Wer war schon einmal in Sri Lanka?

  • Wir waren 2017 dort für drei Wochen, das "Kulturdreieck" mit privatem Guide, sonst auf eigene Faust.

    Ich fand die Strände nicht so schön und das Essen weniger schmackhaft (im Vergleich zu Thailand).

    Generell war es überall ziemlich leer, was mich doch einigermaßen erstaunt hat. (Wir starteten unsere Reise am 20. April und waren an der Westküste und im Landesinnern.)

    Sonnige Grüße von der Insel


    We travel not to escape life, but for life not to escape us.


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  • Und was bzw wann hat es dir besser gefallen?

    Individual ist schon besser, das ist ja bekannt. Ich würde gerne noch den Norden und Osten kennen lernen. Toll waren die Nationalparks Minneriya und Yala. Da hatten wir einen eigenen Jeep für uns und konnten da anhalten, wo wir wollten. In Yala 2 Leoparden ganz nah gesehen und Minneriya bei strömenden Regen.


    Sri Lanka 2014

    De gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben
    - Alexander von Humboldt -


  • Individual ist schon besser, das ist ja bekannt. Ich würde gerne noch den Norden und Osten kennen lernen. Toll waren die Nationalparks Minneriya und Yala. Da hatten wir einen eigenen Jeep für uns und konnten da anhalten, wo wir wollten. In Yala 2 Leoparden ganz nah gesehen und Minneriya bei strömenden Regen.


    Sri Lanka 2014

    Hab mir gerade deine Sri Lanka-Reiseberichte auf deiner Website angesehen. Die Fotos der Reise 2014 sind toll - ganz besonders gefallen mir die Elefantenfotos aus Minneriya - super Schnapschüsse! Die Fotos der 1993-Reise machen mich richtig nostalgisch. Das war noch eine andere Welt ...

  • Wir haben Sri Lanka in den 1980ern und in 1990 bereist, lang ist‘s her. Sind über 10 mal dortgewesen. 2 x Pauschal, sonst Solo. Sri Lanka war für uns damals unsere Sehnsuchtsinsel, heute tendieren wir zu Myanmar und haben uns dort „festgefressen „.

    Wir haben heute noch Verbindung nach Sri Lanka über WhatsApp.

    Was wär damals schon nicht so schön fanden, die Aufdringlichkeit mancher Händler und oft lief jemand mit in ein Geschäft, in das wir sowieso freiwillig gehen wollten, um Provision abzukassieren wenn man was kaufte. Wir sind dann irgendwann morgens wieder dort hin, wenn die Luft rein war. Wir haben diese Aufdringlichkeiten akzeptiert, da die Menschen dort irgendeine Möglichkeit gesucht haben ihre Familien zu ernähren.

    Das Essen ist nicht jedermanns Geschmack. (hot) Den besten Curry haben wir in Galle im Closenberg bekommen und einmal in einem Gewürzgarten bei Matale. Damals sind wir nur mit Bekannten essen gegangen, die wußten wohin, ohne dass es uns am nächsten Tag schlecht ging. Hatten dort in all den Jahren keine gesundheitlichen Probleme. Wir erinnern uns immer gerne an die schöne Zeit dort. Strandzeit haben wir immer in Aluthgama gemacht.


    Vor zwei Jahren war unsere Tochter mit Familie in Beruwala. Das Hotelgelände war eingezäunt und draußen haben sich junge Kerle nicht nur zur Schau gestellt, sondern sind auch zu Aktivitäten übergegangen, dass sie die Liege ihrer Tochter (damals 15 Jahre) umgedreht hat.


    Trotzdem würde ich immer wieder Sri Lanka bereisen, es hat viel zu bieten.

  • Wir waren im Jahr 2000 im März dort für 3 Wochen. 2 Wochen mit Ayurveda Kur und 5 Tage mit privatem Guide auf Rundreise. Oben am Kandy Tempel konnten wir, dank Ihn an der Warteschlange vorbei und waren in kürzester Zeit im Tempel. Er erzählte uns, dass 20 km weiter noch die Tamilen kämpfen. So musste er die Tour an den Gegebenheiten anpassen. Es war ein ganz besonderes Erlebnis, als er uns seiner Familie vorstellte, als Abschluss der Rundreise. Danach noch einige Tage am Strand zum Erholen.

    Viele Grüße

  • Die Tamilenkämpfe haben wir auch miterlebt. Es eskalierte Anfang der 80iger als in Colombo an der Galle Road Läden von Tamilen in Brand gesteckt wurden. Wir haben einige Familien kennengelernt, aber das beeindruckendste Erlebnis war in Hutton ,May Field Tea Estate. Wir waren bei tamilischen Teepflückern. Eltern mit Kindern und Enkeln,

    Verwandtschaft ohne Ende. Es gab wie immer vegetarischen Curry und für meinen Mann und mich ein Hühnerbeinchen, bei uns sind das die sogenannten Drumsticks.

    Vor dem Essen waren wir erst noch in einem Hindutempel zu einer Zeremonie.

    Das sind Erinnerungen die einem keiner mehr nehmen kann.

  • Was uns 2014 etwas gestört hat, war die offene "Anbettlerei" auf Grund des Tsunamis ... jeder hielt sofort die Hand auf und wollte eine Unterstützung von uns.

    Tatsächlich? Das ist interessant. So ging es mir bisher noch nie...


