Back to the world of travelling - Provence

  • Ich weiß nicht wie viele Tage oder Wochen ich von März bis heute damit verbracht habe, e-mails zu schreiben oder Airlines anzurufen um eine Erstattung von diversen Flügen zu beantragen, die ich weit im voraus gebucht hatte. Im Juli war ich der ganzen Sache leid und habe mich kurzerhand ins Auto gesetzt um mal wieder richtig durchzuatmen und etwas anderes zu betrachten als Listen von gestrichenen Flügen mit Bemerkungen über den aktuellen Status.

    Die Provence kennt jeder und den "weltbekannten" Ort Ville sur Auzon sicherlich auch, oder? Wenn nicht hier sind ein paar Bilder, von einer Reise nach Ville sur Auzon, in Sichtweite des Mont Ventoux.


           


       


       

  • Ach ja, die Provence. So schön. Und hier im Forum eigentlich auch ziemlich unterrepräsentiert.


    Daß man einfach mal raus muss, verstehe ich nur zu gut. Uns ging/geht es ja ähnlich in diesem mistigen Jahr.

    Nur leider war im Sommer für uns keine freie Urlaubszeit.


    Vor 22 Jahren habe ich diesen traumhaften Landstrich bereist, Apt en Luberon, Avignon, Roussillon.... Das war eine meiner wenigen Europa-Touren, damals mit einem Wohnmobil.

    So wunderbar entspannt und sonnendurchflutet diese Reise war, als fader Nachgeschmack und bleibender Eindruck blieb ein Einbruch in unser WoMo am vorletzten Tag, am hellen Nachmittag, mitten auf einem Parkplatz in Orange. Polizei desinteressiert (Tagesgeschäft), mitgenommen haben die Gauner "mit Migrationshintergrund" alles, was sich zu Geld machen läßt. Klamotten, Souvenirs, sogar das Autoradio.

    Doch trotzdem, auch schlechte Erinnerungen verblassen ja mit der Zeit, und den intensiven Duft von Kräutern auf dem Wochenmarkt, von Lavendel auf den Feldern, das laute Zirpen der Zikaden - das könnte man schon gerne mal wiederholen.


    Warst Du länger unterwegs?


    LG

    Gusti

    redfloyd.........................................................................................Gusti
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    Heaven is where the police British, the cooks Thai, the mechanics German, the lovers Italian and it is all organised by the Swiss.
    Hell is where the cooks are British, the mechanics Thai, the lovers Swiss, the police German and it is all organised by the Italians.

  • Wenn dieses ganze Theater um ein Virus inkl. der restriktiven Maßnahmen irgendetwas Positives hat, dann ist es vielleicht die Änderung unserer Sichtweise auf Dinge und unserer Bewertungskriterien zur individuellen Einordnung. Ist etwas das sich mehr als 10000 km entfernt, schöner als etwas das sich just um die Ecke befindet?


    Ich war schon sehr oft in Frankreich und ich hätte diese Reise wahrscheinlich nie gemacht, wenn ich nicht eingeschränkt in der Auswahl meiner Reiseziele gewesen wäre. Insofern, sollten wir immer versuchen das Beste aus den gegebenen Möglichkeiten zu machen und nicht mit dem Schicksal hadern. Die Provence noch einmal so erleben zu dürfen, wie auf diesen Bildern war ganz gewiss das Gegenteil einer billigen Ersatzlösung. Die Zeit die man an den verschiedensten Orten zur Verfügung hat, ist im Grunde immer zu kurz. Die meisten kennen es, man ist aus finanziellen, organisatorischen oder familiären Gründen oft limitiert. Nichtsdestotrotz sind zwei ... drei Tage Provence mit "dem intensiven Duft von Kräutern auf dem Wochenmarkt, von Lavendel auf den Feldern, mit dem lauten Zirpen der Zikaden" (Redfloyd), aber auch mit den Weinbergen oder mit dem Überfluss und der Vielfalt an Farben in der Natur und in urbanen Bereichen mit viel historischem Background, vielleicht erholsamer als manch andere Reise die 2 oder 3 Wochen dauert. Darüber lässt sich natürlich trefflich "streiten", aber bei einem Glas Wein und einem Stück Käse und dem obligatorischen Baguette verschwimmen in der Provence schnell die Konturen. A votre santé! Hey, worum ging es nochmal.....?


