Reisemitbringsel (und die Geschichten, die damit im Zusammenhang stehen)

  • Ich weiß nicht, ob wir das Thema schon hatten. Aber ihr seid vielgereist und der Eine oder die Andere wird auch etwas Landesspezifisches mit nach Hause nehmen. Mich interessieren eure Geschichten, aber ich fang mal an:


    Vogelkäfige hab ich mir schon oft auf Märkten z.B. in China oder in Singapur angesehen. Jahrelang hab ich mich gescheut, sowas sperriges mitzunehmen. Vor drei Jahren war's dann so weit. Wir sind mit dem Taxi in Hat Yai vom Bahnhof zum Flughafen gefahren, um unser Mietauto zu übernehmen. Dabei haben wir einen Laden gesehen, der Vogelkäfige verkauft. Unser erster Weg mit dem Mietauto war zu dem Laden. Ein Lieblingsstück war schnell gefunden. Wir haben gesagt, probieren wir's! Mehr als dass wir ihn z.B. auf dem Flughafen zurücklassen müssen, kann ja nicht passieren. Der Vogelkäfig ist mit uns von Hat Yai über Khanom bis Bangkok und Doha gereist. Dort hatten wir einen Tag Aufenthalt um Bekannte zu besuchen. Beim Einchecken in Doha hat der Käfig, der in einer Plastiktüte eingepackt war, eine Schleife "Checked Hand Luggage" bekommen. Trotzdem wollte uns ein Security-Mitarbeiter nicht durchlassen. Eine lange Diskussion war die Folge, wir hatten ja mittlerweile eine Beziehung zu dem Ding aufgebaut. Irgendwie haben wir's geschafft. Zu Hause haben wir ihn zur Deckenlampe umfunktioniert.




    Erzählt mal!

  • Vor zwei Jahren waren wir zum ersten Mal im Baan Sillapin Artist Village (http://www.huahinartistvillage.com). Eigentlich dachte ich bis dahin, dass es sich dabei um eine Touristenfalle handelt. Dabei ist es ein toller Ort, an dem man schöne Kunst und Kunsthandwerk erstehen und auch den Künstlern bei der Arbeit zusehen kann. Wir haben damals ein großes Ölbild erworben.


    Ein Jahr darauf waren wir wieder dort und haben drei rote, geschnitzte Mönchsfiguren mit Schirmen gesehen. Ein paar Räume weiter haben wir dann ein großes Ölbild gesehen, auf dem rot gekleidete Mönche gerade in Richtung eines Tempels gehen. Passt ja alles perfekt zusammen, aber das Bild war zu groß - langsam gehen uns zu Hause die freien Wände aus - und auch recht teuer.

    Der Künstler des Gemäldes war derselbe, wie der, dem wir ein Jahr zuvor ein Bild abgekauft haben. Deshalb hatte ich auch keine Skrupel, das Gemälde mit dem Handy zu fotografieren und zu Hause auf Leinwand ausarbeiten zu lassen. Das sieht so genial aus, dass jeder, der zu uns kommt, denkt, es wäre ein Original.




  • Ich habe schon lange aufgegeben, nach solchen Mitbringseln zu schauen.

    Allerdings bin ich Schnäppchenjäger und gucke oft, wo ich bei Alltagsdingen ein paar Taler sparen kann.




    Die Schuhe sind das Modell "The Craftsman" von R.M. Williams. Bei uns sündhaft teuer, in Australien um ein Drittel günstiger. Hab mir am Flughafen bei Ausreise auch die Mehrwertsteuer erstatten lassen.
    Die Moscot Lemtosh ist ein Beifang aus HKG. Platzregen scheuchte mich in ein Einkaufszentrum. 50€ weniger bezahlt, da durfte es dann anschließend auch ein 8€ Cider im Delaneys sein. 8)

  • Wir hatten uns aus Thailand ein Geisterhäuschen mitgebracht, was gar nicht so einfach war! Das Teil ging dann schließlich als "religiöses Objekt" im Handgepäck mit. Das was im Jahr 2000, da war so etwas noch möglich.



    Das Foto ist eingescannt, deshalb die schlechte Qualität.

