Tansania: Land - Menschen - Tiere

  • Immer ein Herz für Kinder - wie schön :)


    Zu Ruaha: Da hattet ihr wirklich Pech, Ende April haben wir nicht nur die Wildhunde gesehen, weswegen ich dorthin wollte, sondern auch die genauso seltenen wild foxes, ein großes Rudel Löwen, die gerade in der Nähe der Lodge eine Giraffe gerissen hatten und wir 4x am Tag vorbeigefahren sind und den Fressfortschritt beobachten konnten, viele Elefanten, Leoparden, Giraffen, Hippos, Krokodile, Großvögel...


    In der Lodge waren noch 3 Deutsche untergebracht, die bei einem bekannten deutschen Veranstalter gebucht hatten und deren Guide sie auch vom Norden in den Süden begleitet hat und sich nicht auskannte.

    Bei den Abendessen waren sie bitter enttäuscht, weil sie außer ein paar Vögeln nichts gesehen hatten.

    Unser Guide war wie der Fahrer ein Massai mit unglaublichen Ortskenntnissen.


    Im Park ist uns kein weiteres Auto begegnet.

  • Zu Ruaha: Da hattet ihr wirklich Pech, Ende April haben wir nicht nur die Wildhunde gesehen, weswegen ich dorthin wollte, sondern auch die genauso seltenen wild foxes, ein großes Rudel Löwen, die gerade in der Nähe der Lodge eine Giraffe gerissen hatten und wir 4x am Tag vorbeigefahren sind und den Fressfortschritt beobachten konnten, viele Elefanten, Leoparden, Giraffen, Hippos, Krokodile, Großvögel...

    Ich hatte eigentlich auch gehofft Wildhunde zu sehen. Naja, ich denke, es kamen einige Faktoren dazu, dass wir nicht so viel gesehen haben. Die Vegetation war halt schon ziemlich dicht und durch den Regen gab es viele Wasserstellen, so dass die Tiere nicht gezwungen waren sich an den verbliebenen Wasserstellen zu drubbeln.

    Da Charles selber relativ selten in den Park kommt, weiß er natürlich auch nicht genau, wo sich die Tiere zu dieser Zeit aufhalten. Durch die wenigen Touristen ist natürlich auch ein Austausch mit den anderen Fahrern schwierig. Das funktioniert in der Serengeti natürlich besser.

    Wir wollen uns auch nicht beschweren, wir sind ja nicht im Zoo sondern in der freien Wildbahn. Durch die ganzen Safaris, haben wir schon mehr gesehen, als manch anderer Tourist in seinem Leben.

  • Hallo Peter,

    ich habe mir eure bisherige Tour mal bei G*Maps angeschaut, Ihr seid ja wirklich viel rumgekommen. Klar, die Reisezeit, wenn das Gras so hoch steht, da sind die Tiere halt nicht immer so präsent.

    Tansania haben wir auch auf dem Zettel, wie auch Uganda. Mein Mann würde aber lieber Tansania bereisen. Daher steht die Entscheidung wohin schon, nur der Zeitpunkt noch nicht.

    Viele Grüße
    Petra

  • Hallo Heike,

    ja, die Zeit im Auto und die langen Wege "fressen" natürlich viele Urlaubstage. Für uns stand diesmal das Land und die Leute im Mittelpunkt und nicht so die Tierwelt.

    Man hätte natürlich auch viel mit Fly-In machen können, aber erstmal kostet es viel Geld und wir hätten nicht die Chance gehabt mit unserem Freund Charles diese Reise zu machen. Mit dem Auto nimmt man auch das Land viel intensiver wahr, als im Flieger.


    Wenn ihr nach Tansania reist, dann bedenkt auch immer, wo gerade die Migration ist.

    Ich persönlich würde ehr wieder Richtung September reisen. Da ist es sehr trocken und die Chance Tiere zu sehen ist deutlich größer. Dafür ist die Migration gerade dabei den Mara River zu überqueren und in der Serengeti ist es noch "leer".

    Tierbabys hat man ehr Anfang des Jahres. Da muss man abwägen, was man sehen will.


    Gruß

    Peter

  • Hallo Peter,

    wenn ich mit meinem Mann unterwegs bin, dann stehen die Tiere eh nicht so im Focus. ;) Wir werden aber wohl eine kleine Safari machen. Außerdem müssen wir uns zeitlich im Moment noch(oder wieder) nach den Schulferien richten, wenn wir zusammen längere Zeit unterwegs sein wollen. Im Moment ist alles etwas komplizierter.

