in Richtung Yellowstone Natl. Park unterwegs

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    • Mikado schrieb:

      Für Stechfliegen sind sie meiner Meinung nach zu groß. Könnten das Heuschrecken sein?
      Viele Grüße
      Jetzt muss ich nochmals schauen, wer auf Stechmücken getippt hat (ich nenne sie Mosquitos, wie in Afrika). Ja, die Gewinnerin heißt oristano.


      Diese kleinen Biester machen uns das Leben schwer. Wo immer man aus dem Auto aussteigt sind sie da, hungrig und aggressiv. Die in allen unseren Unterkünften angepriesenen BBQ Vorrichtungen im Garten können wir nicht nutzen, weil man nicht ruhig sitzen kann. Selbst hier in Cooke City, wo es heute Nacht ca. 4°C kalt war, sind die Viecher unterwegs auf Beutesuche. Erstaunlicherweise wird auf diese Plage auf keiner informativen Webseite hingewiesen: Leute, wenn ihr schon in den Yellowstone Park reist, bringt genug Mosquitospray mit, denn schon auf eurer Anreise (Minnesota, Süd Dakota, Montana und Wyoming) warten die Blutsauger auf eure Adern.


      Die Kinder wollen heute Angeln und am Mount Amethyst Edelsteine suchen gehen. Zuvor müssen wir allerdings Mosquitospray kaufen. Ich hoffe, das gibt’s in diesem Kaff.

      Bis später
      horas
















      wo es Fumarolen gibt findet man meistens auch vulkanisches Eruptionsgestein und Lavalagen

    • Angelika schrieb:

      ...
      Und was stellt das letzte Bild dar?
      Das letzte Bild ist die Fortsetzung der folgenden 2 Bilder.



      Es geht bei diesem Sport darum, ein Kalb so schnell wie möglich mit einem Lasso zu fangen und zu fesseln. Dazu wirft der Cowboy das Tier auf den Boden, um die Beine fest zu binden. Die echten Cowboys schaffen das unter 10 Sekunden!!!

      Heute gingen wir raus zum Angeln. Meine beiden Frauen bliesen das Unterfangen ab, als ein Gewitter mit Regen aufkam und fuhren wieder zurück ins Hotel. Ich blieb mit den 5 Kindern und Daou, dem 2. Chauffeur auf der Straße bis das Unwetter vorüber war und spazierten dann auf dem glitschigen Pfad hoch zum Trout Lake (Forellen See). Bis wir oben ankamen, hatten die Kinder die am Morgen gekauften Angeln schon kaputt gemacht.




      Wir benutzten also die Leinen mit einem Köder bis das nächste Unwetter aufkam, diesmal mit heftigem Hagel.



      Gefangen haben wir absolut nichts. Wir fuhren dann wieder ins Hotel zurück, zogen trockene Kleidung an und dann gings wieder zurück in den Park, um dann im Pebble Creek, der ins Lamar valley mündet, zu angeln.


      Wir haben wieder nix gefangen aber ein paar Tiere getroffen, was auch ein Erlebnis war.





      Leider kriege ich das letzte Bild nicht mehr hochgeladen. Es zeigt den bösen schwarzen Wolf, der sich an der Bisonherde vorbeigeschlichen hat.
      Hoffentlich kann ich das Ganze noch absenden; das ist Cooke City, ein armseliger Weiler, ohne Telefon und mit erbärmlichen Internet.
      bis später
      horas
      Bilder
      • IMG_0607.JPG

        241,65 kB, 1.200×800, 8 mal angesehen
    • Toll, da hätte ich auch gerne fotografiert. Ich war noch nie im Yellowstone Park und ich befürchte, ich muss ihn mal auf meine Wunschliste setzen. Die Vielfalt an Tieren ist im Park ja sehr groß.
      Viel Vergnügen weiterhin!
      Viele Grüße
      Petra
    • Nach einer gemütlichen Fahrt sind wir in dem Ort West Yellowstone (West Gate vom Park) angekommen. Im Vergleich zu Cooke City sind wir in einer anderen Welt, der echten amerikanischen Welt, mit Telefonnetz, WIFI, Tankstellen mit einem fast normalen Spritpreis (in Cooke C kostet die Gallone Regular 3,40$, hier 3,12, in Iowa, 2,70).

      Jetzt am Abend wird es immer noch recht kühl draußen, aber es gibt Pizzerias, Liquor Stors, Supermärkte und vernünftige Restaurants, unser Hotel Days Inn hat sogar ein Gaudi Schwimmbad zur allerhöchsten Freude der Kinder. Mir stank es zu sehr nach Chlor.

