Vietnam auf ausgelatschten Pfaden

  • Nun lagen noch vielleicht 30km bis zu den Ba Na Hills vor uns - eine kurze Strecke, für die man aber fast eine Stunde benötigt, denn trotz außerorts bestens ausgebauter Straße betrug die Höchstgeschwindigkeit 60 Km/h. Es zog und zog sich, am interessantesten war noch, zu beobachten, wie direkt auf der Straße Reis zum trocknen ausgebreitet wurde. Sogar noch innerhalb abgegrenzter Verkehrsinseln mitten auf Kreuzungsbereichen wird Reis getrocknet. Unglaublich.


    Ab hier sollten die Vietnam-Puristen dann nicht mehr weiterlesen, denn jetzt folgt unser Ausflug nach Disney-Land.... Ja, die BaNa-Hills sind ein großartig aufgemachter Vergnügungspark und haben mit Vietnam nichts mehr zu tun. Aber der Anziehungspunkt der Brücke, die von zwei überdimensionalen Händen getragen wird, lockte eben auch mich.


    Daß diese Brücke natürlich nicht mal eben so eigenständig in der Landschaft steht, sondern umgeben ist von vielerlei Kitsch, für den man 950.000 VND (in etwa 30 Euro) Eintritt löhnen muss, ist eine Kröte, die man schlucken muss. Immerhin treffen die bunten Flanierzonen sicher den asiatischen Geschmack und entsprechend gut besucht ist der Park. Bestimmt werden die meisten Besucher hier den ganzen Tag verbringen, denn es gibt vieles, was wir gleich weggelassen haben, wie zum Beispiel ein nachgebautes Märchenschloss oder ein sogenanntes französisches Dorf, eine Brauerei, Spaß und Gaudi für die Massen.
    Das ganze erreicht man nur mit einer Seilbahn, die immerhin 20 Minuten über grüne Berghänge schwebt, hinauf auf 1400 Meter. Hier oben ist es angenehm kühl, allerdings auch wolkig. Ob wir nun Pech hatten mit dem Wetter oder Glück? Wer weiß. Jedenfalls hatten wir noch eine einigermaßen vernünftige Sicht, als wir ankamen, es zog sich später immer mehr zu. Doch vermutlich wird das in dieser Höhe eher die Regel sein als die Ausnahme. Glück war auf jeden Fall, daß es viel weniger frequentiert war, als befürchtet. Keine Wartezeiten an der Cablecar, fast leere Kabinen, deutlich entspannter, als Hoi An am Abend.





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  • Natürlich auf der Golden Hands Bridge selber war es voll, und da jeder sein Selfie und das Familienfoto und das Foto mit erhobenem Daumen und das Foto vor den großen Fingern und natürlich auch noch das Foto mit Kind und das mit Oma wollte, dauerte es schon ein klitzekleines bisschen länger...


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  • Montag, 28.04.2025 - planlos in Hoi An


    Der Tag heute war ausgefüllt mit nichtstun; am Vormittag von unserer Terrasse aus die Wasserbüffelherde beobachten, die fast bis zum Grundstück kam, eine kleine Runde durch die Nachbarschaft laufen, chillen am Pool, und zum späteren Nachmittag ein letztes Mal in Richtung Altstadt gehen.
    Zum einen, um den ATM zu melken - unser kleines Hotel bevorzugt Bargeld. Man könnte durchaus mit Karte zahlen, der Aufschlag allerdings von 3% wäre üppiger, als die paar Dong Automatengebühren. Also ziehe ich mal eben 15 Millionen VND, muss aber dafür die Karte 3mal hintereinander eingeben, denn mehr als 5 Millionen spuckt er nicht aus. Das Bündel Geldscheine hat eine vertiable Dicke.
    Dann nochmal über die schmale Brücke zur historischen Altstadt. Diese Brücke ist immer wieder unangenehm zu überqueren, der Verkehr in beiden Richtungen kommt, bei PKW zumindest, schon kaum aneinander vorbei, und der Platz, den man für die Fußgänger vorgesehen hat, beträgt kaum 40 cm direkt am Brückengeländer. Es ist richtig unangenehm eng, da alle paar Meter auch noch hervorgebaute Elemente den Fußweg zusätzlich einengen, stößt man sich zwangsläufig jedes Mal den Ellbogen oder schrammt irgendwo dran, während die Mopeds und Autos ungerührt 5 cm von einem entfernt vorüberrauschen. Den eigentlich hübschen Blick über den Fluss und die Boote kann man hier keine Sekunde genießen.
    Unkluger weise nehmen wir heute, um nicht in die übervollen Altstadtgassen zu müssen, ein Restaurant direkt am Fluss, nett aussehend, ein laues Lüftchen vom Fluss - FEHLER!!!! Nicht weil das Restaurant nicht gut wäre, nein - es beginnen, kaum haben wir das erste Getränk erhalten, und die Dämmerung einsetzt, quasi im Minutentakt laut knatternd die bunt beleuchteten Ausflugsboote vorbeizufahren. Es ist einfach nur laut. Es ist laut. Laut. Die Boote sind kitschbunt mit Lampions beleuchtet, sehen sogar nett aus, aber nerven ungemein.



