Norwegen 2018

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    • So - Australien und Neuseeland (inkl. Stopover in Taipei) liegen hinter uns, wir sind jetzt voll im Norwegen-Modus!

      Die Route steht - auch wenn manche Strecken in Google-Maps noch nicht darstellbar sind (vermutlich noch wegen Schnee gesperrt oder so was ...). Trotzdem - hier ist unsere Route

      Fähren sind gebucht - hin geht's von Hirthals nach Kristiansand, zurück von Oslo nach Frederikshavn über Nacht.

      Unterkünfte hab ich inzwischen auch schon - nur buche ich ständig noch um ... Im Moment ist vieles noch "stornierbar" (und damit eher teuer) gebucht, dass wird dann kurz vorher noch auf die günstigere Variante "nicht stornierbar" umgebucht, so weit das dann noch geht. Ein paar Mal haben wir auch Selbstverpfleger-Unterkünfte - aber überwiegend freu ich mich schon auf das üppige skandinavische Frühstück!

      Ganz oben auf der To Do-Liste (bzw. in den Kalender im Smartphone einprogrammiert) steht auch, dass wir spätestens 14 Tage vor unserer Abreise bzw. Ankunft in Norwegen unser Autokennzeichen für das elektronische Mautsystem bei Autopass anmelden. Dann wird die Bezahlung erheblich einfacher und die Rechnungen kommen per Email statt mit der Post.

      Jetzt geht's ans Finetuning ...
    • Da haben wir ja einige Strecken gemeinsam :)
      Kristiansund schaffe ich nicht. Vielleicht wär das was für meinen Mann, wenn ich in Runde in den Felsen rumkraxel.

      Als Motorradfahrer müssen wir keine Maut bezahlen, das wäre nur für den Atlanterhavstunnel und da fahren wir ja nicht hin.

      Viele Grüße
      Petra
    • Claudi, ja von dort habe ich mir früher immer Infomaterial schicken lassen. Heute im Internetzeitalter reicht das "Surfen" und runterladen.

      Die Strecke bei Utvik sieht richtig gut Motorradmäßig aus, viele Serpentinen auf engen Straßen, da freut sich dann das Bikerherz. Wobei ich noch nicht weiß, ob wir den Umweg fahren werden.

      Viele Grüße
      Petra
    • Hallo!

      Für die Maut musst Du Dich nicht anmelden, wenn es Dein eigenes Auto ist. Anhand des Kennzeichens bekommst Du einige Wochen (oder waren es gar Monate) später die Rechnung. Das ist - mit dem eigenen KFZ (wir hatten mal einen geliehenen Campervan, da war es anders) - ganz einfach. Hinfahren und genießen!

      Norwegen ist ein Traum - wir waren mittlerweile, nachdem es uns früher so gar nicht interessierte, innerhalb von 3 Jahren 3x da.

      Viel Spaß beim Planen,
      Katharina
    • Seit gestern Abend sind wir in Norwegen angekommen - genauer, in Kristiansand! Während wir gestern Abend noch strahlende Sonne hatten ...
      ... regnet, nein GIESST es heute schon seit Stunden!!! :thumbdown:

      Deshalb haben wir uns zurück ins Hotel geflüchtet - den tollen Blick vom obigen Bild haben wir im Moment leider nicht, man sieht vor lauter Regen kaum bis zum Wasser.
      Immerhin gibt das mal Gelegenheit, kurz den Weg bis hierher zu rekapitulieren:
      Gestartet sind wir am Samstag, in Heidelberg war es warm und sonnig. Wir wollten heute bis Husum fahren - dank diverser listiger Baustellenumfahrungen (Danke ans Navi bzw. Google Maps!) ging das in gut 7 Stunden auch relativ flott.

      Husum empfing uns am späten Nachmittag erst mal mit einem Wolkenbruch und einem Temperatursturz auf 16°C. Wir suchten im Hotel vorsorglich schon mal nach der Heizung. Unsere Unterkunft war nett, sehr gut gelegen, aber eher nüchtern – vom Balkon aus hatte man aber immerhin einen klitzekleinen Blick auf den Hafen!




      Die Sonne hatte dann doch ein Einsehen und kam noch mal richtig aus – schließlich haben wir Mitte Juni, da kann sie sich schon mal ein bisschen Mühe geben! Bis zum Hafen sind es nur ein paar Schritte – die dauern aber, weil es unterwegs immer wieder was zu sehen gibt.

      Hübsche alte Häuser und Gasthäuser, verwinkelte Gassen, das Haus von Theodor Storm – und ein kleiner Laden (der leider! schon zu hatte), mit zauberhaften alten Kinderbüchern, Puppen und Spielzeug.







      Am Hafen dann bunte Häuser, bunte Boote, bunte Schlösser – und auch kulinarisch ein buntes Angebot. Von bodenständiger Waterkant-Küche bis zur vietnamesischen Pho war alles vertreten. Auch ein irisches Pub gibt es – hungern oder dursten muss hier niemand!




