Nord-Norwegen im Winter

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    • Nord-Norwegen im Winter

      Nachdem ja nun hier der Sommer Einzug gehalten hat, wage ich es Euch ein paar winterliche Eindrücke aus Norwegen zu zeigen.
      Anfang März hat es uns ins nördliche Norwgen verschlagen. Auf dem Programm stand für uns ein Winter Wonderland zu sehen, auf Polarlicht Jagd zu gehen und einmal nördlich des Polarkreises zu sein. Bisher hatten wir es nur bis Island geschafft.

      Ausgangspunkt für uns war die Stadt Tromsø.

      Tromsø ist die größte Stadt im Norden des Landes und liegt knapp 350 km über dem Polarkreis. Vom sonnigen, aber kalten Oslo sind wir in 2 Flugstunden in eine andere Welt eingetaucht. Der Mietwagen dick eingehüllt mit einer Schneehaube, eisiger Wind pfiff uns um die Nase und die Sonne blinzelte nur kurz durch den Wolkenvorhang. Aber wir wollten es ja so.



      Aufgrund der extravaganten Gestaltung sticht die bekannte Eismeerkathedrale sofort ins Auge. Ihre Form soll die lange Dunkelheit, das klare Eis und das atemberaubende Polarlicht symbolisieren. Das Glasbild zählt zu den größten von Europa. Ansonsten besticht mich hier wieder die schlichte Eleganz des Nordens.




      Einmal sehen ist mehr Wert, als hundert Neuigkeiten hören.
      (Japanisches Sprichwort)



    • Im Polaria wird das Ökosystem der Polarregion den Besuchern in verschiedene Aquarien und interessanten Ausstellungen näher gebracht. Das Dach des Gebäudes stellt ineinander geschobene Eisschollen dar. 2003 wurde das Gebäude mit dem Architekturpreis ausgezeichnet.







      Einmal sehen ist mehr Wert, als hundert Neuigkeiten hören.
      (Japanisches Sprichwort)



    • Unser heutiges Etappenziel führt uns in das 300 km nördlicher gelegene Alta.

      Um dorthin zu gelangen wollte wir u. a. zwei Fährverbindungen nutzen, die auch im Winter geöffnet sind (theoretisch). Da über Nacht eine heftige Schneefront vorbei zog, wurden diese kurzerhand eingestellt. So hieß es also um den kleinen Fjord herumzufahren. Zeitlich machte es nicht viel Unterschied, ob Straße oder Fähre.

      Ein paar Eindrücke von unterwegs.






      Einmal sehen ist mehr Wert, als hundert Neuigkeiten hören.
      (Japanisches Sprichwort)



    • Unser kleines aber feines Guesthouse liegt direkt am Alta Fjord. Perfekt für die Jagd nach den Polarlichtern. Leider zog die Kaltfront mit uns in den Norden und immer mehr Wolken hingen über dem Fjord. Deswegen lohnte es auch nicht Bilder zu machen.

      Gestärkt nach einem sehr guten Frühstück machten wir uns auf den Weg zuerst die Nordlichtkathedrale zu besichtigen und im Anschluss das Icehotel. Insgesamt lagen heute nur 150 km vor uns, um zu unserer nächsten Station, am Smorfjord, zu gelangen.

      Nordlichtkathedrale:
      Noch vor garnicht langer Zeit, Februar 2013, wurde die ganz aus Beton gebaute Kirche eingeweiht. Titanplatten verkleiden sie an der Aussenseite.



      Die knapp 4,5 m hohe Christusstatue ist aus Bronze und wiegt ungefähr 2 Tonnen.



      Erst ein Jahr später, zu Ostern (2014), wurde die Orgel eingeweiht. Der schwedische Orgelbauer Grönlund baute sie mit 29 Stimmen und 1800 Pfeiffen.



      Eine goldene Jakobsleiter schmückt symbolisch den Innenturm. Hier in diesem Lichttunnel kann man auch für ein stilles Gebet innehalten.
      Einmal sehen ist mehr Wert, als hundert Neuigkeiten hören.
      (Japanisches Sprichwort)



    • gudi61 wrote:

      Nachdem ja nun hier der Sommer Einzug gehalten hat, wage ich es Euch ein paar winterliche Eindrücke aus Norwegen zu zeigen.

      Das hast Du wahrlich schön gesagt :P

      Die Eindrücke sind toll, das ist mal wirklich was anderes und macht Spaß, virtuell mitzureisen.
      Eine solche Reise würde ich wahrscheinlich niemals freiwillig machen, freue mich, daß ich hier gemütlich
      bei einem kühlen Vinho Verde sitzen kann und der Winter gaaaanz weit weg ist.

      LG
      Gusti

      redfloyd............................................. Gusti

      Heaven is where the police British, the cooks Thai, the mechanics German, the lovers Italian and it is all organised by the Swiss.
      Hell is where the cooks are British, the mechanics Thai, the lovers Swiss, the police German and it is all organised by the Italians.
    • redfloyd wrote:

      Eine solche Reise würde ich wahrscheinlich niemals freiwillig machen...
      Wir hingegen waren gerade kürzlich da und könnten sofort wieder los. Es war allerdings Ende April/Anfang Mai, da war schon ein bisschen weniger Schnee und viel mehr Tag. Wir waren aber auch schon im März da, allerdings auf Lofoten und dort mit Mietwagen für ein paar Tage. Auf die Idee, mal eben 300km (oder auch "nur 150km") mit Spikes auf Eis/Schnee zu fahren, wären wir aber wohl nicht gekommen. Über 100km/Tag sind wir wohl nicht gekommen, aber das hat uns auch gereicht. Zu viel zu gucken und zu fotografieren und das Fahren viel zu lästig.


