Erfahrungen nach COVID-19 Impfung

  • Auch wir hatten Samstag das Glück, geimpft zu werden. Mit Biontech. Lediglich die Impfstelle selber am Arm war etwas druckempfindlich - aber das ist sie bei anderen Impfungen ja auch schon mal. Ansonsten keine Nebenwirkungen.

    Schade war, dass man danach nicht mit einem Sekt darauf anstoßen sollte - da wäre uns sehr nach gewesen, vor lauter Freude.

  • Tja, aus meinem Umfeld gibt es nicht viel zu berichten, da ich nur sehr wenig geimpfte Leute kenne.

    Schwiegervater, über 80 hat beide Impfungen (Biontech) weg - keine Nebenwirkungen. Mein eigener Vater, 74, erste Impfung Biontech - keine Beschwerden. Meine Mutter, gleiches Alter, wartet noch auf eine Einladung.

    Ein Geschmäckle hat die Impfung meines Schwagers und seiner Frau. Beide 55, keine Vorerkrankungen, keine relevanten Berufe oder Umstände. Geimpft mit Biontech. Keine Ahnung wie die da ran gekommen sind, habe es nur nebenbei erfahren. Aber: beide keine Nebenwirkungen.


    Ende dieser Woche wird nun endlich meine Frau geimpft (Heilerziehungspfleger). Durch unsere Berufe sind Ich und Tochter Prio 3 und konnten gestern in einem winzigen Zeitfenster Impftermine ergattern: Mitte Juli.

    Aber ich bin ja nicht auf der Flucht ^^! Danach ging in den Berliner Impfzentren nichts mehr, momentan gibt es dort keine Termine, nicht mal für Astra. Aber im Juni will der Berliner Senat die Prioritäten ja aufheben...(die Scherzkekse).


    Aber ich gebe zu, wenn meine Frau geimpft ist, ich und Tochter nachziehen werden, fällt schon eine Last ab. Besonders in Hinsicht auf die "sensible Arbeitsstätte" meiner Frau. Zweimal, ich schrieb es woanders schon, ging eine Ansteckungswelle durch einzelne Abteilungen. Und ich hoffe, dass sich die Situation im ganz normalen Alltag dadurch entschärft.


    Und natürlich will ich irgendwann mal wieder nach Japan...

  • Ich darf nun auch von Impferfahrungen berichten. :)


    Gestern vormittag habe ich meine erste Impfung mit Biontech bekommen. Nachmittags habe ich gemerkt, wie der Impfarm begann weh zu tun, und ein Nickerchen auf der Couch habe ich auch eingelegt. Heute gehts dem Arm wieder zunehmend besser, die Müdigkeit ist weg, dafür habe ich schon den ganzen Tag leichte Kopfschmerzen, die sich so langsam aber auch wieder bessern. Ich bin nicht mal sicher, ob die Kopfschmerzen was mit der Impfung zu tun haben oder eher am wechselhaften Wetter liegen.


    Alles in allem kein großes Problem. Dafür ist die Freude über die Impfung umso größer. :thumbsup:

  • Mein Sohn und Schwiegertochter haben am Dienstag die 2. Impfung mit Moderna bekommen. Beiden geht es seitdem ziemlich mies, Gliederschmerzen, Kopfschmerzen, sie fühlen sich schlapp, der Arm ist total dick und schmerzhaft, sind auch krank geschrieben.


    Mein Vater hatte Biontech und nur beim 2. Mal fühlte er sich nachmittags etwas müde, mehr war nicht. Beim ersten Mal hat er gar nichts gemerkt.

  • Ich hatte am Freitag Mittag meine erste Impfung mit Biontech. Nachmittags bzw. abends war mir ein bisschen kodderig und ich war müde. Beides ist aber nach einer anstrengenden Woche auch sonst nicht ungewöhnlich. Ansonsten habe ich nichts bemerkt, nicht einmal eine Reizung der Einstichstelle oder ähnliches.