    • Am folgenden Tag ging's schon recht früh weiter.

      Was sich fast anhört wie ein bayrisches Schimpfwort, war unser heutiges Ziel - das Skagerrak! Ohne das Skagerrak zu überqueren, kommt man nämlich nicht von Dänemark nach Norwegen – zumindest nicht, wenn man die Strecke teilweise auf dem Wasser zurücklegen will.

      Düstere Warnungen vor Staus an der deutsch-dänischen Grenze wegen verstärkter Grenzkontrollen, vor Baustellenstaus um Aalborg und schließlich auch vor Verzögerungen durch penible Passkontrollen an der Fähre hatten uns etwas aus dem Konzept gebracht.

      Weil wir die Fähre auf keinen Fall verpassen wollten, brachen wir schon kurz nach 9 Uhr auf. Allerdings erst nach einem fantastischen Frühstück! Der skandinavische Einfluss war deutlich zu spüren – Räucherfisch in unzähligen Variationen füllte das Büffet, für Süßschnäbel gab es ein üppiges Kuchen-Angebot.
      Das Thermometer am Rathaus gegenüber zeigte 21°C, die Sonne schien – ein kurzer letzter Hafenblick musste deshalb doch noch sein.
      Danach schnurrten wir aber zügig auf fast schnurgerader Strecke Richtung Norden. Verkehr gab es fast keinen, Baustellen ebenfalls nicht – und an der deutsch-dänischen Grenze winkte ein gelangweilter Beamter die wenigen Autos einfach durch.

      Abwechslung in die ruhige Fahrt brachte nur das Wetter – so etwa alle 15 Minuten wurde es schwarz am Himmel, ein kurzer Wolkenbruch ging runter. Kaum war das vorbei, schien die Sonne wieder vom blauen Himmel.

      Bald war klar – wir waren viel zu früh dran! Also Zeit für einen kleinen Abstecher, nach Aalborg. Die hübsche Stadt liegt am Limfjord – der aber so gar nicht nach Fjord aussieht hier. Eher ein breiter Fluss, ohne dramatische Bergkulisse.

      Wir haben Glück – als wir direkt am Hafen einen Parkplatz gefunden haben, beginnt gerade mal wieder ein Sonnenintervall und wir konnten ein bisschen herum bummeln.

      Alte und neue Schiffe liegen hier vor Anker, sogar eines dieser scheußlichen Kreuzfahrtschiffe hat auf der gegenüber liegenden Seite festgemacht.










      Zu einem längeren Stadtbummel reicht es leider nicht – dabei sind die Häuser hier sehr malerisch und farbenfroh.









      Nur ist leider mal wieder Zeit für einen Wolkenbruch – und der fällt ziemlich heftig aus! Wir sprinten zurück zum Auto, müssen aber vor der Weiterfahrt noch schnell die Kreditkarte am Parkautomat wieder durchziehen!

      Denn hier zahlt man auch beim Parken mit Karte – und wer beim Wegfahren vergisst, die Karte noch mal durchzuziehen, muss einen vollen Tag an Parkgebühren berappen! So kann man ein Stadtsäckel auch ganz gut füllen.
      Weil das Benzin in Dänemark deutlich billiger ist als in Norwegen, wird kurz danach noch der Tank aufgefüllt – auch hier geht ohne Kreditkarte gar nichts! Nirgendwo scheint es Tankstellen mit menschlicher Besatzung zu geben, überall kann man ausschließlich mit Karte bezahlen.
    • Die letzten 100 km bis zur Fähre fahren wir gemütlich über’s Land. In Hirtshals, dem Fährhafen, gibt es absolut nichts zu sehen – außer einem Aquarium und ausgedehnten Hafenanlagen. Aber wir finden ein kleines Café, wo es nicht nur guten Kaffee gibt, sondern auch freies WLan.

      Am Fährhafen ist noch nicht wirklich viel los, als wir dort ankommen. Das ändert sich aber schnell und bald steht der Platz komplett voll.



      Mittlerweile hat der Wind fast Orkanstärke erreicht – unser Auto schaukelt bereits an Land heftig bei jeder Bö! Kurz vor dem Beladen ein weiterer heftiger Schauer – aber beim Auslaufen hat sich die Sonne wieder durchgesetzt.
      Die Beladung der Fähre ist Millimetersache – Beifahrer müssen sofort nach der Auffahrt aussteigen, weil später kein Platz mehr zum Öffnen der Tür ist. Das führt natürlich zu Staus, weil jeder noch hektisch irgendwas aus dem Auto mitnehmen möchte und dadurch die anderen behindert.

      Aber irgendwie klärt sich das Chaos überraschend schnell und wir laufen letztlich gute 20 Minuten früher aus als geplant, weil alle an Bord sind.


