Chinareise beendet

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    • Muß sagen das China nicht mein Land ist. Gedrängel und Rücksichtslosigkeit haben wir des öfteren erlebt....gut , Gedrängel war schon klar aber daß die Leute einen gegenüber keine Rücksicht nehmen...nun ja. Dort bekommt man Ellenbogen wenn man noch keine hat. Zb. Ich schleppe meinen großen schweren Koffer die Treppe rauf und ein Mann mit einem kleinen leichten Köfferchen schubst und drängelt einen auf die Seite. Der mußte dann meinerseits auch einen Schubser aushalten. Der war gar nicht erstaunt....glaub dort ist das so üblich. :huh:
      Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, liest nur eine Seite davon.
      (Aurelius Augustinus)
    • Die Skylines in den Großstädten sind zwar schön anzuschauen. Aber das war es dann meistens schon. Überall gewaltige Hochhäuser...eines wie das andere.
      Nur Peking hat noch etwas Flair. Dort gibt es noch mehr ursprüngliches. Die Chinesen zerstören ihr Flair selber.
      Renovieren kennen die nicht. Alte Gebäude werden abgerissen und häßliche Betonblöcke hingebaut.
      Wenige Gebäude die im chinesischen Baustil wieder aufgebaut werden. :confused:
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      (Aurelius Augustinus)
    • Von der Technik her sind die weiter als wir. Sehr viele E-Autos und auch alte Mofas oder Rikschas mit Elektroantrieb.
      Als wir aus dem Flieger ausgestiegen sind mußten wir unsere Fingerabdrücke abgeben ansonsten hätten wir gleich wieder umkehren können. An manchen Sehenswürdigkeit mußten wir unseren Reisepass herzeigen um überhaupt rein gelassen zu werden.
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      (Aurelius Augustinus)
    • Hallo Irmi,
      ja China steht auch noch ganz oben auf unserer "to do list" und wir würden uns freuen wenn Ihr über Euere Erfahrungen und Erlebnisse beim Forentreffen in Ulm ausführlich berichten würdet , so es zeitlich bei Euch passt. Es gibt sicher ganz viel Eindrücke und persönliche High- und downlights über die ihr uns eine Menge erzählen könntet.
      Wir waren ja selbst nur einige Male in Hong Kong und waren jedesmal total fasziniert von dieser Mega City aus alten Vierteln und hochmodernen Großstadtleben. Eng, laut, alt, neu, multiculti etc. das machte für uns Hong Kong aus.
      So stellen wir uns auch Shanghai vor, Peking ist sicher etwas anders, da mehr Kultur. Aber wie gesagt, persönliche Eindrücke sind ganz was anderes als die Eindrücke die in Reiseführern und Bildern vermittelt werden. Bin schon gespannt was es alles zu erzählen gibt, hoffe es klappt bei Euch mit Ulm. Ansonsten freue ich mich auch auf Bilder und Berichte hier im Forum, wann auch immer es Deine/Euere Zeit zulässt.
      Gut, dass ihr wohlbehalten wieder in good old Germany angekommen seit.
      Viele Gruesse

