Fremdschämen in Muscat...

  • "...what a fu*** country is this here???", plärrt jemand am Mietwagenschalter nebenan.


    Zugegeben: Nachdem wir, nach unserem Stop zum Abendessen in München, in Muscat angekommen sind und am Budget Schalter stehen stellt sich heraus das eine Vorreservierung des Autos Gold wert ist zur Peak Season. Da wir wussten was wir vor haben, hatten wir natürlich ein Auto reserviert. Der Check-In dauerte sehr lange und so konnten wir beobachten wie sehr viele Leute Schalter für Schalter abklapperten und kein Auto mehr bekamen. Es war einach alles weg vom großen 4WD bis zum kleinsten Chevrolet. Und dennoch fragt man sich mit welcher Vorstellung einige Leute "um die Welt reisen".


    Nachdem wir alle Formalitäten hinter uns haben machen wir uns auf zum Parkhaus, wo uns sofort jemand empfängt und zu den Autos begleitet. Auf irgend einem der Fahrzeuge breitet der Typ eine Art kleinen Teppich auf der Motorhaube aus. Zum Vorschein kommen gefühlt 30 Autoschlüssel in denen er anfängt rum zu wühlen. Keine Ahnung wonach er sucht aber irgendwann drückt er auf einer der Fernbedienungen rum und einige Autos weiter öffnet sich unser weißer, nagelneuer (die Folien sind noch auf dem Interieur) Toyota Fortuner. Ich muss an die daheim ausgewählten Routen denken und denke mir nur: "Schönes Auto, aber schade drum".


    Nach einer Kurzeinweisung fahren wir endlich los und sind relativ schnell im Omanischen Straßenverkehr. Es wird mMn Rücksicht genommen. Was uns aber auffält: Man sollte an Ampeln generell losfahren sobald auch nur zu erahnen ist das grün wird. Sonst wird man ausgehupt^^ (Zu) schnell fahren sollte man auch nicht, denn die ausgebauten Straßen (Autobahnen) sehen aus als hätte jemand sehr viel Schmiergeld bekommen um möglichst viele Radarfallen zu kaufen. Ob diese überhaupt funktionieren wissen wir glücklicherweise nicht.


    Auf dem Weg ins Shearton Oman Hotel halten wir noch im LuLu-Hypermarkt, so etwas wie Walmart, und kaufen Wasser, einen Hijab und ein paar Snacks.



    Ausblick aus dem Zimmer nach unserer Ankunft. Wir sind im Stadtteil Ruwi, nache dem Bezirk Mutrah mit seinem großen Hafen, der Corniche und stellt den Start unserer 15 Tägigen Reise durch den Oman dar welche wir 2019 nach den Weihnachtsfeiertagen beginnen.

  • An die Lulumärkte erinnere ich mich gerne, wobei der neue in Khasab sich noch mal von den anderen abhob. Wie viele Schulkinder haben wir dort einige Male unser Mittagessen eingenommen - einfach köstlich und dann noch die Auswahl!

    Wir hatten auch 3 x einen Toyota, alle ziemlich neu. Damals benutzten wir die neue Autobahn Richtung Sur. Da wurden gerade viele Kassenhäuschen

    für die Maut gebaut. Viele Strecken sind wohl nur noch mit Gebühr machbar.

    Wie das wohl alles jetzt mit Corona gehandhabt wird???? Freue mich auf mehr Infos und Fotos.

    LG

    margarete

  • Das fahren dort ist wirklich angenehmen!


    Wir sind nach 3 Pralinen und einem Power-Nap auch wieder ins Auto gestiegen um einen "Spaziergang" mit Ausblick unternehmen. Unsere Wanderschuhe lassen wir aber im Hotel verpackt,... :-/ Soll ja nur ein kurzer Trip werden um ins Klima reinzukommen...


    Wir fahren also von unserem Hotel durch Mutrah nach Riyam und parken am gleichnamigen Park. Hier sollten wir noch 2 mal hin kommen auf unserer Reise. Nachdem das Auto abgestellt war machten wir uns mit einer kleinen Flasche Wasser für jeden auf den Weg. vom Parkplatz muss man zwischen einigen Häusern hoch bevor es eine sehr langgezogene Treppen am Berg hinauf geht. Ob es eine Treppe war oder einfach nur große Steine in entsprechendem Abstand weiß ich nicht. Aber man dachte es läuft locker und angenehm weiter.