  • Da bin ich wohl mit dem Finger verrutscht. Sorry, sollte nicht so wirken, als ob ich es lustig finden würde.

    Bei mir im Kollegenkreis sind es aber auch fast nur jüngere die Beschwerden haben .


    Ich habe den Emoji geändert.

    OK. Ich dachte meinerseits, du lachst darüber, dass die so jung ist und war schon darauf vorbereitet zu erklären, dass sie viele Kundenkontakte hat, auch engere Kontakte, Tests durchführt, bei manchen Aufgaben dem Arzt assistiert, sodass sie tatsächlich keine Impferschleicherin ist im Gegensatz zu einer anderen Mitarbeiterin bei uns, die schon vor Monaten losgeprescht ist, und sich und ihre gesamte Familie mit dem Enkeltrick als Kontaktperson der ansonsten nie erwähnten alten Tante hat impfen lassen. 8)

  • Das scheint mir auch so, die Älteren haben überwiegend weniger Probleme als die Jüngeren.

    Das ist eine Frage der Perspektive. Wenn Beschwerden nach der Impfung auftreten, dann ist das ein typisches Zeichen dafür, dass das Immunsystem angesprochen hat und die Impfung wirkt. Je geringer die Beschwerden sind, desto (ganz pauschal / platt gesprochen) weniger reagiert das Immunsystem und es besteht die Gefahr, dass es dann auch weniger Antikörper gegen das Virus ausbildet. Nun kann man sich fragen, wer weniger Probleme hat: Diejenigen, die keine schmerzende Einstichstelle haben oder diejenigen, die nach der Impfung weniger Antikörper bilden.

  • Das ist eine Frage der Perspektive. Wenn Beschwerden nach der Impfung auftreten, dann ist das ein typisches Zeichen dafür, dass das Immunsystem angesprochen hat und die Impfung wirkt. Je geringer die Beschwerden sind, desto (ganz pauschal / platt gesprochen) weniger reagiert das Immunsystem und es besteht die Gefahr, dass es dann auch weniger Antikörper gegen das Virus ausbildet. Nun kann man sich fragen, wer weniger Probleme hat: Diejenigen, die keine schmerzende Einstichstelle haben oder diejenigen, die nach der Impfung weniger Antikörper bilden.

    Das würde ich so pauschal nicht sagen. Bei anderen Impfungen hat man auch wenig bis keine Nebenwirkungen, und sie bringen trotzdem die gewünschte Wirkung. Die wenigsten Kids liegen nach den üblichen Impfungen im Kindesalter tagelang flach.

    Und hier geht es ja nicht um schmerzende Einstichstellen, sondern um tagelanges Flachliegen.

  • Das ich so schnell hier unsere Erfahrung mitteilen könnte, hätte ich nicht gedacht. Aber am Freitag war es für uns auch soweit mit Biontech. Einige Stunden später tat es um die Einstichstelle etwas weh, aber nur bei Bewegung oder Druck auf die Stelle. Dazu waren wir am Freitag Abend und am Samstag bis am Nachmittag ziemlich müde - das wars. Der Arm ist komplett wieder am Sonntag ok gewesen. Das war witziger Weise bei uns beiden so - vielleicht weil wir in Bälde unseren 35ten Hochzeitstag feiern und uns Immer ähnlicher werden? ^^^^


    Bei den etwas Älteren soll ja unter Umständen bei der 2ten Impfung mehr Reaktion sein - mal sehen. In 2,5 Wochen sind wir dran. In Sachsen wird Biontech nach 3 Wochen nachgeimpft. Ich werde berichten.


    Schöne Woche noch.

  • Es ist schlicht nicht richtig, dass bei einer starken Impfreaktion das Immunsystem besser anspricht und die Wirkung besser sein soll als ohne Beschwerden nach der Impfung. Dann wäre der größte Teil der Impfungen, die man im Laufe seines Lebens vornehmen lässt, wirkungslos und das stimmt nicht.

