Ägypten - Jahrtausendalte Geschichte erleben

  • Auf zu neuen Taten in Edfu. Etwa 110 km südlich von Luxor ist einer der besterhaltenste und größte Tempel zu sehen, der Horus Tempel. Der Gott des Himmels wurde als Mensch mit Falkenkopf dargestellt. Als mächtigster Gott im Niltal wurde Horus, Sohn von Isis und Osiris, verehrt.


    Doppeltempel von Kom Ombo:

    Zwei Gottheiten waren sich einig zwar das Gebäude zu teilen, nicht aber die Rituale. Deshalb führen zwei Türen in die Räumlichkeiten.

    Phönix aus der Asche wird hier dargestellt.

    Mit dem Nilometer wird bis heute der Wasserstand des Nils gemessen.

    Zurück auf dem Segler wurden wir, wie immer nach den Ausflügen, mit kalten Erfrischungstüchern und Getränken begrüßt. Was für eine Wohltat!

    Für abends haben wir uns spontan für einen Bazarbesuch entschieden.


    Einmal sehen ist mehr Wert, als hundert Neuigkeiten hören.
    (Japanisches Sprichwort)


  • Nach unserem reichhaltigen Frühstücksbuffet machten wir uns auf den neuen Staudamm zu besichtigen. Das riesige Projekt wurde von deutschen Ingenieuren geplant und zwischen 1960 - 1971 verwirklicht. Dafür mussten 60000 Menschen vertrieben bzw. zwangsumgesiedelt werden.

    Ein ägyptisch-russisches Freundschaftsdenkmal wurde im Zuge des Dammbaus errichtet. Es hat die Form einer Lotusblüte.

    Die Reise geht demnächst weiter. Hoffentlich seid ihr wieder mit von der Partie.

    Einmal sehen ist mehr Wert, als hundert Neuigkeiten hören.
    (Japanisches Sprichwort)


  • Natürlich sind wir dabei und freuen uns auf die Fortsetzung bei einer so tollen Reise :thumbsup:

    Wirklich tolle Bilder :thumbup: Wir haben auch schon zweimal eine Nilkreuzfahrt gemacht und es jedes Mal sehr genossen. Es ist einfach schön auf dem Boot zu sitzen und Landschaft vorbei gleiten zu sehen. Einmal davon war die Reise auch mit Kairo. Nur sind wir nicht geflogen sondern Nachtzug gefahren :S

    Dein Reiseveranstalter würde mich auch interessieren, vor allem wenn bei euch alles so gut geklappt hat.

  • Bevor es weiter nach Abu Simbel geht erwähne ich noch den Philae Tempel. Mit der Planung des neuen Staudammes wurde auch der Entschluss gefasst, den Tempel sowie die Landschaftsform höher zu setzen und zwar auf eine Insel. Für dieses Vorhaben wurden knapp 40.000 Steinblöcke verlagert und bewegt. Die Anfahrt zum Tempel erfolgt mit kleinen Booten.



    Den später anschließenden Besuch eines Nubier Dorfes hatte ich zusätzlich gebucht, der sich leider als Flop herausstellte. Hier war nichts mehr authentisch und ursprünglich, hier war der reine Kommerz. Im Vorfeld hatte ich viel über die Nubier gelesen, ebenso auch schöne Bildberichte von diesen Ausflügen. Der Knackpunkt war wahrscheinlich der, dass diese (schönen) Ausflüge im Norden stattfanden und nicht wie unserer im Süden. Egal, ich zeige trotzdem mal ein Bild.

    Einmal sehen ist mehr Wert, als hundert Neuigkeiten hören.
    (Japanisches Sprichwort)


  • Ein absoluter Höhepunkt für uns war die Tempelanlage von Abu Simbel. Diesen Ausflug konnte man dazubuchen - ich tat es gleich von Deutschland aus, denn das zählte für uns zum Pflichtprogramm. Ägypten ohne Abu Simbel kommt für uns überhaupt nicht in Frage!

    Freunde und Bekannte waren darüber anderer Meinung. Ihre Begründung war: Die lange Anfahrtszeit steht in keinem Verhältnis zu der Zeit vor Ort. Wenn man An- und Rückfahrt zusammen rechnet und die Besuchszeit dagegen, ist diese Aussage absolut korrekt. Für uns aber kein Argument, diesen Ausflug nicht zu buchen und wir haben auch in kauf genommen, dass es um 4:00 früh hieß: Raus aus den Betten. Für dieses unbeschreibliche Highlight würden wir es wieder genauso machen.

