Reisebericht: 3 Wochen Vietnam 🇻🇳

  • Dies ist unser 6. Besuch in Vietnam, wir lieben das Reisen hier, die Menschen, die Landschaft, die Natur, das Verkehrschaos (das dennoch irgendwie geordnet abläuft) das Essen, die Landschaft. Trotzdem beschlossen wir bei unserem Besuch vor 4 Jahren, daß dies unsere letzte Reise nach Vietnam sein sollte. Warum ?

    Einige Jahre zuvor überwogen die Gäste aus Russland, die waren hauptsächlich mit Familien unterwegs. Hinzu kamen beim nächsten Mal die Chinesen, und die kamen nicht in Gruppen, es waren Horden. Laut und respektlos, unzählige Busladungen voll. Overtourism pur. Außerhalb von Hoi An (in der Gegend von Danang) und ebenso außerhalb von Nha Trang entstanden riesige Hotelbunker, speziell für chinesische Reisegruppen, gebaut von chinesischen Investoren.


    Und nun doch wieder?

    Ja, wir beschlossen die Gelegenheit zu nutzen, solange die restriktive chinesische Coronapolitik die Grenze geschlossen hält, und planten wieder Vietnam.

    Für den Flug nach Asien/Bangkok buchten wir im April 2022 ein Angebot mit Singapur Airlines für 480 Euro, am 14. Dezember sind wir Bangkok gelandet. Die ersten Wochen verbrachten wir in Bangkok, Koh Lanta (Treffen mit DokBua😘)Koh Jum und Krabi, danach ein stopover mit 3 Übernachtungen in Kuala Lumpur. Am 9. Januar landeten wir in Danang.


    Fortsetzung folgt…

  • P.s. Eigentlich wollte ich auch diesmal keinen Reisebericht einstellen

    Während der Reise ist zeitintensiv, zuhause habe ich keine Lust mehr dazu, das alles aufzubereiten und nachzuarbeiten.Nun habe ich aber schon mit einzelnen Kommentaren zu Hoi An angefangen….


    nochmals p.s.

    Ich verfolge gerade den live Reisebericht von serinity auf deren Internetseite.

    Superklasse und sehr aufwändig gestaltet, großes Kompliment 👍👍

  • Von Danang sind es ca. 30 km nach Hoi An.

    Entlang der Straße über viele Kilometer Pflanzen, riesige Töpfe mit gelben Crysanthemen aber hauptsächlich Mandarinenbäumchen, tausende davon! Ein paar Tage später sind wir mit dem Fahrrad hingefahren und haben uns das aus der Nähe angeschaut. Es läuft ähnlich ab wie bei uns der Kauf des Weihnachtsbaums, die Käufer begutachten sorgfältig, wählen aus, der Abtransport erfolgt meist per Moped. Dort schmücken die Bäumchen den Hauseingang für das TET Fest und sollen Glück fürs anstehende neue Jahr bringen.

    der Nachschub wird geliefert

  • In Hoi An übernachten wir in einem kleinen Guesthouse/Hotel. Über die Rezeption (= Wohnzimmer der Familie) kommt man in einen schönen Garten mit Pool, ringsherum vietnamesisches Wohnviertel mit Gemüsegärten. Vieles spielt sich vor der Tür ab und am interessantesten war es abends, wenn wir bei Dunkelheit in die hell erleuchteten Häuser und kleinen Werkstätten sehen konnten.

    ein Sternfrucht Bonsai, die Früchte sehen so hübsch aus, schmecken aber leider nicht


    Unser erster Gang war der Antrittsbesuch bei „meiner Schneiderin“.

    Die Freude war groß, denn unser letzter Besuch lag 7 Jahre zurück, beim letzten Mal Vietnam haben wir Hoi An ausgelassen- aus Selbstschutz 🤣.

    Bei Na, der Schneiderin, habe ich über viele Jahre meine komplette Garderobe fürs Geschäft gekauft und war sehr zufrieden.