    Da wir viele Thais kannten, entschlossen wir uns, das Geisterhäuschen auch segnen zu lassen (sehr zur Freude unserer Nachbarn und unserer thailändischen Freunde, denn nach der Zeremonie gab es natürlich lecker thailändisches Essen). Der Abt kam aus einem niederländischen Kloster angereist. Es war Mitte Mai und sooo kalt. Die weiße Schnur, die er auf dem Foto unten vorbereitet, umspannte am Ende der Zeremonie das ganze Haus - einschließlich der Garage. Buddha sei Dank hatte er die Schnur in einer Höhe angebracht, die es uns erlaubte, in die Garage rein- und rauszufahren. Zunächst konnte uns niemand sagen, wie lange wir das Haus "eingewickelt" lassen müssen (wir hatten vergessen zu fragen). Freunde aus Thailand, die wir anriefen, weil sie uns als kompetent erschienen, meinten, bis dass es von alleine abfällt ... aber mindestens eine Woche =)



    Außerdem brachte ich mir von Reisen gerne ausgefallene Schmuckstücke mit. Aber irgendwann reichte es dann und es gab immer nur einen weiteren Kühlschrankmagneten als Erinnerung an unsere Reise.


    LG

    Petra

  • Aus welchem Material ist denn das Geisterhäuschen?

    Von so einem Teil träume ich schon seit Jahren. Aber die sind ja entweder aus Beton und dann zu schwer zum mitnehmen, oder aus Holz und dann hier nicht für draußen geeignet.

  • Aus welchem Material ist denn das Geisterhäuschen?

    Aus Gips, aber es ist schon reichlich schwer.


    Den Sockel haben wir in einem Garten-Center in DE gekauft und innen mit Sand befüllt. Den Zaun haben wir im Bastelladen, Abteilung Modelleisenbahn-Zubehör "ergattert".


    Wir haben das Geisterhäuschen nicht mitverkauft, als wir unser Haus in DE verkauften, sondern erst mal mit ein paar anderen Habseligkeiten, von denen wir uns einfach nicht trennten konnten (Schlagzeug, Plattensammlung, Fotobücher) in einem gemieteten Kellerraum eingelagert. Man weiß ja nie, was kommt.


    So ein Geisterhäuschen gehört übrigens "mit zur Familie". Normalerweise sollte es an dem einmal gewählten Standort bleiben. Aber wenn wir es irgendwann einmal wieder auslagern und anderswo wieder aufstellen sollten, müssen wir uns bei den Geistern durch eine neuerliche Zeremonie entschuldigen, dann werden sie es uns wohl verzeihen, dass sie umziehen mussten. So hat man uns das erklärt ...

  • Wir überlegen auch vor jeder Reise wo könnte was noch passen. Oft ist es aber auch so, dass wir spontan etwas entdecken und von dem guten Teil dann "Hin und Weg" sind. So mit der Giraffe aus Namibia.



    Ich liebe aber auch generell meine "Afrika-Ecke". Das Körbchen ist vom Dorf der Mafwe, das wir besucht hatten. Authentischer kann es nicht sein.


  • Oft ist es aber auch so, dass wir spontan etwas entdecken und von dem guten Teil dann "Hin und Weg" sind.

    Genau! Dann wird gekauft und nachher überlegt, wie man das Ding verpackt und wie man es nach Hause bekommt. Zumindest ist das bei uns so. :thumbsup:

  • 30 Kilo und kein Piece Concept (keine Limitierung der Anzahl der Gepäckstücke). Und wenn's mal was Größeres wird, hilft nur mehr eine Spedition, wie bei unserer Küchenarbeitsplatte (Südafrika). Dann muss die Liebe aber sehr groß sein.


  • Ihr Lieben, dann lade ich Euch direkt mal ein zu einem Besuch bei uns zu Hause.

    Denn unser Haus - bzw. die Einrichtung - ist schon ausgesprochen "Asia-lastig" und wir haben viele Stücke tatsächlich selber angeschleppt.


    Was sich nicht schleppen ließ, wurde per Fracht im Überseecontainer verschifft.


    Dabei ist sicher Kitsch und Krempel, aber auch durchaus ein bisschen Kunst. Also - hereinspaziert:


    Tisch & Stühle in der Küche - Original auf dem Chatuchak und später bei uns (Ende 2008 gekauft / geliefert):



    Verkaufsgespräch bei 40 °C



    zu Hause (schlechtes Bild, uralt, aber ich wollte jetzt nicht die Küche aufräumen....)



    im Treppenaufgang hängen diese Schätzchen:




    und im offenen Giebel Räucherspiralen



    Diese Teile kennt sicher jeder, der jemals auf einem asiatischen Nachtmarkt war - aber wo's hinpasst:


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    Heaven is where the police British, the cooks Thai, the mechanics German, the lovers Italian and it is all organised by the Swiss.
    Hell is where the cooks are British, the mechanics Thai, the lovers Swiss, the police German and it is all organised by the Italians.

  • Weiter geht's in der Diele.

    In bzw auf diesem Schrank finden sich:


    Eine Reisbox aus Myanmar, eine Koreanische Glocke, dahinter ein Lackbild aus Chinatown Singapur, ein Didgeridoo.