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  • Dienstag, 29.04.25 - weiter nach Phu Quoc

    Ein Reisetag - zwar haben wir es auch bisher eher gemächlich angehen lassen, wenig in unsere Tage reingepackt und Zeit vertrödelt - trotzdem kommt jetzt noch der eigentliche Erholungsteil - auf der Insel Phu Quoc. Wiederum so ein Ziel, von dem man kaum noch gutes hört, viel zu verbaut und überlaufen inzwischen, verdreckt und zugemüllt, nicht authentisch.


    Wir wollten uns davon nun aber doch selber ein Bild machen und haben natürlich von vorne herein nicht etwa Phi-Phi-Island von 1990 erwartet. In der Tat findet man, mit einem kleinen bisschen Recherche, wirklich schöne kleine Resorts zu erschwinglichen Preisen an hübschen Strandabschnitten, ganz ohne Trubel.


    Nun also starten wir heute nach dem Frühstück erst mal zum Airport DaNang, was mir schon wieder eine ganze Menge Geduld abfordert. 20 Km - eine Stunde. Es sind nahezu schon balinesische Verkehrsverhältnise hier, insbesondere durch die Stadt (der Flughafen liegt fast mitten in Da Nang) könnte ich immer wieder wahnsinnig werden. Mal ganz abgesehen davon, daß hier ohnehin keine verbindlichen Regeln herrschen, sind die Mopedfahrer (auch die Autos) auch unglaublich - blöd. Da will ein Baulaster aus einer schmalen Straße rückwärts raus - einer winkt und versucht den Verkehr irgendwie anzuhalten. Keine Chance. Obwohl alle den Knoten sehen, halten sie drauf. Erst recht und von beiden Seiten.
    Überhaupt - der Fahrstil hierzulande. Daß all die Mengen an Mopeds und Vehikeln wie durch Zauberhand in dichten Knäulen aus und in alle Richtungen schwirren, ohne daß für unser Auge auch nur eine einzige Regel erkennbar wäre, ist ja schon spannend. Beunruhigend allerdings ist daß Maß an Angelenktheit der Fahrer. Alle Fahrer, die wir hier so hatten, hatten während jeden Meters Fahrt mindestens ein Handy am Start, meist zwei. Entweder telefonierten oder tippten sie privat, oder jagten eine Mitteillungen in den Übersetzer, um uns das Ergebnis hinzuhalten und auf Antwort zu warten. Gefühlt wird der Straße und dem Verkehr weniger Aufmerksamkeit gewidmet als allem anderen. Ich will jetzt nicht behaupten, daß wir uns unsicher gefühlt haben, gar nicht, immerhin war da auch nie hohes Tempo dabei - aber bei diesem Maß an Unachtsamkeit ist schon ein bisschen beängstigend.


    Aber genug abgeschweift - jedenfalls flogen wir, mit Vietnam Airlines dieses mal (und ohne Stress beim Einchecken) zunächst nach Saigon, Verzeihung, Ho-Chi-Minh-Stadt, um dort umzusteigen zum kleinen Hopser von kaum 45 Minuten nach Phu Quoc. Zwar alles mit ein bisschen Verschiebung und ein bisschen Suchen, denn der SGN-Airport verfügt nahezu über keine vernünftige Beschilderung, aber am Ende unkompliziert.


