Zeit am Flughafen kalkulieren...

  • Hallo zusammen,


    ist vielleicht mehr ein Plauderthread als ein lebenswichtiges Anliegen, aber ich bekomme es irgendwie nicht hin, die Zeit am Flughafen so zu kalkulieren, dass ich NICHT das Gefühl habe, den halben Tag dort verbracht zu haben. Zu viele Unwägbarkeiten treiben mich immer viel zu früh dort hin:


    Auf dem Weg könnte Stau sein, am Check-In könnte es voll sein. Ausreise (bei internationalen Flügen) und Security könnten ewig dauern. Es könnte irgendein Problem geben, das diskutiert werden muss...


    Selten mal alle paar Jahre erweist es sich als sinnvoll, bei internationalen Flügen mehr als 3 Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein und noch seltener haben domestic 2 Stunden vor Abflug von einem großen Airport nur knapp gereicht. Aber insbesondere bei Abflügen am Vormittag ärgere ich mich regelmäßig dumm und dämlich, dass ich um 6 Uhr aufgestanden bin, wenn rückblickend noch fast 2 Stunden länger im Bett auch gereicht hätten.


    Selbst wenn ich im Flughafenhotel mit 5 Minuten Fußweg bin, nicht mehr zum Check-In muss und die Website des Airports nur 10 Minuten Wartezeit an der Security anzeigt, und sogar, wenn ich von irgendeinem Provinzflughafen abfliege, von dem aus nur 3 popelige Flüge am ganzen Vormittag gehen, stehe ich 2 Stunden vor Abflug dort.


    Zwar liebe ich Flughafenatmosphäre, aber trotzdem finde ich, dass ich nach all den Reisen da wirklich einmal cooler werden muss. Wie geht ihr mit so etwas um?

    "Your soul was born in India!"

    (Vinod zu mir in Gujarat im März 2023)

  • Zwar liebe ich Flughafenatmosphäre …

    ich auch!

    Und stehe gerne morgens früh auf, meistens vor 6 Uhr.

    Ein Grund mehr für mich, lieber 1 Stunde zu früh am Flughafen anzukommen oder anders gesagt, 1 oder 2 Stunden mehr als notwendig dort zu verweilen als 1 Minute zu spät den Check-in Schalter zu erreichen.

    Viele Grüße

    horas

  • Es könnte irgendein Problem geben ..


    Es gab schon mehrere Probleme mit der Bahn auf dem Weg zum Fraport. (Personenschäden, Stellwerksschäden, Verspätungen). Deswegen übernachte ich immer einen Tag vor Abflug im Flughafenhotel. Denn schon der Gedanke, daß ich den Flug verpassen könnte, macht mich sehr nervös ..


    MfG

    Surya

    Ein Lächeln sagt oft mehr als tausend Worte ... (Mir hat das oft auf Bali geholfen).

  • Ich sehe das nicht als vertrödelte Zeit an, in dem Moment, wo ich unser Haus verlasse, fängt für mich der Urlaub an.


    Früher gab es Zeiten, da bin ich sogar nur eine halbe Stunde vor Abflug am Flughafen gewesen und es hat geklappt. Heute nehme ich sogar oft einen früheren Zubringer zu meiner Langstrecke. Zu oft habe ich den Anschlussflug in Frankfurt oder München verpasst, weil der Zubringer mal wieder nicht pünktlich war. Dann gibt es auch noch das Problem mit Koffer, der es bei knappen Anschlüssen nicht auf die Maschine geschafft hat.


    Ehe ich jedoch die 6 Uhr-Maschine aus Hannover raus buche, (das bedeutet 3 Uhr aufstehen) reise ich lieber einen Tag früher nach München oder Frankfurt. In München habe ich Freunde und Verwandte und in Frankfurt bin ich auch gerne, da ich ja dort mal gewohnt habe.


    Mir gefällt die Atmosphäre am Flughafen.


    Viele Grüße
    Petra

  • Ich musste früher oft beruflich von Stuttgart nach Berlin fliegen, da reichte es vollkommen aus eine Stunde vorher dort zu sein, wenn man kein Aufgabegepäck hatte. Security ist in Stuttgart meist sehr entspannt und die Wege sind kurz.


