Momente die bleiben.

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    • Momente die bleiben.

      Habe gerade mit meiner Frau über unsere Reise im Januar , Febuar diskutiert.
      Wir hatten beide einen Moment , der sich in die Erinnerung eingebrannt hat. War nicht das erste mal , aber der aktuellste.
      Wir waren auf Rarotonga , bestes Wetter ,und unglaublich klares Wasser, so noch nie gesehen, obwohl schon viele, viele Reisen hinter uns liegen.
      Mich würde interessieren wo und wann ihr solche Momente hattet.
    • Ein Moment der bei uns immer wieder mal erwähnt wird, dauerte nicht nur einen Moment sondern ca. eine dreiviertel Stunde.
      Wir waren auf Madeira und gingen abends zum Hafen. Als wir ankamen erfuhren wir, dass heute ein Feuerwerk stattfindet. Es wurde von Italienern abgefeuert als Probe für Silvester.
      Und so lehnten wir an der Kaimauer und vor uns am Steg begann das Schauspiel.
      Es wurde wunderbare Musik gespielt wie Va pensiero von Verdi (Gefangenenchor) und das Feuerwerk wurde genau im Takt dazu abgeschossen raus aufs Meer. Es gab Flammen und Blumen und jede erdenkliche Art von Feuerwerkskörpern und ich stand da und hörte diese Musik und ich habe geweint weil ich so total berührt war.
      Auch mein Mann stand total still da und das restliche Publkum ebenfalls.
      Nur diese Musik und die Farbenspiele die sich im Takt bewegten, das werden wir nie vergessen.
    • Zum Thema Musik: Am Ende meiner 3-monatigen SO-Asien-Reise war ich mit Freunden zum Abendessen im Mandarin Oriental in Bangkok. Wir haben uns in der Lobby getroffen. Ein Streichquartett hat gespielt.

      Irgendwann wollte ich zum Essen auf die Flussterrasse am anderen Ende des Hotels aufbrechen. Mein thailändischer Freund hat gesagt "Wart mal, lass sie das Stück noch fertigspielen!" Das nächste Stück kannte ich von den ersten Takten an, es war der Donauwalzer. Sie spielten ihn für mich, beauftragt von meinem Freund. Dabei bekomme ich beim Donauwalzer eh immer Pipi in den Augen. In der Situation noch viel mehr. Unvergesslich!
      2019/08 Ulm - 2019/12 Nürnberg - 2020/02 Isaan/Angkor/Bangkok
      reiseweg.at - flickr.com/photos/nodurians/sets/
    • Unsere erste Reise nach Indien führte uns, wie sollte es auch anders sein, zum Taj Mahal.
      Dieses Bauwerk hat schon immer Faszination auf mich ausgeübt. Das wir gerade kurz nach unserer Silberhochzeit dort eintrafen, war für mich ein sehr emotionales Erlebnis. Erbaut von Schah Jahan für Mumtaz, die Liebe seines Lebens. Unter welchen Menschen unwürdigen Umständen dieses Grabmal gebaut wurde, sieht man in diesem Augenblick nicht und wie das Volk dafür geblutet hat.
      Trotzdem ist es mit meinen Augen gesehen,das schönste Bauwerk was es gibt.
    • Ich weiß genau wovon du sprichst Veto. Ich habe genau solche Momente mehrfach erlebt und freue mich immer wieder, wenn man sich daran erinnert. Ich denke da:

      An den Sonnenuntergang am Uluru, allein in der Wüste auf einer Anhöhe sitzend, abseits der normalen Aussichtspunkte. Die Stille. Das Licht. Die Freiheit und Weite Australiens. Ich hatte das Glück insgesamt 14 Mal das Schauspiel im NT zu genießen. Dieses eine Mal war aber der Hit.

      Die erste Landung in Asien / Siem Reap nach zehn Monaten Australien. Grüne Reisfelder, aufsteigender Rauch aus den Dörfern. Das sich im Wasser der Felder spiegelnde Abendrot. Und dann die Wand schwüler Luft, beim Verlassen des Flugzeugs.

      Surfen vor der Küste Savaii‘s / Samoa. Auf dem Brett im klaren Wasser sitzend, während sich gewaltige Brecher am Riff abarbeiten. Die schweren Regenwolken über der Insel. Der weiße Korallensand, in Kombination mit dem schwarzen Vulkangestein. Palmen. Und Fa‘a Samoa.

      Mit dem Flussboot im Dschungel Kalimantans zu den Orang-Utans. Das tuckern des Motors. Der immer dichter werdende, am Ufer vorbeiziehende Regenwald. Die hereinbrechende Nacht. Moskitos und Zirkaden. Gebackene Bananen. Orangs ...

      Vielleicht sollte ich doch noch mal ein Buch schreiben. :love:
    • Sehr schönes Thema !
      Es gibt auch bei uns Momente, wo wir uns immer wieder gerne dran erinnern.

