Uluru darf ab 26. Oktober nicht mehr bestiegen werden

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    • Uluru darf ab 26. Oktober nicht mehr bestiegen werden

      Das Verbot ist zwar nicht neu - angekündigt wurde es bereits vor zwei Jahren - aber nachdem es jetzt unmittelbar bevor steht, scheinen sich die Touristen förmlich dort zu drängen, um nochmal ein letztes Selfie auf dem roten Felsen machen zu können.

      Als wir 2011 dort waren, fand ich es selbstverständlich, dass man dem dringenden Appell der Aborigines, den für sie heiligen Berg nicht zu besteigen, Folge leistet. Seltsamerweise fanden schon damals selbst einheimische Veranstalter nichts dabei, ihre Kundschaft (teils mit Bierflaschen in den Händen) auf den Felsen zu lassen. Aber es waren ja nur Aborigines, für die das Gebiet eine spirituelle Bedeutung hat ...

      In den letzten Monaten hat sich der Andrang offenbar nochmal drastisch verstärkt - siehe Berichte in der NZZ und bei Travelbook - und es wird spannend werden, zu sehen, ob sich nach dem Verbot die Selfie-Generation daran halten wird.
      2018/12 Hongkong&Bangkok, 2019/01 Laos &Isaan, 2019/02 Myanmar, 2019/06 Schottland, 2020/01-03 SOA/Australien
      Wo wir waren oder sind könnt ihr nachlesen bei fernwehheilen.de
    • Das war längst überfällig.
      Respekt wird ja immer weniger und eine Bitte, etwas aus Gründen nicht zu tun, ist wie ein Ruf gegen eine Wand.

      Wir waren 2002 am Uluru und sind nicht hochgestiegen, sondern haben stattdessen den "Brocken" umrundet, was übrigens sehr interessant ist (wir hatten allerdings kein Wasser dabei, da spontan - schon weit weg vom Car Park - dazu entschieden ...).

      VG,
      Silke
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    • Ich habe so gut wie noch nie erlebt, das Fotografierverbote oder Absperrungen, Menschen abgehalten haben, Fotos zu machen.Es ist aber nicht nur die Selfie-Liga, die sich über solche Verbote hinweg setzt. Ich staune manchmal nur.

      Viele Grüße
      Petra
    • Das Verrückte ist, dass mir einst aus indigenen Kreisen erzählt wurde, dass es per se kein Problem darstelle, wenn Uluru / Ayers Rock bestiegen würde. Das schlimme für die Community seien jedoch die sich mehrfach ereigneten Todesfälle - und dass man sich wünsche, dass aus diesem Grund dann auch der Aufstieg irgendwann einmal gesperrt würde. Das war 2008 - bei einem meiner 12 Besuche als "Reiseleiter-Urlaubsvertretung".

      Naja. Im Januar fliegen wir wieder ins Rote Zentrum - und ich freue mich unheimlich auf diesen magischen Ort. Einer meiner "Return-Places" - auch wenn da sicher wieder einiges los ist ... :love:
    • Miguele wrote:

      Das Verrückte ist, dass mir einst aus indigenen Kreisen erzählt wurde, dass es per se kein Problem darstelle, wenn Uluru / Ayers Rock bestiegen würde. Das schlimme für die Community seien jedoch die sich mehrfach ereigneten Todesfälle - und dass man sich wünsche, dass aus diesem Grund dann auch der Aufstieg irgendwann einmal gesperrt würde. Das war 2008 - bei einem meiner 12 Besuche als "Reiseleiter-Urlaubsvertretung".
      Das habe ich allerdings z.T. anders gehört, als wir 2011 dort waren! Da hieß es, dass nur die Männer des dort ansässigen Stammes den Berg besteigen dürfen und z.B. auf keinen Fall Frauen oder Jugendliche. Nur konnten sich die Aborigines lange Zeit nicht durchsetzen.

      Vermutlich hätte man gegen einige wenige, die rauf steigen, auch nichts unternommen, aber es sind ja richtige Karawanen, die sich dort raufkämpfen!

      Aber wie auch immer - das Schlimme oder Respektlose ist ja nicht (nur) die Besteigung an sich, sondern dass der Felsen auch extrem zugemüllt wird, weil natürlich alle ihre Wasserflaschen und Snacks hochschleppen, aber viele nicht im Traum daran denken, ihren Abfall wieder mit runter zu nehmen.

      Da es da oben (natürlich!) auch keine Toiletten gibt, wird auch das, was der Körper so von sich gibt, inkl. Feuchttüchern/Toilettenpapier etc. einfach hinterlassen.

      Wir hatten schon 2011 kein Bedürfnis, da rauf zu klettern, die Umrundung war faszinierend genug, denn der Uluru ist nicht nur einfach ein roter Felsbrocken, sondern unglaublich vielfältig! Und die Bilder von damals bringen mich auch heute noch zum Träumen!
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    • Schöne Bilder. Die von dir angesprochenen Punkte wie Müll und andere Respektlosigkeiten sind natürlich nicht von der Hand zu weisen und ich habe auch gar kein Problem mit der Schließung. Leider wird es wie immer die "Verursacher" wenig interessieren. Ich bin regelmäßig schockiert wie wenig Menschen nach links und rechts schauen und einfach trampeln. Ich sag nur iPad hoch und ohne Rücksicht auf Verluste filmend durch Angkor laufen ...
    • serenity wrote:

      Als wir 2011 dort waren, fand ich es selbstverständlich, dass man dem dringenden Appell der Aborigines, den für sie heiligen Berg nicht zu besteigen, Folge leistet.
      Absolut. Das war schon 1997 so - wir sind auch nicht hoch. Im Gegensatz zu ganzen Hundertschaften anderer Touristen.

      Silkenya wrote:

      sondern haben stattdessen den "Brocken" umrundet, was übrigens sehr interessant ist
      Genau, haben wir auch gemacht.

      Finde ich klasse, dass wenigstens in dieser Community Einigkeit herrscht, dass es Grenzen gibt, die man zu respektieren hat.
      Viele Grüße

      Dirk
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