      Vivien
      (Reiseerinnerungen)
    • Hallo Irmi,
      wir waren vor einem Jahr in China und ich kann nur sagen dass wir die Chinesen total nett und hilfsbereit erlebt haben. Wir waren zwar auch auf der typischen Route von Nord nach Süd unterwegs, sind aber in den Metropolen, nachdem wir die Highlights besichtigt hatten, fast nur in den kleinen Nebenstraßen und Gassen unterwegs gewesen. Wenn wir irgendwo suchend herumstanden wurde uns sehr häufig Hilfe angeboten d.h. die Chinesen zückten sofort ihr Handy und wir haben uns mit Hilfe einer Übersetzungs-App verständigt. Wir haben die Erfahrung gemacht dass so gut wie kein englisch gesprochen wurde. In Shanghai hat einmal ein Taxifahrer versucht uns zu besch… indem er während der Fahrt vom Flughafen (bzw. Maglev Station: Longyang Road) zum Hotel einfach den Taxameter ausgestellt hat. Wir haben gesagt dass er sofort anhalten und uns aussteigen lassen soll. Hat er nach einigem Hin und Her und drohen mit der Polizei auch gemacht. Wir waren inzwischen am People’s Square angekommen und sind laut schimpfend ausgestiegen, er wollte Geld, wir haben ihm keins gegeben, sondern nur unsere Koffer herausgezerrt. Mein Mann wollte sein Kfz-Kennzeichen fotografieren, da ist er mit noch geöffnetem Kofferraumdeckel davongefahren. Ein Chinese sprach uns an, leider haben wir ihn kaum verstanden, er fragte woher wir kommen, nachdem er Germany gehört hatte verschwand er. Wir suchten unseren Stadtplan heraus um zu schauen wohin wir müssen. Wir waren noch über die Karte gebeugt, da kam der Mann mit einem jungen chinesischen Pärchen wieder. Die jungen Leute sprachen deutsch, sie hatten eine Zeit in Belgien gelebt. Wir haben ihnen die Adresse von unserem Hotel gezeigt, sie schauten in ihr Handy und erklärten, dass es nur ca. einen knappen km. entfernt ist. Den Weg zu erklären fanden sie zu umständlich, da haben sie uns kurzerhand bis zu unserem Hotel begleitet und sich immer wieder für den Taxifahrer entschuldigt. Wir wollten sie in der Hotelbar auf einen Drink einladen, aber das wollten sie nicht, sie hatten es eilig und mussten weg. Wir waren froh, dass wir diese reizenden jungen Leute getroffen haben. I
    • Manchmal sind es kleine Rüpel, aber bei mehr als 1 Milliarde "Nachbarn" braucht man wohl Ellenbogen, wenn man durchkommen will.
      Ich fand Chinesen eigentlich auch immer sehr locker und witzig. Zumindest was den Umgang mit Foreigners angeht.
      Hilfsbereitschaft hab ich auch oft erlebt, selbst wenn die Verständigung oft ein Stolperstein war.
      Chinesische Großstädte sehen oft gleich aus, in China muß man raus auf's Land, dann ist es wunderschön.
      Natürlich muß man fast überall mit vielen Besuchern rechnen, aber dadurch ist meist die touristische Infrastruktur wirklich gut. Das kommt dann auch uns zugute, wenn man so ganz ohne Sprachkenntnisse durch's Land tingelt.
      Ich stand mal am Kassenhäuschen bei der Verbotenen Stadt. Als ich "dran" war, drängelte sich doch ganz dreist ein kleiner Chinese noch dazwischen. Ich hab ihn dann einfach auf deutsch beschimpft und zwar so, daß es auch andere mitbekommen haben. Er hat zwar sein Ticket bekommen, ist aber ganz bedröppelt davon geschlichen.
      Der wußte was er ausgefressen hatte.
    • Ich hatte auch immer viel Spaß mit den Chinesen. An einer Warteschlange in einem Fahrkartenbüro der Eisenbahn in Xi'an wollte sich einer langsam an mir vorbeischwindeln. Wenn er einen Schritt nach links machte, machte ich auch einen, wenn er rechts vorbei wollte, ging ich auch nach rechts. Das ging minutenlang so, bis ich an der Reihe war. Was er nicht wusste: Ich konnte ihn die ganze Zeit in einem Spiegel sehen. :D Lustig war es auch immer dann, wenn mich ein 50-Kilo-Chinese zur Seite schieben wollte. :P

      Der Kontrast zwischen dem historischen Bild der schöngeistigen, kunstsinnigen, kultivierten Chinesen und den heutigen Bewohnern vom Reich der Mitte ist gewaltig. Aber ich glaube, die Wenigsten fahren nach China, weil die Chinesen so herzallerliebst sind.
      2019/08 Ulm - 2019/12 Nürnberg - 2020/02 Isaan/Angkor/Bangkok
      reiseweg.at - flickr.com/photos/nodurians/sets/

      The post was edited 4 times, last by NoDurians ().

    • Ich gehe immer in Deckung aus Angst platt gemacht zu werden, wenn mir irgendwo auf der Welt ne chinesische Reisegruppe begegnet... So eine ganze Busladung voll Chinesen wirkt auf mich immer so mächtig, als ob mir ein Panzer auf dem Gehweg begegnet.

      Und nein, Gedränge bedeutet nicht zwangsläufig, dass man drängeln muss, die Japaner können es ganz ohne Drängeln und haben auch wenig Platz.

      Merkwürdigerweise gehen die Ansichten über 'die chinesische Mentalität' sehr auseinander. Ich komme mit dem, was ich bisher von der Mentalität mitbekommen habe, leider auch nicht klar, was mich gar nicht darüber nachdenken lässt, nach China reisen zu wollen...
    • Inspired wrote:

      Merkwürdigerweise gehen die Ansichten über 'die chinesische Mentalität' sehr auseinander. Ich komme mit dem, was ich bisher von der Mentalität mitbekommen habe, leider auch nicht klar, was mich gar nicht darüber nachdenken lässt, nach China reisen zu wollen...