      Gruß, Matthias
    • Sehr stimmungsvolle Bilder.
      Danke fürs zeigen.
      Bei momentanen 30 Grad auf der Terrasse kann man sie richtig genießen.

      :thumbsup:
    • masi1157 wrote:

      Auf die Idee, mal eben 300km (oder auch "nur 150km") mit Spikes auf Eis/Schnee zu fahren, wären wir aber wohl nicht gekommen.
      Als Tagesetappe und als reinen Fahrtag sehen wir darin kein Problem.

      Ich weiß nicht in welcher Ecke Du in D zuhause bist, aber wir in Bayern fahren auch mal 150 km zum Skifahren in die Berge. Und so denken anscheinend nicht nur wir, sondern auch andere. Dies spiegelt sich dann in den Staus auf den Autobahnen wieder ;) .
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      (Japanisches Sprichwort)



    • gudi61 wrote:

      Ich weiß nicht in welcher Ecke Du in D zuhause bist, aber wir in Bayern fahren auch mal 150 km zum Skifahren in die Berge.
      Ich wohne in Hamburg und fahre im Alltag überhaupt nicht Auto, und schon gar nicht zum Skifahren, wir haben keins. Im Urlaub fahre ich Mietwagen oder Camper, aber nicht primär, um von A nach B zu kommen, sondern um unterwegs viel zu sehen.

      Ich meinte aber auch nicht 300km einfach so, sondern "mit Spikes auf Eis/Schnee" und bei der Art, wie wir reisen.


      Gruß, Matthias

      The post was edited 1 time, last by masi1157 ().

    • Das Icehotel wurde vor 20 Jahren ins Leben gerufen. Seither werden jedes Jahr neue Themen gewählt und entsprechend die Figuren und Skulpturen in Szene gesetzt. Das Motto diesen Winter hieß: "Best of 20 years".





      An der Eisbar gibt es die Drinks im "Eisglas"





      Wie der Name (Ice)Hotel schon sagt, kann man auch dorten übernachten. Alle Zimmer sind unterschiedlich gestaltet, je nachdem um welches Motto es sich handelt.







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      (Japanisches Sprichwort)



    • Während wir die wunderschönen Eisskulpturen bewundert haben ist das Wetter immer schlechter und schlechter geworden. Heftiger Schneefall, Wintersturm und kein Ende abzusehen. Im Gegenteil: Die Komplettsperrung des Finnmark Plateaus wurde veranlasst :D . Das bedeutet für uns, dass die Direktverbindung geschlossen ist, und das auf unbestimmte Zeit. Also blieb nichts anderes übrig, als den großen Umweg zu fahren. Um 20:00 Uhr kamen wir dann bei unserem Häuschen am Fjord an. Spät aber doch, na ja was solls.









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      (Japanisches Sprichwort)



    • Habt ihr da im Ice-Hotel übernachtet ?
      Wir waren in Stockholm in der Ice-Bar und das war schon ein tolles Erlebnis, hier einen Drink zu nehmen.
      Ansonsten danke für den wunderbaren Reisebericht und die beeindruckenden Bilder auch wenn wir wohl kaum auf Euren Spuren unterwegs sein werden. Wir sind nicht so die Nordlichter, um so etwas life zu erleben, darum freuen wir uns um so mehr solche Erlebnisse und Eindrücke hier im Forum zu lesen. Ich sag mal "super cool"
      Viele Gruesse

      Vivien
      (Reiseerinnerungen)
    • Klasse, mir gefällt das auch, obwohl ich mir das Fahren nicht so einfach vorstellen kann. Auch da wo ich wohne, bricht der Verkehr schon bei 3 Schneeflocken komplett zusammen. Wir haben selten Schnee und daher auch keine Praxis, woher auch.

      Viele Grüße
      Petra
    • Vivien wrote:

      Habt ihr da im Ice-Hotel übernachtet ?
      Vivien es war eine Überlegung wert. Aber wir haben sie schnell wieder verworfen. Eine ganze Nacht im Icehotel zum Schlafen und dann selbst als Eisskulptur weiterfahren :roll: ? Nein, nein, nein das geht nicht.


      Mikado wrote:

      obwohl ich mir das Fahren nicht so einfach vorstellen kann. Auch da wo ich wohne, bricht der Verkehr schon bei 3 Schneeflocken komplett zusammen.
      Petra, selbst hier im Süden müssen wir uns erst an die Gegebenheiten gewöhnen, wenn es schneit. Erstmal läuft alles im Zeitlupentempo bis man schnallt, hoppala es ist ja Winter. Wir sind ein bisschen geübt, da wir über Jahre/Jahrzehnte ins Zillertal zum Skifahren gefahren sind. Meine Schwiegereltern hatten dort eine Hütte.


      Angelika wrote:

      Kannst Du mir den Ablauf per pm schicken?
      Schicke ich Dir gerne. Lass mir bloss etwas Zeit, da im Moment viel Arbeit auf mich wartet.
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      (Japanisches Sprichwort)



    • Um Polarlichter zu sehen, waren wir zur falschen Zeit am falschen Ort. Leider, leider :-O
      Muss aber traumhaft sein, wenn man welche erspäht.

      Unsere Voraussetzungen wären ja gegeben gewesen. Häuschen am Fjord, weit ab vom Kunstlicht. Tagsüber mit gelegentlichem Sonnenschein, abends oder nachts zog immer eine dicke Wolkendecke auf und meist auch mit kräftigem Schneefall.
      Einmal sehen ist mehr Wert, als hundert Neuigkeiten hören.
      (Japanisches Sprichwort)