Reisebericht Schottland

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    • In Tabert angekommen, ging es erst einmal in Richtung Unterkunft. Ich hatte meine Gastgeber am Vortag noch einmal kontaktiert und einen Treffpunkt vereinbart.
      Da es auf Lewis nicht allzuviele Strassen gibt, wurde die richtige Abzweigung recht schnell gefunden. Die Suche nach unserem Cottage gestaltete sich dann etwas schwierig, da Hausnummern dort anscheinend nach dem Zufallsprinzip verteilt werden. Nach dem 3. Versuch hatten wir es endlich geschafft und unsere Vermieterin kam kurz aus dem Nachbarhaus und überreichte uns den Schlüssel. Sie war pensionierte Lehrerin und verdiente sich etwas dazu, indem sie das Haus ihrer Großmutter vermietete. Es gab eine kurze Einführung in die Räume und die Heizmöglichkeiten und dann konnten wir uns dort breit machen.
      Ich war im ersten Moment ein wenig enttäuscht von dem anblick der Häuser auf den Hebriden. Es dominierte ein grau/brauner Rauputz die Gemäuer, im ersten Moment habe ich gedacht, ich bin in der DDR gelandet :whistling:




      Unser erster Weg führte uns nach Stornoway. Der Reiseführer schreibt, man besucht die Stadt am besten zum einkaufen im Supermarkt und zum Tanken. Das war's dann auch schon.
      Ganz so krass möchte ich das nicht beschreiben. Bei schönem Wetter gibt es schon die Möglichkeit des kurzen Flanierens, es gibt auch ein paar Gelegenheiten draußen beim Kaltgetränk zu sitzen, aber es ist schon ein wenig begrenzt mit dem Möglichkeiten.







    • Hi Kiki.
      Ich bin irgendwie immer erfreut deinen Avatar zu sehen. Die Robbe (Seehund, Seelöwe, whatever) lacht mich doch jedes Mal aus, wenn ich was schreibe :D . So sieht es zumindest aus.
      Vielleicht gähnt er/sie auch nur, oder ist gelangweilt. Ist das ein "Echtfoto", von dir "geschossen"?
      Im Übrigen, schöne Bilder aus Scotland wie gehabt.
      Gruß Jürgen.
      On Tour 2019 - Februar: Hongkong u. Thailand Fotos / Reisebericht
    • Den ersten Stop legten wir am Port of Ness ein. Ein kalter Wind fegte uns um die Ohren. Die hebriden haben wirklich schöne Strände, nur mit der Badetemperatur hapert es etwas. ;)










      Vom Strand ging es dann weiter zum nördlichsten Punkt, dem "Butt of Lewis".

      Tolle Steilküste, wildes Wasser, viel Wind und ein Leuchtturm.






      Damit war auch schon der erste Tag beendet.

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    • Am nächsten Tag wollten wir erst die Küste ein wenig erkunden. Eine kleinen Strasse nicht weit von unserer Unterkunft entfernt, war als scenic road ausgezeichnet. Sowas nimmt man doch dankbar an, anstatt über die Hauptstrasse zu düsen. Dort entstand auch das Bild mit den Schafen im Eingangspost.




      Erstes Ziel waren die Gerrannan Blackhouses direkt an der Atlantikküste. Liebevoll restauriert, sogar mit Museum vor Ort. Leider hat am Sonntag alles geschlossen, so blieb nur der Blick von aussen.




      Nicht weit davon entfernt befindet sich ein 2000 Jahre alter Wehrturm, auch Broch genannt. Soll einer der besterhaltenen in ganz Schottland sein.

    • Weiter ging es dann mit den alten Steinen. Callanish ist als uralter Steinkreis wohl weniger bekannt als Stonehenge. Auch sind die Steine wesentlich kleiner. Die Anlage ist allerdings gut erhalten. Eintritt kostet es keinen, man darf nach Herzenslust auf dem Gelände stöbern. Man vermutet, daß die Anlage so um 3000 v. Chr. entstanden ist.
      Eine halbe Ewigkeit war sie von Moor und Torf bedeckt, bis sie vor ungefähr 200 Jahren wiederentdeckt wurde.
      Das Herz der Anlage bildet ein Steinkreis in der Mitte, allerdings sind die übrigen Steine in Kreuzform angeordnet.
      Wozu die Steinkreise dienten, kann man bis heute nur spekulieren. In Callanish vermutet man, daß es etwas mit dem Mond zu tun hat. ;)










      Es waren zahlreiche Besucher vor Ort. Sonntags scheint für viele ein guter Ausflugstag zu sein. ;)
      Irgendwann verzogen wir uns, weil der Strand nach uns rief. Auf dem Weg dorthin kamen wir an einer Tankstelle vorbei, wo, oh Wunder, der Laden geöffnet hatte und wir uns erst einmal eine kleine Tea Time gönnen konnten.