    Von Ville sur Auzon ging es dann weiter nach Avignon.

  • Marseille, Calanques NP und der Mistral



    Nach dem Aufenthalt in der Provence und dem Besuch von Avignon geht es nach Marseille. ( Anbei ein paar Bilder vom Alten Hafen in Marseille) Knapp 2 Wochen vor dieser Tour hatte ich fantastische Bilder von einem Nationalpark gesehen, von dem ich vorher noch nie gehört hatte. Und so sollte der Besuch des Calanques Nationalpark auch der Höhepunkt dieser Reise sein. Ich steuerte demzufolge ein Hotel an, das relativ nah an besagtem NP lag. Die Nähe zum Calanques NP war dann auch das einzige Attribut das dieses Hotel empfehlenswert machte. Das Verkehrschaos, verwinkelte kleine Straßen und die ganze Bausubstanz in diesem Teil von Marseille machten auf mich den Eindruck das hier die Städteplanung komplett versagt hatte. So ungefähr wie eine Stadt die gleich einem Mosaik erbaut, dann durch ein Erdbeben zerstört und dann aber komplett falsch wieder zusammen gesetzt wurde. Nun gut, 2 Nächte konnte man es aushalten, zumal ich die meiste Zeit auch draußen in der Natur war.


    Am nächsten Tag ging es erwartungsfroh in die kleine Ortschaft Mazarguez, welche sowohl Start als auch Ziel einer Tagestour in den Nationalpark Calanques werden sollte.


    Mazarguez ist nicht eigenständig, sondern im Prinzip ein Stadtviertel von Marseille, das sei der Vollständigkeit halber erwähnt. Oft kommt es auf Reisen anders als geplant und so auch an diesem Tag. Nach fast 1600 km zurückgelegter Fahrstrecke gibt es die Hiobsbotschaft " Nationalpark Calanques wegen des starken Mistrals und erhöhter Brandgefahr geschlossen."


    Um den Tag nicht zu einer Pleite werden zu lassen, kurz auf die Karte geschaut und dann Cassis als neues Ziel ausgegeben. Cassis liegt am östlichen Rand des Calanques NP.

  • Mit Cassis und den Calanques hast Du mich an den frühen Beginn meiner Reisetätigkeit erinnert. Ich bin dort mal als Jugendlicher mit einem Freund gelandet, um in den weissen Klippen über dem Meer zu klettern. Nationalpark war das damals bestimmt noch nicht. Gewohnt haben wir in der Jugendherberge "Auberge de Jeunesse La Fontasse", die es - ich hab gerade nachgesehen - immer noch gibt, und die auch noch immer exakt so aussieht wie damals.

  • Es gibt ja die wanderlustige Fraktion und die der "Bootsbesitzer." Was ist wohl schöner, traumhafte Natur "erwandern" oder doch lieber relaxt vom Boot aus betrachten? Die oft diskutierte Frage stellte sich in Cassis natürlich überhaupt nicht, da der Zutritt zum Calanques NP nicht möglich war. Eine 2 stündige Bootsfahrt entlang einer malerischen Szenerie von bizarren Felsformationen und traumhaft schönen Badebuchten bei Super Fotowetter war dann mehr als ein Trostpflaster. Ende gut....alles gut..

  • Man sieht, Frankreich ist immer eine Reise wert. Ich bedauere es, dass wir unsere Reise nach Nizza für nächste Woche absagen müssen.

    Danke für Bilder und Bericht. Vieles haben wir auf unseren Motorradtouren auch schon besucht, immer wieder schön.


    Viele Grüße
    Petra

  • Unsere Tochter wollte im Juni an die Ardechè nach Vallon Pont d-Arc.

