Äthiopien: Big Smile in the “Land of Origins”

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    • Ich war auch fasziniert von deinem supertollen Bericht.
      Man konnte wirklich mit Reisen.
      Die Bilder so lebendig und richtig mitten drin im Leben der Menschen.
      Deinen Mut bewundere ich auch, manches hätte ich mich nicht getraut. Wobei ich es ja schon sehr mutig finde, dass du ganz allein unterwegs warst.
      Schade dass es vorbei ist aber vielleicht fliegst du ja bald wieder, dann haben wir wieder was Spannendes und sehr Interessantes zu lesen.
      Danke dass du uns dran teilhaben lässt!
      LG Maxi.
    • Maxi, danke fürs Mitlesen! Und danke für deine netten Worte! Ich freue mich sehr, dass es dir gefallen hat.

      Ich bin ins Alleinreisen so reingewachsen. Nichts ist inzwischen selbstverständlicher für mich! Aber gerade deshalb schreibe ich auch darüber. Zum einen ist es Verarbeiten von Erlebtem, was man sonst mit Reisepartnern besprechen würde, zum anderen soll es auch ein Mutmacher sein sich genau die Teile der Welt anzusehen, für die man sich interessiert!

      Ja, ich glaube, nächstes Jahr werde ich nicht viel Neues kennenlernen, sondern eher viel Bekanntes wiedersehen: Indien und Äthiopien stehen gerade groß im Kurs.

      Jetzt im Oktober geht es erstmal durch Südkorea. Interesse an einem Bericht?
    • Liebe Birgit,

      gerne bin ich Deinem Bericht gefolgt, mit Neugier, Faszination, oft Unglauben.
      Und ich habe nicht von ungefähr lange gezögert, hier ein feedback zu geben.

      Ja, ich war/bin begeistert.
      Begeistert von Deinem lebendigen Bericht, Deinen Eindrücken, Deinem Mut, Dich einzulassen auf eine derartige Reise, und vor allem der Selbstverständlichkeit, mit der Du Menschen annimmst.

      Begeistert von dem Land - trotz all der Farben, der oft nahezu greifbaren Gerüche, des Lärms, der Menschen - eher nicht.
      Trotz oder grade wegen?
      Wahrscheinlich eher "wegen", denn ich könnte bzw. würde mich niemals auf eine Reise einlassen, die mich so an Grenzen bringt. Im Grunde habe ich häufig gedacht, es ist eine Zeitreise, die Du da gemacht hast. Ich sah farbige historische Romane aus dem Mittelalter vor mir, wenn Du das Leben um Dich herum beschrieben hast, all die archaischen Schrecklichkeiten, die der "Homo Modernicus" längst hinter sich gelassen hat.

      Ich beneide Dich ein bisschen um die Gelassenheit, die dazugehört, denn ich weiß sicher, daß ich nie im Leben meine Komfortzone derart weit verlassen würde.
      Da Afrika jedoch ist nie ein Sehnsuchtsziel für mich gewesen ist, bin ich fast froh, daß Du keines draus gemacht hast ;)

      Ich danke Dir für Deine wuchtigen Eindrücke, die mir sicher ein Stück weit in Erinnerung bleiben und beim Stichwort "Äthiopien" künftig mehr als die Bilder der Felsenkirchen hervorrufen werden.

      LG
      Gusti

      redfloyd............................................. Gusti

      Heaven is where the police British, the cooks Thai, the mechanics German, the lovers Italian and it is all organised by the Swiss.
      Hell is where the cooks are British, the mechanics Thai, the lovers Swiss, the police German and it is all organised by the Italians.
    • Oh wow, was für eine differenzierte Rückmeldung. Danke sehr!

      Ich habe in der Vorbereitung auch immer wieder den Gedanken gehabt, ob ich mir da nicht zu viel aufgebürdet habe. Vor allem war ich aufgrund verschiedener Stressoren schon seit Anfang 2017 wirklich ziemlich KO und hätte auch keinerlei Lust gehabt mich um meinen Tagesablauf selbst zu kümmern in Bezug auf ein Land, in dem ich so gar nicht wusste, wie alles läuft.

      Letztlich ist es aber wie so oft gewesen: Du bist dort. In der Situation kannst du nur tun, was du eben tun musst. Und letztlich war ich ja freiwillig dort, es war ja kein Kriegs- oder Katastropheneinsatz. Und es waren so viele Menschen um mich herum und für mich da, die alles, was auch anstrengend war, wieder relativierten...

      Schließlich bin ich nicht allein mit dem Fahrrad durch Afrika geradelt. Schließlich hatte ich eine Kreditkarte und ein Rückflugticket. Schließlich und endlich gibt es nicht nur Blechhütten in Äthiopien, sondern klimatisierte Hotels mit Strom, Dusche und Wifi.

