Reisebericht Mauritius und La Réunion

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    • Wir machen uns wieder auf den Rückweg, es noch eine ganze Ecke, die wir fahren müssen und kommen doch erst recht spät wieder in St. Joseph an. Es ist Silvester, aber wir haben uns nichts vorgenommen. Ich koche was für uns. Pascal und Fabrice unsere Vermieter sind auf einer Silvesterparty. Sie haben uns aber eine Schüssel voll mit einem Papaya-Karottensalat dagelassen. Es ist ein kreolisches Rezept und Fabrice hat diese Köstlichkeit zubereitet. Er stammt ja von dieser Insel.

      Wir machen es uns am Pool gemütlich und um 24 Uhr begrüßen wir das neue Jahr. Wir skypen dann einmal mit zu Hause, aber da war ja noch nichts im Gange. :)











    • Am Neujahrstag lassen wir es ruhig angehen. Wir wollen nur einen kleinen Ausflug machen und zwar zum Grand Coude. Von Saint Joseph fahren wir auf der D33 über das lang gezogene Dorf St. Petri. Es geht recht steil auf schmalen Wegen immer höher hinaus zwischen großen Zuckerrohrplantagen hindurch. Das Wetter wird schlechter und als wir dann endlich oben waren, ist die Sicht gleich Null. Daher gibt es nur das Bild vom Schild.

      Dann also an den Strand, denn "unten" ist das Wetter einfach besser. Wir erholen uns an der Grande Anse, es gibt hohe Wellen. Ich halte mal Ausschau, ob man nicht einen Hai erblickt, aber keine Chance. Hier gibt es auch einen sicheren Badebereich im Meer.

      Als wir nach Hause fahren, erwischt uns ein unheimlicher Tropenguss. Im Nu laufen die Straßen über, die Fahrt wird zu einer Rutschpartie.

      Für den Abend haben wir eine Einladung zum Neujahrsdrink bei Pascal und Fabrice und der netten Nachbarfamilie. Bei kleinen Häppchen gibt es Champagner oder Remy Matin je nach Gusto.















    • Da es mir nicht so gut ging, machte mein Mann die Wanderung zum Krater Dolomieu alleine. Ich legte einen Ruhetag in unserer Unterkunft ein.

      Der Einfachheithalber kopiere ich den Bericht von Friedrich einfach hier rein.


      Wanderung zum Krater Dolomieu (Piton de la Fournaise)

      Schon früh machte ich mich auf den Wegzum Krater. Im Gepäck hatte ich genügend Wasser, Proviant und natürlich Petras Fotoapparat.

      Nach ca, einer Stunde Fahrt von StJoseph über Saint Pierre und Le Tampon sowie Bourg Murat erreichte ich den Pas de Bellecombe. Die letzten fünf Kilometer waren Schotterpiste. Als ich oben ankam, standen schon um die 60 Autos auf dem Parkplatz.

      Vom Parkplatz aus geht es erst mal über steile Treppen tief hinunter. Unten angekommen, eröffnet sich unten eine riesige Kraterlandschaft. Die Spitze des Piton de la Fournaise hüllte sich in Wolken.

      Der erste Blick geht auf einen kleinen Minikrater, hier hat der Vulkan wohl mal gehustet.











    • Der Fußweg zum Vulkan ist auf den schwarzen Lavabrocken mit weißer Farbe markiert. Also machte ich mich auf den Weg. Zu Anfang waren noch viele andere Wanderer mit mir gemeinsam unterwegs.

      Je länger und höher es ging, desto geringer wurde die Anzahl der Mitwanderer. Viele kehrten wieder um, weil es ihnen zu mühselig wurde.







    • Ich sah die wildesten Lavaformationen auch große Spalten waren darunter und die "Chapelle de Rosemont", eine Lavaformation.

      Es geht stetig bergauf, das Wetter ist wechselhaft, mal ist mir zu warm, dann fängt es wieder an zu niesel nund wenn man dann von Wolken und Nebel eingehüllt wird, ist einem zu kalt.

      Teilweise herrscht eine miserable Sicht, aber ich will es schaffen und gehe weiter.

      Nach ca. dreieinhalb Stunden Wanderung erreiche ich endlich den oberen Kraterrand. Vor mir liegt ein gewaltiger, beeindruckender Krater. Allerdings sieht man keine glühende Lava. Scheinbar herrscht zur Zeit im Vulkan Ruhepasue.

      Ich mache einige Fotos. Zu diesem Zeitpunkt sind vielleicht noch 15 Leute oben. Nach einer kurzen Pause und nachdem ich etwas gegessen hatte, begebe ich mich wieder auf denRückweg.

