    Corona hat sie ausgebremst. Urlaub verschoben auf jetzt Mitte September,

    Koffer war schon fast gepackt: zweiter Versuch gescheitert, Reisewarnung für dieses Gebiet. Nächster Versuch dann 2021 und wir werden mitfahren zur Lavendelblüte.

  • Unsere Tochter wollte im Juni an die Ardechè nach Vallon Pont d-Arc.

    Corona hat sie ausgebremst. Urlaub verschoben auf jetzt Mitte September,

    Koffer war schon fast gepackt: zweiter Versuch gescheitert, Reisewarnung für dieses Gebiet. Nächster Versuch dann 2021 und wir werden mitfahren zur Lavendelblüte.

    Sollte es eine private individuelle Reise werden oder doch über Reisebüro mit Veranstalter etc..?

  • Es sollte eine private Reise werden. Nur bei Reisewarnung ist bei Rückkehr Quarantäne zu erwarten. Sie hatte ein Mobilhome auf dem Camping Ardechoise mit ihrer Freundin gebucht. Für diese wäre es dann noch schlimmer gekommen. Sie hat ein Seminar anschl. an den Urlaub gebucht, das hätte sie wegen der Quarantäne nicht besuchen können und das Geld wäre dann futsch.

    Sie hatten eine Anzahlung geleistet und den Restbetrag überwiesen, dann kam die Reisewarnung. Die Anzahlung ist wahrscheinlich verloren, der Restbetrag wird zurücküberwiesen.

  • Die Rückfahrt über Nizza ...Monaco und...



    Auch bei den Reichen und Schönen in Monaco herrscht nicht immer eitel Sonnenschein. Nein, manchmal ist es auch bewölkt. Den meisten Monegassen geht es nicht schlecht, ist ihre Stadt doch sehr idyllisch am Mittelmeer gelegen, zwischen Nizza und San Remo, noch dazu mit einem sehr angenehmen Klima. Monte Carlo wird wettertechnisch geschützt durch die Seealpen im Hinterland, bekannt auch durch die Ralley Monte Carlo. Beim Blick von den Luxushotels am Meer auf das azurblaue Wasser benötigt man an den meisten Tagen im Jahr eine Sonnenbrille. Aber nicht nur das, man sollte auch etwas "Kleingeld" dabei haben.


    Im La Marèe im Port Palace Hotel kann man sehr gut essen und so nebenbei die unverbaute Sicht auf den Yachthafen genießen. Bei einer Flasche Dom Perignon schmecken die Meeresfrüchte dann gleich nochmal so gut.


    Ich hatte keinen so großen Appetit und Autofahren wollte ich ja auch noch, so dass ich an diesem Tag leider auf Champagner und frische Austern verzichten musste. ;-) Meine 6 Sardellen auf Schwarzbrot mit einem leckeren Dressing und einem ganz kleinen Salätchen und einer Flasche Mineralwasser schmeckten auch nicht schlecht. Die 58 €, mit der meine Kreditkarte dafür belastet wurde.... ich meine, dies sind doch hier in Monte Carlo nur Peanuts, oder? In sicherer Corona Distanz von etwa 3 m schien ein Paar am Nachbartisch wirklich fast alles zu genießen, was die Speisekarte so an deliziösem Meeresgetier hergab. Auf einer silbernen Etagere waren Austern, Langusten, Riesengarnelen, Königskrabben und noch so einiges angerichtet Die junge und sehr attraktive Frau, ich schätze sie war nicht älter als 25, machte ein paar Bilder von dem was da aufgetafelt war und spielte dann ein bisschen gelangweilt an ihrem Smartphone. Ihr Partner hatte ein paar Jahre mehr Lebenserfahrung, aber was ist heutzutage schon ein Altersunterschied von gut 30 Jahren. Nachdem ich bezahlt hatte.... schnell noch ein paar Fotos vom Yachthafen gemacht, ein freundliches Nicken und ein gesprochenes "Do Swidanja" (russisch) in Richtung meiner Tischnachbarn geschickt und dann ab zum Parkhaus und weiter ging es nach Mailand....."Ach ja, wahre Liebe muss doch was Herrliches sein."