      Mit reichlich Wärme im Bauch machten wir uns dann auf den Weg zum Bosta Beach auf der Halbinsel Benera. Wieder ein wunderschöner Naturstrand mit reichlich Wind. Man sollte sich von dem sonnigen Wetter nicht täuschen lassen, das Klima ist dort schon etwas "herbe" ;)







      Menschenleer war der Strand. So gefällt uns das. Ein paar Zuschauer waren trotzdem vor Ort.




    • Das Etappenziel an diesem Tag war der kilometerlange Strand Traigh Uige, ganz im Westen von Lewis.
      Eine riesige Fläche Sand erstreckte sich über mehrere kleine Buchten. Ein paar Spaziergänger waren vor Ort, aber man verlor sich schnell in dieser Weite. Ich hatte einiges über die tollen Strände auf den Hebriden gehört. Wenn man es dann vor Ort sieht ist man oft schier überwältigt.










    • Unweit von Callanish stehen in Sichtweite noch 2 kleinere Steinkreise. Da sich tagsüber auch dort einige Besucher aufhielten, entschieden wir uns, die Steine auf dem Rückweg zum Cottage zu besuchen. Lagen sowieso auf dem Weg.
      Die Anlagen sind deutlich kleiner als die Hauptattraktion, etwas verloren stehen sie auf den Viehwiesen herum.







      Die Steinkreise waren ein schöner Tagesabschluß unserer kleinen Rundreise über Lewis. Jetzt waren natürlich auch keine Besucher mehr da. Nur die üblichen Verdächtigen ;)




    • Am letzten Tag auf den Äußeren Hebriden erkundeten wir nun Harris. Als erstes war ein wenig Shopping angesagt.
      Harris Tweed kann man ja überall in Schottland kaufen, da wir aber nun an der Quelle waren, schauten wir uns da auch mal genauer um. Es gibt zwei gute Geschäfte, der Touristenshop in Tabert, gleich neben der Destille und das "Hauptgeschäft" mit kleinem Ausstellungsraum, welches an dieser schönen Bucht liegt.



      Im Hauptgeschäft ist die Auswahl zwar etwas kleiner als in dem Touristenladen, aber die Beratung ist wesentlich besser. Anja wurde fündig und selbst die kiki, die eigentlich überhaupt nix kaufen wollte, griff später im Touristenladen zu einer neuen Shopping Bag. :thumbsup:
      Euphorisiert vom Geldausgeben erkundeten wir die wunderschönen Landschaften von Harris.









      Ziel waren die Strände von Leverburgh, wo es natürlich auch wieder eine ausgedehnte Teepause gab.




      Auf dem Rückweg gab es noch einen kleinen Abstecher zur Huisinis Beach. Die Wege sind ja kurz, da kann man getrost solche kleinen Umwege fahren.










      Unsere Hauptsorge waren ja die Pfingsttage. Zu unserer Überraschung erklärte uns unsere Gastgeberin, daß es bei ihnen keinen Pfingstmontag gibt. Das ist dort ein ganz normaler Arbeitstag, wo alles offen ist. Zumindest war damit das Thema tanken vom Tisch. Falls die Tankfüllung für unsere Exkursionen nicht ausgereicht hätte, wäre am Montag wieder eine Gelegenheit zum Auffüllen gewesen. der kleine Hyundai war aber anscheinend nicht so durstig, wir sind mit einer Tankfüllung hingekommen. Auf unseren letzten Absacker an der Teestube mußten wir aber verzichten. Wier hatten ein nettes Örtchen an der Hauptstrasse für den Rückweg in's Visier genommen, aber die machen leider sehr früh Feierabend. Um 17:00 war die leider schon dicht.



