Erlebnis Japan: Tokio und Yokohama

  • Kurz vor der Abreise haben wir noch befürchtet, unser Flug würde dem Streik bei Lufthansa zum Opfer fallen, eine Woche zuvor war der Flug gestrichen, doch glücklicherweise kam eine Einigung zustande und wir konnten starten.
    Nach dem langen Flug haben wir uns am Flughafen Haneda mit Bargeld eingedeckt, die Pasmo Card für den öffentlichen Nahverkehr gekauft und sind mit der Keikyu Line in ca. 40 Minuten in den Stadtteil Asakusa gefahren. Die Fahrt kostete pro Person 4,50 Euro. Überall am Flughafen gab es freundliche Helfer, die einen beim Ticketkauf unterstützen, alles war problemlos zu bewältigen. Ab Asakusa Station dann noch ca. 10 Minuten Fuß zum Hotel, auch den Weg haben wir mit maps.me gut gefunden. Unser Zimmer konnten wir erst später beziehen, also Koffer untergestellt und gleich los für erste Erkundungen.
    Im Stadtteil Asakusa gibt es viel zu sehen, der bekannte SensojiTempel ist sicher die Hauptattraktion. Rund um den Tempel kann man sich die Zukunft vorhersagen lassen durch Stäbchenorakel. Die Erklärung zu dem entsprechenden Stäbchen gibt es auch in englischer Sprache.


    Besonders haben mir die vielen Frauen im Kimono gefallen. Mir kommt das so vor, wie die Frauen im Dirndl in München zum Oktoberfest, die tragen die Kleidung sicher nicht jeden Tag, sondern beim ausgehen. Es sieht sehr grazil aus, am Fuß immer weiße Strümpfe und Holzpantoletten. Auch einige Männer tragen traditionelle Kleidung.


    Überhaupt sind die Japaner alle sehr elegant gekleidet, und übergewichtige Menschen, wie z.B. in USA sieht man gar nicht. Zudem sind wirklich alle sehr höflich und freundlich, ein vordrängeln oder rempeln gibt es nicht. Und alle sind sehr diszipliniert, z.B. beim warten auf die grüne Ampel. Dies nur ein paar Beobachtungen am Rande.
    Gleich über den Fluß Sumida sieht man dann schon das Gebäude der Asahi Brauerei und dem Skytree im Hintergrund.
    Im 22 Stock des Asahi Gebäudes gibt es eine Bar, Eintritt kostenlos, Getränke obligatorisch. Bei einem kühlen Ashai Bier kann man die Aussicht genießen.


    Am ersten Abend waren wir wegen der zeitverschiebung früh müde. Doch ein typisches Essen sollte es noch sein. Wir haben uns für eine Suppe entschieden, dazu muß man einen Coupon am Automaten ziehen, die Gerichte sind bebildert. Doch auch hierfür kam sofort ein freundlicher Angestellter aus dem kleinen Restaurant zur Hilfe. Wir haben uns für die spicy Miso Ramen entschieden, die Suppe wurde frisch zubereitet und war sehr lecker.


    Unser Hotelzimmer ist erstaunlich geräumig, ich hatte es kleiner erwartet. Und ich weiß auch schon, was ich mit nach Hause nehmen würde: die Toilette!
    Wer braucht schon im Auto eine Sitzheizung, viel wichtiger ist ein angewärmter Toilettensitz. Und nach dem erledigten Geschäft gibt es unterschiedliche Düsen.

  • ....Und ich weiß auch schon, was ich mit nach Hause nehmen würde: die Toilette!


    Wer braucht schon im Auto eine Sitzheizung, viel wichtiger ist ein angewärmter Toilettensitz. Und nach dem erledigten Geschäft gibt es unterschiedliche Düsen.

    Jupp!
    Und DEN haben wir uns (nach 2 Japan-Urlauben) mittlerweile zu Hause gegönnt :thumbsup:
    Träumchen! Möchten wir nicht mehr missen.