      Leider habe ich meinen Fotoapparat im Auto liegen lassen, so dass die Fotos erst später nachgereicht werden. Was wir heute wieder gesehen haben, ist für Fotografen das wahre Paradies =) . Da wünschte ich mir, eine bessere Ausrüstung und die Erfahrung von Kiki, ND und anderen Spezialisten des Forums zu haben. Es gab außerdem fantastische Lichtverhältnisse, die ich durchaus mit denen in den Tropen in der Regenzeit vergleichen kann. Die Temperaturen schwanken innerhalb von Minuten zwischen 28 und 14 Grad C.

      Was mir bisher bei unserer Reise aufgefallen ist betrifft die Menschen, die sich hier herumtreiben. Chinesen und Inder, die man schon vom Äußeren her schnell erkennt, sind zuhauf anzutreffen. Schwarzhäutige afrikanischen Ursprungs fehlen völlig :( , wenn ich von meiner Großfamilie absehe. Wir sind so außergewöhnlich, dass die Chinesen die dampfenden Quellen vergessen und mit großen Augen unsere kleine Herde verfolgen.

      In Cook City, wo jeder Furz extrem teuer ist (6 Flaschen mit 375ml Trinkwasser kosten 3,50$), verdienen die Zimmermädchen in unserer maroden Lodge 9,50$ die Stunde :huh: . Die eine kommt aus der Türkei, die andere von den Philippinen. Die junge Türkin gesteht mir, dass das Überleben hier für sie schwer ist.

      In vielen Restaurants erscheint jetzt auf der Essensrechnung 18% Bedienungszuschlag. Eine nette Bedienung begründete mir dies mit den zahlreichen Gästen aus asiatischen und europäischen Ländern, die wenig oder kein Trinkgeld geben :thumbdown: .

      Entlang der wenigen Straßen im Park fehlen meines Erachten Toiletten. Da muss man schon seinen Wasserkonsum kontrollieren, um nicht irgendwann in die Bredouille zu geraten <X .

      Bis später
      horas
    • Danke Horas fürs zeigen und mitreisen.
      Da werden Erinnerungen wach, wir waren 1991 mit dem Wohnmobil im Yellowstone Park und ich habe ihn in ganz toller Erinnerung. Zu der Zeit haben wir natürlich noch Dias gemacht, die holt man nicht mal eben so raus und guckt sie sich an, ist doch immer mit etwas Aufwand verbunden. Einen Dia Abend sollten wir uns aber für nächsten Winter mal wieder vornehmen :thumbsup: weil ich die Bilder bestimmt schon 15 Jahre nicht mehr angeschaut habe.
      "Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.”
      Adolf Freiherr v. Knigge

      jp-fotowelt.jimdo.com
    • heute waren wir auf der Westseite des Yellowstone Parks, bei den "prismatic springs" und anschließend in der "Norris Geyser" Gegend. Trotz Staus vor und auf den Parkplätzen und entsprechendes Touristenaufkommen haben wir die atemberaubende Natur genossen. Die Holzstege, auf denen man wandert sind so gelegt, dass auch beim Fotografieren kaum ein Besucher abgelichtet wird, wohlweislich im Hinblick auf die neue Datenschutzgesetzgebung :rolleyes: .

      Gestern Nachmittag auf unserer Fahrt nach West Yellowstone mm Madison River

      Prismatic springs (Mikado, ich glaube, jetzt wirst du eine Yellowstone Reise planen)






      eine andere prismatische Quelle


      und noch eine



      und hier dazwischen ist irgendwo meine Familie


      es sprudelt und zischt überall


      das Fest der Farben geht weiter. Leider kann ich euch nicht die Gerüche hier übermitteln. Es ist natürlich viel H2S dabei.





      wer Kinder bekommen will, braucht nur ein bisschen in dem vulkanischen Wasser zu baden

      später gibt es noch mehr Augenschmaus
      horas
    • und hier noch ein paar Bilder vom schönen "Firehole Lake Drive" etwas nordöstlich vom "prismatic spring".


















