Süd-Indien Reiseplanung 2025

  • Unser Guide, der uns in Rajasatan im März begleitete, hat mir nun ein Angebot für 15 Nächte geschickt.

    Los geht es ab

    Chennai (2 Übernachtungen)

    Mamallapuram (2)

    Pondicherry (1)

    Tanjore (2)

    Madurai (1)

    Munnar (2)

    Periyar (2)

    Kumarakom (1)

    Allappey (1)

    Cochin (1)

    danach noch ein paar Tage baden in/um Kerala (über Vorschläge würde ich mich freuen)

    Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben
    - Alexander von Humboldt -


    Marbles1.gif

  • Wir waren letztes Jahr im

    The World Backwaters, Alleppey.

    Hat uns gut gefallen, da auch der Pool super war und man ihn immer nutzen konnte. Da dann Fahrräder ausgeliehen (gibts im Hotel, die waren aber ganz erstaunt, dass wir damit aus dem Hotel raus wollten, ging aber) und zum Strand oder eine Tour durch die Backwaters. In der Nahe gibt es Fähren, damit kann man auf die andere Seite fahren und dort radeln.


    Madurai finde ich 1 Nacht zu wenig, da gibt es in der Nähe noch den Shri Arulmigu Subramaniya Swami Temple, sehr sehenswert mit der Umgebung (kleine Höhlen usw).


    Und dann würde ich eine Tour mit einem Hausboot machen, 1 Nacht reicht aber. Wir hatten es für uns ganz allein, das war toll.

  • Hallo,


    wie schön, dass es mit eurer Planung weitergeht! Wann wollt ihr die Tour denn genau machen?


    Ich bin nicht so fit in Sachen Südindien, aber eine Meinung habe ich zu einigem dennoch:


    Von Chennai nach Mamallapuram sind es nur 1,5 Stunden Fahrt oder so. 2 Nächte Chennai würde ich nicht machen, sondern am Ankunftstag und am nächsten Tag Sightseeing und dann weiter nach Mamallapuram. Dort ist es netter und ein bisschen erholsam direkt am Meer.


    Pondicherry hat zwar nicht viele "echte" Sehenswürdigkeiten, sodass theoretisch eine Nacht dort reicht. Aber die Stadt ist nett, einfach vom Stadtbild und der Atmosphäre her. Hier würde ich 2 Nächte bleiben. Inder fahren dort hin, weil alles etwas lässiger ist mit dem Trinken usw. Keine Ahnung, wie es heute ist, aber 2015 fand ich die Stadt nett,, gepflegt, entspannt.


    An Tanjore habe ich keine bleibenden Erinnerungen: Einige Tempel, 2 Nächte dort halte ich für zu lange.


    Madurai würde ich auch 2 Nächte spendieren, da stimme ich Silke völlig zu. Es gibt viel zu sehen und wenn ihr euch auch gerne mal länger in dem beeindruckenden Sri Menakshi-Tempel aufhalten wollt (Atmosphäre genießen, Menschen beobachten), lohnt es sich, nicht nur für einmal Durchlaufen dort zu halten.


    Munnar als Ort ist uninteressant und eher auf die Interessen indischer Honeymooner eingestellt. Wenn du nicht ausgiebig zwischen Teeplantagen wandern willst, reichen Fotostopps bei der Anfahrt und ein Spaziergang durch die Teefelder am nächsten Vormittag oder noch am Ankunftstag.


    Periyar und Kumarakom kenne ich nicht.


    In den Backwaters fand ich 1 Nacht zu wenig, aber mehr als 2 müssen es nicht sein. Bei meinem ersten Besuch 2015 fand ich Allepey als Standort idyllisch, nun 2023 fand ich es wegen der vielen dreckigen, lauten Hausboote gar nicht mehr schön. Allepey als Ort ist gerade mal gut um etwas zu essen und Geld am ATM zu holen. Eine Bekannte von mir hatte als Standort in den Backwaters Munroe Island, noch nicht so touristisch und die Bilder von ihrer Fahrt im kleinen Boot durch die engen Kanäle sahen toll und sehr idyllisch aus.


    Bitte kein Hausboot in Allepey: Das sind teure, wenig komfortable, laute Dreckschleudern. Abends ankern die und man ist mit der Crew allein an Bord. In die interessanten schmalen Kanäle fahren die nicht, sondern schippern nur auf dem großen See herum. Wenn Allepey, würde ich ein Hotel direkt am Wasser nehmen, entweder ein simples Guesthouse oder das Ramada mit Pool und mir Fahrten mit einem kleinen Boot (je kleiner und niedriger desto besser) organisieren lassen, um das Leben der Menschen am Wasser hautnah miterleben zu können.


    Außerdem war sie noch am Marari Beach, ein eher einsamer Strand mit kleinen Homestays, allerdings eher von Indern besucht, sodass es vielleicht nicht ganz so selbstverständlich ist, dort in westlicher Badekleidung zu sein.