    Euch noch schöne Zeit in Japan,
    LG
    Gusti

    redfloyd.........................................................................................Gusti
    redfloyd.gifGusti.gif


    Heaven is where the police British, the cooks Thai, the mechanics German, the lovers Italian and it is all organised by the Swiss.
    Hell is where the cooks are British, the mechanics Thai, the lovers Swiss, the police German and it is all organised by the Italians.

  • Am nächsten Tag wollten wir morgens gleich ins Mori Art Museum und das Sky Deck, doch die Ausstellung ist derzeit geschlossen, wir kommen in den nächsten Tagen nochmals her. Kurz durch das Einkaufszentrum in dem Gebäude geschlendert und die exclusiven Geschäfte und Auslagen bewundert, alle teuren Markennamen sind vertreten, doch leider ist das nicht unsere Preisklasse...
    Die große Spinnenskulptur „Maman“ bewundert, normalerweise mag ich Spinnen nicht, aber die war wirklich interessant anzusehen. Bei der Gelegenheit gleich ins nahe Hard Rock Café, einen PIN für einen Freund kaufen, der die begeistert sammelt.
    Weiter ging es nach Ginza, den Shopping District. Am Wochenende ist die Hauptstraße für Autos gesperrt und Fußgängerzone. Tische und Sonnenschirme sind aufgestellt, ein Zauberer führt seine Künste vor. Es ist sehr angenehm zum bummeln, sehr elegant gekleidete Menschen, also nicht overdressed elegant, sondern dezent, der japanische Stil. Wir waren in 3 großen Kaufhäusern, aber nicht um zu shoppen, sondern wegen der Aussichtsterrassen. Die sind frei zugänglich, mit Bäumen, wahre Oasen mitten in der Stadt. Familien mit Kleinkindern, junge Paare nutzen die als grüne Oase in der Stadt, es geht ruhig und angenehm zu, die Aussicht ist super, oft führt sie Terrasse rund um das Gebäude. Den Zugang u den Aussichtsterrassen findet man nicht zufällig, vielen Dank an „Wanderweib“ für die detaillierten Beschreibungen. Von der Terrasse des Tōkyō Kotsu Kaikan ist der vorbeifahrende Shinkansen alle paar Minuten zu sehen, auf der Terrasse des Ginsa Six haben wir sogar im November noch blühende Kirschblüten gesehen. (Ich denke zumindest, es waren welche) und auf der Terrasse des Tokyu Plaza Ginza gibt es sogar einen kleinen Pool,
    Im Kaufhaus Ginza Six gab es ein Blumengeschäft mit sehr ausgefallenen Blumenarragements - die Bezeichnung Blumenstrauß wird dem nicht gerecht.
    Ach ja, etwas einkaufen war dann doch noch -jeder Widerstand zwecklos- bei Uniqlo bin ich schwach geworden!
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  • Besonders haben mir die vielen Frauen im Kimono gefallen. Mir kommt das so vor, wie die Frauen im Dirndl in München zum Oktoberfest, die tragen die Kleidung sicher nicht jeden Tag, sondern beim ausgehen. Es sieht sehr grazil aus, am Fuß immer weiße Strümpfe und Holzpantoletten. Auch einige Männer tragen traditionelle Kleidung.

    Äääääh, ich fand die ja auch schön so für Fotos. Allerdings habe ich mir sagen lassen, dass das eher ein Touristenvergnügen ist: Im Kostümverleih kann man sich ankleiden lassen und dann nette Fotos machen.


    Das wird wohl sehr gerne von Chinesen genutzt und ist somit wohl eher vergleichbar mit Amerikanern in geliehenen Dirndls und Lederhosen auf dem Oktoberfest...

