Kurztrip nach Indien - Empfehlungen gesucht

  • Endlich ist es soweit: Ende Juli sind wir zurück in Thailand und dann soll es ab Bangkok für ein paar Tage nach Indien gehen. Das Taj Mahal steht auf meiner Bucket List und soll deshalb der zentrale Punkt unserer Tour sein.

    Inspired

    Hast du eine Empfehlung für eine geführte Rundreise (ca. 5 Tage) ab Neu-Dehli? Wir stellen uns das komplette Paket vor: Abholung am Flughafen, nette Hotels in Dehli, Agra, Jaipur, evtl. noch Chambal, halt das "Übliche".

    Vielen Dank für jeden Tipp!

    Sonnige Grüße von der Insel

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    Travel safely!

  • Du meinst den Ort bei Gwalior

    Ja, richtig. Ich hatte mir schon Tour-Packages angeschaut, da sprachen die von Chambal (ist wohl ein Stadtteil von Gwalior).

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  • Möchtest du die Daten von unserem Guide? Der macht auch kleinere Touren

    Sehr gerne, wenn er uns all das bieten kann, wonach wir suchen (siehe oben).

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  • Wir sind schon 3 mal mit Bahadur durch Indien gereist und können ihn dir nur empfehlen.

    Bei denen geht es laut Website erst ab 10 Tagen los, wir wollen aber nicht so lange unterwegs sein. Ich habe eine Email geschickt und unsere Wünsche vorgetragen. Mal sehen, wie es weitergeht. Ich halte dich auf dem Laufenden!

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  • Sandeep (selbst aus Gwalior) meinte, dass Chambal eine Region und kein spezieller Ort sei und für 1 bis 2 Tage lohnenswert sei.

    Ich würde allerdings tatsächlich Orchha empfehlen, das kannst du auch innerhalb einer Tagesetappe von Agra (Taj Mahal) aus erreichen.

    Sandeep ist Travel Agent, Ende 30 und inzwischen einer meiner besten Freunde und engsten Vertrauten. Er hat mir schon mehrfach meine Reisen zusammengebucht (also die Komponenten, die ich wollte, meistens nur ein Fahrer, aber auch das eine oder andere Hotel, das er telefonisch für mich buchen musste, weil die auf keinem Portal vertreten waren und per E-Mail nicht erreichbar waren).

    Ich vertraue ihm zu 100% und auch andere, die mit ihm Touren gebucht haben, waren zufrieden. Er zockt niemanden ab und man bezahlt nicht noch einen großen Verwaltungsapparat. Unterwegs ist er jederzeit ansprechbar, erreichbar und regelt auch Kleinigkeiten für dich, die eigentlich nicht zu seinem Job gehören. Beispielsweise hat er mal für mich einen cholerischen Taxifahrer in Schach gehalten und es geschafft, dass ich auf dieser eigentlich gruseligen Fahrt lächelnd und völlig entspannt im Auto saß.

    Ich schicke dir seine Kontaktdaten per PN.

    Viel Spaß beim Planen und melde dich gern, wenn ich helfen kann!

    "Your soul was born in India!"

    (Vinod zu mir in Gujarat im März 2023)

  • Euch allen vielen Dank - wir haben nun gebucht.

    And the winner is - Sandeep. Sehr flexibel, sehr schnell beim Antworten und preislich sehr gut.

    Der Guide, den marble empfohlen hatte, war anfangs ganz fix, hat mir 2 x eine Wortnachricht geschickt, auf die ich auch geantwortet habe, und dann kam nix mehr. Ein indischer Freund von uns (der, der in Bangkok lebt) hatte auch seine Fühler ausgestreckt und mehrere Agenturen kontaktiert. Er hat ebenfalls keine Rückmeldung bekommen.

    Die Empfehlung von Erhard war ebenfalls sehr gut, aber auch sehr teuer im Vergleich.

    Den Guide, den gudi empfohlen hatte, habe ich - ehrlich gesagt - gar nicht mehr angeschrieben, weil ich zu dem Zeitpunkt einfach überfordert war und Gefahr lief, den Überblick zu verlieren.

    So, und jetzt muss ich mich neu einkleiden. Ich habe gelesen, dass Schultern und Knie bedeckt sein sollen, wenn man raus geht. Ich habe rein gar nichts mit, was aus Baumwolle oder Leinen wäre und diese Kriterien erfüllt. Ein wirkliches Problem :thumbsup: Die Entscheidung für Indien war nun mal recht spontan. Für Besuche in Tempeln habe ich aber eine lange Hose und eine dünne, langärmelige Jacke, die ich für die klimatisierten Wartebereiche in Flughäfen benutze.