      Dänemark entschwindet langsam am Horizont. Eine Durchsage warnt vor einer unruhigen Überfahrt mit bis zu 2,50m hohen Wellen – und es ist auch tatsächlich mächtig Bewegung im Schiff! An Deck ist es zwar schön, aber im eisigen Wind nicht gerade kuschelig, regelmäßig kriegt man auch einen Schwall Wasser ab.

      Also machen wir’s uns an Bord bequem – weil ich bei der Buchung gleich dem Kundenprogramm der Fjordline beigetreten bin, dürfen wir ohne Aufpreis oben in die ComfortClass, mit viel Platz und Panoramafenstern.

      Gegen 19:00 kommt Land in Sicht – Norwegen liegt zum Greifen nah vor uns! Auf kleinen und kleinsten Inselchen – manche nur ein Steinhaufen – stehen Häuser und Leuchttürme. Der Wind erfüllt die Luft mit feinsten Wassertröpfchen, so richtig scharfe Bilder gibt es deshalb nicht.




      Die Sonne strahlt vom inzwischen fast wolkenlosen Himmel.


      Und wir schauen uns auf der Karte in der Kabine nochmal die zurück gelegte Strecke an.

    • ann geht’s runter in den Bauch der Fähre, zum Auto. Nur – wir kriegen die Tür nicht auf, weil ein dicker SUV praktisch auf Tuchfühlung daneben steht. Ein kleines bisschen geht es doch – ich winde mich schlangengleich rein und lasse den Wagen ein paar Zentimeter nach vorne rollen. Jetzt kann sich auch Dieter reinwinden – allerdings muss ich mich vorher noch auf den Beifahrersitzt hangeln.

      Nach so viel Gymnastik sind wir froh, dass es dann doch zügig raus geht und wir in der Abendsonne durch Kristiansand fahren. Bis zu unserem Hotel, dem Scandic Bystranda, sind es nur wenige Minuten – schon auf dem Weg dorthin sehen wir, dass Kristiansand ein sehr hübsches Örtchen ist.

      Wir bekommen ein Zimmer im 6. Stock – mit Megablick auf das Skagerrak bzw. die Schären!

      Das Zimmer selbst ist eine skandinavisch karge Angelegenheit – und irgendjemand hatte wohl größere Mengen olivgrüner Farbe übrig, die hier großzügig verwendet worden ist.




      Die grüne Wand rechts beherbergt übrigens zwei weitere Betten, Etagenbetten, zum Ausklappen! Wir haben ein Upgrade in ein Familienzimmer bekommen.

      Lange hielten wir es nicht im Zimmer aus – es war mittlerweile schon fast 21 Uhr und wir hatten noch nichts gegessen. Das war dann allerdings nicht so einfach – die Restaurantküchen machen hier überwiegend schon um 21 Uhr zu! Im hochgelobten Irish Pub bekamen wir zwar noch ein Bier, aber nichts mehr zu essen. Ringsum sah es genauso aus – letztlich blieb nur noch eine Burger-Bude.

      Aber das war uns angesichts der malerischen Umgebung ziemlich egal!






      Bis fast zum letzten Sonnenstrahl wanderten wir durch die Stadt – dann musste das Auto noch strategisch günstig geparkt werden. Keine leichte Aufgabe! Zwar kann man ab 17 Uhr bis 8 Uhr morgens kostenlos parken, danach wird es aber schnell richtig teuer. Und länger als 3 Stunden darf man hier tagsüber nirgends am Straßenrand stehen.

      Wir versuchten, aus den Angaben am Parkautomaten schlau zu werden – aber ohne Hilfe einer Einheimischen hätte ich es nie geschafft, ein Ticket zu kriegen, das uns für den Folgetag Parkzeit von 8-11 Uhr verschaffte.
      Und auch nie erfahren, dass wir einen Teil der Parkgebühren zurück bekommen können, falls wir früher als geplant losfahren – dann steckt man nämlich einfach die Kreditkarte, mit der man bezahlt hat, wieder in den Automaten und bekommt die überzahlte Zeit zurück.

      Ganz schön patent, die Norweger!

      Hier die gestrige Strecke
    • Ein schöner Auftakt für Eure Reise!
      In Husum war ich vergangenes Jahr ein paar Tage, hab alles wiedererkannt :P . Ich meine auch, dass wir im selben
      Hotel nächtigten (Thomas-Hotel). Ich fand's dort übrigens ganz schick - ganz im Gegensatz zu Eurem Zimmer in
      Kristiansand, das mich eher an eine - na ja - Zelle erinnert. Farblich jedenfalls.

      Solltet Ihr rückwärts dort nochmals Station machen, kehrt unbedingt in Dragseths Gasthof ein (gleich daneben, ist auch auf Deinem Foto. Ganz superb!)

      Euch eine gute Weiterreise, hoffentlich mit gutem Wetter,
      VG
      Gusti

      redfloyd............................................. Gusti

      Heaven is where the police British, the cooks Thai, the mechanics German, the lovers Italian and it is all organised by the Swiss.
      Hell is where the cooks are British, the mechanics Thai, the lovers Swiss, the police German and it is all organised by the Italians.