  • Hallo Inspired,
    ich habe in Asakusa ein paar Schilder gesehen, wo auf die Möglichkeit hingewiesen wird, sich einen Kimono zu leihen und dann natürlich das auch zu fotografieren oder inklusive Fotografen, so genau interessiert mich das nicht. Ist ja ungefähr so, wie Du beschreibst, wie wenn der Chinese eine Lederhose trägt. wer‘s braucht....
    Doch ich denke, wenn das so ein professionelles Fotoshooting ist, dann auch ein Fotograf dabei, den habe ich nicht gesehen.
    Ob die Personen, die ich fotografiert habe, alles Japanerinnen sind, kann ich natürlich nicht sagen, so genau kann man den Unterschied nicht ausmachen, doch ich hatte den Eindruck, das sind Freundinnen oder Paare, die sich in der traditionellen „Tracht“ zurechtmachen und zum bummeln gehen, in den Tempel, ins Restaurant, so wie sich die Münchner und auch die Besucher aufhübschen, und es gab Familien mit kleinen Kindern. Die bisherigen Aufnahmen habe ich alle am Samstag und Sonntag gemacht,werde beobachten, ob ich die „Geishas“ heute auch wieder sehe.
    Mir gefällt, das es sehr schöne und traditionelle Kleidung ist, nicht kitschig und billig (wie manches Dirndl) mit schönem Haarschmuck. Die Personen heute haben sich auch gerne von mir fotografieren lassen - ich habe selbstverständlich gefragt. Nur eine Person auf dem Foto war „professionell“, die Dame rechts oben die war Verkäuferin in einem Kimonogeschäft. Das kleine Mädchen war mit seiner Mutter unterwegs.
    Die Chinesen gibts hier natürlich auch, doch die sind eher in Gruppen unterwegs, immer einem einem fähnchenschwingenden Guide hinterher

  • Ich muß mich sputen, komme mit den Tagen kaum hinterher...


    Am Sonntag sind wir gleich morgens nach Shinjuku um auf den Aussichtsturm des Rathauses zu gehen bzw. zu fahren.Der Platz vor dem Gebäude war menschenleer, an Wochentagen wimmelt es hier sicher mit den vielen Angestellten der beiden Bürotürme. Oh je, eine lange Warteschlange vor den Aufzügen, doch die bewegt sich zum Glück zügig vorwärts, so daß wir vielleicht 20 Minuten warten müssen, und wie immer wird die Warteschlange geordnet durch freundliche Menschen mit weißen Handschuhen.
    Oben angekommen genießen wir die Aussicht, sogar den Fuji können wir in der Ferne sehen. Und das alles mit klassischer Klaviermusik, in der Mitte des Raumes steht ein Klavier, an dem Besucher spielen dürfen, und die können es !! das Zuckerl ist, daß diese Aussichtsterrasse kostenlos ist.
    Wer ein originelles Souvenir braucht, kann „das Tier im Mann“ in einen Godzilla Slip kleiden.
    Anschließend die Hochhäuser in der Gegend bewundert, kurz in den Bic Camera (japanischer Media Markt) , doch das Angebot an Technik überfordert uns.
    Für den Nachmittag hatten wir Tickets für das Digital Art Museum teamLab borderless Planets (bei Klook online im voraus gekauft).
    Ich hatte einiges darüber gelesen, mein Mann war unvorbereitet. Um so erstaunter war er, als er im Museum (so hatte ich es Ihm angekündigt) die Schuhe ausziehen mußte und wir uns Shorts ausgeliehen haben. Dann ging es im Dunkeln los, in manchen Räumen steht man bis zu den Knien im Wasser, Reflektionen von Fischen und Pflanzen, andere Räume sind verspiegelt mit blinkenden Lichtstäben, in einem Raum sind riesengroße Bälle, die unterschiedlich beleuchtet werden. Man kommt sich vor wie in einem gigantischen Bällebad. Alles sehr unwirklich und beinahe ein psychedelisches Erlebnis. Ich habe Fotos gemacht, die jedoch die Eindrücke nichtmal annähernd wiedergegeben, deshalb stelle ich die hier gar nicht ein. In zwei Tagen steht noch das zweite Digital Museum auf dem Programm, wir freuen uns schon darauf.