    Nachwuchs der Löwen/Giraffen/Geparden/Topis/Flusspferden/Elefanten und Hyänen habe ich Ende September in der Masai Mara gesehen.

    Viele Grüße
    Petra

  • Hallo Peter,


    ich finde es super, dass ihr als Mehrfachafrikareisende und wiederum mit einem liebgewonnenen Freund unterwegs, euch das Privileg gönnt, mit Muße zu reisen, um dafür vieles mehr vom Land und der dortigen Situation zu erfahren (im wahrsten Sinn des Wortes),

    Leute /Kinder kennenzulernen und tatkräftig zu unterstützen!

  • Auf dem einen Bild habe ich einen Gorilla entdeckt.


    Links ein Arm, Kopf, Blick etwas zur Seite.


    Ansonsten :thumbup: Ich glaube, solch Reisen (ebenso Uganda) täten mir auch zusagen. Danke fürs berichten.

  • Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg Richtung Kigoma am Lake Tanganyika. Es sind "nur" rund 430km, aber Google sagt fast 7h Fahrzeit. Da wird wohl die Straße ehr eine Schotterpiste sein. Wir sind gespannt, wie die Landschaft aussieht und fahren mit bester Laune und tansanischer Musik los.


    Die Straße macht erstmal einen sehr guten Eindruck und wir kommen zügig voran. Teilweise führt die Straße kilometerweit geradeaus, ohne nennenswerte Kurven und Ortschaften / Dörfer sehen wir auch relativ wenige. Wenn dann doch mal wieder ein Dorf kommt, stehen meist die Dorfsheriffs am Starßenrand und machen mit der Laserpistole jagt auf Rasern. Wir haben auf unserer Tour insgesamt 5 Tickets bekommen und bezahlt :rolleyes: ...






    Irgendwann erreichen wir einen See. Nein, es ist ein normaler Fluß, der sein Bett verlassen hat. Die Überschwemmungen hier sind schon ziemlich heftig und die ersten Häuser drohen auch bald überschwemmt zu werden.



    Kurz nach der nächsten Ortschaft endet leider auch die gut ausgebaute Straße. Ab hier ist Baustelle über sehr viele Kilometer. Die Straße wird in der Mitte gebaut und der Verkehr wird irgendwie links oder rechts davon vorbeigeleitet. Es ist alles sehr eng und die Ausweichsterecke ist in einem miserablen Zustand. Wenn hier ein LKW liegen bleibt, dann geht entweder gar nichts mehr oder alles nur noch im Schneckentempo. Opfer der Straße werden irgendwie zur Seite befördert.


    Es ist schon nach 13 Uhr und so langsam macht sich der Hunger breit. In einem Ort fragen wir nach einer Möglichkeit zum Mittagessen und ein freundlicher Bewohner zeigt uns den Weg zu einem kleinen Lokal. Die Besitzer staunen nicht schlecht, als zwei hellhäutige die Lokalität betreten. Solche Gäste hatten sie noch nicht. Eigentlich schade, das Hühnchen mit Reis war sehr lecker.



    Wir haben noch gut drei Stunden fahrt vor uns und sind froh, dass die Schotterpiste vorbei und die Straße wieder asphaltiert ist. Wir passieren viele kleine Dörfer und sehen auch den ein oder anderen Markttag. Dort herscht immer viel Trubel.



    Am späten Nachmittag erreichen wir Kigoma. Das Hotel liegt auf einer Anhöhe und wir haben einen tollen Blick auf den Lake Tanganyika.


    Der Tanganyikasee ist der zweitgrößte See in Afrika. Mit einer Tiefe von 1470m ist er der tiefste See auf dem afrikanischen Kontinent. In der Mitte bildet er die Grenze zum Kongo und hat auch eine Grenze zu Burundi im Norden und zu Sambia im Süden.

    Die Hotelanlage ist sehr weitläufig und schön angelegt. Kleine Affen sieht man hier sehr viele.



    Mein Plan für morgen sieht vor, die Schimpansen zu besuchen. Das Hotel bietet touren an und wir sind an der Rezeption mit einem Mitarbeiter verabredet. Das erste Problem, was sich stellt, ich bin der Einzige, der morgen diese Tour machen möchte. Meine Frau kann aus gesundheitlichen Gründen die Tour leider nicht machen. Der Mitarbeiter erklärt uns, dass ich dann die Bootstour komplett bezahlen muss, 500$ + Eintritt + Kosten für Ranger und Porter und, und, und... Ich komme mir vor wie im falschen Film und fühle mich verarscht, weil wir ganz schnell auf über 1000$ kamen.