    ;-)


          


    http://www.lamaree.mc/en/news/the-menu.html,076

  • :-O:-O


    Ich nehme nicht an, daß man Deinen Gruß erwidert hat...


    Schöne Impressionen, Danke & LG

    Gusti

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  • Ich hatte es eigentlich nicht erwartet, aber der Mann nickte tatsächlich zurück und die jüngere Dame war vorher auch schon recht freundlich, als ich sie fragte ob ich neben ihrem Tisch (der stand genau da wo die beste Aussicht war) ein paar Bilder vom Hafen machen dürfe.

  • Von Monte Carlo nach Mailand kann man es mit dem Auto eigentlich in gut 4 Stunden bei nicht allzu schneller Fahrt schaffen. Schwierig wird es , wenn man auf italienischen Straßen fast 2 Stunden im Stau steht. Irgendwo im Niemandsland zwischen Mailand und Genua liegt Tortona und unweit von Tortona gab es ein Hotel mit einem freien Zimmer. Großartig, ich wollte immer schon mal nach Tortona.


    Nach einem anstrengenden Tag bin ich total müde ins Bett gefallen und das garantierte einen guten Schlaf. Am nächsten Morgen gab es ein typischesitalienisches Frühstück. Ein ganz kleines Croissant mit einem Hauch edler Pfirsichkonfitüre, wobei die Betonung eindeutig auf "klein" und "Hauch" lag. Die meisten Italienfreunde werden es kennen, " zum satt werden zu wenig und zum hungrig bleiben zuviel."




    Nun, was macht man in Mailand, nachdem man sich satt gegessen hat? Mailand ist so ganz anders als Rom, Neapel oder Palermo. In der Kirche Santa Maria delle Grazie könnte man sich eines der bekanntesten Gemälde der Welt ansehen ( Das letzte Abendmahl von Leonardo da Vinci). Das geht leider nur mit Eintrittskarte und die sind immer Wochen im voraus ausverkauft. Der Mailänder Dom und die benachbarte Viktor-Emanuel-Galerie sind allemal einen Besuch wert. Sozusagen ein "Muss" für jeden der in diese Stadt kommt. Mailand ist definitiv die Stadt der Mode. Ich komme ganz gut ohne teure Designerjeans durch die Welt. (Nur mal so nebenbei) Aber wenn ich schon mal hier bin...... habe herausgefunden das ich PRADA dann doch besser finde als GUCCI.


    😉

  • Es sollte eine private Reise werden. Nur bei Reisewarnung ist bei Rückkehr Quarantäne zu erwarten. Sie hatte ein Mobilhome auf dem Camping Ardechoise mit ihrer Freundin gebucht. Für diese wäre es dann noch schlimmer gekommen. Sie hat ein Seminar anschl. an den Urlaub gebucht, das hätte sie wegen der Quarantäne nicht besuchen können und das Geld wäre dann futsch.

    Sie hatten eine Anzahlung geleistet und den Restbetrag überwiesen, dann kam die Reisewarnung. Die Anzahlung ist wahrscheinlich verloren, der Restbetrag wird zurücküberwiesen.

    Ok. Kann ich nachvollziehen. Das ist alles sehr schade und bei mir mehren sich die Zweifel ob das alles wirklich gerechtfertigt ist. Aber in diesem Punkt ist das Land gespalten und es lohnt keine Diskussion.

  • Dankeschön für Bericht und Fotos.

    Die Lavendelblüte hab ich leider noch nicht in Frankreich gesehen aber heuer wenigstens ein kleines Lavendeldorf in NÖ.

    Frühstück in Italien ist so, dass ich mich immer wieder auf gutes Schwarzbrot Zuhause freue.

    Trotzdem würde ich sehr gern ins Ausland fahren aber heuer bleiben wir im Land.

    Durch das super Wetter ist es auch in der Umgebung herrlich.