  • Das ist richtig. Ich glaube, die Kostüme sind die sehr bunten und auffälligen Kimonos, und ich habe auch Frauen im Kimono gesehen, die ganz offensichtlich keine Touristinnen waren. Ist ja auch im Grunde egal...


    Unabhängig davon mag ich auch meine Bilder aus Kyoto und Seoul mit Menschen in traditioneller Kleidung sehr, wo asiatische Touristen auch gerne in Kimonos ihr Sightseeing machen.


    Ich finde gar nichts schlimmes daran, auch weil ich selbst meine Zeit im Urlaub anders verbringen würde als mit Kostümierungen.


    Ist sicher eher eine Frage des Lebensgefühls. Vor einigen Wochen in Indien fand ich mich plötzlich unversehens im Sari wieder. Ich konnte gar nicht widersprechen, bin da einfach "reingesteckt" worden. Es war ein sehr, sehr schöner Abend.

  • Otomesando ist ein Stadtteil mit exclusiven Geschäften, alle teuren Markennamen sind vertreten. Ganz in der Nähe der U-Bahn Station sind wir auf einen Tempel und dazugehören Friedhof inmitten der Hochhäuser gestoßen.

    Zum shoppen waren wir nicht hier,,obwohl es den Seitenstraßen durchaus nette Geschäfte gegeben hat, alternative Geschäfte, auch second hand, die Atmosphäre in den Seitenstraßen erinnerte und an Florida.
    Entlang der Hauptstraße waren im Geschäft der Softbank 2 kleine Roboter zu sehen, also nix wie rein. Die waren per iPad zu steuern und haben unheimlich „menschlich“ reagiert, gestikuliert und gesprochen. Den Knopf zum umstellen auf deutsch gab‘s leider (noch) nicht.

    Beim Kaufhaus Tokyu Plaza haben wir uns natürlich die verspiegelte Rolltreppe angeschaut. Im Kaufhaus gab es wieder einen schönen Dachgarten. Und neben den Toiletten im Einkaufszentrum ein abschließbarer Raum, zum wickeln und stillen von Babys, incl. der Möglichkeit, die Milch zu erwärmen. Da können wir uns eine Scheibe davon abschneiden.....


    Auf dem Weg zur Shibuya Kreuzung lag Tower Records noch auf unserem Weg - leider ! Mein Mann ist ein Musikfan, und da gibt es auf 7 Stockwerken Unmengen davon. Man kann vieles anhören und es gibt so lustige Dinge wie Sake Wein „Kiss Edition“ oder Bierdosen mit dem Aufdruck von ACDC. Doch was macht Ed Sheeran direkt neben Kiss ?


    Shibuya Kreuzung
    Das ist vermutlich die bekannteste Kreuzung der Welt.
    Insgesamt 5 Fußgängerüberwege kreuzen sich hier, in Stoßzeiten sollen bis zu 15,000 Menschen gleichzeitig die Straße hier überqueren. Ganz so voll war es bei unserem Besuch nicht, aber immer noch wuselig genug. Der Effekt kommt auch dadurch zustande, daß die Japaner sehr diszipliniert sind, selbst wenn kein Auto kommt, wartet man an der roten Ampel. Und bei grün gehen alle gleichzeitig los. Es ist wie ein riesiger Ameisenschwarm, wenn man das von oben ansieht. Und sobald die Ampel blinkt und auf rot umschwenkt leert sich die Kreuzung.

  • Da ich mich nicht entscheiden konnte, welches der beiden teamLab Digital Art Museen wir besuchen wollten, lief es auf beide hinaus.
    Auch hier hatte ich die Karten im voraus gekauft, wir waren mindestens 20 Minuten vor Öffnung dort und schon viele warteten. Jacken und Tasche in ein Schließfach, dann ging es los.
    Was soll ich sagen ? Vielleicht liegt es an den hohen Erwartungen, das diese Ausstellung noch besser größer sein sollte ? Oder daran, daß viele, viele Besucher da waren, wir waren beide etwas enttäuscht. Es gab mehr Räume, mehr Projektionen, Musik. Doch in einigen Räumen wie im floating net lag ich da, sah die Videoprojektionen und wartete auf mehr, doch da kam nix.
    Nachdem ich jetzt beide Ausstellungen gesehen habe, würde ich nur in das teamLab Planets gehen.


