Ein paar Tage in Temeswar - 2021

  • Hallo in die Runde,

    letzte Woche war ich für ein paar Tage in Rumänien. Es war keine Vergnügungsreise, denn ich hatte wieder ein paar Spenden für den Verein Hilfe für Kinder gesammelt und außerdem wollte ich wieder zum Grab meines Vaters.


    Mit Lufthansa bin ich über München nach Temeswar geflogen. Auch wenn mein Kofferschloss geknackt wurde, fehlte am Ende nichts. Wer will schon was mit Lebensmitteln und Klamotten anfangen? Meine persönlichen Sachen waren nicht der Rede wert und die wertvollen (Kamera/Laptop) hatte ich eh im Handgepäck.


    Bei der Einreise musste ich meinen Impfausweis und den Pass vorzeigen, das Einreiseformular hatte niemanden interessiert. Gut so, dann wüssten sie auch nicht, wo ich gedenke die Quarantäne "abzusitzen", falls ich positiv getestet worden wäre.


    Ich habe mich aber vorsichtshalber in Deutschland testen lassen, denn in Rumänien möchte ich nicht im Falles eine Falles in ein Krankenhaus. Aber ich hatte Glück und war negativ.


    Mechtild holte mich am Flughafen ab und wir brachten nur mein Gepäck nach Hause und fuhren gleich zum Friedhof. Vorher kauften wir noch einen paar Blumen für das Grab meines Vaters.








  • Am nächsten Tag sollte ein großer Hilfstransport aus Deutschland eintreffen, daher warteten wir auf den genauen Termin. Am Vormittag erledigten wir einige Kleinigkeiten, kauften ein und suchten eine Möglichkeit unseren Reifendruck zu prüfen, was nicht so einfach war. Als sich dann am Nachmittag herausstellte, dass der Transport erst am nächsten Tag eintreffen wird, sind wir zum Weihnachtsmarkt gefahren.


    Es war nur wenig los, man hatte dem Markt "coronamäßig" entzerrt. Man glaubt es kaum, dennoch haben wir uns verloren. Ich kein Handy mit, keine Lei (aber mit Maske und Fotoapparat :D)... aber wir haben uns dann doch noch gefunden. :roll:


    Viele Grüße
    Petra


    Fortsetzung folgt und wie immer etwas ausführlicher hier:
    Eine kurze Reise nach Temeswar im Dezember 2021








  • Am nächsten Tag kam dann endlich um 9 Uhr der lang erwartete LKW aus Gütersloh mit vielen Weihnachtspäckchen und anderen guten Sachen in Bencec an. Wir hatten ungefähr eine Stunde Fahrt bis dorthin. Unterwegs trafen wir auf den LKW und konnten die letzen Anweisungen zur Fahrtroute geben.


    Dann musste der LKW entladen werden. Das war ein gutes Stück Arbeit. Das Wetter war nicht mehr so optimal, aber es regnete nur zeitweise. Alles war alles gut organisiert, viele Helfer waren vor Ort und der Traktor mit Stapler war eine große Hilfe.


    Am Abend merkten wir, was wir alles geschafft haben. :-)











  • Ich habe vor kurzem eine Reportage im Deutschlandfunk über den Jungen engagieren Bürgermeister von Temeswar, der aus dem südlichen Schwarzwald kommt, gehört. Das ist ja eine außerordentliche story.

    Der Mann ist wohl sehr umstritten, er wird verehrt aber auch stark kritisiert.

    Hattest du Gelegenheit, diesen deutschen Bürgermeister von Temeswar zu treffen, vielleicht mit ihm zu sprechen?

    Was mich an deinen Bildern erstaunt ist die weihnachtliche Verkleidung der Geschenke. Beeindruckt das überhaupt die Kinder, denen ihr die Präsente übergibt?

    Dein Engagement für die armen Kinder dieser Stadt finde ich außerordentlich.

    Die orthodoxen Christen in Rumänien feiern Weihnachten erst am 6. Januar (hat mir meine Putzhilfe erzählt) . bleibst du so lange dort oder gibt es die Bescherung schon am 24 Dezember?

    Viele Grüße und frohe Weihnachten euch allen, insbesondere den Kindern!

    horas

  • Hallo horas,

    nein, den Bürgermeister habe ich nicht kennen gelernt. Ich habe hauptsächlich Kontakt zu den Kindergärten, Tagesheimen, Schulen etc. Ich war in diesem Jahr nur ganz kurz da und ich habe auch nur noch 2 Familien besucht. Darüber berichte ich noch. Dann wirst Du sehen, wie sich die Kinder über die Päckchen gefreut haben.


    Es geht hier über die Aktion Weihnachten im Schuhkarton. In Gütersloh wird schon seit Jahren in Schulen und Kindergärten für arme Familien in Rumänien (und auch Ungarn) gesammelt.


    Hier der Zeitungsaufruf von Gütersloh:


    Weihnachten im Schuhkarton läuft in Gütersloh an Nach der Corona-Zwangspause 2020 dürfen alle Gütersloher wieder „Weihnachtspäckchen im Schuhkarton“ packen.

    Ich bin allerdings schon wieder zu Hause. Da ich nur so kurz in Rumänien war, hatte ich keine Zeit, live zu berichten.


    Euch auch eine schöne Weihnachtszeit.


    Viele Grüße
    Petra

  • Am Abend saßen wir in gemütlicher Runde zusammen, Lea die Wachhündin hat mich noch nicht ins Herz geschlossen, ich habe mein Bestes getan und sie jeden Tag aufs Neue mit leckeren Kauknochen, die ich aus D mitgebracht habe, bestochen,


    Im nächsten Jahr werde ich sehen, ob sie sich erinnert.



  • Am nächsten Tag fuhr ich mit Kati und Evi zu einem einheimischen Markt. Hier werden Erzeugnisse aus dem heimischen Garten verkauft. Manch einer hat aber auch einen Schinken igendwo in seinem Auto gelagert. Man muss nur wissen wer und wo. ;-)








  • Am Nachmittag hatten wir 2 Termine, wir wollten noch Familien besuchen und ein paar Weihnachtspäckchen vorbeibringen.


    Die erste Familie hatte viele Kinder, die sich sehr über die vielen Geschenke aus Gütersloh freuten. Als wir ankamen, kochte der Vater gerade das Mittagessen, draußen, noch sind die Temperaturen kanpp über Null, da ist das draußen angenehmer., so erzählte er uns.










  • Wir besuchten noch eine 2. Familie. Hier brachten wir dann Päckchen mit Kleidung und allerlei nützlichen Sachen. Die Freude war riesengroß. Die jüngere Schwester (15) konnte ein paar Brocken englisch. Die Unterhaltungen laufen aber meist auf rumänisch ab. Wir hielten uns nicht lange bei der Familie auf. Die Mädchen bekamen zum Schluss auch noch ein Paket mit Süßigkeiten.


    Am Abend kochte ich für uns. Ich hatte ein paar spezielle Sachen aus Deutschland mitgebracht. Als Nachtisch gab es dann Bratäpfel. :-)







  • Neben den Sachspenden hatte ich auch einige Geldspenden bekommen. Vielen Dank dafür! Was damit gemacht wurde, könnt ihr hier lesen. Ich stelle den Dankesbriefvom Verein Hilfe für Kinder rein.


    Das war mein kleiner Bericht aus Rumänien.


    Viele Grüße
    Petra