      Als wir vor 20 Jahren in Neuseeland zum Milford Sound (mit 200 Regentagen pro Jahr eines der regenreichsten Gebiete der Erde) stundenlang durch strömenden Regen gefahren sind und bei unserer Ankunft der Regen schlagartig aufhörte und die Sonne zum Vorschein kam und wir den Fjord bei wunderbarstem Wetter sehen konnten.

      Ein wunderbarer Moment war auch, als ich mit meinem Mann in Ladakh auf dem Gipfel des 6.153m hohe Stok Kangri stand und wir bis auf die Tibetische Hochebene schauen konnten. In dem Moment waren die Anstrengungen und die unglaublichen Strapazen des Aufstiegs vergessen und wir waren einfach nur noch glücklich und stolz.

      Oder das völlig unerwartete und überraschende Treffen mit dem Dalai Lama. Wir hatten gerade in unserem Guesthouse in Leh gefrühstückt und warteten auf den Wagen, der uns zum Startpunkt unserer Trekkingtour bringen sollte, als uns der Wirt fragte ob wir nachher auch runter in den Ort wollen um den Dalai Lama zu sehen. Im ersten Moment dachten wir, dass wir uns verhört hätten und fragten nochmal nach. Normalerweise geht sowas doch mit großen Vorankündigungen und Tamtam vonstatten. Er erklärte uns aber, dass der Dalai Lama hier oben in Leh ein Sommerhaus hätte und wenn er hier Ferien macht, er auch immer das Kloster im Ort besucht.
      Wir haben dann unserem Wirt noch schnell erklärt, dass er dem Fahrer sagen soll, dass wir etwas später losfahren und sind runter in den Ort gerannt. Es war nichts abgesperrt, es waren kaum Menschen dort und wir konnten ganz nah an das Kloster gehen.
      Kaum 10 Minuten später kam ein Wagen und der Dalai Lama stieg aus........ich war so überwältigt von diesem unerwarteten Treffen das ich ein paar Tränchen in den Augen hatte
      "Zwei Wege teilten sich im Wald und ich nahm den weniger begangenen. Und das hat all den Unterschied gemacht"
      Robert Frost




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    • Ich sitze auf Grenada auf einer Liege beim Restaurant meines Hotels etwas abseits von den Tischen direkt am Strand. Plötzlich krabbeln um mich herum laute kleine Schildkröten aus dem Sand und streben dem Meer zu. Ein Kellner ist zufällig in der Nähe. Wir sind völlig begeistert und zählen die Schildkröten. Der Kellner holt eine Plastikschüssel, in die wir die Kleinen einsammeln und reicht sie mir mit den Worten: "Can you do me a favour? You can help them if you bring them into the water." Nichts lieber als das!

      Ich stehe anschließend am Wasser und wünsche den Kleinen inständig eine gute Reise.

      Inzwischen sind noch die anderen verbliebenen Gäste aufmerksam geworden und finden noch ein paar Nachzügler. Plötzlich redet jeder mit jedem, und den Rest des Abends verbringen wir gemeinsam.
    • Nach dem Weg auf den Erta Ale, der so anstrengend war, stehen wir oben am Kraterrand. Wir müssen nur noch einige steile Stufen heruntergehen in die Caldera des Vulkans und über die poröse erkaltete Lava noch einige Minuten zu der Stelle gehen, wo die orange beleuchteten Ausdünstungen des Vulkans aufsteigen. Gere sucht eine Stelle, an der man die vulkanische Aktivität sehen kann. Vorsichtig gehe ich zum Rand, gemeinsam mit meinem Fahrer Eshetu, der hier auch noch nie war. Wir stehen ergriffen nebeneinander, direkt am Höllenschlund, und sehen in die rot leuchtende Lava.
    • Meine erste längere Soloreise, abgesehen von einigen kürzeren Trips nach London oder an die Ostsee für jeweils nur ein paar Tage:

      Ich bin alleine in den USA unterwegs und auf Besichtigungstour an den Niagara-Fällen. Hinter mir liegen schon einige Stunden Besichtigungsprogramm und so habe ich mich in der Mai-Sonne auf einer der Wiesen um die Fälle herum lang gemacht, liege auf dem Rücken und blinzele in die Sonne. In dem Moment geht mir auf, dass dieselbe Sonne bei meinen Lieben zu Hause schon untergeht. Ich werde mir bewusst, dass die Erde sich knarzend um ihre Achse dreht und mich, egal wo ich gerade auf der Welt bin, jederzeit fest und sicher trägt.
    • ... wenn im Radio heute ein Song von der Bat Out of Hell II läuft (Meat Loaf) bin ich wieder
      Im Jahr 1992 und cruise durch den Südwesten der USA. Löst Wehmut aus.

      Ich glaube das nennt man in der Psychologie klassische Konditionierung.
      Wolfgang

      There's nothing like jumping on your bike and hitting the road. Whether you are heading across the country, ripping up the canyons or just taking a short spin around the neighborhood, it always seems to clarify things.

      youtube.com/user/3N82632