    Anschließend sahen wir uns in der Gegend Odaiba um, die ein groß angelegter Freizeitpark ist. Riesenrad, Parks zum spazieren, Shopping Center, sogar eine Freiheitsstatue gibt es, man wähnt sich der falschen Stadt....
    Im Aquacity sind wir wieder einer Empfehlung von „Wanderweib“ gefolgt, und haben bei fantastischer Aussicht unser erstes Wagyu Rind gegrillt.

  • Mitten im Geschäftsviertel Asakasa haben wir den Hie-Jinga Schrein besucht. Es gibt mehrere Zugänge, nicht weit von der Metro Station Tameike-Sanno haben wir einen etwas unspektakulären Zugang mit Rolltreppe erwischt, ich war schon etwas enttäuscht, alles so modern....Doch der Schrein war sehr schön anzusehen mit vielen Details und natürlich haben wir auch die Treppe mit den roten Toren noch gefunden.

  • Unser letzter in Tokio war der Tag der „zweiten Chance“.
    Letzten Sonntag war das Mori Art Museum geschlossen, da eine neue Ausstellung vorbereitet wurde. Um das gemeinsam mit der Aussichtsterrasse Tokyo City View zu besuchen, sind wir nochmals hergekommen. Und der Besuch hat sich gelohnt !
    Auf 270 Meter Höhe umgibt eine Glasfront das ganze Stockwerk und man hat eine super Aussicht.
    Obwohl wir eher Museums Muffel sind, hat das Mori Art Museum uns begeistert. Die Ausstellung stand unter dem Motto „Future and the Arts“. Na ja, wir dachten, da gehen wir halt durch. Doch von den Ausstellungsstücken, den Videoinstallationen, den Kunstwerken, den kleinen Robotern waren wir begeistert.



    Das komplette Gebäude Shibuya Sky Scramble ist erst seit 3 Wochen geöffnet, in den unteren 13 Stockwerken sind Geschäfte und Restaurants.
    Für den Montag hatten wir Tickets, doch die offene Aussichtsterrasse des neuen Shibuya Sky Scramble gesperrt wegen starken Windes. Wir konnten die Eintrittskarten umtauschen und hatten heute Glück. Trotzdem es wieder windete war die Terrasse war offen.
    Auch hier war die Aussicht bei der einsetzenden Dämmung genial.

  • Hallo Margarete,
    im April, das war sicher auch eine super Reisezeit für Japan, konntet Ihr da schon die Kirschblüte bewundern?


    Jeder hat andere Erlebnisse, und das bietet dann auch die Möglichkeit auf einen zweiten Besuch...? Wobei Tokio leider eben nicht so einfach per stopover zu besuchen ist, wie andere interessante Städte.
    Wir waren jetzt 6 Tage in Tokio, haben viel gesehen und viel nicht gesehen !Dabei kommt es auch immer auf die Interessen an.
    Erstaunt hat mich die Sauberkeit in der Stadt, kein Müll und Zigarettenkippen, die Japaner sind unheimlich diszipliniert, es gibt kein Gedränge oder geschubse. An der roten Ampel wird gewartet, selbst wenn es eine Seitenstraße ist und weit und breit kein Auto kommt.
    Und extrem wenig Autos für so eine Millionenstadt. Dreispurige Straßen und kaum Verkehr oder gar ein Stau. Nur ein paar Taxis und wenige Privatautos. Die sind sehr leise (Elektro/Hybrid?) und dadurch kein Smog. Noch weniger Motorräder. Da ist bei uns zuhause im Dorf morgens auf der Durchgangsstraße mehr los.
    Hätte ich alles so nicht erwartet.
    Karina

  • Gestern sind wir mit der Metro und Zug nach Yokohama gefahren.
    Unser Hotel ist direkt am Hafen, das einchecken verlief wie am Flughafen.
    Von unserem Zimmer im 33 Stock haben wir eine tolle Aussicht, aber es ist winzig klein, dagegen war das Hotelzimmer in Tokio eine Suite!