      Das soll es jetzt von Lewis und Harris gewesen sein. Am darauffolgenden Tag ging es mit der Fähre von Stornoway zurück an's Festland nach Ullapool.
    • Die Überfahrt von Stornoway war sehr geschmeidig. Ententeich würde man bei uns sagen.
      Wir versorgten uns in der Kantine und die kiki genoß den Ausblick vom Oberdeck, wo auch gleichzeitig die Raucherzone war.







      In Ullapool standen wir erst einmal in der Warteschlange vor der Tankstelle. Anscheinend waren wir nicht die einzigen, die mit fast leerem Tank von den Hebriden zurückkamen. Das Städtchen war sehr hübsch anzuschauen. Kleine Flaniermeile, genügend Restaurant und Kneipenangebote, Hafen und schöne Landschaft drumherum.












      Anscheindend gab es auch einen Oldtimertreff. Den hätte ich gerne mitgenommen. Leider nicht mein Budget.

    • Da hattet ihr ja viel Glück, es war nicht viel los. Wir waren im Sommer da und der Ort platzte aus allen Nähten. Und wir trafen einen aus dem Nachbarort. Die Welt ist manchmal klein. ;)

      An der Stelle, an der Du das vorletzte Bild geschossen hast, stand ich auch :)

      Schöne Bilder!

      Viele Grüße
      Petra
    • Von Ullapool aus erkundeten wir dann im Dauerregen die südliche Küstenregion.
      Da wären die Victoria Falls



      Ansonsten gab es nur kurze Unterbrechungen während der Fahrt. Das Wetter machte uns heute einen gehörigen Strich durch die Rechnung.
      Trotzdem konnten wir wieder unseren üblichen Vorlieben nachgehen.

      Kaffeepause




      Strandwanderung



      Und Landschaften bestaunen.



      Wie die einzelnen Orte heißen, weiß ich leider nicht mehr. Es war sehr viel Input auf dieser Reise. Normalerweise kann ich die Bilder hinterher immer gut zuordnen, aber hier war manchmal es eindeutig zu viel. ;)
    • Unser schnuckeliges B&B lag etwas außerhalb von Ullapool an einem Berghang. So hatte man schon am frühen Morgen eine schöne Aussicht. Einziger schwachpunkt dieser Unterkunft war das Fehlen von Steckdosen im Badezimmer. Aber bei dem schottischen Wetter war die Fönfrisur auch zweitrangig. ;)




      Heute war dann eine kleine Tour an der nördlichen Westküste geplant. Es war eine der schönsten Touren unseres Urlaubs. Wieder gab es wunderschöne Landschaftseindrücke und kleine Strassen mit Wildwechsel.






      Unsere Teepause fand dann in Lochinver statt. Schönes Städchen mit kleinem Hafen und sehr viel Wind. Mußten den Teebecher gut festhalten!

    • Die kiki wollte nach dem Old Man of Storr auch den Old Man of Stoer sehen.
      So ging die reise dann weiter zum Point of Stoer wo ein wirklich schöner Küstenwanderweg startet. Leider wurde es gerade jetzt wieder ziemlich nass. Auf halben Wege drehte ich um, es wurde einfach zu matschig auf den Pfaden.






      Es war trotzdem eine ganz wunderbare Küstenstrasse. Hinter jeder Kurve lauerten neue Eindrücke. Man hätte hier tagelang stöbern können.







    • Von Cape Wrath kann ich nicht viel zeigen. Es war kaum Sicht und der Regen machte kleinere Exkursionen unmöglich.
      Hier war es mir auch unmöglich den Erklärungen des schottischen Busfahreres zu folgen, dieser Dialekt.... :D
      Ein Teil des geländes ist militärisches Sperrgebiet, welches nicht betreten werden darf, da dort noch einige Blindgänger im Moor schlummern. Aber wie schon geschrieben, man sah eh kaum etwas.










      Ziel war der Leuchtturm. Hier gab es eine kleine Pause und man konnte sich dort mit Kaffee, Tee und kleinen Snacks versorgen. Im regendunst ließ sich eine tolle Steilküste erahnen, es hätte reichlich Erkundungsmöglichkeiten gegeben. Aber es sollte halt an diesem Tag nicht sein.