Insta Repeat: „Déjà Vu Vibes - Wander. Roam. Replicate.“ - oder „So austauschbar sind Fotomotive“ …

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    • Insta Repeat: „Déjà Vu Vibes - Wander. Roam. Replicate.“ - oder „So austauschbar sind Fotomotive“ …

      … nicht nur auf Instagram, aber dort springt die von so vielen für sich beanspruchte „individuelle Kreativität“ ( :roll: ) dem Betrachter extrem geballt ins Auge durch unzählige (Möchtegern-) Influencer etc.

      Nun gibt es dort aber auch eine Seite, auf die ich letztens erst gestoßen bin und die ich ganz lustig finde:

      Insta Repeat: „Déjà Vu Vibes - Wander. Roam. Replicate.“ :P

      Darauf werden in Fotocollagen jeweils 12 Aufnahmen zusammengestellt, die alle (so ziemlich) das gleiche oder ähnliche Motiv zeigen – und damit entlarven, wie gleich letztendlich sie (die Poster dieser Bilder, Fotografen oder wie auch immer) doch alle ticken,
      z.B. "Killermotive" wie Blick auf Landschaft durch Zeltöffnung, Füße vor Abgrund, Füße vor Landschaft durch Zeltöffnung (warum eigentlich so oft Füße????), Person zentriert vor Wasserfall, Person zentriert vor Höhle, Person allein an markantem Abgrund, etc.

      P.S.: Bevor noch jemand zu suchen anfängt: Ja, ein paar Bilder könnte ich auch beisteuern ... :D
      VG,
      Silke
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      "Fernweh & Reisen" - Unsere Reiseseiten


      Chile 2019

      Kreta 2018

      Israel 2018

      Neuseeland 2018

      The post was edited 1 time, last by Silkenya ().

    • Ja Silke, so ist es, ich weiß auch, wenn ich einen Habicht oder Löwen fotografiere, ist das Motiv sicher nicht mit Alleinstellungsmerkmal. Ebenso gibt es Tausende Motive, die andere auch fotografieren. Ich liebe Fensterbilder... und wir machen immer Stiefelfotos. :thumbsup:

      Die Füße sind halt immer da, andere haben eine Kuscheltier mit, ganz früher, als meine Enkeltochter noch klein war, habe ich immer Puppenbilder erstellt. Fand ich lustig.

      Viele Grüße
      Petra
    • 3Nicki wrote:

      Warum Füße ist doch klar. Man will zeigen, man war selbst da.
      Ja, deswegen nehmen wir dann auch immer die Kanaldelckel, wo der Name der Stadt draufsteht. :thumbsup: Wusste nur nicht, dass ich das mache, weil ich betonen will, dass ich da war. Ich finde nur, es macht sich gut in einem Reisebericht...
    • Das sind durchwegs tolle Motive, großteils gut in Szene gesetzt. Ich wäre froh, wenn ich Bilder dieser Qualität in den diversen sogenannten Fotogruppen auf Facebook sehen würde.

      Und macht der Umstand, dass viele Menschen diese Motive ähnlich in Szene setzen, die Bilder schlechter? Heutzutage werden pro Tag Milliarden Fotos gemacht und veröffentlicht, da ist es gar nicht leicht, originell zu sein.
      2019/02 TH - 2019/06 Schottland/London - 2019/08 Ulm - 2019/12 Nürnberg - 2020/02 TH/LAO/KHM
      reiseweg.at - flickr.com/photos/nodurians/sets/
    • Bedeutet das, dass ich nicht auch den gleichen Tempel, das gleiche Bauwerk oder sonst was fotografieren darf, nur weil es schon jemand anders fotografiert hat? Ich denke, das Thema ist doch schon weit hergeholt. Und daher habe ich kein Instagram, ich habe meine eigene Homepage ;)
      Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben
      - Alexander von Humboldt -

    • Hallo!
      Ich glaub jeder macht mal diese Fotos, die mit Füssen auf der Liege mach ich auch öfter mal. :D
      Aber was ich schon komisch finde, wenn man bei Hotelbewertungen Fotos anschaut, dass Leute zum 100sten Mal den gleich Pool in die Bewertung reinstellen, da hat man oft immer wieder gleiche Bilder von einem Hotel. Ich würde mir die Arbeit nicht machen.

      LG Quaxi
    • Ich würde den Thread jetzt nicht unbedingt als Kritik am Fotografieren oder den Motiven auffassen...

      Wenn ich mal von mir ausgehe: Ich bin weder besonders gut noch einfallsreich im Fotografieren und habe jeden Fotoapparat, bei dem man nicht nur auf den Auslöser drückt immer sehr schnell weg getan mit dem Argument: "Ach ist das kompliziert, und der Vogel ist eh schon weg."

