Flixbus vor dem Handelsgericht

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    • Flixbus vor dem Handelsgericht

      Das Handelsgericht Wien hat 30 Vertragsklauseln des Fernbusanbieter Flixbus, eigentlich FlixMobility GmbH mit Sitz in München, für rechtswidrig erklärt. Unter Anderem steht in den Geschäfts-, Buchungs- und Beförderungsbedingungen, dass nur eine sehr eingeschränkte Haftung für Gepäck übernommen wird und dass man bei Umsteigeverbindungen bis zum ursprünglich geplanten Ziel mitfahren muss. Das Urteil ist nicht rechtskräftig: KLICK


      Wir sind in der Vergangenheit einige Male in D und A mit Flixbus gefahren, die Fahrten waren pünktlich, die Busse komfortabel und der Buchungs- und Bezahlvorgang problemlos. Ein Mal hab ich sogar eine Fahrt umgebucht, weil ich mich im Datum geirrt habe, und hab das Geld für die stornierte Fahrt als Gutschrift rückerstattet bekommen. Für Fahrten bis sagen wir mal 3 od. max. 4 Stunden finde ich Flixbus sehr gut.
      2019/08 Ulm - 2019/12 Nürnberg - 2020/02 Isaan/Angkor/Bangkok
      reiseweg.at - flickr.com/photos/nodurians/sets/
    • Mehrfach ist unser Gepäck bei Flügen nicht mitgekommen. Vor einigen Jahren sogar 4 x hintereinander. Im schlimmsten Fall wurde es uns 200km weiter nach 2 Tagen ins Hotel geliefert. Rechnen muss man mit Allem. Da bleibe ich am besten zuhause - oder? Wir haben schon viel gehört wie z. B. " Ich fahre nicht mit dem Schiff. Das Wasser schwappt ans Bullauge und wenn das undicht ist, kann das Schiff untergehen." "Die Ampel da vorne in 300m Entfernung könnte gleich gelb werde. Da trete ich jetzt mal auf die Bremse." Eigentlich kauft man Ticktes für ein Ziel, nicht um unterwegs auszusteigen, allein schon wegen des Preises.
      Wenn man sich auf die Billigversion einer Reise einlässt, weiß man, was sein könnte.
      In den letzten beiden Jahren sind wir trotz Horrorgeschichten mehrmals mit Ryanair geflogen, pünktlich , sauber, wir waren zufrieden. Das könnte anders sein, das weiß man, wir würden das Beste draus machen.
      LG margarete
    • Also ich finde man muß jetzt nicht alles problematisieren und auf Teufel komm raus diskutieren. Wer mit Flixbus fährt hat ja vorher wohl die Geschäftsbedingungen gelesen( oder sollte dies zumindest) und weiß daher auf was er sich im Fall des Falles einläßt. Wer damit nicht leben kann, sollte ein anderes Verkehrsmittel nehmen.
      http://winni2.jimdo.com/japan-2014/
      http://reisespiegel.jimdo.com/
    • Habt Ihr den Artikel nicht gelesen? Gerade im Hinblick auf "fahrlässig" steht da was drin.

      Und nochmal: Ich rede nicht von "Horrorgeschichten" und es ist auch völlig egal, dass Ihr alle noch "keine Probleme" hattet (ich auch nicht). Aber dass Flixbus die eigene Haftung massiv einschränkt, wenn dann doch mal was passiert, ist das Problem. Es gibt nun mal Regeln, an die auch Flixbus sich halten muss und nicht einfach per Beförderungsbedingung für ungültig erklären kann. Aber das steht doch alles in dem Artikel.


      Gruß, Matthias
      Meine Flugstrecken (jede nur 1x eingegeben)
    • NoSpicy wrote:

      Wie soll denn da das Gepäck wegkommen? Durch Diebstahl?
      Soll schon vorgekommen sein. Oder durch Verwechslung, wenn Passagiere früher aussteigen als ich. Aber das ist nicht das Thema. Es geht darum, wie das Unternehmen im Rahmen der Gesetze reagieren muss.
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    • Mmpfh.

      Wenn ich mal ganz ehrlich bin, hab ich mir bisher noch nie Gedanken um mein Gepäck gemacht, wenn's am Boden transportiert wird.
      Will heißen - haftet denn etwa die Deutsche Bahn zum Beispiel, wenn im Zug mein Koffer wegkommt?
      Oder jemand aus meiner Tasche etwas stiehlt?
      Und ist es fahrlässig, wenn ich den Koffer im ICE in die Gepäckregale stelle, die ich 10 Sitzreihen weiter eh nicht mehr im Bilck habe?
      Und wenn fahrlässig - was ist "leicht", was "grob"?


