Impressionen aus Nordperu – ein Reisebericht

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    • Impressionen aus Nordperu – ein Reisebericht

      Vor gut einem Jahr verbrachten wir drei Wochen (aufgeteilt auf sieben Stationen) in Peru. Klassischerweise denkt man ja sofort an Machu Picchu, Cusco und den Titicacasee. Ja, diese Ziele üben auch auf mich einen starken Reiz aus, wenn da nicht die Höhenmeter – vor allem am Titicacasee und in Cusco – wären. Ich kann vorher so schlecht einschätzen, wie wir auf die Höhe reagieren würden und eine richtig runde Strecke zum Akklimatisieren habe ich einfach nicht hinbekommen. So hielt ich nach Alternativen Ausschau und wir entschieden uns für eine Route durch Nordperu – durchgeführt mit Bussen – auf der wir allmählich immer mehr an Höhe gewinnen konnten und so hoffentlich alles gut gehen würde.

      Auch der Norden hat sehr lohnenswerte Ziele und je mehr ich über diese Ziele recherchierte, desto mehr freuten wir uns auf die Reise. Da wir auf Reisen ganz gerne die Abwechslung lieben, wurde es eine Reise zwischen Dschungel, den Anden und dem Meer.







      Im Laufe der Vorbereitung geriet ich allerdings noch kräftig ins Schwitzen, denn wie ihr euch vielleicht erinnert, gab es im Frühjahr 2017 schlimme Auswirkungen von El Niño, die vor allem Nordperu betrafen. So machte ich mir doch große Sorgen, ob weggespülte Straßen und Brücken rechtzeitig wieder instand gesetzt sein würden oder ob meine geplante Tour im wahrsten Sinne des Wortes „den Bach runter gehen“ würde. Zum Glück gibt es das Internet und nach eifriger Suche entdeckte ich dann eine Seite der peruanischen Regierung, auf der der tägliche Bau- bzw. Reparaturfortschritt auf einer detaillierten Karte dokumentiert wurde. Je näher unsere Reise rückte, desto entspannter konnte ich wieder werden.

      Ihr seid herzlich eingeladen, uns auf dieser Reise rückblickend zu begleiten.
      Fragen, Kommentare etc. sind jederzeit erwünscht :) .


      Viele Grüße
      Gundi

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Gundi ()

    • Gundi schrieb:

      Beate, ich bin jetzt echt überrascht, dass ihr ausgerechnet Peru noch nicht kennt, wo ihr doch schon so häufig in Südamerika unterwegs wart. Na klar, man kann Peru auch mit dem Mietwagen bereisen. Camper haben wir dort allerdings nicht gesehen ;) .
      Ja, wir waren schon je fünfmal in Chile und Argentinien, auch in Brasilien und Ecuador. Aber Peru???? Irgendwie haben wir da immer nur Horrorgeschichten gehört und uns gesagt, dass wir das wirklich nicht brauchen.
      Jetzt schau ich mal, wie es Euch ergangen ist.

      LG
      Beate
    • Zigby schrieb:

      Habt ihr das "Nationalgericht" Meerschweinchen gegessen?
      Nein, auch in Ecuador nicht. Aber die peruanische Küche hat uns von allen bisher in Südamerika bereisten Ländern am besten gefallen.

      BeateR schrieb:

      Irgendwie haben wir da immer nur Horrorgeschichten gehört
      Horrorgeschichten haben wir zum Glück nicht erlebt, aber es stimmt, ab und zu gibt es mal negative Schlagzeilen aus Peru.

      margarete schrieb:

      Ich hoffe, wir erfahre noch ein bisschen mehr.
      Ja, gleich geht’s los … :)


      Viele Grüße
      Gundi
    • Tarapoto

      Wir landen mit KLM am Abend in Lima, bleiben für eine Nacht in Airportnähe, werden am nächsten Morgen gleich wieder zum Flughafen gefahren und gelangen mit einem Inlandsflug nach Tarapoto. Während dieses kurzen Fluges erhaschen wir schon erste Ausblicke auf die schneebedeckten Anden. Was wir sehen, gefällt uns richtig gut.

      Die Stadt Tarapoto hat nicht so fürchterlich viel zu bieten, ist aber als Ausgangspunkt für Touren in den angrenzenden Regenwald ganz gut geeignet. Der zweite Grund für dieses Ziel (neben dem Regenwald) ist aber der Flughafen. Von diesem Ankunftsort in 356 m Höhe möchten wir uns „nach oben arbeiten“.