    Und so landeten wir nun auf der Insel und bekamen auf der Fahrt zum Resort mal den ersten Eindruck. Trubel - ja. Definitiv, die Strecke zog sich kilometerweit durch ausschließlich für den Tourismus angelegte Promenaden. Rechts und links Restaurants, Buden, Bars, Vergnügungshallen, immer noch mehr und mehr. Bunt beleuchtet, Kitsch und noch mehr buntes Gewimmel. Aber da augenscheinlich alles neueren Datums zu sein scheint, waren hier die Bürgersteige schön breit und gut gepflastert - genug Platz für die Fußgänger, trotz "ruhendem Verkehr" wie üblich mitten auf dem Bürgersteig.
    Unser Resort jedenfalls liegt weit ab dieses Trubels, am Ong Lang Beach an der Westseite der Insel. Und, was soll ich sagen - beautiful. Really beautiful.

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  • Mittwoch, 30.04.2025 - chillen

    So, nun bin ich heute und life angekommen.... der erste Tag mit völligem Nichtstun ist vorbei :o

    Keine Ahnung, ob und wenn ja was wir hier eventuell noch machen werden, großartig Sehenswertes gibt's hier nicht, wir lassen es also ruhig angehn. Vielleicht kommt noch ein Bericht, vielleicht nicht.

    LG Gusti & redfloyd


    Images

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  • Tolle Bilder, tolle Eindrücke, spannend geschildert! Alles haben wir ja auch schon mal gesehen und erlebt, ist aber schon länger her und es war eine Freude, die Erinnerungen wieder aufzufrischen.

    Dass es mittlerweile überall richtig voll ist, war vermutlich auch für euch erwartbar, umso besser, dass es anscheinend immer wieder doch ruhigere Ecken gibt und ihr alles offenbar richtig genießen konntet und könnt.

    Noch viel Entspannung und schöne Erlebnisse auf Phu Quoc, ich hoffe noch auf weitere Berichte über die Insel!

  • Auch wir haben vor 2 Jahren u. a. eine Revival Tour durch Vietnam gemacht und waren, obwohl wir es erwartet haben, überrascht über die Maßen. Es hat Spaß gemacht deinen tollen Bericht zu lesen und mit den Bildern in Erinnerung zu schwelgen.

    Wir planen fürs nächste Jahr evtl. Phu Qouc mit ein. Es wäre toll, wenn du schreiben könntest in welcher Ecke ihr seid. Hotel, Infrastruktur usw. Der Strand bei euch sieht jedenfalls toll aus.

  • Mittwoch 30.04./Donnerstag 01.05. / Freitag 02.Mai 2025


    Jetzt haben wir hier in diesem wunderschönen Resort volle 3 Tage nur gefaulenzt, wie die Insel außerhalb unserer Enklave so ist, kann ich gar nicht sagen :-O


    Der Strand direkt vor unserer Nase jedenfalls ist wunderbar, pieksauberes, klares Wasser (keinerlei Müll), sehr flach, warm wie Badewanne. Stress um Liegen gibt's auch nicht. So kann man den Tag gut mit chillen zubringen.

    .................. wenn du schreiben könntest in welcher Ecke ihr seid. Hotel, Infrastruktur usw. Der Strand bei euch sieht jedenfalls toll aus.


    Das Resort heißt "Chen-Sea-Resort" und liegt unmittelbar an einer überschaubar kleinen Bucht an der Westseite der Insel, bis zur Hauptstadt Duong Dong sind es vielleicht 10 km.

    Es hat schöne Doppelbungalows, sehr geräumig, große Terrasse, wunderschön gepflegte grüne Anlage. Alles superfreundlich, jeden Tag bekommt man frisches Obst und Wasser unbegrenzt. Natürlich gehört auch ein Restaurant dazu, liegt direkt am Wasser und ist von der feineren und auch teureren Sorte - also mit Serviette am Schoß und teurem Wein im Kühler am Tisch. Dafür aber, auch hinsichtlich der Preise, hat uns das Essen nicht so gefallen.


    Aber, und das ist das schöne - man ist darauf auch nicht angewiesen. Verpflegen kann man sich hier auch außerhalb völlig ohne Probleme, am Strand direkt neben dem Hotel gibts ein Restaurant, das zwar sehr basic ist, dafür aber die Lage am Wasser und den beautiful sunset bietet. Und geht man etwa 5 Minuten Richtung Zivilisation erreicht man einen klitzekleinen Laden, der alle Getränkesorten verkauft, die man so braucht, und 3 Minuten weiter kommen dann 3, 4 sehr gute familiengeführte Restaurants. Hier sind die Portionen groß und die Preise absolut fair. Mopeds kann man hier auch mieten.




