Juchuuuuu, das Reisen ist in viele Länder wieder möglich! Möchtet ihr mich begleiten zu einer Woche Sommerurlaub im Februar? Zu einer Woche Nordseesommerwetter ohne Regen mit afrikanischem und karibischem Flair an kristallklarem Meer?
Bei meiner Suche laufen mir die Kapverden über den Weg: Kein Regen, viel Sonne, milde Temperaturen - genau das, was ich suche. Inselhopping für 2 Wochen wäre cool, aber das scheitert an derzeit eher unsicheren Flug- und Fährverbindungen zwischen den Inseln. Also bleiben noch Sal und Boa Vista: Ohne Umstieg leicht mit Tuifly zu erreichen, aber eben nur diese beiden Inseln, die sich eher als Inseln für AI-Urlauber einen Ruf geschaffen haben. OK, hiervon scheint Boa Vista die interessantere und ursprünglichere Wahl zu sein. Und dazu reicht die eine Woche auch aus.
Ich schleiche quasi um die Buchung herum, bis Kai mir einen freundlichen Nasenstüber verpasst: Hey, der Flug kostet nur noch ab 200€, günstiger wirds nicht. Mach schon! Wer ist Kai? Kai hat mich in der Kapverden-Gruppe auf FB aufgegabelt und quasi als Kapverden-Frischling gleich mal adoptiert. Kai (übrigens 'die' und nicht 'der' Kai) brennt für Boa Vista, hat hier ein Tourunternehmen “Cabokai”, vermietet eine FeWo für bis zu 4 Personen und hat ein großes Herz und jede Menge kluge Tipps parat.
Was für eine doofe Idee, überhaupt nur auf den Gedanken an AI zu kommen. Natürlich mache ich es wie immer und buche den Flug und kein AI pauschal. Nun muss also noch eine Wohnung her. Diese finde ich über Booking. com im Ca Madeira. Die Adressen hier haben nämlich keine Straßen und Hausnummern, sondern die Häuser haben Namen. So klein ist Sal Rei, der Hauptort von Boa Vista.
Über diese Buchung lerne ich Birte kennen, die die Wohnung vermittelt hat und die auch schon lange auf Boa Vista lebt und mit der Insel verwachsen ist, auch wenn sie derzeit mit ihrer Familie in Deutschland ist. Und somit kenne ich schon 2 Einwohner der 'No Stress'-Insel. Beide hat es vor vielen Jahren im Zusammenhang mit dem aufkommenden Pauschaltourismus hier auf die Insel gespült.
Kai kann mir plausibel darlegen, dass der bei mir übliche Mietwagen auf Boa Vista nicht so ne gute Idee ist, schon eher ein Quad, denn das Gelände ist unwegsam, und die schönsten Ecken sind nicht ausgeschildert und diese erreicht man nur mit Allradantrieb.
Auch Birte ist superzuverlässig, superhilfsbereit und unkompliziert in jeder Minute unseres Kontakts und leitet gleich mal in die Wege, dass ich den örtlichen Kindergarten besuchen kann und suggeriert diskret, dass das kleine Inselkrankenhaus, in dem es an vielem fehlt, sich über Masken freut. Und auf meine Frage, dass sie doch sicher jemanden kennt, der mit einem Transfer etwas verdienen möchte, weiß sie natürlich jemanden.
Bis zur Abreise möchte ich euch noch mit zwei Bildern auf den Geschmack bringen. Ihr seid herzlich eingeladen, mich in diesem Bericht zu begleiten.