      Bei Flixbus wandert das Gepäck in den Bauch des Busses und wird am jeweiligen Ziel von einem Mitarbeiter wieder rausgegeben.
      Das Risiko, daß da sich jemand meinen Koffer geben läßt, weil der ihm besser gefällt, ist zwar gegeben, aber doch irgendwie nicht eben wahrscheinlich.
      Im übrigen kann das so an jedem Gepäckband am Flughafen auch passieren.

      Ich versteh's also nicht, was da für eine Haftung eingeklagt wird.

      Weiters die Sache mit dem "eher aussteigen".
      Das ist ja auch von Airlines bekannt, daß eben sämtliche Strecken abzufliegen sind, um den günstigen Preis zu bekommen - und auch dagegen gibt es immer wieder Klagen.
      Aber warum denn nicht?
      Warum hab ich als Anbieter denn eben NICHT das Recht, die Reise zu meinen Konditionen zu verkaufen?
      Wem's nicht schmeckt, der soll halt anderswo kaufen.

      Zudem könnte ich mir hier auch ein völlig praktisches Logistikproblem vorstellen - die Gepäckstücke im Bus werden genau nach Zielort einsortiert, wer also zuletzt aussteigt, dessen Koffer ist ganz weit hinten und zugestopft mit Gepäckstücken.
      Wenn dieser Kunde sich nun überlegt, ach, ich steig schon in Ort B aus anstatt erst in Ort Z und in B angekommen sein Gepäck verlangt, dann hat der Mitarbeiter von Flixbus ein riesen Problem. Er muss nämlich alle anderen Gepäckstücke ausladen, um den Koffer von unserem Reisenden ganz hinten zu suchen - und dann wieder alles einräumen.... Daß frißt sehr viel Zeit!
      Und schon hat man ne hübsche Verspätung, die noch größer wird, wenn das auf der Strecke mehrmals vorkommt.
      Somit sind alle Reisenden angepißt, wenn Pläne und Anschlüsse nicht eingehalten werden können..


      Im Übrigen haben die "Verbraucherschützer" schon mitunter eine etwas merkwürdige Sicht auf die Dinge des täglichen Lebens und deren Risiken und somit schon Urteile erzwungen, aufgrund deren Dienstleistungen einfach verteuert werden.
      Und diese Kosten müssen dann alle Reisenden tragen, denn der Anbieter wird das mal schön umlegen. ?(

      VG
      Gusti

      redfloyd............................................. Gusti

      Heaven is where the police British, the cooks Thai, the mechanics German, the lovers Italian and it is all organised by the Swiss.
      Hell is where the cooks are British, the mechanics Thai, the lovers Swiss, the police German and it is all organised by the Italians.
    • Eben, bei Flixbus, genau wie bei Flügen, übergibst Du Dein Gepäck in deren Obhut, bei der Bahn nicht. Aber nicht alles was hinkt, ist ja auch gleich ein Vergleich. Im übrigen muss das Gepäck ja auch nicht gleich verloren gehen. Was meinem zusammengefalteten Faltrad im Gepäckabteil passiert, wenn der Fahrer es schlecht verstaut und es in jeder Kurve hin und her knallt, mag ich mir auch nicht vorstellen müssen.


      Gruß, Matthias
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    • redfloyd wrote:

      Bei Flixbus wandert das Gepäck in den Bauch des Busses und wird am jeweiligen Ziel von einem Mitarbeiter wieder rausgegeben.
      Nein. Jeder, der aussteigt, nimmt sich (s)einen Koffer oder sagt dem Fahrer, welchen Koffer er haben möchte. Der Fahrer weiß nicht, wem welcher Koffer gehört.

      Ich denke bei Busfahrten, egal ob in Laos oder Deutschland, immer an mein Gepäck und wenn jemand aussteigt, schau ich immer, dass er nicht meinen Koffer nimmt.
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    • masi1157 wrote:

      Im übrigen muss das Gepäck ja auch nicht gleich verloren gehen. Was meinem zusammengefalteten Faltrad im Gepäckabteil passiert, wenn der Fahrer es schlecht verstaut und es in jeder Kurve hin und her knallt, mag ich mir auch nicht vorstellen müssen.


      Gruß, Matthias
      Gut, das ist ein Argument.
      Trotzdem würde ich meinen, daß es auch im Interesse des "Gepäckbeauftragten" liegt, derlei Risiken zu minimieren.

      Und dann beweis erst mal, daß da nicht schon vorher was beschädigt war!


      NoDurians wrote:

      redfloyd wrote:

      Bei Flixbus wandert das Gepäck in den Bauch des Busses und wird am jeweiligen Ziel von einem Mitarbeiter wieder rausgegeben.
      Nein. Jeder, der aussteigt, nimmt sich (s)einen Koffer oder sagt dem Fahrer, welchen Koffer er haben möchte. Der Fahrer weiß nicht, wem welcher Koffer gehört.

      Natürlich weiß der MA nicht, welcher Koffer mir gehört - das muß man ihm schon sagen.