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  • Samstag, 03.Mai 2025


    Wie im Traum vergehen die Tage hier, es ist beinahe unwirklich. Zur Abwechslung sind wir heute aber doch mal unterwegs gewesen, an einem Strand, der hier für die Touristen Starfish beach heißt. Der liegt nördlich, von unserem Hotel per Taxi fährt man vielleicht 30 (langsame) Minuten, bevor man ein Jetty erreicht. Ab hier geht's dann - obwohl es nicht etwa eine Insel ist, sondern lediglich einen, zwei km weiter - mit einem Boot weiter.

    Unterwegs ein paar Eindrücke von Phu Quoc, eine sehr grüne, hügelige Insel. Die Straßen überwiegend sehr gut ausgebaut, wenig Verkehr.
    Ab und an eine kleine Ansiedlung mit planenverhangenen Büdchen, Werkstätten und Cafe's rechts und links der Straße, typisch asiatisch unaufgeräumt, aber nicht schlimmer oder anders als beispielsweise in Thl. oder Laos. Hier oben jedenfalls ist nichts zugebaut, absolut ländlich.

    Die letzten Kilometer bis zu dem Punkt, von dem die Boote starten - Rạch Vẹm - sind eine buckelige, rot-schlammige Sandpiste. Erstaunlich im Lichte dessen, daß besagter Beach zu einer der Sehenswürdigkeiten der Insel zählt.
    Man erreicht eine Ansammlung maroder Pfahlbauten und langer Holzstege, die jetzt, bei Ebbe, nicht grade einladend aussehen. Auf den Stegen herrscht ein buntes Durcheinander, Kokosnussschalen, Töpfe und Wannen, Fischerzubehör, rostiges Werkzeug, Blumentöpfe und mehr.

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  • Selbstverständlich wird man hier sofort "abgefangen" und einem die Bootsfahrt regelrecht aufgezwungen, obwohl man bestimmt auch einen Weg am Strand entlang gehen könnte, wenn, ja wenn man diesen denn fände. Hier jedenfalls sieht nichts danach aus, uns so lassen wir us darauf ein, über diese abenteuerlichen Holzstege zu gehen und auf eines der Boote zu klettern. Macht uns nicht arm und bequemer ist's so ganz sicher, denn es ist - natürlich - drückend heiß und da macht die kurze Fahrt Spaß.
    Nach wenigen Minuten schon werden wir am Strand wieder abgesetzt, und was soll ich sagen, es gibt dort tatsächlich Seesterne. Ich mag mir jetzt kein Urteil anmaßen, inwieweit diese so unmittelbar dort, wo das Boot anlegt, dekorativ hingelegt wurden, das ist zu vermuten. Aber auch, wenn man weiter läuft, sind welche da - immer wieder. Das Wasser ist absolut seicht und unglaublich warm, die Kulisse hat viel von einem Traumstrand und über's Wasser sieht man die Bergketten des hier sehr nah gegenüberliegenden Kambodscha.

    Erstaunlicher weise ist es hier auch absolut leer, außer 3, 4 anderen Touristen niemand da. Träumchen.

    Möchte man zurück, geht man zum einzigen Getränkebüdchen, der Boy, der im tiefen Schatten faulenzt, telefoniert dann das Boot wieder her.

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  • Auch von uns ein herzliches Dankeschön für die schönen Bilder und den wie immer launig geschriebenen Bericht. Hat uns alles sehr gut gefallen, zumal wir nächstes Jahr im März/April auch Vietnam auf dem Schirm haben. Es wäre dann das 3. Mal, wobei unser letzter Besuch dort schon ewig, sprich 2011 war. Es wird also Zeit nochmal das neuere Vietnam zu erkunden. Ob auf „ausgelatschten Pfaden“ oder komplett Neuland wird sich im Laufe der Reisevorbereitung dann zeigen.

    Wir haben dank Eueres Berichtes so richtig Lust drauf.:thumbsup::thumbsup::thumbsup:

  • Sonntag, 04.Mai 2025


    Eines großen Berichtes bedarf es heute nicht, ein weiterer Tag in der Perlenschnur des gepflegten Rumlungerns.


    Am späteren Nachmittag haben wir die Routine unterbrochen, um wenigstens auch einmal den "berühmten" Nightmarket in Dương Đông anzusehen. Dương Đông ist die Hauptstadt Phu Quoc's, am Südzipfel der Insel, und nicht unbedingt ein Highlight einer Vietnamreise.