    Generell wird natürlich schon versucht, mit Touristen etwas Geld zu machen (wie überall auf der Welt), aber viel Bettelei habe ich in Sri Lanka nicht erlebt. Die wenigen Bettler, die es gibt, betteln auch die Einheimischen an (und nicht nur Touristen). Und die Einheimischen, die einfach schnell etwas Geld machen wollen, machen es subtiler.... ;)

  • NESSI1 - marbles1 - Serendib - Ich finde es ganz erstaunlich, dass ihr alle schon während dem Bürgerkrieg gereist seid. Obwohl sich das meiste ja im Norden/Osten abgespielt hat, gab es doch immer auch wieder Anschläge in anderen Teilen der Insel. War euch das Risiko damals egal? Würdet ihr heute bei ähnlichen Bedingungen auch reisen oder seid ihr in dieser Hinsicht vorsichtiger geworden?

  • Unser Guide und auch der Fahrer haben in der Nacht im Hotel von anderen Tourleiter eine Information über die Anschläge bekommen, daraufhin hat er die Route geändert. Von ursprünglich 7 Tagen auf 5 Tage verkürzt sind wir dann Richtung Süden gefahren. Wir haben uns zu jeder Zeit sicher gefühlt. Als wir wieder in unserem Hotel ankamen, war noch mehr Security präsent, und man sollte auch nicht mehr „alleine“ auf Märkte gehen. Später am Flughafen dann auch strengere Sicherheitskontrollen.

  • Unser Guide und auch der Fahrer haben in der Nacht im Hotel von anderen Tourleiter eine Information über die Anschläge bekommen, daraufhin hat er die Route geändert. Von ursprünglich 7 Tagen auf 5 Tage verkürzt sind wir dann Richtung Süden gefahren. Wir haben uns zu jeder Zeit sicher gefühlt. Als wir wieder in unserem Hotel ankamen, war noch mehr Security präsent, und man sollte auch nicht mehr „alleine“ auf Märkte gehen. Später am Flughafen dann auch strengere Sicherheitskontrollen.

    Ich meinte eigentlich vor der Buchung. Hat euch das damals nicht abgeschreckt, dass es in Sri Lanka Bürgerkrieg gab? Wieso habt ihr euch trotz Bürgerkrieg Sri Lanka als Reiseziel ausgesucht?

  • Als der Konflikt Anfang der 80er eskalierte, war nicht vorauszusehen, was da einmal vor sich gehen würde. Wir waren nie in Jaffna oder im Osten der Insel und haben dann auch nie mehr Mihintale besucht. In der Nähe vom Oberoi in Colombo, heute Cinamongarden war der Wohnsitz des damaligen Regierenden. Wir hatten abends große Umleitungen um das Hotel und Kontrollen, wurden dann über den Hintereingang reingelassen. Unterwegs saß Militär hinter Sandsäcken schwer bewaffnet und beobachtete alles genau. Es gab auch Straßensperren und bei Kontrollen haben wir unser Gepäck öffnen müssen. Einmal stand ein Junge, vielleicht 15-16 Jahre alt dicht an unserem Auto mit einem Gewehr, das ins Innere des Autos zeigte. Das sind aber Vorfälle einiger Jahre zusammengefasst. Es gab noch einige Situationen, bei denen wir uns nicht ganz sicher gefühlt haben. Aus diesem Grund sind wir dann nicht mehr nach Sri Lanka gefahren.

    Die Bettelei war vielleicht früher ausgeprägter. Die Kinder liefen uns ständig nach:

    Bonbon, Rupies. Dann kam eine Zeit, wir hatten Süßes einstecken, das die Kinder sagten: nein der Lehrer hat’s verboten, ist schlecht für die Zähne.

    Schlepper gab es schon immer, man muß nur genau hinschauen, Prostitution auch,

    das man ganz offen auf dem Weg nach Aluthgama (über die Eisenbahnbrücke haben wir immer den Weg genommen) angesprochen wurde: Junge oder Mädchen?

    Wir waren oft genug dort und immer wieder mit Bekannten ob Singhalesen, Tamilen oder Moslems unterwegs und jedes Jahr hatten wir überwiegend schöne Erlebnisse auf der eigentlich kleinen Insel die ungefähr die Größe von Bayern hat.

    Heute fahren wir ständig nach Myanmar, wo es ständig „Krieg“ zwischen den verschiedenen Volksgruppen und dem Tatmandaw (Militär) gibt. Man muss nicht unbedingt dort hin fahren wo es Ärger gibt. Aber das Land hat viel zu bieten.

  • Wollte zur Reisewarnung von damals nur sagen, das Auswärtige Amt hat nur vor Reisen nach Jaffna und den Osten abgeraten. Nach Trincomalee wären wir sowieso nicht gereist, weil dort Regenzeit gewesen wäre. Heute kein Problem mehr, soll ein schönes Gebiet zum Schnorcheln und Tauchen sein.

  • Wollte zur Reisewarnung von damals nur sagen, das Auswärtige Amt hat nur vor Reisen nach Jaffna und den Osten abgeraten. Nach Trincomalee wären wir sowieso nicht gereist, weil dort Regenzeit gewesen wäre. Heute kein Problem mehr, soll ein schönes Gebiet zum Schnorcheln und Tauchen sein.

    Ja, Trincomalee ist wirklich sehr schön! Und noch sehr unsprünglich. Es gibt nach wie vor verhältnismäßig wenige Hotels. Die Strände sind fantastisch. Kilometerlang und fast weiß. Im Sommer ruhiges, spiegelglattes Meer zum Baden. Fast ein bisschen wie auf den Malediven.