    • Ich muss feststellen, dass das Wandern bergab genauso anstrengend ist wie bergauf. Der Rückweg dauert auch genauso lange, gefühlt sogar etwas länger als der Aufstieg. Aberich bin froh, dass ich es geschafft habe.

      Als Krönung muss man zum Schluss nochmal den ca. 100 m großen Höhenunterschied zurück zum Parkplatz überwinden.

      Diese Treppen haben es in sich. Fast alle legen unterwegs immer wieder kurze Pausen ein. Als ich am Auto angekommen bin, trinke ich meine letzten Wasserreserven und ich begebe mich auf den Heimweg,

      Kurz hinter Le Tampon halte ich aneiner Tankstelle, tanke den Wagen voll und kaufe mir eine Cola.

      In Saint Joseph angekommen, stelle ich fest, dass meine Beine schwer wie Blei geworden sind.

      Gott sei Dank haben wir noch einige Biere im Kühlschrank, das erste gönne ich mir im Swimingpool.

      Alles in allem war ich doch fast neun Stunden unterwegs. Am Abend füllte ich dann die Kohlenhydratspeicher wieder auf.


      Insgesamt habe ich mir die Wanderung doch etwas einfacher vorgestellt.















    • Diese Wanderung ließ Friedrich nicht kalt und er hatte am nächten Tag ein wenig Muskelkater. Ich kämpfte mit meinem Husten, so beschlossen wir, den letzten Tag einfach nur gemütlich zu verbringen.

      Am Nachmittag fuhren wir noch einmal zur Grande Anse, lesen, Wellen beobachten, Webervögel fotografieren und Samosa essen, dazu Bier mit Mango (schmeckt scheußlich!) ist aber wohl der letzte Renner.

      In unserer Unterkunft erfuhren wir noch einiges über die Vanille und wie schwierig es ist, diese manuell zu bestäuben. Pascal hat es in diesem Jahr versucht und 2 Schoten bekommen, die nun gehegt und gepflegt werden.

      Wir hätten uns gerne eine Vanille-Farm angeschaut, haben aber aufgrund der Weihnachtsferien nur Absagen bekommen.

      Am Abend packten wir unsere Koffer und am nächsten Tag ging es dann in Richtung Flughafen, Auto abgeben, keine Probleme, einchecken und nach Mauritius fliegen.

      Aus Sicherheitsgründen haben wir eine Übernachtung auf Mauritius eingeplant, denn unsere gebuchte Lufthansamaschine flog recht früh morgens los.

      Es gab dann noch kleinere Problemchen, weil wir in der Nähe unserer Unterkunft einfach nichts zu essen bekamen und somit auf KFC ausweichen mussten. Aber wenn man Hunger hat, geht alles, haben wir festgestellt.













    • Insgesamt hat uns der Urlaub gut gefallen, meine Brochitis hätte nicht sein müssen. Die Unterkunft war einfach toll, dass wir die ganze Zeit ein Auto hatten, war ein großer Vorteil, denn zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln, wäre vieles nicht gegangen.

      Wer auf La Réunion seinen Urlaub verbringt, der will aktiv sein und das kann man ohne Probleme. Es gibt so viele Wanderwege,so viel zu erkunden. Für einen reinen Badeurlaub ist die Zeit viel zu schade, zumal man auch nur an wenigen Stellen im Meer schwimmen darf. Die Brandung ist sehr stark und dann gibt es ja die Haie, die hier sehr aktiv sind.





    • Danke, Petra daß Du (Ihr) uns diese faszinierende, oft wild und rau erscheinende Insel Reunion so wunderbar vorgestellt habt.
      Die Landschaft ist mitunter ja wirklich atemberaubend! (Hat mich öfter ein wenig an Hawaii erinnert)
      Und daß Friedrich stundenlang über diese Lavafelder marschiert ist - Respekt! Ich hätte bestimmt abgebrochen - verlasse meine physische Komfortzone nicht so gern :confused:
      Schön, daß auch eine gute Erholung für Euch möglich war, Ihr Euch dort anscheinend auch wohlgefühlt habt.
      Eure Unterkunft war ja wirklich sehr hübsch.
      Ihr habt auch den Standort nicht gewechselt, alles vom Süden aus erkundet?

      Wie seid Ihr denn sprachlich zurechtgekommen? Geht da eine rudimentäre Verständigung auch ohne Französisch?
      Zumindest "Festlandfranzosen" können da ja durchaus seeeehr stur sein, was eine Fremdsprache betrifft.