    Kleine Keramikfische aus Taipeh, ein Marmor-Drachen aus Vietnam, ein Schlapphut aus Leder aus Sydney,

    Silberner Fisch (Myanmar), Kalligraphiepinsel (Hongkong ?), Buddharelief aus hab ich vergessen, Namensstempel in Kästchen (Hongkong)

    Ganesharelief (Bali), lederner Trinkbeutel (Toledo).

    Und an die Türknäufe hänge ich gerne so bunte "Püschel", die es überall in Thailand gibt.



    In unserem Wohnzimmer findet man eine Tuschzeichnung (auf Rolle) / Peking



    und auf dem Sidebord ein kleines Teeservice aus Korea, sowie einen Kerzenleuchter, Relief und Silberschale für Krimskrams - alles aus der Gegend um Chiang Mai.

    Die beiden Bilder haben wir an der chinesischen Mauer gekauft, der Künstler hat die mit dem Handballen "gemalt"



    Vor diesem Regal stehen 2 große Reisgefäße, ansonsten Japanisches Sakefaß & kleines Reisfuder, Winkekatze aus Porzellen...



    aus Angkor sind diese beiden Bilder (Leinwand/ auf Keilrahmen gezogen)


    und die beschrifteten Steine auf dem Fensterbrett aus Taiwan


    Bleibt noch das "Ex-Kinderzimmer" - derzeit in Umgestaltung und daher lehnen die Bilder noch an der Wand:


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  • So, und weil Ihr Euch jetzt schon so gut auskennt im Haus, kommt der Kitsch noch hintendran:


    Mein Kaffee-Pott-Sammlung - von jeder noch so kleinen Reise mindestens eine (das Ganze steht 3-Reihig im Schrank):



    Und unsere Andenken-Sammlung an der Wand des Gartenschuppens:



    Ich glaube, für heute reicht's :-O

    Ansonsten hätten wir ja noch das eine oder andere Teil im Garten rumstehen (aus Bali)


    LG

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  • ich kaufe eigentlich fast nur sachen, die sich aufbrauchen: räucherwerk, manchmal gewürze (obwohl ich selten koche und das dann oft wieder entsorgen muss zum großteil), in japan papierwaren, manchmal kleidung. inzwischen habe ich aber auch wieder einige stehrümchen wie windlichter und fast schon eine art altar mit indischen devotionalien mit klangschale und ganesh.

  • Wow, was für schöne Mitbringsel.


    Wenn ich mich bei uns so umschaue, dann stelle ich fest, wir haben auch so einiges hier rumstehen. Allerdings gebe ich zu, dass wir nun schon seit vielen Jahren nichts mehr kaufen. Nun gibt es nur noch Mitbringsel für die Enkelkinder, vielleicht mal eine Kleinigkeit, wenn ich es mir ins "Auge" springt. Allerdings Möbel und größere Gegenstände haben wir noch nie im Ausland gekauft, dafür aber oft und viel in den Outlets der USA und manchmal sogar Fotoausrüstungssachen.


    Viele Grüße
    Petra

  • Ach, Klamotten - ja, das ist ja nochmal ein eigenes Thema.

    Da gibt's inzwischen einen Riesen-Stapel an Hard-Rock-Cafe-Shirts aus aller Welt (redfloyd. Ich bin eher nicht so der T-Shirt-Mensch :roll:)

    Und Schuhe immer wieder mal - das ist was für uns beide. Besonders in Bangkok hab ich da schon ganz verrückte Teile gefunden - und ich liebe

    crazy Schuhe!

    :thumbsup:


    Handtaschen, fällt mir auch noch ein. Konnte ich "früher" ganz schwer wiederstehen und habe eine nette Sammlung in allen Farben - vom sündenteuren Modell aus der Boutique Rom, dem Birkin-Bag-Verschnitt aus Ibiza bis (mittlerweile) zum praktischen Rucksack aus Tallinn.


    Wobei ich jetzt mal ein bisschen relativieren muss - den klassisch-weiblichen Schuhe-Taschen-Klamotten-Shoppingbummel in der deutschen Innenstadt mache ich eigentlich kaum noch. Das langweilt mich eher und wirklich brauchen tut man ja meist gar nix.

    Dafür schlage ich dann eben gerne spontan zu, wenn ich bei Städtetrips unterwegs bin, denn mitunter entdeckt man da doch etwas Besonderes abseits der immergleichen Ketten-Labels.


    Und Fotoausrüstung - da musst Du mal nach Japan! Das Mekka schlechthin - von Camera-Stores groß wie bei uns der komplette Kaufhof bis zu ganz versteckten Secondhand-lädchen (Schnäppchenalarm!). Stundenlang hat redfloyd mich da durchgeschleift...


    VG

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