    Wenn man sich auf halber Strecke nach oben umgedreht hat, hatte man bereits einen spektakulären Ausblick über Riyam und hat in weiter ferne den Weihrauchbrenner gesehen.



    Weihrauchbrenner bei Risyam. Leider waren wir dort nicht mehr.


    Oben angekommen stellte sich die Frage: Wieder runter oder weiter? Klar wofür wir uns entschieden haben, es war ja nur ein kurzer Spaziergang. Also weiter.


    Einige Leute drehten oben um. Wir gingen weiter und ich hatte noch im Gedächtnis das dieser Weg in Al Ariana endet und das er nach Regenfällen nicht passierbar ist. Auf der gesamten Strecke hatte ich die Uhr im Blick weil wir mittags gelandet sind und es schon relativ spät war. Wir wollten nicht am ersten Tag in der Dunkelheit rumstampfen. Und wir dachten nicht, das wir bei unserem ersten Stop in Muscat "durchs Gebirge" laufen.


     


    Blick auf Mutrah und den Hafen.



    Nach einem kurzen Pfad ging es "hinter" dem Berg wieder etwas runter. Kurz darauf wussten wir auch wieso nach Regen der Weg nicht passierbar ist.



    Viele Leute haben wir nicht getroffen auf dem Weg, aber einen der es relativ eilig hatte und "gerade aus" durch die Landschaft ging. Er ist auf den folgenden zwei Bildern zu sehen:



    Ich weiß nicht mehr wie lange wir unterwegs waren aber irgnedwann kamen wir auf einer Art Friedhof in Al Ariana wieder raus in die Zivilisation.



    Wanderschuhe wären besser gewesen...

  • Immer noch am ersten Tag (Tag der Ankunft) kommen wir nach unserer Wanderung zwangsläufig am Fort von Mutrah vorbei, der Besuch war kostenlos und man konnte die Festung über sehr viele Treppenstufen erklimmen. Von oben hat man einen Super Ausblick auf den Hafen von Mutrah, in dem die Kreuzfahrtschiffe anleg(t)en und in dem auch die Yachten des Sultans liegen.




  • Anschließend ging es über die Promenadenähnliche Riyam-Street zurück nach Riyam wo unser Auto parkte. Wir hatten zu dem Zeitpunkt bereits gut hunger und bestellten das erste mal im Oman etwas zu essen (ohne zu wissen was wir wirklich bekommen, da es in dem kleinen Laden mit der Verständigung eher schlecht als recht klappte).


    Zweite Laden von links, eigentlich heißt gefühlt alles: "Name-des-Betreibers"-Trading.


    Sarookh, mit Fleisch / Meeresfrüchten gefüllte Teigrolle. Wir liebten es.


    Es war relativ spät schon, aber wir waren nur einen Steinwurf (mit dem Auto) vom Regierungsviertel entfernt. Also machten wir uns bevor es ins Hotel ging noch auf den Weg dorthin und es hat sich wirklich gelohnt in der Dämmerung / Dunkelheit dort unterwegs zu sein. Wenn ich es vergleichen sollte, würde ich es als das bezeichnen was Singapur in Asien ist. Steril, Aufgeräumt, Bling-Bling,...


     


     



    Wir sind ca. eine Stunde durch das Viertel spaziert und haben uns von außen angeschaut den Sultanspalast, das National-Museum von Oman, sowie die beiden Forts angeschaut.


    Nach diesem langen Tag, der gefühlt 32 Stunden lang war sind wir extrem erschöpft ins Bett gefallen. Wir waren für einen 3 Tägigen Stop-Over in Dubai, aber dieser erste Tag in der völlig fremden Umgebung / Kultur kam uns vor wie eine Reise in eine andere Zeit.


    Es fühlt sich besonders an, wenn man einen Ort zum ersten mal besucht der so völlig neu und fremd ist wie es für uns hier der Fall war. In Asien landen fühlt sich für uns mittlerweile wie (ich will nicht "Nach Hause kommen" sagen, denn das wäre dämlich) zurückkommen an. Hier war alles neu und auf seine ganz eigene weise Interessant das wir den nächsten Tag nicht erwarten konnten.