      Ich merk schon, wir sollten unsere Pläne doch mal langsam konkretisieren!

      Liebe Grüße
      Gusti

      redfloyd............................................. Gusti

      Heaven is where the police British, the cooks Thai, the mechanics German, the lovers Italian and it is all organised by the Swiss.
      Hell is where the cooks are British, the mechanics Thai, the lovers Swiss, the police German and it is all organised by the Italians.
    • Hallo Petra,

      danke das ich mitreisen dürfte und Du mir das, für mich, unbekannte Réunion nähergebracht hast.
      Landschaftlich finde ich sie sehr schön und die Tier-, sowie Pflanzenwelt bietet auch viel Sehenswertes.

      Muskelkater hin oder her. Man(n) freut sich über die schönen Eindrücke und vergisst die Strapazen dann schnell. Bin froh, dass Du den Urlaub, trotz Deiner Bronchitis, auch genießen konntest.

      LG
      gudi ;)
      Einmal sehen ist mehr Wert, als hundert Neuigkeiten hören.
      (Japanisches Sprichwort)



    • Danke schön :)

      Ja, die Insel ist schon was Besonderes. Den Nordwesten (St. Paul, Le Port, St Gilles des Bains), haben wir jetzt nicht nicht so erkundet, dafür hat die Zeit nicht gereicht. Diese Gegend ist aber touristisch sehr gut aufgestellt.

      Wir waren nur in der Unterkunft im Süden, die Insel ist nicht sehr groß man ist in anderthalb bis zwei Stunden in St Denis am anderen Ende.

      Mit der Sprache, alle bemühen sich, so haben wir das festgestellt. Ich spreche ein wenig französisch. Wir waren aber auch meist alleine unterwegs und hatten nicht so viel Kontakt, außer zu Pascal, Fabrice und den Nachbarn.

      Wir sind auch kaum essen gegangen. Wir hatten ja eine tolle Küche und irgendwie haben wir das dieses Mal richtig gut ausgenutzt. Ein erholsamer Urlaub!

      Viele Grüße
      Petra
    • Hallo Petra,
      Danke das wir mitreisen durften.
      Réunion ist natürlich viel Natur.
      Die Insel liegt ja ganz weit draußen im Indischen Ozean, dem entsprechend anstrengend ist die An- und Abreise.
      Friedrich hat schon eine stolze Leistung bei der Besteigung des Vulkans hingelegt.
      Schade dass das mit deiner Brochitis dazu kam. Aber jetzt geht es dir wieder besser und bis Bangkok bist du sicher wieder ganz fit.

      :thumbup:
    • Hallo Petra,
      nun habe ich endlich Zeit, eure Réunion-Erlebnisse nachzulesen. Ich stelle fest, dass ich mich an Vieles gar nicht mehr erinnere bzw. dass unsere Reise doch anders als eure war, denn wir hatten keinen festen Standort, sondern sind alle paar Tage zum nächsten Ziel weitergefahren und hatten es dann jeweils nie weit für unsere Besichtigungen und Wanderungen.

      Die Pflanzenwelt hat uns damals begeistert; so schöne Vögel wie du sie hier zeigst, haben wir leider nicht gesehen.

      Schade, dass du krank geworden bist. Als ich das las, hatte ich ein Déja-vu, denn ich bin damals auch dort krank geworden, hatte fast den gesamten Aufenthalt über keine Stimme (und ich war die einzige mit Französischkenntnissen in unserer Familie) und war dort schließlich sogar noch irgendwann beim Arzt.

      Die Wanderung am Vulkan habe ich trotz Krankheit irgendwie geschafft, aber es war schon anstrengend - und damals war ich 20 Jahre jünger als heute. Die Bilder und der Bericht deines Mannes kommen mir aber sehr bekannt vor. Die weißen Farbmarkierungen auf dem Lavagestein gab es damals schon. Und auch für mich waren die letzten Meter zurück zum Parkplatz am Pas de Bellecombe damals die anstrengendsten. Wir fanden auch das Vulkanmuseum in Bourg-Murat sehr interessant; das habt ihr euch anscheinend nicht angesehen.

      Ich habe mir immer vorgenommen, noch einmal auf die Insel zu reisen, um alles gesund genießen zu können. Leider ist bis heute nie etwas aus diesen Plänen geworden. Es kamen immer wieder andere Ziele dazwischen. Daher finde ich es klasse, dass du mich mit diesem Bericht stattdessen noch einmal auf diese schöne Insel mitgenommen hast. Danke!


      Viele Grüße
      Gundi