      In Tarapoto fahren so gut wie keine Autos oder Taxis. Der gesamte Transport wird fast ausschließlich von Mototaxis durchgeführt. Dadurch ist der Lärmpegel hoch und es stinkt nach Abgasen. Zum Glück wohnen wir etwas außerhalb des Stadtzentrums.



    • Bin auch gespannt auf deinen weiteren Bericht und deine Bilder.
      Schon der erste Ort mit diesen ulkigen Fahrzeugen hat ja was.

      Wir waren ja lediglich im Süden von Peru unterwegs, mit den Bussen kann man dort bestens und bequem von A nach B kommen. Aber jetzt bist du dran! ;)
      VG,
      Silke
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    • Bocatoma de Shilcayo

      Mit einem Mototaxi gelangen wir nach Bocatoma de Shilcayo. Hier am Río Shilcayo beginnt der Dschungel der Cordillera Escalera. Wir fahren offroad und teilweise auch durch richtige Matsche.




      Am Eingang zahlen wir unseren Eintritt und müssen uns mit Namen, Passnummer, Alter, Nationalität usw. auch erstmals in ein Besucherbuch eintragen. Dies wird uns im Laufe unserer Tour noch sehr häufig passieren: egal, welchen Nationalpark, Attraktion etc. wir besuchen: nirgends kommen wir ohne Eintrag an dem großen Besucherbuch vorbei.




      Dann stiefeln wir los und es dauert nicht lange, da erreichen wir den Fluss und müssen an einer Kante entlang balancieren. Das klappt noch einigermaßen gut. Aber es geht direkt weiter über einen klapprigen Steg aus dünnen Ästen. Dabei können wir uns an einer moosbewachsenen Felswand abstützen. Zum Abschluss müssen wir dann doch den Fluss queren und suchen uns geeignete Steine dafür aus. Nun zahlt es sich doch aus, dass wir uns zuvor am Eingang Gummistiefel ausleihen konnten. Ich muss teilweise ins Wasser treten, weil die Abstände zwischen den Steinen zu groß für meine kurzen Beine sind. Aber auch das ist schließlich geschafft und wir befinden uns wieder zurück auf dem Waldweg am Ufer des Flusses Shilcayo.








      Ab und zu gibt es Aussichten auf den Fluss; einige Male ist der Weg ziemlich schlammig. Und wieder freuen wir uns, dass wir die Gummistiefel gewählt haben. Die Luftfeuchtigkeit ist hier extrem hoch und meine Brille daher ständig beschlagen. Der Schweiß rinnt in Strömen, aber wir lieben dieses feuchte Klima.


      Am Fluss entdeckt Uwe eine Gruppe kleiner Affen in den Bäumen. Daneben bewundern wir schillernde Schmetterlinge, große Bäume und schöne Blüten.










      Ansonsten bleibt uns von unserem Auftakt in Tarapoto auch das wunderbare peruanische Essen in Erinnerung, welches wir auf Vorbestellung jeweils abends in unserer Unterkunft erhielten.
    • Neu

      Mikado schrieb:

      Das sieht aber sehr abenteuerlich aus, ich glaube, ich müsste da passen, da läge ich schneller im Wasser als ich wollte. ;)

      Petra, ich bin bei solchen Sachen leider nicht immer sehr geschickt und bei Flussüberquerungen über Steine nehme ich daher ganz gerne meine Wanderstöcke zu Hilfe. Die hatte ich bei diesem Ausflug aber nicht mit dabei und wären wahrscheinlich an der Wand, an der wir uns abstützen mussten, auch nur hinderlich gewesen. Und generell stören sie mich auch immer beim Fotografieren. Zur Unterstützung beim Wandern sind sie natürlich gut geeignet.

      Viele Grüße
      Gundi
    • Neu

      Moyobamba

      Von Tarapoto geht es weiter nach Moyobamba, Hauptstadt der Provinz San Martín und 860 m hoch gelegen. Sie trägt den Namen City of the Orchids, Die Fahrt mit einem Kleinbus dauert ca. 2 Stunden. Jeder Platz ist belegt und auch hier müssen wir uns in eine Liste eintragen. Jeder Passagier wird wieder mit Namen, Passnummer etc. erfasst.



      Wir sehen hier keine ausländischen Touristen. Aber einheimische gibt es schon, die z.B. die Thermalbäder der Stadt oder den nahe gelegene Orchideengarten besuchen können. Die beste Saison, um dort die Orchideen zu besichtigen, soll der Oktober sein. Auch hier fahren wieder die uns schon aus Tarapoto bekannten Mototaxis.










      Auffällig in der Stadt sind zahlreiche bunte Wandgemälde. So etwas gefällt mir immer sehr; ist doch viel schöner als ätzende Graffitischmierereien.







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