      Letztlich hat mich erstaunt, und fast schäme ich mich darüber "erstaunt" gewesen zu sein, wie strebsam und somit dem Idealbild der deutschen Mentalität entsprechend vieler Menschen Denkweise war, also letztlich in der Reaktion vertraut. Wenn ich nach einer Indienreise beispielsweise jemandem geschrieben habe, dass ich mich kaum auf die Arbeit konzentrieren kann, weil ich in Gedanken noch dort bin, kam als Antwort meistens: "Ja, ich wünschte, Gott lässt dich bald wieder zurückkehren, ich warte so darauf, dass du uns wieder beehrst", kam aus Äthiopien eher so etwas wie: "Oh, das ist nicht gut, du musst dich auf deine Arbeit konzentrieren. Sollen wir lieber mal ein paar Tage nicht schreiben, dass du nicht so abgelenkt wirst?"

      Äthiopien bzw. der Kontinent Afrika ist mit Sicherheit hart zu seinen Bewohnern, aber meine Challenge war absolut OK - manchmal in Gedanken und Gefühlen fordernd bis an bestimmte Grenzen, aber immer auch mit Erholungsphasen, mit leichten, schönen Elementen. Im klimatisierten Auto mit der Gewissheit so liebe Kümmerer um mich zu haben und in 60 Stunden wieder duschen zu können, war auch die Danakil nicht sooo weit von der Komfortzone weg wie zunächst befürchtet!
    • Ganz herzlichen Dank, Birgit, für diesen tollen Bericht.
      Ich habe mich jedes Mal über einen neuen Beitrag gefreut, über Deine anschaulichen Beschreibungen, die auch Einblick in Deine Gefühle gegeben haben. Was den Bericht um so wertvoller gemacht hat.
      Wenn ein Land, eine Reise "so etwas" mit einem macht, war es die perfekte Reise.
      Uns ging es nach dem ersten Mal Nepal so, dass der Kulturschock nach der Rückreise einsetzte und alles, was einem sonst so normal vorkommt, man plötzlich mit anderen Augen sieht.
      Hab' Dank fürs Teilhaben-lassen.
      Katharina
    • Sehr gern geschehen, liebe Katharina!

      Ich bin der Meinung, dass Blogposts mit "den 12 besten X in Y" oftmals nicht viel weiter helfen, höchstens Ansatzpunkte zur Weitersuche geben und dass man nüchterne Beschreibungen von Sehenswürdigkeiten besser im Reiseführer oder bei Wikipedia nachliest.

      Ich selbst bin bei der Reiseplanung immer eher auf der Suche nach dem "How to". Beispielsweise habe ich ewig gesucht, bis ich für die Wanderung zum Erta Ale hinauf Infos gefunden habe, die mir einigermaßen geholfen haben einzuschätzen, was mich erwartet hinsichtlich des Untergrundes, hinsichtlich der Steigung, hinsichtlich der Temperaturen usw.

      Und die Beschreibung, was ein Land oder eine Reise mit einem macht, ist ja nunmal auch genau der Unterschied zu einem Reiseführer, wie ich finde.

      Apropos: Nach Äthiopien hatte ich angesichts der vielen wirklich fitten Menschen dort (wieder mal) den Entschluss gefasst nicht mehr so ein Zivilisationskrüppel zu sein. Seither heißt es laufen und schwimmen, regelmäßiger als früher zum Yoga, gesünder und überlegter essen. Etwa 2 Kleidergrößen bin ich schon geschrumpft. Das allein dokumentiert mir gerade, wie gut mir die Reise getan hat und wie gründlich sie in meine Gedanken und Gefühle eingedrungen ist!
    • Inspired schrieb:

      ..... Jetzt im Oktober geht es erstmal durch Südkorea. Interesse an einem Bericht?
      Ja klar, wollen wir wieder einen Bericht.

      :thumbup:
      Viele liebe Gruesse

      Erhard
      www.vivien-und-erhard.de
      Reiseerinnerungen Palermo 2018
      Kalimera aus Paros und Naxos 2018

      Das Leben beginnt da, wo die Zeit egal ist
    • Den Bericht werde ich nicht nur noch einmal, sondern sicher mehrmals an Herbst- oder Winterabenden lesen.
      Als Teil der Vorplanung ;)

      Sicher werden wir uns nicht mit einer derartigen Intensität auf Äthiopien einlassen wollen bzw. können, schon altersbedingt. Denn vor dem 1.7. 2020 gibt es aus persönlichen Gründen keine Reisemöglichkeit.

      Und wenn ich lese, was und wie Du über die Guides schreibst: Ja, ich hätte auch auf das Stöckchen gebissen und mich jahrelang mit einem wohligen Schauern an die Hyäne erinnert ;)