Der Bako NP in Sarawak

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    • Die meisten Tagesgäste unternehmen die Wanderung zum Ausblick über die beiden Buchten Teluk Pandan Besar und Teluk Pandan Kecil. Zur letztgenannten könnte man auch hinunter wandern.

      Unser Weg führt erneut über Baumwurzeln und Holzplanken:







      Auch auf diesem Trail entdeckten wir wieder schöne Kannenpflanzen.





      Der Teluk Pandan Besar Trail endet schließlich an einem Aussichtspunkt über die Bucht:





    • Von hier geht es wieder ein kurzes Stück zurück bis zum Abzweig zur Bucht Teluk Pandan Kecil. Nach einer Weile erreicht man ein großes Plateau mit einem tollen Ausblick.















      Von hier aus sind wir zurückgekehrt. Als Alternative könnte man weiter hinunter an den Strand wandern und von dort mit einem Boot zum HQ zurückkehren. Da man vor der Wanderung nicht weiß, ob ein Boot dort wartet, könnte man sich auch vom HQ mit einem Boot in die Bucht fahren lassen und von dort zum Aussichtspunkt aufsteigen und den Weg weiter zurückwandern. Bei unserem Besuch gab es an der Infotafel im HQ die Meldung, dass wetterbedingt keine Boote fahren würden. Komischerweise dümpelten aber doch einige Boote vor der Bucht Pandan Kecil.

    • Am Abreisetag mussten wir nach dem Frühstück erst noch ein Gewitter abwarten, bevor wir dann unsere letzte Wanderung in Angriff nehmen konnten. Unser Ziel war der Strand und die Bucht Teluk Paku.

      Die Strecke ist mit einer Stunde Wanderzeit ab Headquarter veranschlagt. Auf dem Weg soll man gut Nasenaffen beobachten können. Wir sahen drei Exemplare und auf dem Rückweg wieder einmal eine ganze Horde Langschwanzmakaken. Ansonsten waren wir damit beschäftigt, mit dem Trail zurecht zu kommen. Er war wieder extrem anspruchsvoll und der Weg über zahlreiche Baumwurzeln artete zu einer richtigen Kletterei aus. Die Luftfeuchtigkeit war sehr, sehr hoch und wir nach kürzester Zeit erneut klatschnass geschwitzt. Unser Ziel erreichten wir dann allerdings schon nach weniger als einer Stunde Gehzeit, nachdem wir unterwegs eine große geführte Wandergruppe überholt hatten. Viele von ihnen waren mit für dieses Terrain völlig ungeeigneten Sandalen unterwegs. Ich trug wieder meine Gummischuhe.













    • Am Nachmittag ging es dann mit dem Boot gegen 15 Uhr wieder zurück. Der Bus zurück nach Kuching startete pünktlich um 15:30 Uhr.

      Die zweieinhalb Tage im Park haben uns sehr gut gefallen, da hier sowohl Wanderer als auch Tierbeobachtungsfans auf ihre Kosten kommen. Die von uns absolvierten und hier vorgestellten Wanderungen stellen nur einen kleinen Ausschnitt dar. Daneben gibt es auch längere Trails, die weiter ins Hinterland des Parks führen, teilweise wohl mit Übernachtung in der Wildnis. Ich habe mich allerdings nicht näher damit beschäftigt, wie solche Touren organisiert werden, da sie für uns sowieso nicht in Frage kamen.

      Selbst wer an Wanderungen kein Interesse hat, kann hier im Park schöne Stunden verbringen, denn man kann rund um das Headquarter auf Pirsch gehen und zwischendurch immer mal wieder bei einer Tasse Kaffee entspannen. Und so einfach wie hier erreicht man wohl selten noch irgendwo Primärregenwald.