    Nur eine Nacht in Kochi ist viel zu wenig. 1 Tag Sightseeing ist völlig OK, aber die Stadt kann man auch ein wenig genießen. Es gibt nette Shops und Lokale, man kann ein wenig am Wasser abhängen und die Fischer beobachten. Da würde ich unbedingt 2 Nächte bleiben. Ich hatte ein nettes Boutique-Hotel mit Pool mitten drin (Tissa`s Inn).


    Baden in Kerala: Ich kenne nur Varkala und fand es ganz gut: Ist halt ein bisschen relaxt, man kann in westlicher Badebekleidung baden gehen, es gibt eine Menge netter Shops und Restaurants, vieles ist von europäischen Expats betrieben. Hierfür solltet ihr dann erst nach Kochi und dann in die Backwaters, um Wege zu sparen. Es gibt dort allerdings eher schlichte Unterkünfte, wenn ihr 5-Sterne-Heritage-Luxus sucht, seid ihr dort falsch. Ich war im Marine Palace, hatte ein nettes Zimmer mit Außendusche. Es gibt etwas abgerockte Liegen auf dem Grundstück und direkten Strandzugang. Ich würde dort aufpassen, keine Unterkunft oben auf der Klippe zu nehmen, sofern ihr viel an den Strand wollt. Es wäre mir zu anstrengend, mir erst den Weg von der Klippe nach unten zu suchen.


    Falls ihr einen Fahrer habt, würde ich dann den Drop in Varkala vereinbaren um den Fahrer nicht für die Badetage behalten und bezahlen zu müssen. Es gibt etliche Agenturen und sicher hilft auch die Unterkunft mit einem Transfer dann zum Flughafen. Von Thiruvanantapuram könntet ihr dann für den Rückflug beispielsweise nach Delhi, Mumbai oder Bangalore fliegen.


    Alternativ vielleicht mit dem Flieger von Kochi nach Goa und im ruhigen Südgoa einen netten Ort suchen. Ich fand Patnem ideal: Eine verhältnismäßig ruhige Bucht mit schönem Strand, übersichtlich, aber etliche Lokale für eine gewisse Abwechslung und schöne Beach Huts direkt am Strand, mit Strandliegen.


    Solltet ihr allerdings gehobene Hotels mit Pool suchen, gibt es dort direkt im Ort nichts, nur ein paar Minuten außerhalb. Dann wäre vielleicht eher Benaulim etwas, dort habe ich mir für den kommenden Oktober schon etwas gesucht. Da gibt es eine größere Bandbreite an Unterkünften.


    Ganz ehrlich gesagt, verstehe ich vieles von der euch vorgeschlagenen Planung nicht in Bezug auf die Aufenthaltsdauer an den einzelnen Orten. Das mag für das Abklappern von Sehenswürdigkeiten sinnvoll sein, aber gerade an den hübschen Orten, an denen man sich auch ein wenig aufhalten und einfach das indische Leben von seiner besten Seite erleben kann, ist die Zeit meiner Meinung nach viel zu knapp bemessen.


    Übrigens kenne ich in der Region 2 wunderbare Fahrer, falls ihr mal vergleichen wollt.


    Der eine ist Shekhar aus Mamallapuram, mit dem ich 2015 unterwegs war und mit dem Silke aktuellere Erfahrungen hat. Er ist ein typischer Alleinunternehmer und eine Seele von Mensch. Mit ihm habe ich eine ähnliche Tour gemacht wie die, die ihr machen wollt. Er hat ein super Feeling dafür, was man als Tourist so sehen und erleben will und hatte mir jeden Tag Jasminblüten fürs Haar mitgebracht LOL.


    Und ich habe im März noch Darshan aus Bangalore kennengelernt, der ebenfalls solche Touren anbietet. Er hat sowohl einen kleinen Toyota als auch inzwischen einen Toyota Crysta, also ein recht großes Auto, falls ihr mehr Komfort wollt. Mit dem habe ich eine herrliche Foodie-Tour in Bangalore gemacht und habe ihm vom ersten Moment voll vertraut.


    Beide sind tolle Menschen und tolle, engagierte Fahrer mit Gespür für die Bedürfnisse des Gastes. Beide zählen unter den unzähligen Fahrern, die ich bisher in Indien hatte, zu den Top 5, wenn nicht sogar Top 3.


    Frage gerne nach, wenn ich noch helfen kann!

    "Your soul was born in India!"

    (Vinod zu mir in Gujarat im März 2023)

  • Wenn ich mir das nochmal ansehe: Warum bitte 1 Nacht Kumarakom und dann noch 1 Nacht nur einen Katzensprung entfernt in Allepey? Darin sehe ich so gar keinen Sinn, außer natürlich, dass dahinter eine Hausboot-Idee stecken könnte?

    "Your soul was born in India!"