    Wenn wir von Frankfurt Langstrecke fliegen, reisen wir meistens mit dem Zug an. Hier planen wir meisten so, dass wir mit der Bahn 3h vor Abflug in Frankfurt ankommen. Die Bahn ist halt immer für Überraschungen gut ;)

    Sollte der Flieger mal früh morgens gehen oder vormittags, sind wir auch schon mal mit dem Auto angereist.


    Bis jetzt hat es eigentlich immer stressfrei funktioniert und wenn doch noch zu viel Zeit vor dem Abflug übrig ist, dann gibt es halt noch einen Kaffee.


    Bei Zubringerflügen sehe ich das ähnlich, wie Petra, da nehme ich auch lieber einen früheren Flug, wenn der Zeitabstand zum Weiterflug gerade mal eine Stunde ist.


    Gruß

    Peter

  • Wir reisen immer mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu den Flughäfen an. Früher habe ich die Zeit dafür knapper kalkuliert, es hat immer gut funktioniert..

    Bis wir mal einen „Personenschaden“ auf dem Weg zum Flughafen Frankfurt hatten, Umstieg auf den Regionalzug bis Frankfurt Hauptbahnhof usw. und nach viel bangen und mit hängender Zunge haben wir es noch geschafft. Freunde von uns haben bei solch einem Vorkommniss Ihren Flug knapp verpasst. Und dann gibt’s da noch Streik, Schienenersatzverkehr, gesperrte Strecken, Winterstürme oder andere Naturereignisse …..

    Na klar, bei Flügen ab Stuttgart oder auch mal Memmingen sind die Wege kurz und da könnten wir zur Not auf ein Taxi umsteigen. Aber bei morgendlichen Abflügen ab Frankfurt oder München machen wir es entspannt (haben ja nun auch die Zeit dazu) und übernachten in Flughafennähe.

    Für mich geht der Urlaub nicht bei der Abreise zuhause los, sondern erst wenn das Gepäck eingecheckt ist, oder noch besser, wenn wir durch die Sicherheitskontrolle sind.

    Und für das alles planen wir genügend Puffer ein.

    Vergeudete Zeit ? Nö: entspanntes reisen !

  • Zwar liebe ich Flughafenatmosphäre, aber trotzdem finde ich, dass ich nach all den Reisen da wirklich einmal cooler werden muss. Wie geht ihr mit so etwas um?

    Ich habe mich auch schon gefragt, ob ich die Reiseplanung mal "geschmeidiger" angehen sollte. Und dann wähle ich doch wieder den Zug, der dreieinhalb Stunden vor Abflug am Frankfurter Flughafen ankommen soll, und nicht den, der eine Stunde später fährt.


    Langjährige Reiseerfahrung bringt halt auch Erfahrungen mit Problemen, sei es ein Zugausfall, ein Stau, ein kurzfristiger Streik am Flughafen, ein überbuchter Flug... Dann lieber eine Stunde mehr am Flughafen vertrödeln als sich hinterher zu ärgern, dass der lange vorbereitete teure Urlaub mit einem Fehlstart beginnt.

  • Auch wir gehören zur Fraktion "Lieber zu früh als zu spät", vor allem mein Mann will einen Sicherheitspuffer.

    Der fällt bei einer Langstrecke, an der womöglich die ganze Reise hängt, allerdings großzügiger aus, als z.B. bei Kurzstrecken in SOA, wo mehrfach täglich ein Flieger in die gewünschte Richtung geht. Und bei einem großen Flughafen anders als bei kleineren.

    In Thailand, außerhalb von Bangkok reicht in der Regel eine Stunde, in Frankfurt würde selbst ich immer 3 Stunden einplanen.

    Wenn das Gepäck abgegeben ist und die Sicherheitskontrollen hinter uns liegen, fängt die Reise an. =)

  • Das beruhigt mich,. dass es so ziemlich allen hier so geht wie mir.


    Aber in Bezug auf Domestic Flights wäre ich schon gerne etwas cooler: Ein großer Flughafen bietet immer etwas zu gucken und zu tun, aber wenn man von einem wenig frequentierten Flughafen abfliegt, muss man ja manchmal schon froh sein, wenn man einen Kaffee kaufen kann...

    "Your soul was born in India!"

    (Vinod zu mir in Gujarat im März 2023)

  • Ich bin auch immer sehr hin und her gerissen, einerseits finde ich die Zeit am Flughafen eine Verschwendung, andererseits, wenn man zu spät ankommt, ärgert man sich dumm und dämlich... :roll:


    Das ideale Maß an Zeit habe ich noch nicht gefunden, und somit sind wir häufig zu früh am Flughafen aber auch, hin und wieder, mal sehr knapp dran...