      Viele Grüße
      Gundi
    • Vielen Dank Gundi für diesen rundum gelungenen Bericht.
      Ich bereue es ein wenig, dass wir demnächst unsere Zeit auf Langkawi verbringen, anstatt dieses ursprüngliche Reservat zu explorieren.Aber ich weiß nicht, ob wir unsere multikulti-Truppe für so etwas begeistern können :roll: .

      Ich habe ein paar Fragen zu eurem schweißtreibenden Abenteuer:
      habt ihr Familien mit Kindern im Park getroffen, wäre eine mehrtägiger Aufenthalt auch für 10-jährige Kinder kurzweilig (vor allem, wenn sie nicht mit dem Internet connected sind)?
      Würdet ihr einen noch längeren Aufenthalt im Park empfehlen?
      Ist Schwimmen an allen Stränden des Parks gefährlich?
      Gibt es reichlich Moskitos und schläft man unter Moskitonetzen?
      Wie war das Essen? Wahrscheinlich gab es keine Bartschweinchen im Kochtopf.
      Viele Grüße
      horas
    • Hallo Horas,
      es freut mich, dass dir der Bericht gefällt.

      horas wrote:

      habt ihr Familien mit Kindern im Park getroffen, wäre eine mehrtägiger Aufenthalt auch für 10-jährige Kinder kurzweilig
      Ich kann mich an Kinder erinnern, allerdings waren sie nicht ganz jung. Also, ich denke, mit Schulkindern kann man einen Besuch gut machen; Kleinkinder eher nicht. Es kommt natürlich auch auf die Interessen deiner Kinder an. Ich kenne deine Kinder ja nicht, aber wenn sie sich ein bisschen für Tiere und Natur interessieren und auch Spaß an etwas anstrengenderen Kletterwanderungen haben, dann würde es ihnen dort gefallen. Für unseren Sohn wäre es mit 10 Jahren ein tolles Ziel gewesen.

      horas wrote:

      (vor allem, wenn sie nicht mit dem Internet connected sind)
      Der Park ist zwar abgelegen, aber nicht internetfrei. Es gab WLAN im Headquarter, wenn ich mich richtig erinnere.

      horas wrote:

      Würdet ihr einen noch längeren Aufenthalt im Park empfehlen?
      Für uns waren die zwei Nächte im Park völlig ausreichend. Wer allerdings sehr gerne und auch gerne länger wandert, der kann dort natürlich auch länger bleiben. Allerdings würde mir irgendwann das Essensangebot zu langweilig werden.

      horas wrote:

      Ist Schwimmen an allen Stränden des Parks gefährlich?
      Schwimmen ist – glaube ich – wegen der Krokodilgefahr an allen Stränden verboten. Allerdings gibt es den Tajor Trail. Dies ist eine etwas längere Wanderung, die zu einem Wasserfall führt. Ich meine gelesen zu haben, dass man dort in einem kleinen Pool baden könnte.

      horas wrote:

      Gibt es reichlich Moskitos und schläft man unter Moskitonetzen?
      Moskitos hatten wir während unseres Aufenthaltes zum Glück keine; Moskitonetze sind nicht vorhanden.

      horas wrote:

      Wie war das Essen? Wahrscheinlich gab es keine Bartschweinchen im Kochtopf.
      Bartschweinchen sind definitiv nicht im Kochtopf gelandet. Wenn man keine allzu großen kulinarischen Ansprüche stellt, war das Essen durchaus okay. Es lief so ähnlich wie in einer Kantine ab. Es waren mehrere Gerichte in einer Theke aufgebaut und jeder nahm sich in Selbstbedienung davon auf seinen Teller. Abgerechnet wurde nach Menge. Das Essen war morgens, mittags und abends im Prinzip immer ähnlich. Ich erinnere mich an Fried Rice bzw. Noodles, gebratenes Huhn, gekochte Eier, Spiegelei, gemischtes Gemüse, gefüllte Teigtaschen, Kuchen, Obst (Bananen, Melone). Außerdem kann man dort Snacks wie Kekse, Chips etc. kaufen.

      Viele Grüße
      Gundi