    Besagter Markt nun hat sich wohl aus dem nahen Fischerhafen heraus entwickelt, denn das Angebot besteht zu geschätzt 60 % aus farbenfrohem, exotischem Meeresgetier und viele große Restaurants buhlen hier mit den Auslagen um die - wenigen - Touristen. Daneben gibt es aber auch Obst und anderes Streetfood, selbstverständlich jedoch auch den üblichen Plunder. Den Marktbummel kann man also durchaus machen, wobei es auch nicht schlimm ist, ihn wegzulassen.


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  • ............. wobei unser letzter Besuch dort schon ewig, sprich 2011 war. Es wird also Zeit nochmal das neuere Vietnam zu erkunden. Ob auf „ausgelatschten Pfaden“ oder komplett Neuland wird sich im Laufe der Reisevorbereitung dann zeigen.

    2011 sind wir auch hier gewesen, im Tourismus eine Ewigkeit. Es hat sich viel verändert, zumindest ist es beinahe überall sehr viel voller geworden, und dementsprechend ist aber auch das Angebot an Restaurants und Touren viel größer. Trotzdem gibt es durchaus auch auf der Rennstrecke, auf der wir uns ja bewegt haben, noch ruhige Orte. In Hue beispielsweise hatten wir überhaupt nicht das Gefühl, daß viel los war. Aber auch hier auf Phu Quoc scheint es verhältnismäßig ruhig zu sein und für ein paar Tage chillen kann ich die Insel, allen Vorurteilen zum Trotz, sehr empfehlen.

    Auf jeden Fall bedient Vietnam, wie es scheint recht erfolgreich, auch den boomenden asiatischen Tourismusmarkt. Große bunte Themen- und Freizeitparks wie zB die BaNa Hills, Hoi-An-Memory-Land oder auch hier auf der Insel gibt es inzwischen überall.

    Das Reisen im Land ist unkompliziert, wir hatten uns vorab nur um die Inlandsflüge gekümmert, einen Transfer bekommt man jederzeit völlig problemlos. Sei es für größere Strecken oder eben auch nur ein paar Km. Die Preise sind sehr fair und wir haben ausschließlich gute Erfahrungen gemacht; hatten nie das Gefühl, daß uns einer übervorteilen wollte. Kommunikationsbarrieren gibt es dank Übersetzerapps, die hier jeder Fahrer nutzt, auch nicht, man erhält von jedem Fahrer den Whats-App-Kontakt, so daß man immer gut und pünktlich wieder aufgesammelt wird. Grab ist hier auch sehr verbreitet.

    Die Menschen sind freundlich, nur sehr selten mal aufdringlich. Das Preisniveau insgesamt absolut erfreulich, gute bis sehr gute Unterkünfte problemlos leistbar, Essen gehen ein Witz im Vergleich zum gewohnten.

    Wie immer hätten wir natürlich die Tage voller packen können, viel mehr sehen, aber, auch das muß gesagt sein - es ist seit dem ersten Tag an elend heiß. Da strengt Sightseeing schon auch an. Für uns soll eben auch noch der Erholungsfaktor dabei sein, ohne jeden zweiten Tag den Koffer zu packen und weiterzuziehen.

    Es bleibt uns morgen ein letzter Tag hier auf der Insel, übermorgen geht's von Phu Quoc per Direktflug nach BKK und dann ist - jedenfalls fast - auch diese Reise schon zu Ende.

    LG

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  • auch von mir "Dankeschön" für Bericht und Bilder. Erinnert mich an unsere Vietnamurlaube 2013 und 2014. Damals waren eigentlich überall sehr viel mehr Mopeds/Motorräder/Tuk- tuks als Autos unterwegs.

    2013 war einer unserer Lieblingsplätze in Hanoi die Legend Beer Bar am großen Platz nah beim Hoan Kiem See. Wir saßen im 4.(?) Stock am Balkongeländer und haben beim Vorabendbier das Moped/Fußgänger-Gewusel auf der Riesenkreuzung beobachtet, um uns danach mutig einen Weg durch Gewühl und Gestank zu suchen!Gibts die Bar noch?