  • Ich plane immer eine längere Zeit in der Lounge ein.

    Wenn es dann Anreiseprobleme gibt, wird sie kürzer oder fällt aus.

    Bei Langstreckenflügen übernachte ich zusätzlich in einem Hotel am Flughafen bzw. mit einem offiziellen Hotelshuttle.


    Gelassen bin ich trotzdem nie, erst wenn ich am (richtigen) Gate sitze ...

    Liebe Grüße

  • Wenn wir von Lanta aus uns auf den Weg machen, plane ich lieber etwas mehr Zeit ein, obwohl der Flughafen in Krabi eher langweilig ist, selbst nach dem Ausbau. Aber es gibt zu viele Dinge, die schief gehen können: Die Gezeiten sind ungünstig, sodass die Fähre mehr Zeit braucht, es könnte unterwegs einen Unfall geben (hatten wir letzte Woche Freitag, am Tag unserer Abreise, da war die Straße für eine Zeitlang komplett gesperrt, weil ein LWK frontal mit einem Minibus zusammengestoßen ist, hat aber alles gut geklappt.)
    Ich bin auch eher der nervöse Typ (immer schon, früher bin ich auch im Bus schon aufgestanden, sobald dieser von der letzten Haltestelle vor meiner abfuhr :rolleyes: )
    Wenn wir einen frühen internationalen Flug haben, wie übermorgen (Frankfurt - San Francisco), übernachten wir in einem Flughafenhotel. Ansonsten rechne ich auf die eigentliche Fahrtzeit zum Flughafen immer eine Stunde dazu und plane, drei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein.

    Bei Domestic-Flügen ab Krabi - siehe oben, ab Bangkok: ich gehe von einer Stunde Fahrtzeit aus (von Sukhumvit 11 bis 21), egal ob DMK oder BKK, damit ich 2 Stunden vor Abflug am Flughafen bin.


    Gelassen bin ich trotzdem nie, erst wenn ich am (richtigen) Gate sitze ...

    Genau! Und dann checke ich zwischendurch mal, ob sich das Gate geändert hat, was sich schon einige Male als nützlich erwiesen hat.

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  • Gelassen bin ich trotzdem nie, erst wenn ich am (richtigen) Gate sitze ...

    Naja, ich habe schon ein paar Mal gehabt, dass ich am richtigen Gate saß, bis irgendwann es nicht mehr war, weil der Flughafen meinte der Flieger musste irgendwo anders andocken, und alle Passagiere mussten schnellstens zum anderen Gate laufen.


    Also, auch am Gate sitze ich nicht mehr entspannt...

  • Naja, ich habe schon ein paar Mal gehabt, dass ich am richtigen Gate saß, bis irgendwann es nicht mehr war, weil der Flughafen meinte der Flieger musste irgendwo anders andocken, und alle Passagiere mussten schnellstens zum anderen Gate laufen.


    Also, auch am Gate sitze ich nicht mehr entspannt...

    Besonders, da in London beispielsweise das Gate auch erst sehr knapp vor Abflug bekannt gegeben wird...

    "Your soul was born in India!"

    (Vinod zu mir in Gujarat im März 2023)

  • Also das kommt mir auch recht bekannt vor. Bin auch immer mindestens 2 Stunden zu früh am Airport, aber stört mich nicht, weil ich die Atmosphäre mag (Teil der Reise).
    Allerdings nach 260 privaten Flügen mit 960 Flugstunden bzw rund 745 Tsd km sollte ich es auch schon besser wissen.
    Das waren dann mindestens noch 520 Stunden auf Airports die Zeit vertreiben (manchmal auch Kaffee oder Restaurant, aber niemals Duty Free).

  • Mir geht es genau so. Ich baue auch lieber einen, meist rückwirkend betrachtet, zu großen Puffer ein. Aber lieber entspannt ankommen, ohne Schweißperlen auf der Stirn, weil der Zug Verspätung hatte oder man im Stau stand.

    Wirklich in Urlaubsstimmung bzw. beruhigt bin ich aber auch erst, wenn ich eingecheckt bin, das Gepäck aufgegeben ist und ich durch die Security gekommen bin.

    Dann beginnt der Urlaub.

    Ich fürchte, meines Seelenfriedens zuliebe, wird sich das auch nie ändern.