    Alternativen wollte er uns erst nicht nennen, aber Charles blieb hartnäckig und bekam die Hanynummer von einem Ranger. Der kam dann auch vorbei und die ganze Tour wurde dann für 380$ inkl. Bootstransfer klargemacht.


    Morgen Früh geht es um 7 Uhr los. Der Tag endet mit einem Leckern Abendessen mit Fisch aus dem Lake Tanganyika.

  • Nach einem Kaffee und einem kleinen Frühstück, steht der Ranger pünktlich am Eingang und bringt mich zum Boot. Der Transfer zum Gombe NP dauert ungefähr 1,5h. Die andere Möglichkeit, Schimpansen am Lake Tanganyika zu sehen, ist der Mahale Mountain NP.


    Es ist noch ziemlich bewölkt und letzte Nacht hatte es auch geregnet. Ich mache mir Gedanken, wie hell es im Dschungel sein wird, um gute Fotos zu machen. Mal sehen, wie sich das Wetter entwickelt, wenn die Sonne am Himmel steht


    Die Fahrt entlang der Küste ist schön. Man sieht aber auch, wie weit die Zivilisation Richtung NP vorrückt.



    Ankunft an der Rangerstation.


    Zeitgleich mit mir, kommt noch ein Boot mit drei Studenten aus Amerika an. Im Office wird noch der Papierkram gemacht und dann folgt eine kurze Einweisung mit den Verhaltensregeln. Man darf eine Stunde vor Ort bleiben und muss eine Maske tragen, wenn die Schimpansen am Boden sind, um das Infektionsrisiko für die Tiere so gering wie möglich zu halten. Der Mindestabstand sollte 5m betragen. Sollten die Shimpansen näher kommen, muss man eben zurückweichen.

    In einem Raum lernen wir auch die Gruppen kennen, die es im Park gibt.




    Ich hatte gedacht, dass wir nun zusammen in einer Gruppe gehen, aber die Amerikaner bekommen einen Guide und ich auch und so machen wir uns auf unterschiedlichen Wegen los, um die Shimpansen zu sehen. Es sind auch schon Ranger unterwegs um die Shimpansen zu finden, aber bis jetzt gab es noch keine Erfolgsmeldung und so begeben wir uns erstmal in die Richtung, wo sie einen Tag zuvor waren.


    Es geht sofort ordentlich bergauf und die Luftfeuchtigkeit ist gefühlt bei 120%. Es git keine Wege, also muss man sich irgendwie durch den Dschungel kämpfen.



    Nach gut 20 Minuten bekommen wir die Info, dass eine Gruppe gefunden wurde. Leider komplett entgegen unserer Laufrichtung. Aber egal, wir machen uns auf den Weg und ich bin begeistert, wie sich der Guide im Dschungel orientieren kann und weiß, wohin er laufen muß.

    Die Sonne brennt auch inzwischen ganz schön und macht die Wanderung nicht einfacher. Kontinuierlich geht es über Wurzeln und nassem Laub weiter den Berg hoch.


    Neben lauten Zikaden finden wir auch eine Pilzbrücke.




    Irgendwann sagt der Guide, dass wir angekommen sind. Ich schaue ihn an und frage ihn, wo sie sind? Er zeigt nach oben...

  • Der Blick geht nach oben und irgendwo gefühlt 20 - 30 Meter hoch sieht man Bewegungen im Blätterwerk.

    Meine Sorge ist nun, dass die Stunde nun anfängt und ich vielleicht nachher nur sagen kann, ja ich habe sie gesehen, aber sonst nichts. Der Guide beruhigt mich und sagt, die Zeit läuft erst, wenn sie weiter runterkommen. Gott sei Dank.

    Wir legen die Rucksäcke erstmal ab und beobachten das treiben weit oben im Baum.

    Ich versuche einige Bilder zu machen, aber es ist schwierig sie so weit oben zu erwischen.


    Inzwischen ist auch die andere Gruppe eingetroffen und nach gut 2h tut sich was im Baum. Dann geht es ganz schnell und ein Teil der Gruppe kommt runter. Jetzt schnell Masken auf Kamera bereit.





    Was für ein Erlebnis. Sie laufen fast neben uns her und wir haben keine Chance irgendwie auszuweichen. Leider ist die Zeit am Boden sehr schnell vorbei und nach kurzem Weg entscheiden sie sich wieder auf einen Baum zu klettern.


    Die beiden Kleinen haben nur Blödsinn im Kopf und jagen sich gegenseitig durch die Bäume.




    Leider ist die Stunde dann doch sehr schnell vorbei und wir gehen wieder zurück zur Station. Nach einem kleinen Mittagessen bringt mich das Boot wieder zurück.