    Seit ich nun nicht mehr arbeite, ist mein Kleidungsstil lässiger und ich brauche nichts mehr. Eigentlich ! Aber Vorsätze sind dazu da, daß Sie über den Haufen geworfen werden können. Und natürlich hatte ich einige Vorlagen für Sommerkleider dabei. Abfotografiert und Maße genommen, am nächsten Tag war’s fertig. Nachdem wir 5 Nächte in Hoi An sind, noch genügend Zeit fürs weitere Bestellungen. Ich war wohl wieder eine gute Kundin, am letzten Tag wurden wir zum Essen eingeladen.

    Shopping macht hungrig.

    Auf dem Markt gibt’s reichlich Auswahl an kleinen Garküchen und wir genossen mit White Rose und Cao Lau Spezialitäten aus Hoi An, dazu das erste Saigon Bier.


  • karina

    Changed the title of the thread from “Vietnam: nun doch wieder -eigentlich wollten wir nicht mehr” to “Reisebericht: 3 Wochen Vietnam 🇻🇳”.
  • Die Altstadt von Hoi An ist sehr pittoresk und einmalig. Hoi An ist sowas wie das vietnamesische Rothenburg ob der Tauber, an jeder Ecke ein Fotomotiv und von Touristen geliebt.

    Vormittags ist die beste Zeit um die Altstadt zu erkunden, einzelne Gassen sind für motorisierte Fahrzeuge gesperrt.

  • Auf Markt ist vormittags geschäftiges Treiben, die Vietnamesen erledigen Ihre Einkäufe mit dem Moped, auch zwischen den eng aufgebauten Ständen.


    Ab nachmittags wird es voll. Die Cyclo Fahrer sind in Reihe aufgestellt und warten. Auch die Obstverkäuferinnen, die ihr Geschäft mit dem posieren für Fotos machen. Und da kommen sie: Reisegruppen aus Korea (die Chinesen sind zum Glück noch nicht da). Eine Tagestour ab Danang, verschiedene Besichtigungen am Vormittag und nachmittags die Altstadt von Hoi An. Der Reiseleiter fotografiert schnell noch jeden Fahrgast im Cyclo, dann geht’s im Konvoi los. Bei engen, besonders fotogenen Gässchen gibt’s schon mal einen Rückstau und eine Wartezeit, bis alle Selfies gemacht sind.

  • Hallo Thomas, nein, inzwischen sind wir in Nha Trang.

    Ich hinke mit dem Bericht etwas hinterher. Vor allem von Hoi An habe ich so viele Bilder, daß die Auswahl schwer fällt.

    Du bist noch im Krankenhaus?

    Ich wünsche Dir gute, schnelle und vor allem vollständige Genesung.

  • Abends herrscht in Hoi An eine romantische Stimmung, überall leuchten die Lampions und auf dem Thu Bon Fluss kann man eine Bootsfahrt unternehmen. Ab der Brücke empfinde ich die Atmosphäre jedoch eher wie auf dem Rummelplatz, auf die zahlreichen Besucher kommen ebenso zahlreiche Verkäufer.


    Einen Abend haben wir die Show „Hoi An Memories“ besucht, war ganz nett und unterhaltsam gemacht.

    Einen Tag sind wir per Fahrrad an den Strand gefahren, dessen Zustand hat uns entsetzt, Thomas hat es hier im Forum bereits beschrieben. Der ehemals breite Strand ist verschwunden, mit Sandsäcken wird er teilweise stabilisiert.

    Zurück ging’s über das Tra Que Vegetable Village, hier werden Gemüse und Kräuter angebaut.

    Die Tage in Hoi An vergingen schnell, bummeln durch die Altstadt, gut essen, Fahrradtouren, Shopping. Zu guter letzt haben wir uns sogar noch Schuhe nach Maß anfertigen lassen, nach einem Tag waren sie fertig.