      Ach, ich glaube "Die" chinesische Mentalität gibt es nicht.

      Und wahrscheinlich benehmen sich Menschen in ihrem eigenen Land - da wo sie hingehören, sich auskennen, sicher fühlen - nochmal anders als auf fremdem Territorium.
      In Peking haben wir auch ein paar seltsame Erfahrungen gemacht, das war allerdings ausnahmslos in Hinblick auf Taxifahrer, die sich weigerten (trotz des Hotelkärtchens in Schriftzeichen), uns zu fahren. Stur. Punkt.
      Ob das nun tatsächlich mit "Gesichtsverlust" zu tun hatte oder einfach Dummheit / Sturheit war - wer weiß.
      Angeblich sollen ja tatsächlich viele die Zeichen ganz einfach nicht lesen können.

      Ansonsten hatten wir nur nette persönliche Begegnungen - oft mit Händen und Füßen.

      Chinesen im Ausland - nun ja.
      Daß viele sich da wahrscheinlich dämlich anstellen (siehe die vormalige Geschichte mit den Nichtschwimmern in Thailand, wo schließlich die chin. Regierung ein Verbot erlassen wollte...) ist unbestritten, doch wirklich ungebührliches Benehmen haben wir hier noch nie erlebt.
      Große Gruppen sind auch immer laut - egal, ob Spanier, Russen oder Deutsche.
      Auch wir Deutschen haben mal angefangen, und ehrlich - in so einem "Neckermann-Bus" mit 60 Leuten und einem Guide, der flache Witzchen erzählt würde ich mich heute ebenso unwohl fühlen bzw. fremdschämen.
      Und nicht umsonst verreisen wohl 80% aller Deutschen auch heute noch immer so gerne "pauschal" und vollorganisiert, weil sie kein "ausländisch" können und es gut ist, für jeden Mumpitz einen Reiseleiter zu haben.
      Und - es reisen ja zunehmend Chinesen auch individuell, beginnen, Englisch zu sprechen und/oder trauen sich mit dem Handy-Übersetzter alleine raus in die Welt.

      Darüber hinaus (Medien/Presse) nehme ich "die Chinesen" als ein sehr ehrgeiziges und geschäftstüchtiges Volk wahr - und mal ehrlich - den Sprung, den diese Nation in den letzten 20 Jahren gemacht hat - darauf können sie doch stolz sein (politisch werden möchte ich hier aber nicht).

      Menschen aus Singapur oder Hong Kong nehme ich gar nicht als "Chinesen" wahr - die sind doch seit Jahrzehnten Kosmopoliten.

      Nein, da gibt's andere Völkchen und Mentalitäten, die ich weitaus befremdlicher finde.

      VG
      Gusti

      redfloyd............................................. Gusti

      Heaven is where the police British, the cooks Thai, the mechanics German, the lovers Italian and it is all organised by the Swiss.
      Hell is where the cooks are British, the mechanics Thai, the lovers Swiss, the police German and it is all organised by the Italians.
    • Ja, das mit dem Unsichersein im Ausland ist sicher ein Aspekt, der eine Rolle spielt, dass die, die wie eine Garde marschierender Soldaten durch die Welt walzen, eher die sind, die sich allein nicht trauen und sich in der Gruppe wohl fühlen...

      Ich meine mich an einen Artikel zu erinnern, in dem es darum ging, dass die chinesische Regierung ihren reisefreudigen Bürgern ans Herz gelegt habe sich im Ausland zu benehmen, also nicht zu drängeln und nicht auf den Boden zu spucken um dem Image des Landes nicht zu schaden...
      Nun ja, stimmt. Mal sehen, welches Image Chinesen in 10 Jahren haben.
      Die beiden Chinesinnen, die ich selbst kenne, sind tatsächlich anders. Beide haben gemeinsam, dass sie weit gereist sind.
    • Absolut ehrenwert, die Chinesen zu verteidigen. :thumbsup: Und: Nein, es ist selbstredend keine Pauschalverurteilung, wenn ich von Chinesen spreche,

      -) die versuchen, mich am Frühstücksbuffet oder in einem Laden beiseite zu schieben (zuletzt hat das ein 40-Kilo-Mädel in einem Laden am Suvarnabhumi Airport probiert),
      -) die am Pool eines 5*-Hotels auf den Boden oder gleich ins Wasser spucken,
      -) die sich an einer Warteschlange vorbeiquetschen, weil sie denken, die anderen stehen aus Spaß an,
      -) die Hotelpersonal wie Dreck behandeln, etc...,

      dann meine ich natürlich nur diejenigen, die sich so benehmen und nehme alle anderen selbstverständlich aus.

