The Road to Mandalay ...

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    • The Road to Mandalay ...

      ... ist vom Flughafen aus mittlerweile relativ lang. Rund 40 km Fahrt sind es vom neuen internationalen Flughafen bis in Stadtzentrum, Dafür ist die Strecke gut befahrbar, auch wenn höhere Geschwindigkeiten vermieden werden. Grund ist laut Guide Yen die kurze Bauzeit, welche eine etwas wellige Fahrbahn zur Folge hatte. Entsprechen wäre es ab ca. 50 km/h eher eine Art surfen als fahren. Aber in Burma hat es ohnehin keiner so eilig.

      Ich war also 2,5 Tage in Myanmar, genauer in Mandalay. In einem Land, welches gerade aufgrund des Rohinga-Konflikts international im Fokus steht. Gefühlt kommt die Region einfach nicht zur Ruhe: Nach Kolonialzeit, japanischer Besetzung, Bürgerkriegen, Militärdiktatur etc., nun also wieder ein großer aufflammender Brandherd im Westen des Landes. Mir ist es nicht gelungen mir ein wirkliches Bild zu verschaffen. Jedenfalls ist die Berichterstattung in Deutschland, Myanmar aber auch den westlich-asiatischen Medien sehr unterschiedlich. Für unseren Guide war jedoch klar, dass in Rakhine nur auf die Aggression der Rohinga geantwortet wird. Ich möchte das auch gar nicht politisieren. Interessant für mich wird, wie sich das auf den Tourismus im Lande auswirkt. Auf den Standardrouten sollte man relativ wenig davon mitbekommen ...

      Ich möchte aber gern zwei Erlebnisse beschreiben. Eins heute, eins später. Ich packe das mal in zwei neue Beiträge. :)
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    • Der Mahamuni-Buddha in Mandalay
      Ich war bereits 2011 in Myanmar - Mandalay fiel allerdings damals aus dem Programm, da die Durchschnittsgeschwindigkeit der Überlandbusse bei < 25km/h lag. Entsprechend freute ich mich, nun die Möglichkeit zu haben einmal kurz in Mandalay Station zu machen. Allein der Name ist doch schon wohlklingend. Und dank des Sender1/Hotelprogramm des Hill View Hotels habe ich nun auch seit Tagen Robbie Williams "Bam bam bam" des Songs "Road to Mandalay" im Ohr.

      Auf dem Programm stand für den 10. September ein Besuch des (mir zugegebenermaßen nicht bekannten) Mahamuni-Buddhas. Doch das Ganze sollte etwas speziell werden. Startzeit 3:30 Uhr! Warum so früh? Weil ab 4 Uhr in der Frühe auf dem Gelände der Mahamuni-Pagode eine etwas eigentümliche Waschzeremonie des Mahamuni-Buddha stattfindet. Dieser ist im übrigen laut der Burmesen eine der wichtigsten Kultstätten des Landes (neben Schwedagon und dem Golden Rock).

      Punkt 4 Uhr öffnen die Mönche die Gittertore zur goldenen Kammer, welche die Bronzestatue des Mahamuni verbirgt. Mittlerweile durch zahlreiche Blattgoldspenden etwas aus der Form gelaufen, ist der Buddha in der Tat ein beeindruckender Anblick (man beachte die entstandenen goldenen "Zotteln" unten rechts im Bild). In der großen Vorhalle haben sich zahlreiche Gläubige versammelt und hocken mit ehrfürchtigen Blick dem goldenen Abbild zu Füßen. Zeitgemäß werden natürlich hie und da auch Smartphones in die Höhe gereckt und deren Zoomfunktion bedient, um Mahamuni in schlechter Qualität abzulichten.

      Die Mönche stört das wenig. In stoischer Ruhe wird das tägliche Protokoll abgearbeitet. Ohne Hast deckt der Obermönch - welcher als einziger das Gesicht des Buddha berühren darf - dessen Körper mit den typisch orangenen Mönchskutten ab. Anschließend wird das Gesicht des Mahamuni mit einer besonderen Waschlösung gereinigt. In aller Ruhe fährt der Mönch die Konturen des Buddhas Nase ab, entlang der Lippen und "schrubbt" schließlich die Stirn. Anschließend wird getrocknet, poliert etc. Alles passiert unter den Gesängen und Gebeten der Gläubigen. Die ganze Halle erfüllt eine andächtige Stimmung. Junge Mönche schlafen derweil in den Ecken der Pagode auf Plastestühlen.

      Die Szene ist nur schwer beschreibbar, doch wer es einmal nach Mandalay schafft, dem empfehle ich das frühe Aufstehen. Insgesamt dauert die Zeremonie rund eine Stunde. Nachdem der Mahamuni-Buddha gereinigt wurde, können die Goldblattspender in die Kammer und Buddha ihre Ehrerbietung erbringen. Viele bemühen sich auch um eine kleine Flasche des aufgefangenen, nun heiligen Wassers, welches zur Waschung des Buddha benutzt wurde. Im Morgengrauen löst sich die Situation auf und man geht seiner Wege.


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    • Also ganz ehrlich - der Flughafen war schon immer dort (bzw. mindestens seit Ende der 90er Jahre) und es waren schon immer mehr als 40 km vom Flughafen nach Mandalay! International war er auch schon immer - nur gab's früher so gut wie keine internationalen Flüge nach Mandalay - erst so ab 2010 die ersten Flüge ab Chiang Mai.

      Damals war der Flughafen eindeutig überdimensioniert - es kamen pro tag vielleicht 3-4 Flüge an und abends ab 18 Uhr wurde alles abgeschlossen....

      Aus früheren Zeiten habe ich leider keine Blogeinträge (damals gab's sowas noch nicht ;) ) - aber 2010 habe ich schon darüber berichtet.
    • Mit der Straße vom Flughafen Mandalay in die Stadt verbinde ich den Anblick vieler Menschen, zumeist Frauen, die händisch mit Reisstrohbesen die Autobahn fegen! Sowas hab ich zuvor noch nie gesehen. Nachher auch nicht.
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