      Heute verlassen wir den schönen Yellowstone Park. Unser Programm wurde etwas geändert. Eine gewisse Übersättigung an Fumarolen, Geysiren, heißen Quellen, Bisonherden, Anglerpech usw. ist aufgetreten. Wir fahren iweiter in den Süden. Und wenn wir den Süden gefunden haben, melde ich mich wieder.
      horas
    • War in jungen Jahren auch mal im Yellowstone nur in dem Leichtsinn damals einfach ohne sich vorher informiert zu haben was es da alles zu sehen gibt....fast nicht gesehen (Blöd halt) aber vielleicht komm ich nochmal hin.
      Tolle Fotos übrigens...habe ich viel verpasst :cry:
      Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, liest nur eine Seite davon.
      (Aurelius Augustinus)
    • Der Alltagsstress hat mich wieder, bin alleine mit 3 Kindern und habe nur noch wenig Zeit, um im Forum mitzumischen. Um die Themen rund um unsere USA-Reise abzuschließen, habe ich noch ein paar nützliche Informationen zusammengefasst:

      Ich hatte bei unserem Autoverleiher Alamo in Chicago für ca. 250$ einen Toll-Pass gekauft, der alle Mautstraßen der USA abdeckt. Eigentlich ist es eine praktische Sache, nur war diese Investition für unsere Reise weit gefehlt. Wir hatten eigentlich nur im Umfeld von Chicago Mautstraßen, auf verschiedenen Highways in Nevada gab es bezahlbare „Expresslanes“, auf denen man aber auch nicht schneller vorankam, als auf den kostenfreien Spuren. Somit waren ca. 200 Dollar für die Katz.

      Alle unsere Hotels entlang der Reiseroute waren gut bis sehr gut ausgestattet, nur das Antler’s Lodge in Cooke City (Nord-Ost Eingang zum Yellowstone Park) war etwas schäbig und sehr muffig. Wahrscheinlich waren die anderen Unterkünfte in diesem Ort nicht besser. Aber es gibt auch ein Lob für das Personal: ich hatte die Batterie unserer Videokamera in unserem Zimmer vergessen. Die freundliche Rezeptionistin hat sie mir an die Adresse meiner Ur-Ur-Großcousine in Las Vegas geschickt.

      Unter den angenehmen Hotels entlang unserer Route sind die folgenden außergewöhnlich gut, weil es nach einer langen Autofahrt einfach guttut, sich in einem Pool zu laben und -wenn man Glück hat-
      • wo man sein kaltes Bier, das, frisch gezapft in einem ½ l Glas serviert, am Poolrand in Greifnähe positionieren kann, so wie es in River Ranch at Cedar Shore in Oacoma, South Dakota der Fall ist
      • Days Inn in West Yellowstone (Schwimmbad mit großer Wasserrutsche, ohne Bar),
      • Aquarius Inn in Bicknell, Utah (sehr schönes Schwimmbad, ohne Bar)
      Über diesen Link unsere USA Route 2018 könnt ihre die Mammut-Tour geographisch überblicken.

      Ich hatte es schon erwähnt: die Moskitoplage; zwischen Iowa City und West Yellowstone gab es überall Moskitos, meistens so viele, dass man an abendliches Grillen im Hotelgelände nicht denken konnte. Die Biester wohnen auch auf den Unterseiten der Tische in den meisten Restaurants, ausgenommen Las Vegas. Zerstochene Beine sah man somit überall auf unserer Reise. Am schlimmsten war es in Yellowstone. Moskitospray gibt es natürlich, ist aber 3 Mal so teuer wie bei uns in Old Germany.

      Für unsere Ausflüge durch den Yellowstone Park habe ich eine schöne, sehr informative Karte benutzt: The Map of the Yellowstone National Park

      Um den morgendlichen Kaffee aufzupeppen habe ich mir auf unserer Reise einen Nescafé zugelegt, der mein ständiger Begleiter beim Frühstück fassen war.

      Ich bin mir nicht mehr sicher, ob es tatsächlich empfehlenswert ist, ein Auto von Deutschland aus, z. B. via ADAC, zu buchen. Unser Begleitfahrzeug, ein Hyundai Sonata mit Hybridmotor, kostete bei Budget in Iowa City ganze 11 Dollar pro Tag, incl. Vollkasko.

      Man braucht sich vor einem USA-Besuch nicht mehr im Kopfrechnen, insbesondere in der Prozentrechnung, zu stärken: in den meisten Restaurants ist entweder der Service bzw. das Trinkgeld mit eingerechnet oder auf dem Rechnungszettel stehen Empfehlungen in US$ in der Größenordnung von 15, 18 und 20%.

      Und Jake, der Cowboy, war der Beste



      Viele Grüße
      horas

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von horas () aus folgendem Grund: Link zur Google Karte erstellt Link zur informativen Yellowstone Karte erstellt