    Im Zeitraum von 1960 - 1980 wurden Dutzende von Felsentempeln versetzt. Dies führte dazu und war gleichzeitig auch Auslöser dafür, dass es die bekannte UNESCO Welterbeliste überhaupt gibt. Eine einzigartige Glanzleistung der altägyptischen Architektur sind, neben den Pyramiden, der große und kleine Tempel von Abu Simbel.

    Bei der Rückfahrt zeigt sich noch eine Fata Morgana

    Von Assuan geht es nun wieder zurück nach Luxor. Bei unserer Rückfahrt wurde nur während der Nacht, am Nilufer, angelegt. Somit folgt meine baldige Fortsetzung mit dem Luxor- und Karnak Tempel. Bis demnächst!

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    (Japanisches Sprichwort)


  • Schöne Bilder, die mich wieder auf unsere Reise dorthin 2013 versetzt. Es war wirklich sehr angenehm die Nilkreuzfahrt zu machen, ein gemächliches Tempo, die Landschaft, die vorbeizieht und vorallem, da die Schiffe viel kleiner als die Kreuzfahrtschiffe, hat man nicht dieses beklemmende Gefühl mit Tausenden Menschen in einer beweglichen Kleinstadt rumgekarrt zu werden.

    Die Tempeln fand ich damals auch sehr beeindrückend, gigantischen Maßen und alles großteil mit reiner Menschenkraft aufgebaut worden, was für eine Leistung! Abu Simbel haben wir bei unseren Reise nicht besichtigt, da unsere Kinder noch etwas jünger waren und alles zu anstrengend werde würde.

  • Also - ich bin hin und weg! Tolle Reise, tolle Bilder und tolle Beschreibung!

    Jetzt hast du mich echt angefixt und auch ich würde sehr gerne den Veranstalter und die Preise wissen!

    Habt ihr das Ganze komplett, also inkl. Flüge und Aufenthalt in Kairo, über den Veranstalter gebucht oder nur die Nilfahrt?

  • Schöne Bilder

    Danke für dein Kompliment 8-)

    alles großteil mit reiner Menschenkraft aufgebaut worden, was für eine Leistung!

    Ja das stimmt. Du und wir durften es selbst sehen und bewundern

    Abu Simbel

    Beim nächsten Besuch fest einplanen. Es lohnt sich wirklich.

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    (Japanisches Sprichwort)


  • So, unser Nilfschiff hat mittlerweile seinen Heimathafen Luxor wieder erreicht. Somit endet zwar unsere schöne Nilfahrt, aber die uns vertraute Dahabaya bleibt noch ein bißchen erhalten. Für die anstehende Übernachtung bleiben wir noch auf dem Schiff.

    Karnak Tempel: Es ist nicht zu übersehen, dass Amun hier das Sagen hatte. Als lokaler Gott gewann er immer mehr Aufmerksamkeit sowie Bedeutung und das spiegelt sich auch in der riesigen Tempelanlage wieder.

    Amun war nicht nur Gott der Fruchtbarkeit sondern auch der, der Weidegründe und Viehherden. Dadurch tragen die Sphingen im Karnak Tempel Widderköpfe.

    Hypostylhalle: Wer kennt diese nicht vom Bild, Fernsehen oder von Ausstellungen und Dokumentationen? Spätestens bei Agata Christi wird man wieder daran erinnert. Ich muss gestehen, unwillkürlich schweift der Blick nach oben und das ist nicht nur mir so ergangen. Hieroglyphen schmücken diese 134 gigantischen Säulen. Um den großen Raum abzudecken mussten viele Pfeiler dicht nebeneinander platziert werden........und das ist das Ergebnis.


    Es gäbe noch so viele Bilder zum Einstellen...........

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  • Ein letztes Highlicht sollte für unsere Gruppe der Luxor Tempel werden. Die Verbindung des Karnak Tempels, mit den widderköpfigen Sphingen, bis zum Luxor Tempel, mit den Sphingen, ist knapp 3 km lang und wurde erst kürzlich freigegeben. Diese Anlage, mit ihrer unbeschreiblichen Ausstrahlung, gilt als Paradebeispiel der damaligen Architektur.

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  • Da krieg ich schon beim Betrachten der Bilder Gänsehaut ... wirklich überwältigend!

  • Mit diesen beiden Tempelbesuchen endete für unsere Gruppe die gemeinsame Zeit in Ägypten und auf dem Nil. Für uns dagegen hatten wir noch einen Tag in Luxor zur freien Verfügung, da die geplanten Rückflüge nicht buchbar waren (das wusseten wir aber im Vorfeld). Wegen einer Nacht umziehen, vom Boot in ein Hotel, nein das stand für mich nicht zur Diskussion. Hier steht der Zeitaufwand in keinem Verhlätlnis zum Nutzen, so hatten wir für uns noch einen ganzen Tag alleine auf dem Boot.