    Ich bin ja schon so gespannt!

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  • And the winner is - Sandeep. Sehr flexibel, sehr schnell beim Antworten und preislich sehr gut.

    Das freut mich. Ihr werdet es nicht bereuen!

    So, und jetzt muss ich mich neu einkleiden. Ich habe gelesen, dass Schultern und Knie bedeckt sein sollen, wenn man raus geht. Ich habe rein gar nichts mit, was aus Baumwolle oder Leinen wäre und diese Kriterien erfüllt. Ein wirkliches Problem :thumbsup: Die Entscheidung für Indien war nun mal recht spontan. Für Besuche in Tempeln habe ich aber eine lange Hose und eine dünne, langärmelige Jacke, die ich für die klimatisierten Wartebereiche in Flughäfen benutze.

    Ihr seid in einer sehr heißen Jahreszeit unterwegs. Also ist "luftig" oberste Priorität.

    Ihr seid aber auch in touristischen und städtischen Gegenden unterwegs, zumindest in Delhi, Agra und Jaipur, in denen man das nicht mehr so eng sehen muss.

    Mittlerweile tragen auch Inderinnen schulterfrei (nicht gerade Spaghettiträgertops, aber ärmellose Oberteile) und Shorts/Bermudas/knielange Kleider. Wenn ihr einfach so in Städten unterwegs seid, wo viele Touris sind, ist es, glaube ich, nicht mehr so wichtig, vom Knöchel bis zum Ellenbogen bedeckt zu sein.

    Früher hatte ich grundsätzlich unter Kleidern Leggings an. Das mache ich nur noch, wenn ich Tempel besuche. Für den Fall, dass du dich "zu nackig" fühlen solltest, kannst du ja eine Leggings (bis übers Knie reicht, zumindest wenn du keine Tempel besuchst) und ein leichtes Tuch für die Schultern dabei haben.

    Es gibt auch vor Ort leichte weite Viscose-Hosen für einen Spottpreis um 5 bis 7 Euro (mit und ohne Backpacker-Elefantendruck ^^), die du mit einem Top + ggf. Tuch oder einem normalen T-Shirt tragen kannst. Du müsstest dich dafür am ersten Tag in eine Gegend fahren lassen, wo du entsprechend shoppen kannst. Ich vermute, in Paharagnj, dem Backpackerviertel von Delhi, findest du so etwas.

    "Your soul was born in India!"

    (Vinod zu mir in Gujarat im März 2023)

  • Es gibt auch vor Ort leichte weite Viscose-Hosen für einen Spottpreis um 5 bis 7 Euro (mit und ohne Backpacker-Elefantendruck ^^ ),

    Der war gut :-O

    Danke für deine Hinweise. Meine indische Freundin (die, die in Bangkok lebt) wird mir auch was ausborgen. Das habe ich zwischenzeitlich schon geklärt.

    Wie ist es eigentlich: Wenn ich einen Sari oder dergleichen trage? In Deutschland heißt es mittlerweile ja schon, das sei "kulturelle Aneignung", in Thailand sieht man es ausgesprochen gerne, wenn ich mich thai-style kleide ...

    Sonnige Grüße von der Insel

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  • Der Guide, den marble empfohlen hatte, war anfangs ganz fix, hat mir 2 x eine Wortnachricht geschickt, auf die ich auch geantwortet habe, und dann kam nix mehr.

    Das passiert in Indien manchmal, wenn sie nicht wissen, ob sie es anbieten können oder nicht, wenn es "nicht ins Portfolio passt". Bevor sie eine Absage erteilen, antworten sie lieber gar nicht oder sie überlegen tage- und wochenlang hin und her, ob und wie sie den Job machen können und geben dazu keine Rückmeldung bzw. fragen nicht nach, um die Sache zu klären ?(

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    (Vinod zu mir in Gujarat im März 2023)

  • Wie ist es eigentlich: Wenn ich einen Sari oder dergleichen trage? In Deutschland heißt es mittlerweile ja schon, das sei "kulturelle Aneignung", in Thailand sieht man es ausgesprochen gerne, wenn ich mich thai-style kleide ...