    Koffer unters Bett, sonst kann man sich nicht umdrehen, doch alles ist durchdacht und vorhanden.
    Als erstes haben wir Chinatown besucht, da ist ein Restaurant am anderen, das Angebot ist identisch, die Preise auch.

    Am Hafen kann man rund um den Yokohama landmark tower gut bummeln und hat immer wieder schöne Aussichten.


    Heute sind wir aufgewacht und haben beim Blick aus dem Fenster zum ersten Mal Regen gesehen. Aber auch unser Schiff, das heute schon eingelaufen ist, morgen können wir zu Fuß hingehen. Sind nach dem Frühstück gleich in die Richtung gegangen uns schon mal umsehen und pitschnass zurückgekommen.

    Bei dem Wetter bin ich jetzt zumindest mit den Berichten auf dem laufenden.


    Spa/Onsen


    Nachdem wir von dem Spaziergang heute Morgen pitschnass zurückgekommen sind und das Regenwetter anhält, sind wir danach in den Hotel Spa. Bereits gestern ist uns im Aufzug aufgefallen, daß viele im Bademantel und mit Schlappen unterwegs waren, also beschlossen wir, den hoteleigenen Onsen zu besuchen. Es gibt zahlreiche Hinweisschilder, was nicht erlaubt ist, so.z.B. ist der Zugang verboten, wenn man Tätowierungen hat, sie gelten als Erkennungszeichen des organisierten Verbrechens oder anderer Randgruppen. Männer und Frauen baden getrennt. Tatoos haben wir nicht, und für die weitere Vorgehensweise sollte es klappen, wenn man genau beobachtet, wie das die anderen Besucher machen.
    Man schließt die Kleidung ein und nimmt nur ein kleines Handtuch mit, das legen sich die meisten zusammengefaltet auf den Kopf. Es gibt viele Kabinen hinter schulterhoher Abtrennung, da setzt man sich auf einen niedrigen Hocker, und wäscht sich, Shampoo, Duschbad, alles ist vorhanden. Anschließend man in die unterschiedlich temperierten großen Becken sitzen, zwischen 39 und 41 Grad warm, es gab Becken drinnen und draußen.
    In der Umkleide gab es wieder alle Pflegeprodukte, die man verwenden konnte, bevor man sich ankleidete. Eine sehr entspanntes japanisches Erlebnis für einen Regentag.
    Fotos gibt es aus verständlichen Gründen diesmal nicht.

  • Hallo Karina,
    ja, wir sind im April mit der Kirschblüte gereist. Wir hatten aber am Anfang in den japanischen Alpen auch Schnee (Takajama).
    Das Bade- und Onsenritual ist schon was Spezielles, vieles ganz anders als bei uns. Dass man sich gründlich wäscht bevor man in die Badewanne geht und dafür gr. Abflussrinnen vorhanden sind, ließ uns auch erst mal staunen.
    Es gefällt mir, dass es Japan mit der Insellage jahrtausendelang geschafft hat, eigene Sitten, Gebräuche, Traditionen und Regeln in der Gesellschaft beizubehalten. Auch, dass man es sich mal einen Tag im Kimono unterwegs z.B. mit der Freundin gut gehen lässt und entspannt durch die Straßen läuft, hat auf uns positiv gewirkt.
    Die Sauberkeit, die winzigen Hotelzimmer mit allem, was man braucht im Überfluss, das alles ist schon eine Reise wert.
    Ich habe hier im Forum auch berichtet, falls du möchtest, kannst du hier mal schauen, ich habe auch eine Karte mit unserer Route drin.
    Ich freue mich drauf, noch was von dir zu hören.
    LG margarete