    Blick Richtung Kongo.



    Es war für mich eine sehr beeindruckende Erfahrung, live die Schimpansen zu sehen. Meine Frau hat mich hinterher gefragt, was beeindruckender war, die Gorillas in Uganda, oder die Schimpansen? Ich persönlich fand die Gorillas beeindruckender. Ob es daran lag, dass wir dort eine Stunde am Boden mit ihnen verbracht haben oder einfach nur die Art und Weise, wie sie sich verhalten haben, auch im Vergleich zu uns Menschen, ich kann es nicht sagen.


    Gegen späten Nachmittag komme ich wieder im Hotel an und treffe meine Frau und Charles am Pool. Es gibt wieder Entscheidungen zu treffen. Der nächste Höhepunkt unserer Reise soll der Victoria See sein und geplant war, dass wir wieder eine Nacht in Tabora verbringen und dann weiter nach Mwanza fahren. Da aber das Hotel in Tabora ein Reinfall war, hat Charles vor die Strecke direkt bis Mwanza zu fahren.

    Google sagt gut 11h Fahrzeit. Puuuhhh. Charles meint, er schafft das und sieht da kein Problem. Da wir auch auf das Hotel in Tabora keine Lust haben, entscheiden wir uns direkt nach Mwanza zu fahren.

    Mit einem leckeren Abendessen mit Blick auf den Lake Tanganyika beenden wir diesen schönen Tag.

  • Wir verlassen vor 7 Uhr schon Kigoma und machen uns auf den langen Weg nach Mwanza. Der morgentliche Nebel hat sich noch nicht aufgelöst.


    Die ersten Frauen sind auf den Weg zu den Feldern oder zum Martkt und auch viele Kinder sind auf dem Weg zur Schule.


    Die Strecke führt lange parallel zur Grenze an Burundi. Irgendwann passieren wir einen Militärposten. Dahinter erstreckt sich das größte Flüchtlingsgebiet in Tansania. Mehr als 150.000 Menschen aus dem Kongo und Burundi leben hier und das schon teilweise mehr als 15 Jahre. Die tansanische Regierung versucht mit Hilfe der UN, die Flüchtlinge in die Gesellschaft zu integrieren. Eine gewaltige Aufgabe, wenn man bedenkt, dass Tansania nun auch kein reiches Land ist. Die UN unterstüzt mit Zelten, Essen und Schulen, während man den geflüchteten kleine Landflächen gibt, wo sie Ackerbau betreiben können.

    Es macht einen schon sehr betroffen, wie die Menschen dort Leben.



    Gegen Mittag erreichen wir Nyakanazi. Hier geht die Transitroute nach Ruanda durch. An einer großen Busstation essen wir zu Mittag und stellen fest, dass wir gerade ungefähr halbzeit haben.



    Tansanischer Zweiradtransport


    Gegen späten Nachmittag erreichen wir Busisi. Von hier geht es nun auf die Fähre. Es herrscht das typische Chaos. Man ist sich auch unschlüssig, wie unser Fahrzeug eingestuft wird. Erst sind wir ein Auto, dann werden wir zum Bus hochgestuft, da mehr als 5 Personen dort sitzen können. Also muss Charles ein wenig nachzahlen.



    Auf die erste Fähre kommen wir leider nicht, dafür auf die Zweite. Die Warterei hat uns nun fast eine Stunde gekostet. ,


    In naher Zukunft wird das alles kein Thema mehr sein. Die Chinesen bauen gerade eine Brücke und die wird spätestens nächste Jahr fertig sein.


    Nach der Überfahrt sind es noch gut 40km bis Mwanza "The Rock City".



    Dadurch, dass wir nicht in Tabora übernachtet haben, haben wir noch kein Hotel. Charles und die Agentur hatten schon probiert uns in verschiedene Hotels zu buchen, leider ohne Erfolg. In einem Hotel etwas außerhalb haben wir Glück. Es ist ein schönes Businesshotel und für eine Nacht vollkommen ok. Charles hat noch kein Zimmer. Er will sich auf die Suche machen, nachdem gemeinsamen Abendessen. Ein Versuch, ihn auf unsere Kosten mit ins Hotel einzubuchen schlägt leider fehl, außer einer superteuren Suite ist alles ausgebucht.

    Wir drücken ihm die Daumen, dass er noch was findet. Müde fallen wir ins Bett und freuen uns auf die Tage in Mwanza.


    Fortsetzung folgt.