      Ich bin auch nicht besonders ausdauernd darin in Fotobetrachtungen zu versinken. Das geschriebene Wort liegt mir einfach aktiv schreibend und passiv lesend mehr.

      Dennoch bemerke ich immer mal, dass ich unterwegs gestresst bin, weil irgendwas unbedingt in Form eines Fotos festgehalten werden muss. Wieder daheim merke ich dann immer, dass ich noch maximal 1% meiner Knipserei verwertbar und interessant finde. Wenn ich mir meine Erinnerungen dann ansehe, finde ich es schon schön, aber es kommt wirklich selten vor, dass ich mir meine Machwerke nochmals ansehe.

      Demgegenüber gibt es ja wohl wirklich den Trend nur für DAS Foto ein bestimmtes Ziel anzusteuern und da ggf. auch länger in einer Schlange zu warten um ein bestimmtes Foto zu machen und zu haben. Und es gibt auch tatsächlich diejenigen, die für ihre Fotos auf einen bestimmten Felsen extra Kleidung mitschleppen, weil sich das Rot des Flatterkleides so schön vom grünen Urwald abhebt usw.

      Das darf natürlich jeder gerne machen, wie er will. Hochachtung vor allen, die im Fotografieren versinken können, die mit der Kamera nicht nur Objekte fotografieren, sondern Stimmungen einfangen. Und volles Verständnis für diejenigen, die beispielsweise sagen, Fotografie sei Meditation.

      Na klar, es geht für die meisten um die eigenen persönlichen Urlaubserinnerungen fürs Fotobuch, für den Reisebericht für den Rahmen im Flur usw. Und das ist ja auch völlig OK, wenn man da lieber die eigenen Füße im Bild hat als die, die andere Leute irgendwann man auf einer anderen Wiese in einem anderen Zelt aufgenommen haben.

      Nur ist das Bewusstsein (bei dem Hype um "instagrammable" Bilder) schon gut zu wissen, dass Szenen vergänglich sind, dass das Taj Mahal, der Grand Canyon oder der Eiffelturm auch stehenbleiben werden, wenn ich ihn nicht auch noch ablichte. Und das hilft mir dann schon manchmal einfach zu sagen: "Scheiß drauf, ich gucke jetzt einfach hin, genieße die Szene und wenn ich will, kann ich mir dann im Internet noch 1000 andere Fotos hiervon ansehen.
    • Inspired wrote:

      Na klar, es geht für die meisten um die eigenen persönlichen Urlaubserinnerungen fürs Fotobuch, für den Reisebericht für den Rahmen im Flur usw.
      Das ist halt schon auch die Frage: Wie sehr geht es um Fotos für die eigene Erinnerung? Und wie sehr fotografiert man für die anderen?

      Kann ja jeder im Stillen für sich selbst beantworten. :)
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    • Es geht dabei doch gar nicht um das Erinnerungsbild vor dem Eiffelturm oder ob man irgendwelche Fotos machen „darf“ oder nicht, bloß weil andere ein gleiches oder ähnliches Motiv auch schon fotografiert haben, das wäre ja auch Quatsch! :roll:


      Es geht vielmehr um diese unfreiwillige Ironie, die bestimmte Bilder ausstrahlen, wenn man sie im direkten Vergleich mit fast identischen Fotos anderer Personen betrachtet – vor allem, wenn diesen Bildern mittels hashtags Attribute wie "Individualität" oder "Kreativität" verliehen wurden.
      Find ich lustig, wie mancher so bemüht anders und originell sein will und dabei - wissentlich oder nicht - nur einem Schema folgt, das schon unzählige Male zuvor kopiert und wiederholt wurde.

      Ich habe noch einen kurzen Artikel dazu gefunden, zur vielleicht besseren Erklärung:

      Entlarvendes Experiment: So stark ähneln sich die Motive der Influencer bei Instagram#
      VG,
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      Neuseeland 2018
    • Inspired wrote:


      Und das hilft mir dann schon manchmal einfach zu sagen: "Scheiß drauf, ich gucke jetzt einfach hin, genieße die Szene und wenn ich will, kann ich mir dann im Internet noch 1000 andere Fotos hiervon ansehen.
      Solch einen Weggefährten kenne ich auch, ein "Kumpel" von uns hat das oft genug unterwegs gesagt, wenn wir gemeinsam auf Tour waren und wir keinen Konsens über die Route und Sehenswürdigkeiten hatten, die Bilder können wir uns auch im Internet anschauen. Ist nicht meine Meinung, denn mit jedem Bild verbinde ich etwas. Das habe ich mit fremden Bildern im Web nicht.

      Bilder helfen mir die Erinnerung präsent zu halten, die Reiseberichte tun ein übriges.

      Viele Grüße
      Petra