    Das ist eine verunsichernde Aussage, die man so nicht stehen lassen sollte.

  • Das würde ich so pauschal nicht sagen. Bei anderen Impfungen hat man auch wenig bis keine Nebenwirkungen, und sie bringen trotzdem die gewünschte Wirkung. Die wenigsten Kids liegen nach den üblichen Impfungen im Kindesalter tagelang flach.

    Und hier geht es ja nicht um schmerzende Einstichstellen, sondern um tagelanges Flachliegen.

    Vielleicht habe ich mich missverständlich ausgedrückt: Ich habe nicht von anderen Impfungen gesprochen, sondern von der Covid-Impfung. Hier zeigen die Beobachtungen der vergangenen Wochen (vereinfacht ausgedrückt), dass die Beschwerden umso stärker sind, je heftiger das Immunsystem reagiert. Und tendenziell reagiert das Immunsystem bei jüngeren Menschen stärker als bei älteren Menschen, was durchaus positiv zu sehen ist (für die jüngeren Menschen zumindest). Das ist keine pauschale, sondern eine statistische Aussage bezogen auf alle gängigen mRNA- und Vektor-Impfstoffe gegen das SARS_CoV 2 Virus und den bisherigen Erfahrungswerten. Sie ist gekennzeichnet von Mittelwerten, Standardabweichungen, Populationsgrößen etc. und liefert keine verbindliche Aussage für eine Einzelperson, aber eine Wahrscheinlichkeit. Tagelanges Flachliegen bedeutet in den allermeisten Fällen: Der Körper setzt sich tagelang mit dem Vakzin auseinander und bildet Antikörper. Keine tagelangen Beschwerden bedeutet, der Körper bemerkt weniger stark, dass er geimpft wurde. Natürlich gab es auch Ausnahmen von dieser Aussage (wie etwa die bekannten Nebenwirkungen von AstraZeneca für bestimmte Gruppen, wie wir aus den Medien erfahren haben) aber genau deshalb sind auch nur statistische Aussagen möglich. Keine absoluten Aussagen. Statistische Aussagen helfen uns, für uns bedrohliche Situationen auf eine rationale Ebene überzuführen, wenn wir denn wollen. Leider liegt es in unserer Natur, eher die unmittelbare Erfahrungen zu generalisieren und wir neigen eher nicht dazu, abstrakte, aber aussagekräftigere Statistiken interpretieren zu können.

  • Es ist schlicht nicht richtig, dass bei einer starken Impfreaktion das Immunsystem besser anspricht und die Wirkung besser sein soll als ohne Beschwerden nach der Impfung. Dann wäre der größte Teil der Impfungen, die man im Laufe seines Lebens vornehmen lässt, wirkungslos und das stimmt nicht.

    Das wurde auch im NDR-Podcast schon widerlegt, dass sich diejenigen, die keine starke Reaktion haben, keine Sorge machen müssen, dass der Impfstoff bei ihnen nicht richtig wird.

    Bei Genesenen ist es aber wohl so, dass diejenigen, die einen milderen Verlauf hatten, weniger Antikörper aufbauen als diejenigen, die einen schwereren Verlauf hatten.


    Meine Schwiegereltern (Mitte 80) wurden übrigens mit Moderna geimpft und hatten nach Erst- und Zweitimpfung keine Probleme. Meine Eltern (Mitte 70) hatten nach der Erstimpfung mit Biontech keine Probleme, die zweite Dosis folgt noch. Meine Tante (Anfang 80) hatte mit Biontech auch keine Probleme, weder nach der ersten noch zweiten Impfung. Freunde in unserem Alter (Anfang 50) und meine Schwägerin hatten bei der Erstimpfung mit Biontech auch keine Probleme, und auch nicht die Nichte von meinem Mann (Mitte 30).


    Viele Grüße

    Katja