uferpromenade war regelrecht ausgestorben, da das Wetter nicht mitspielte. Nachdem ich meinen Rundgang beendet hatte, fuhr ich auch wieder zurück um ein wenig in Central zu stöbern. Falls es dann noch einmal regnet, suche ich Schutz in einer Kneipe oder Shopping Mall.
      www.spiegelbremse.wordpress.com

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kiki ()

    • In Central ließ ich mich einfach treiben. Rolltreppe hoch und runter, Kneipe, Shopping Mall und überall geguckt. Es bewegte sich eine riesige Menschenmenge durch die Strassen, einfach unglaublich wenn man das so über Stunden beobachtet. Die Stadt hat ein wahnsinniges Tempo, das kann echt anstrengend auf die Dauer sein. Ich war am Abend jedenfalls erschöpft :ops:

















      www.spiegelbremse.wordpress.com

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von kiki ()