  • letzte Eindrücke von Hoi An

    für ein Restaurant braucht es hier nicht viel Einrichtung, ein paar kleine Stühle und Tische genügen

    und mit dem Moped wird sowieso alles transportiert

    schön war’s in Hoi An !

  • Die nächste Station war Quy Nhon, eher ein Ziel „off the beaten tracks“.

    Das bekamen wir auch gleich am ersten Abend zu spüren, im Seafood Restaurant gab es keine englische Speisekarte und das keiner vom Personal sprach englisch. Wir schauten auf den Tischen umher, was so auf den Tellern lag, und wurden von Gästen -einer netten Familie aus Hanoi- angesprochen, die hier auf Urlaub waren. Sie dolmetschen und es wurde ein lustiger,Abend. In Folge war uns die Familie auch dabei behilflich, ein Reisebüro zu finden, bei dem wir die Zugtickets für die Weiterfahrt buchen konnten, die freundliche Begegnung wird uns in Erinnerung



    In Quy Nhon hatten wir in einem Apartment mit Blick auf die Strandpromenade. Der Strand und die Promenade war tagsüber wie leergefegt, nur frühmorgens und abends füllte er sich, dann wurde hier Sport betrieben spazieren gegangen.

    Essen waren wir streetfood, da war es einfach, wir zeigten auf das, was lecker aussah. Insgesamt sind uns in der Stadt nur vereinzelt westliche Touristen begegnet.


  • Bei so viel Fischerbooten im Hafen ist das Angebot auf dem Markt an Seafood groß

    Alles scharfe Sachen


    was das mit dem Knoblauch für eine Bewandtnis hatte, konnte ich leider nicht herausfinden


    Zitronazitronen


  • Die nächste Station war Quy Nhon, eher ein Ziel „off the beaten tracks“.

    Das bekamen wir auch gleich am ersten Abend zu spüren, im Seafood Restaurant gab es keine englische Speisekarte...

    Großartig! Das bürgt für Qualität! Quy Nhon ist definitiv auf meiner Liste für "Vietnam Teil 5". Überhaupt jetzt, wo sich Jürgen Eichhorn (https://www.deinvietnam.com/De…-Nhon-unsere-neue-Heimat/)

    dort angesiedelt hat und bestimmt bald ein schönes Repertoire an Ausflugszielen weiß.

  • Liebe Karina,


    danke, für die schönen Fotos!

    Mir haben meine vietnamesischen Freunde immer Knoblauch als Glücksbringer (wehrt böse Geister ab) in die Taschen gesteckt. Vielleicht haben die „Gestecke“ so kurz vor dem Neujahrsfest damit etwas zu tun.

    Die Zitronen heißen „Buddhas Hand“, schade, daß man sie in Deutschland so selten bekommt.


    Ich freue mich auf die Fortsetzung!


    Herzliche Grüße,

    Molodjezka

  • Hallo Molodjezka, Knoblauch als Glückssymbol, wieso nicht…

    Wenn das so ist, dann hat der Mann hier ganz viel Glück


    hier köchelt etwas ganz scharfes 🌶️

    Das vietnamesische Neujahr TET steht bevor, das Jahr der Katze. Auf diesem zentralen Platz sind die Katzenfiguren beliebter Hintergrund für Familienfotos, Kinder und Frauen sind zumeist in rot gekleidet.

    Abends bieten Verkäufer Luftballons entlang Hauptstraße daneben an, optimal für die Mopedfahrer, die können die Ballons sozusagen im vorbeifahren kaufen.

    Sundowner mit Aussicht, das Bier 🍺passend zur Stadt


  • Letzte Eindrücke von Quy Nhon

    Kinder üben für eine Aufführung, mit Liedern zu Ehre Ho Chi Minh


    Hier haben wir gerne gegessen, die Bestellung war einfach: per Fingerzeig



    Heute warten wir vergeblich auf den Sonnenuntergang, dunkle Regenwolken sind am Horizont

    Schön war‘s in Quy Nhon