    Alles schön und gut, aber einen ganzen Tag, ohne noch etwas anzuschauen (und Luxor bietet noch mehr als den Tempel), nein das wäre nicht ich. Also schnell ein Vormittagsprogramm für uns beide zusammen gestellt, unseren Reiseleiter gefragt, ob er Zeit hätte uns zu begleiten, bevor die neue Gruppe in Empfang genommen werden muss. Hurra es klappte :thumbsup: . Somit begann der Tag wieder mit einem reichhaltigen Frühstücksbuffett und im Anschluss daran mit der Besichtigung des Toten Tempels von Ramses.

    Der Toten Tempel gehört mit zu den besterhaltendsten Anlagen überhaupt. Der Torbau ist von einer 17 m hohen Mauer umgeben. Bei diesem Tempel ist der Königspalast unmittelbar angeschlossen.

    Die Malerein an den Säulen sind die besten, die wir auf der ganzen Reise gesehen haben.




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  • Ein Koptisches Kloster, mit Verkaufsladen für die Einheimischen stand auch noch auf unserem Programm.

    Wieder auf der anderen Nilseite angelangt, besuchten wir noch zum Abschluss das Mumifizierungs Museum. Es ist klein, aber fein und zeigt wie die Toten für die Mumifizierung vorbereitet werden und auch die entsprechenden Instrumente dazu.

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  • Nun hieß es wirklich Abschied nehmen. Das letzte Abendessen, die letzte Übernachtung und um 2:30 Uhr aufstehen und fertig machen für unseren Heimflug. Das kleine Transferboot, das uns zum anderen Nilufer bringen sollte, kam und kam und kam nicht.

    3 Mann Besatzung waren überaus nervös und telefonierten ohne Ende. Wir dagegen absolut entspannt, schließlich waren wir ja diesmal pauschal unterwegs ;). Mit einer halben Stunde Verspätung war es endlich in Sicht und die Crew atmete erleichtert auf. Den großen Stein hat man richtig fallen hören. Der Transferbus zum Flughafen hatte gewartet und so sind wir im Eiltempo, in 10 Min., am Flughafen angelangt - Geschwindigkeitsbegrenzung innerorts, was ist das? Pünktlich sind wir dann abgeflogen, die kurze Transferzeit am Flughafen Kairo war auch gut zu verkraften und ich hatte im Vorfeld für München Föhn bestellt, damit uns der Temperaturunterschied nicht allzu heftig trifft. Meine Bestellung ging in Erfüllung :) .

    Das höherwertige Hotel in Kairo würde ich auf jeden Fall wieder nehmen, es war sein Geld wert. Für uns war es eine super schöne Reise, genauso wie wir es uns vorgestellt hatten. Klein und fein in familiärer Umgebung.

    Ich hoffe, ihr hattet auch Spass und Freude mit mir/uns zu reisen!

    LG

    gudi

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  • Das war super! Es hat mich sehr gefreut, die Nilfahrt wieder zu erleben. Kannst du ein wenig mehr über den Boot erzählen, auf der Seite des Veranstalters waren leider kaum weitere Infos darüber. Oder hast du auch weitere Fotos, nicht nur von der Kabine?

    Danke

    Ralf

  • Ich hoffe, ihr hattet auch Spass und Freude mit mir/uns zu reisen!

    LG

    gudi

    Definitiv!!!

    Ich hatte vergessen, wie traumhaft schön so eine Reise auf dem Nil sein kann, so lange (1994) ist dieses Erlebnis für mich schon her.

    Wir waren fast alleine unterwegs - 4 Mädels - und hatten ein ganzes großes Schiff für uns alleine. Die Route war mit Deiner nahezu identisch, von Kairo nach Luxor, all die Niltempel und natürlich Abu Simbel. Abu Simbel war menschenleer damals, ebenso konnten wir im Ägyptischen Museum in aller Ruhe selbst die berühmte Totenmaske Tutanchamus's bestaunen.

    Das war ein Traum und bis heute scheue ich davor zurück, dies wiederholen zu wollen, um die schönen Erinnerungen nicht zu zerstören.

    Doch nun muss ich zugeben, Deine Reise war so toll und hat mir wieder richtig Sehnsucht gemacht.

    Besten Dank für den schönen Bericht,

    LG

    Gusti

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    redfloyd.........................................................................................Gusti
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    Heaven is where the police British, the cooks Thai, the mechanics German, the lovers Italian and it is all organised by the Swiss.
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