  • Für die nächsten zwei vollen Tage sind wir nun in der Millionenstadt Mwanza und sie wächst immer weiter in alle Richtungen. Gegründet wurde die Stadt 1890 durch Deutsch-Ostafrika mit dem Namen Muansa, was wohl falsch verstanden wurde, da die ansässigen Sukuma den Ort Nyanza nannten, was einfach nur See bedeutet. Im ersten Weltkrieg wurde die Stadt dann von den Briten eingenommen.


    Was ich auch nicht wusste, jedes Jahr sterben rund 5000 Menschen auf dem See. So ruhig, wie wir ihn erlebt haben, ist er gar nicht. Regelmäßig entladen sich schwere Gewitter über dem See und starker Wind sorgt für hohe Wellen. Viele Fischer werden mit ihren kleinen Booten von Bord gespült oder kentern und ertrinken. Auch die Gefahr vom Blitz getroffen zu werden ist sehr hoch.


    Nach dem Frühstück beziehen wir erstmal unser eigentliches Hotel direkt am Victoria See.


    Für den Nachmittag haben wir uns für einen Spaziergang in die Stadt entschlossen. Charles will uns den Fischmarkt zeigen.

    Der Weg führt uns entlang des Ufers Richtung Fischmarkt. Wir passieren einen kleinen Park, oder einfach nur eine Wiese, wo man relaxen kann und den Sonnenuntergang genießen. Gegen eine kleine Gebühr, darf man sich dort wohlfühlen...


    Wir gehen erstmal weiter Richtung Fischmarkt. Am Geruch erkennt man schon die Richtung ;) . Hier herrscht ordentlich trubel und die Leute kaufen ihre Dinge für das Abendessen.


    Auch Charles möchte gerne Fisch kaufen und ihn als Überraschung nach Arusha zu seiner Familie schicken.Wir sind neugierig, wie das funktionieren soll, da man hier weder Boxen mit Eis sieht, noch ein einen Kühltransporter. Erstmal heißt es Fisch raussuchen und feilschen.



    Nachdem die Fische gekauft wurden, werden sie geschuppt, ausgenommen und gegrillt. Danach kommt jemand vorbei, der sie im Überlandbus mit nach Arusha nimmt. Wenn es alles klappt, ist der Fisch morgen am späten Nachmittag in Arusha. Hier läuft viel über Vertrauen und Beziehungen.

    Verschiedenste Vögel versuchen auch noch einen Anteil an Fisch zu bekommen. Tiefflugalarm...


    Wir genießen den Sonnenuntergang und laufen zurück zum Hotel.

  • Für heute haben wir eine kleine Rundfahrt durch Mwanza geplant. Teilweise sieht man immer noch gut erhaltene Gebäude aus der Kolonialzeit.



    Auch sieht man an vielen Ecken immer noch den Charme und den Grund, warum die Stadt "The Rock City" heißt. Viele Gebäude sind direkt an die Felsen gebaut und man fragt sich oft, wie ist das Material dorthingekommen.



    Wir fahren raus Richtung Flughafen. Dort befindet sich auch die wohlhabende Gegend von Mwanza, Wer weiß, wie lange noch. Die Regierung plant den Flughafen massiv auszubauen, um weitere Geschäftsleute und Touristen herzulocken. Da wird es in einigen Jahren sehr laut zugehen...

    Wir fahren in eine unscheinbare Straße, die uns diekt zum See bringt. Dort befindet sich ein Beachclub und eine großer Saal. Ein Kumpel von Charles arbeitet dort und ist stolz uns alles zu zeigen. In dem großen Saal wird für eine Hochzeit aufgebaut.


    Wer günstig eine Hochzeitlocation sucht, ich kann da einen Kontakt herstellen ;)

    Der Blick auf den See ist auf jeden Fall toll.


    Mittags essen wir lecker in einem Lokal direkt an einer Straße. Eine kleine Fellnase möchte auch gerne etwas abhaben.



    In der Stadt selber, sieht man auch wieder, wie stark China hier einwirkt. Neben Straßenbau, wird auch hier eine neue Eisenbahnlinie gebaut. Ebenso kommen immer mehr ausländische Investoren in den Ort und verdrängen viele Einheimische diekt vom See um dort Hotels zu bauen. Dadurch verschwinden auch die markanten Felsen. Entweder werden sie umbaut oder direkt abgetragen. Ich denke, in den nächsten Jahren, wird sich das Bild von Mwanza massiv ändern. Ob zum Vorteil? Ich bin nicht sicher.


    Der letzte Abend in Mwanza ist angebrochen. Morgen geht es in die Serengeti.


    Fortsetzung folgt.