    In Hue hatten wir die Kaiserstadt fast für uns allein, es hat fürchterlich geschüttet und wir haben die Paläste im Trockenen ausgiebig inspiziert. Am nächsten Tag bei den Gräbern Sonne und drückende Schwüle. Über den Wolkenpass hatten wir strahlende Sonne und beste Sicht und unser Fahrer hat uns die Aussicht abseits der Verkaufs- und Fressbuden genießen lassen. In Hoi An gabs 2013 und 14 kaum chinesische Touristen, und die Schneider/Schuster, Gold- und Silberschmiede haben größenteils "echtes" Handwerk angeboten. Das abendliche Remmi-Demmi in den Gassen und am Fluß war überschaubar. Ich glaube, heute wäre es mir zu touristisch in der Altstadt.

    Phu Quoc scheint in Teilen noch so zu sein, wie ich es aus 2013 in Erinnerung habe!Wir kamen damals aus DaLat auf dem Flugplätzchen an und haben uns über die toll ausgebaute Straße von/zum Flughafen gewundert. Der Fahrer hat uns aufgeklärt, daß Phu Quoc "großes" plant. Auf unseren Mopedausflügen haben wir gefühlt kilometerlange "zugehängte" Grundstücke mit Infos über demnächst entstehende 5*Hotels gesehen. Dazwischen immer wieder Grasland mit Bäumen, Sandstrand und vielen Rindviechern/Büffel. Im Inselinneren gabs Pfefferplantagen, auf einer haben wir exzellenten Pfeffer gekauft. Wir wohnten in einer kleinen gepflegten Bungalowanlage mit schönem Strand und großzügigem Garten. Essen und Meeresgetier waren so lecker wie auf Euren Bildern, weiß nicht mehr ob es sich damals schon night market nannte. Lediglich die rohen (!) Seeigel, die wir auf einem Bootsausflug serviert bekamen, waren nicht so mein Geschmack! Sorry, ich schwelge in Erinnerungen.

    Wünsch Euch einen sonnigen letzten Tag auf dem Inselchen und einen stressfreien Ausklang in BKK.

  • Vielen Dank für den Bericht. Wir haben uns jetzt entschieden, Eure Reise mehr oder weniger als "Vorlage" zu verwenden und nächsten März "nachzureisen". Er passt von der Dauer ideal in unseren Rahmen und so grob hatte ich dies auch bereits als "Plan B" in der Hinterhand - aber so passt das ideal.

    Eine Frage zu den Unterkünften auf Phu Quoc. Könntest Du bitte mal die Preise für Euer Hotel Mitte März 2026 prüfen und mir sagen, ob die grob dem entsprechen, was Ihr jetzt auch (im April) bezahlt habt? Oder sollte man davon ausgehen, dass die finalen Angebotspreise noch gar nicht veröffentlicht sind? Danke.

    Einmal im Jahr solltest du einen Ort besuchen, an dem du noch nie warst.

    (Dalai Lama)

  • Freut mich, daß unsere Tour Euch gefallen hat :love: Natürlich waren wir eher auf einem eher faulen Trip, man kann da deutlich mehr reinpacken. Für uns war's aber genau richtig.

    Wir haben für das Hotel auf Phu Quoc, Villa mit Meerblick (war 2. Reihe) nahezu genau 150 Euro pro Nacht gezahlt. Gebucht incl. kostenlosem Storno. Wenn ich jetzt für März nächstes Jahr nachschaue, käme es tatsächlich deutlich teurer, während es im April dann wieder etwa in unserem Bereich liegt. Ich glaube daher nicht, daß sich da noch viel ändern wird.

    Die Anlage steht unter europäischem Management, ist daher - für Vietnam - schon relativ hochpreisig.

    Scheint also an der Saison zu liegen, obwohl wir wirklich ausgezeichnetes Wetter hatten. Gut, es gab 2 oder 3 Gewitter, meistens Abends oder Nachts. Einmal ein Schauer am Nachmittag, und an unserem Abreisetag frühs Regen (das war aber schon Anfang Mai). Die Dame an der Reze sagte "...it turns into rainy season now"

    LG Gusti

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  • Ein sehr schöner Bericht und tolle Bilder.

    Vietnam ist schon fast aus meinem Gedächtnis verschwunden. Freut mich zu hören, daß man jetzt weniger aufdringlich angegangen wird, als zu früheren Zeiten. Das war für mich der Hauptgrund, daß dieses Land für keinen zweiten Besuch mehr in Frage kam. Egal, sie werden es verschmerzen.;) Die Phu Quoc Bilder find ich am besten. Man las in der Vergangenheit ja auch nicht immer Gutes über die Insel, aber an eurem Strand hätte es mir auch gefallen. Mit einem Bierchen in die Schaukel, das ist genau meins. :thumbsup:

    LG kiki