Extremadura im November

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    • Extremadura im November

      Vor ein paar Monaten habe ich im Weltreiseforum gestöbert. Die Extremadura in Spaniens Westen fiel mir auf, weil sie wohl schöne alte Orte aufweist, in denen die Zeit viell. stehengeblieben ist (Steinzeit, Römer, Mauren, KarlV) . Es gibt nicht so viel Tourismus, es gibt ja keinen Strand. Wir sind zwar keine Slow Traveler wie Oliver, wir haben uns mit dem Gebiet beschäftigt, und werden das Gebiet mit dem Mietwagen und zu Fuß heimsuchen.
      Um 19.30 Uhr fliegen wir mit LATAM nach Madrid.
      LG margarete

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    • Ich gratuliere euch herzlichst zu eurer Auswahl und ich wünsche euch auf jeden Fall einen schönen Urlaub. Ich selbst bin noch nie in der Extremadura gewesen, aber unsere Nachbarn haben sie vor ein paar Jahren in derselben Jahreszeit besichtigt und haben uns ebenfalls von diesen alten Städten und Orten (natürlich angefangen bei Mérida) samt deren Geschichten erzählt. Und ja, die Region ist erfreulicherweise noch nicht so überrannt und außerdem seid ihr auch wettertechnisch gut aufgehoben.
    • In der Kette von Holiday Inn haben wir schon öfter übernachtet. Das hier war eines der besten. Zimmer recht groß, auch für beide einen schönen gemütlichen Sitzplatz. Auch das Bad war für zwei Personen groß genug, ohne dass man sich aneinander vorbei quetschen musste. Und alles war modern und sauber. Und das Highlight war dann ein wirklich großes Frühstücksbuffet.
      Heute Morgen begann unsere Fahrt. Aus dem Großraum Madrid wegzukommen ,ist zeitaufwändig. Eine Pause legten wir am Rio Tajo ein. Der Fluss wurde 1963 aufgestaut und römische Baureste weiter oben wieder neu aufgebaut. Hier war es ruhig, man hatte einen schönen Blick und mit dem alten Gerichtsgebäude hatte man einen idyllischen Platz.





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    • In Guadalupe überragt das königliche Kloster das kleine Örtchen. Die Kathedrale wirkt wie eine Burg gebaut.
      Vor rund 700 Jahren ist hier einem Hirten die Jungfrau Maria erschienen. Der Hirte baute eine kleine Einsiedlerkapelle, in die eine Marienfigur aus Zedernholz aufgestellt und angebetet wurde. Verschiedene Könige bauten das Kloster weiter aus und nachdem die Mauren geschlagen waren, wurde das Kirchlein zum Dank immer größer. Das Kloster und die Kirche sollen auch die einstige Macht Spaniens in der Welt zeigen. Hier betete zum Beispiel Columbus bevor er in die neue Welt fuhr und auch nach seiner erfolgreichen Rückkehr. Viele Monarchien taten hier Abbitte und Cervantes legte hier Maria die Ketten zu Füßen, die er aus algerischer Gefangenschaft mitbrachte.
      Verschiedene Baustile sind zu erkennen Mudejar , Gotik und Barock. Es gibt auch einen alten Brunnen, in dem die von Columbus mitgebrachten Indios getauft worden sein sollen.

      Ansonsten hat der kleine Ort rund 2000 Einwohner, er lebt vom Tourismus. Überall gibt es Lokale, Souvenirläden und ansehnliche Häuser.










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    • Ihr könnt auch nicht mal 2 Wochen die Füße still halten :P :thumbsup:
      nur unterwegs....

      Jedenfalls mal wieder ein interessantes Ziel, hab ich noch gar nicht auf dem Radar.

      Viele schöne Erlebnisse,
      LG
      Gusti

      redfloyd............................................. Gusti

      Heaven is where the police British, the cooks Thai, the mechanics German, the lovers Italian and it is all organised by the Swiss.
      Hell is where the cooks are British, the mechanics Thai, the lovers Swiss, the police German and it is all organised by the Italians.
    • Danke Gusti!. Wir hatten eine grottige Übernachtung. Drei Sterne Hotel, Spa , aber kein Internet. Wo sind wir da gelandet. Ein freundliches Pärchen hat uns den Weg hin gezeigt und ist circa 5 km vor uns her gefahren. Alleine hätten wir das nie gefunden. Hotel war ziemlich ausgebucht aber im Jugendherbergsstil.









      Sowas hatten wir mindestens die letzten fünf Jahre nicht. Gerade sitzen wir in Cáceres in einem Café auf der großen Plaza. Hier ein Foto. Den Rest schreibe ich heute Abend im Hotel. Habe schon mal vorgeschrieben, Sonst kriege ich das nicht mehr hin. Ein schönes Wochenende allen Mitlesern!




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    • In der Unterstadt, rund um die Plaza Major, bauten sich die Eroberer mit den Edelmetallen der neuen Welt ihre Paläste im neuen Stil der Renaissance. Typisch sind die Eck Balkone für die gute Sicht auf das Leben in der Stadt sowie die nicht zu übersehenden Adelswappen





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    • Montánchez trägt den Namen „Balkon der Extremadura“. Durch die schmalen Gassen des Ortes in 700 m Höhe zu fahren ist nicht einfach, noch schwieriger ist es, einen Parkplatz zu finden. Oben liegt eine Festung aus dem zwölften Jahrhundert. Hier und vom Friedhof direkt darunter hat man einen schönen Ausblick auf die Stadt und das Umland. Heute, an Allerheiligen, ist Feiertag und das Leben spielt sich auf der Plaza Major ab.




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    • Auch Merida (die römische Stadt Eremita Augusta) ist mit dem Weltkulturerbe ausgezeichnet. Schon damals war es eine große Stadt. Inzwischen werden die neuen Gebäude auf Stelzen gebaut. Beim Graben stößt man überall auf Überreste aus der Römerzeit. Große Grundstücke sind eingezäunt, hier wurden Spuren der Römer entdeckt, die uns zahllos erschienen. Gut restauriert sind Theater, Arena und Pferderennbahn. Ein Superlativ ist die römische Brücke Puente Romana mit 792 m Länge. Sie ist die längste römische Brücke überhaupt mit 60 Rundbögen über den Rio Guadiana. Heute, am Feiertag ,flaniert die Bevölkerung durch die Stadt. Zur Sicherung der Brücke bauten die Mauren im neunten Jahrhundert einen Alcazar (Burg).

















    • Ich glaube, der Reise Höhepunkt ist Cáceres . Um die Stadt wachsen Neubausiedlungen. Sobald man aber auf der Plaza Major steht, sieht man eine gewaltige maurische Festungsmauern, die eine seit 500 Jahren fast unveränderte mittelalterliche Stadt um gibt. Eine breite Treppe führt hinauf. In den alten Gemäuern Leben immer noch etwa 600 Menschen, Touristen können hier unterkommen,Paläste wurden zu Hotels umgebaut. Cáceres hat den Kulturerbetitel erhalten.
      Alfonso IX. vertrieb 1230 die Mauren, lockte Adelsfamilien mit Privilegien, die sich aber gegenseitig misstrauten.
      Sie bauten Geschlechtertürme mit Pechnasen und Zinnen . Unter Königin Isabella musste diese Feudalgesellschaft die WehrTürme kürzen, der Renaissancestil hielt Einzug.














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