      Aber für alle, die sich mit dem Gedanken tragen, China zu bereisen (damit meine ich wirklich selbst reisen und nicht in einem Neckermann-Päckchen verschnürt gereist werden) ist es schon hilfreich zu wissen, dass viele Chinesen unter Umständen dazu neigen, höchstens ihresgleichen ein Minimum an Respekt zollen, oder dass einem passieren kann, dass einem ein Taxifahrer nicht mitnimmt, weil's nur Scherereien mit diesen Ungebildeten Ausländern gibt, die weder vernünftig sprechen (also chinesisch) noch lesen können.

      Die Chinesen kann man nicht ändern. Man kann sich aber vorbereiten und eine Einstellung entwickeln, die einem dann bei der Reise hilft. Jemand hat das mal mit einer Aufführung einer chinesischen Oper verglichen: Schräg, laut, schrill, bunt, interessant und man hat die meiste Zeit keine Ahnung, wie es weitergeht. Mit dieser Einstellung, viel Gelassenheit und Humor kann man China echt genießen.


      Zum Abschluss noch ein Bild aus meiner Reihe "Schilder, die es vor der Invasion chinesischer Touristen nicht gab":


      Am Pool des Anantara Riverside in Bangkok
      2019/08 Ulm - 2019/12 Nürnberg - 2020/02 Isaan/Angkor/Bangkok
      reiseweg.at - flickr.com/photos/nodurians/sets/

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    • NoDurians wrote:

      ... damit meine ich wirklich selbst reisen und nicht in einem Neckermann-Päckchen verschnürt gereist werden
      Was für ein passender Begriff - "gereist werden"!!! Passt perfekt auch auf Kreuzfahrten .... ;)
      Aber zurück zu den Chinesen. Taiwanesen sind ja auch Chinesen - und noch nie habe ich in einem asiatischen Land so viel Höflichkeit, Freundlichkeit, Rücksicht erlebt wie in Taipeh!
      Das fängt an beim Schlange stehen an den Rolltreppen oder der U-Bahn, geht weiter, wenn man auch nur ein ganz kleines bisschen ratlos in der Gegend herum guckt - es kommt innerhalb von 10 Sekunden garantiert jemand, der - in gutem Englisch - fragt, ob er helfen kann.
      Geht weiter in Restaurants, Cafés und Hotels - keiner drängelt, und zu Ausländern ist man noch ein bisschen höflicher als zu Landsleuten.

      Ähnlich haben wir es übrigens im Dezember in 9 Tagen in Hongkong erlebt!

      Es scheinen also nicht die Gene zu sein, die das Verhalten steuern, sondern die Sozialisation. Den "Festland-Chinesen" wird von klein auf eingedrillt, dass chinesisch sein gleichbedeutend ist mit "etwas ganz besonderes, besseres" zu sein - und entsprechend verhalten sie sich, vor allem auch im Ausland bzw. gegenüber Ausländern.

      Eine Truppe chinesischer Touristen löst bei mir Fluchtreflexe aus - leider sind sie mittlerweile weltweit praktisch überall. Trifft man sie aber als Einzelreisende (das gibt es auch !!!), sind die Kontakte fast immer interessant und gut. Wir hatten vor allem in Neuseeland öfter mal chinesische Nachbarn im Motel - war fast immer locker und nett.
      2018/12 Hongkong&Bangkok, 2019/01 Laos &Isaan, 2019/02 Myanmar, 2019/06 Schottland
      Wo wir waren oder sind könnt ihr nachlesen bei fernwehheilen.de
    • serenity wrote:

      Den "Festland-Chinesen" wird von klein auf eingedrillt, dass chinesisch sein gleichbedeutend ist mit "etwas ganz besonderes, besseres" zu sein - und entsprechend verhalten sie sich, vor allem auch im Ausland bzw. gegenüber Ausländern.
      Und das ist weit mehr als eine persönliche Meinung. Diese Einschätzung findet man auch in einschlägiger Literatur.
      2019/08 Ulm - 2019/12 Nürnberg - 2020/02 Isaan/Angkor/Bangkok
      reiseweg.at - flickr.com/photos/nodurians/sets/
    • So jetzt fertig mit dem Aussuchen, Bearbeiten und Beschriften....normalerweise war ich schneller, aber diesmal...naja hatte ich was anderes im Kopf....

      Brautpaar in einem Hutong in Peking

      Tor des Himmels in Peking
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      (Aurelius Augustinus)