      Aber ich hab's zumindest wie oben beschrieben erlebt - inclusive des zeitraubenden Umherwühlens im tiefen Bauch des Busses und darob sehr deutlichem Unmut.
      Betreffender stieg in Freiburg ein und fragte ob dies der Bus nach Berlin (Endziel) sei.
      Das wurde bejaht und so ging der Gepäckmensch / Beifahrer /was auch immer davon aus, daß der Gast auch tatsächlich nach Bln wolle.
      Als besagter Gast dann allerdings bereits in Zella-Mehlis ausstieg, begann der Sackstand mit dem Gepäck....

      VG

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    • NoDurians wrote:

      Nein. Jeder, der aussteigt, nimmt sich (s)einen Koffer oder sagt dem Fahrer, welchen Koffer er haben möchte. Der Fahrer weiß nicht, wem welcher Koffer gehört.
      Auf meiner bisher einzigen Fahrt mit Flixbus sollte ich einen Gepäckanhänger zum selber basteln ausdrucken und am Gepäck befestigen. Ich hatte keinen Tacker dabei, die anderrn taten es auch nicht und dem Fahrer war's egal. Aber im Prinzip wäre mein Gepäck dann durchaus mir zuzuordnen gewesen.


      Gruß, Matthias
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      Wir sind ja schon unzählige Male mit dem flixbus gefahren, seit 2013, als er noch "meinfernbus" hieß.
      Die Anfangszeit war perfekt und lässt sich mit den jetzigen Fahrten nicht mehr vergleichen.
      Viele Busse sind sehr komfortabel, man muss bedenken, dass es 1500 Subunternehmer gibt.

      Kein Navi ? Vor 5 Jahren hat sich der Fahrer verfahren, von Karlsruhe aus geht es normalerweise über Mannheim/Heidelberg nach Düsseldorf, er ist über Kaiserslautern gefahren, bis er seinen Fehler bemerkte.

      Gepäck 1: Unser Koffer ist nicht verloren gegangen, sondern nachweislichin München von einem Fahrgast und einem Flixbus-Fahrer am ZOB in München abgegeben worden, was aber von der Fundstelle-Flixbus bestritten wird.
      Theater ohne Ende. Mit Einschaltung von SÖP haben wir einen Teil erstattet bekommen.

      Gepäck 2: Wir behalten bei jedem Stop unser Gepäck im Auge, es gibt keinerlei Kontrolle. Jede/r muss sich um sein Gepäck selbst kümmern. Selten findet man hilfreiche Fahrer, die einem den Koffer anreichen. Mein Mann musste schon öfters in den Gepäckraum krabbeln.

      Service 1: mittlerweile Null. Die letzten Fahrten (nach Düsseldof, Nürnberg und Kontanz). Ansagen werden nur selten gemacht. Kurz vor dem Ziel ein undeutliches Gemurmel. Einmal ist ein Gast, der zum Flughafen Köln wollte, nicht ausgestiegen, weil die Ansage (Bonn) nicht eindeutig war.

      Service 2: Neurdings kann man Plätze reservieren. Das haben wir bisher nicht gemacht und fragen deshalb vor dem Einsteigen, ob die Plätze gekennzeichnet sind. Die Antwort: "Sie können sitzen wo sie wollen" . Später müssen sich die Fahrgäste untereinander einigen.

      Fahrzeit: (Würzburg-Karlsruhe) Es gab nur ein Fahrer, der am Verzweifeln war, weil er keinen Parkplatz für seine Ruhezeit fand. Er kam verkehrsbdingt 2 Std zu spät in Würzburg an und konnte unterwegs nach KA keinen Parkplatz finden.

      Mehr fällt mir im Moment nicht ein.
      Schöne Grüße von Annette
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      Ich hatte bisher einen Versuch den Flixbus zu nehmen. Die 9 Euro im Vergleich zum Vielfachen für den Zug waren verlockend.
      Als der Bus 1 Stunde nach der offiziellen Abfahrtzeit noch nicht da war, habe ich dort angerufen, man wusste nichts von einer Verspätung und konnte mir auch nach 15 Minuten noch keine voraussichtliche Ankunftszeit nennen.
      Ich bin dann wieder nach Hause und habe das Auto genommen. Da der Bus einen großen Umweg gefahren wäre, war ich dann mit dem Auto noch vor der offiziellen Ankunftszeit des Busses am Ziel.
      Am Tag darauf kam von Flixbus die Bitte die Fahrt zu bewerten.
      Ich glaube, Flixbus ist nix für mich!
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      Ich überlege gerade, ob bei euch in D die Autobahnen deshalb so überfüllt sind, weil Bahn und Bus so unzuverlässig sind. Wenn ich von Wien nach Graz, Linz oder Salzburg will, käme ich nie auf die Idee, das eigene Auto zu nehmen.
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