    (Vinod zu mir in Gujarat im März 2023)

  • Es lässt mir ja keine Ruhe... Ich habe nun euren letzten Reisebericht nochmals genau angesehen: Offenbar baut der Veranstalter auf eher mal etwas abgelegene Unterkünfte und Ausflüge dann zu den Hotspots. wie bei eurer Rajasthan-Tour von einem Heritage-Hotel aus einen Tagesausflug nach Jaisalmer und eine Übernachtung noch 1 Stunde Fahrt von Agra entfernt.


    Ist die hier beschriebene Tour eine Gruppenreise oder eine individuelle Reise? Eure Rajasthan-Tour war offenbar eine Gruppenreise, oder? Dann könnt ihr natürlich nichts am Reiseplan ändern, sondern nur überlegen, ob ihr das so wollt oder alternativ eine abgewandelte individuelle Tour plant.


    Übernachtungen an eher abseits gelegenen und uninteressanten Orten fände ich persönlich einfach schade, weil es das individuelle Entdecken und die damit verbundenen Begegnungen und Beobachtungen sehr einschränkt...


    Wie gesagt: Wenn ihr Lust drauf habt, individuell zu reisen, gerne eigene Pläne macht und euch traut: Die beiden Fahrer sind super zuverlässig. Und ich helfe sehr gerne bei der Planung!

    "Your soul was born in India!"

    (Vinod zu mir in Gujarat im März 2023)

  • Auch wenn ich es ungern tue, aber ich möchte Birgit in Einigem widersprechen.

    Unsere Hausboottour ging auch durch kleine Kanäle, es war aber auch ein kleines Boot mit nur 1 Raum für uns. Das hatte unser Vermieter im

    Backwater Heritage Homestay in Kumarakom organisiert.

    Munnar finde ich 2 Nächte mindestens nötig. Sicher gibt der Ort nicht viel her, aber die Umgebung ist soooo toll. Ein Stück nach Norden zu Teeplantagen ohne Ende, Wasserfälle, die Top Station, man kann Wanderungen machen… Wir waren 3 Nächte da und es war nicht langweilig. Es ist auch mal ein Ruhepunkt im sonst hektischen, lauten und vollen Indien.

    Aber natürlich ist das subjektiv.


    In Periyar haben wir wilde Elefanten auf einer Wanderung gesehen, die sind aber nur geführt möglich.


    Am Marari Beach waren wir auch, der ist nett und man konnte ohne Probleme mit Bikini dort baden.


    Den Fahrer Shekar würde ich dir auch wärmstens empfehlen. Er ist wirklich toll und war der beste Fahrer, den wir jemals hatten.

  • Unsere Hausboottour ging auch durch kleine Kanäle, es war aber auch ein kleines Boot mit nur 1 Raum für uns.

    Und da muss ich wiederum widersprechen: Es gibt Kanäle, in denen sind motorisierte Boote verboten, also auch jedes noch so kleine Hausboot. Und es gibt Kanäle, in denen selbst im Zweisitzer-Shikara kein Durchkommen war, da das Sonnendach des Shikara vielleicht 1,50 Meter über der Wasserlinie an Brücken gestoßen wäre. Am besten mietet man wohl ein Kanu (Kajak?)


    Aber es gibt auch noch die Möglichkeit, die öffentliche Fähre zu nehmen und sich vom Fahrer dann am Endpunkt abholen zu lassen. Damit fährt man dann auch nochmal deutlich abseits des Staus der Hausboote mit den lauten Motoren und der dröhnenden Partymusik...

    "Your soul was born in India!"

    (Vinod zu mir in Gujarat im März 2023)

  • Ja, die Hausboote kommen tatsächlich nicht in ganz kleine Kanäle. Da ist das Kanu die beste Wahl.

    Aber auch die Stimmung auf dem Hausboot war toll, da war nichts mit lauter Partymusik, und nachts laufen auch keine Motoren. Wir hatten auch überlegt, ob wir es machen, weil es so viele schlechte Berichte darüber gibt. Waren dann aber froh, es gemacht zu haben.




  • Jaaaaa, genau DIE kleinen Boote meinte ich!

    Haben wir auch gemacht. Ist auch toll. Aber eben nur kurz, wir sind 2 h gefahren. Das war bei Munroe Island.

    Da bekommst du halt die tolle Morgen- und Abendstimmung nicht mit.

    Die öffentliche Fähre haben wir ja auch genommen, und sind dann Fahrrad gefahren. Da siehst du viel vom indischen Leben.

    Aus meiner Sicht waren alle Varianten toll.

  • So, hier kann erst mal zu. Wir stellen Indien erst Mal hinten an, da wir anderweitig geplant haben.

    Freunde von uns, mit denen wir schon tolle Tage in Vietnam verbracht hatten, haben uns gefragt, ob wir Lust auf Thailand hätten.

    Aber danke für die vielen Infos, die in meine Reiseplanung mit eingehen.

    Ich komme dann noch einmal auf euch zurück.

    Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben
    - Alexander von Humboldt -


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