  • Hallo Margarete,
    vielen Dank für den link mit Eurer Japan Reise, Eure Erlebnisse habe ich gerade gelesen. Ihr seit ja ganz schön abenteuerlich unterwegs gewesen, und vom Wetter her war auch alles dabei, von Schneegestöber bis Kirschblüte. Mit dem typischen japanischen Frühstück und dem Essen kann ich mich auch nicht anfreunden, aber es gibt viele Alternativen, ohne die bekannten amerikanischen fast food Restaurants..
    Man spürt bei Deinem Bericht auch die Begeisterung für Japan und dessen positive Eigenheiten, genauso wie wir es jetzt erlebt haben. In love Hotels haben wir leider nicht übernachtet...
    Japan ist kein Kulturschock sondern ein Erlebnis, das ist unser positiver Fazit nach dem Dauerflash von Eindrücken.

  • Mit etwas Verzögerung gehts weiter im Bericht, noch sind wir in Japan, viele Grüße an alle, die bisher mitgelesen haben.
    Nach einem weiteren Regentag, den wir hauptsächlich im Onsen und im Hotelzimmer zugebracht haben ging es am nächsten Tag auf das Schiff, die Millenium. Wir konnten zu Fuß hingehen, einchecken ging fix, nachdem alle Formalitäten zuhause online alles eingegeben hatten. Die Kabine ist sehr geräumig und wir fühlen uns sofort wohl.
    Zum Ablegen spielt ein Jugendorchester.
    Unser erster Hafen ist Shimizu, und obwohl es nur ungefähr 120 km Luftlinie von Yokohama entfernt ist, ist die Natur hier tropischer. Orangenbäume, Palmen, in den Vorgärten in Form geschnittene Bäume, die aussehen wie große Bonsais. Die Hafenstadt wurde reich durch den Export von grünem Tee, der in der Umgebung wächst, was groß auf den Taxis steht.
    Per Bus ging es zu Miho-no-Matsubara, einem schwarzen Strand mit vielen knorrigen Pinienbäumen. Vom Strand aus hat man die eine gute Aussicht auf den Fuji- wenn der sich nicht in Wolken hüllt wie bei unserem Besuch, schade.

    Zurück in der Hafengegend bummeln wir im Harbourland, heute am Sonntag ist viel los, ein kleiner Markt, Familien mit Kinder sind unterwegs, die kleinen dürfen sich als Feuerwehrmänner verkleiden. Und wir haben Glück, die Wolken haben sich verzogen und die Sicht auf den Fuji ist frei.
    Beim Ablegen des Schiffes gibts ein Feuerwerk.

  • Für 2 Tage sind wir in Kobe. Auffallend viel mehr Verkehr als in Tokio, vor allem Lastwagen, irgendwie müssen die Waren, die per Schiff ankommen, weiter transportieren werden. In die Innenstadt geht ein kostenloser Shuttlebus, der hält direkt vor dem Eingang zu Chinatown, doch die Gerüche und vielen Imbisse können uns nicht verführen. Auf über einem Kilometer gibt es eine überdachte Einkaufsstraße , die Motomachi, mit zahlreichen Geschäften, angenehm zum bummeln. Auf dem Rathaus gibt es eine kostenlose Aussichtsebene, überall wird die üppige Beleuchtung für Weihnachten installiert, doch die geht leider erst im Dezember an.


    Am zweiten Tage gehts bei sonnigem Wetter zum Meriken Park, ein schön angelegter Park am Wasser, hier befindet sich das u.a. das maritime Museum mit einer kühnen Dachkonstruktion und der Port Tower.


    Und wenn schon in Kobe, dann wollten wir auch das Kobe Rind probieren.
    Es ist einRestaurant mit nur 8 Plätzen, Steak Aoyama, gebraten wird direkt vor den Gästen.
    Das Fleisch war sehr marmoriert, das Fett fein verteilt.
    Schon von der Zubereitung her war es ein Erlebnis, geschmeckt hat es auch und von daher hat sich die Ausgabe gelohnt. Öfter muß ich das nicht haben, das gehört in die Kategorie „einmal im Leben“.