    Ich habe mehrere Kurtas, die ich in Indien mit Leggings trage und habe dafür nie Kritik geerntet. Auch wenn ich mir Mehndi machen lasse, wird es bewundert und es gibt keine kritischen Blicke.

    Einmal wurde ich spontan von einem indischen Bekannten in Rishikesh seiner Touristengruppe hinzugefügt. Es war Diwali und alle wurden in Saris gekleidet. Das hätte Mittra nie gemacht, wäre es anstößig oder respektlos gewesen.

    In Hindutempeln, Sikhtempeln, Jaintempeln ist man in aller Regel herzlich willkommen und wird in Zeremonien mit eingebunden. Leider gibt es Ausnahmen, aber im Hinduismus gibt es da grundsätzlich keine Berührungsängste.

    Nimmt man als ausländischer Gast an Festen wie Hochzeiten teil, wird man ermutigt, einen Sari zu tragen, eine Bekannte hat diesen von ihren Gastgebern sogar geschenkt bekommen und nach allem, was ich weiß, ist es der Familie Ehre und Vergnügen, einen Termin beim Schneider zu vereinbaren, zu begleiten, den Stoff auszusuchen etc.

    Wann immer ich einen meiner Bekannten gefragt habe, ob er Ausländer in indischer Kleidung mag, wurde es (meistens strahlend) bejaht.

    Ich kenne einige Expats, die auch indische Kleidung tragen.

    Ich habe also keinerlei Anzeichen feststellen können, dass es problematisch wäre.

    Ich würde mir das mit dem Sari allerdings dennoch überlegen. Die sind oft schwer und im Alltag in der Bewegung hinderlich (finde ich zumindest). Man braucht Hilfe beim Anlegen. Es gibt allerdings welche, die schon "vorgewickelt" und befestigt sind, sodass es nicht ganz so unpraktisch ist, wenn man zur Toilette muss.

    Außerdem finde ich Stoffe indischer Kleidung oftmals unkomfortabel. Sie haben oft keinen Stretchanteil, sind manchmal recht steif und dick, haben manchmal einen hohen Synthetikanteil und oftmals kratzige Verzierungen wie Pailletten. Meistens färbt der Stoff auch ab, sodass man dann abends blaue Haut hat und darauf achten muss, nicht gerade die feine weiße Unterwäsche zu versauen. Ich finde letztlich selten etwas, was ich wirklich bequem und für mich - besonders bei Hitze - alltagstauglich finde.

    "Your soul was born in India!"

    (Vinod zu mir in Gujarat im März 2023)

  • Nochmals: Vielen Dank für die Hinweise!

    2010 in Bangkok, auf der Hochzeit des Sohnes unserer indischen Freunde (der junge Mann auf dem Foto ist der Bräutigam), das Outfit (sog. Punjabi Suit, kein Sari) war ebenfalls ein Geschenk, auch mein Mann wurde eingekleidet, inklusive Schuhe! (Damals wog ich noch ein paar Kilo mehr und damals redete noch niemand von kultureller Aneignung.)

    Sonnige Grüße von der Insel

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  • Das sieht super aus und die Farbe steht dir wunderbar!

    Ich glaube, allein in Bezug auf die Kleidung musst du dir keine überzogenen Gedanken bezüglich kultureller Aneignung machen. Du trägst die Kleidung nicht als Faschingskostüm und es handelt sich nicht um religiöse Symbolik. Etwas anderes wäre, wenn du ohne mit der Religion verbunden zu sein, eine Mala als Schmuck tragen würdest oder gar den Sindoor als Zeichen einer verheirateten Hindu-Frau.

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    (Vinod zu mir in Gujarat im März 2023)

  • Ein indischer Freund von uns (der, der in Bangkok lebt) hatte auch seine Fühler ausgestreckt und mehrere Agenturen kontaktiert. Er hat ebenfalls keine Rückmeldung bekommen.

    Hierzu wollte ich noch kurz etwas schreiben, ohne mit speziell auf euren indischen Freund zu beziehen (wie auch, ich kenne ihn ja nicht). Aber es sind eben Beobachtungen, die ich im Lauf der Zeit gemacht habe:

    Wenn Inder Veranstalter empfehlen, sind es oft Agenturen, die sie selbst, Freunde oder Verwandte nutzen und die sich mit internationalen Gästen nicht auskennen. Das bedeutet eben auch, dass sie (auf ihr gewohntes Repertoire zurückgreifen. Das führt dann manchmal zu einem Angebot, das auf uns einfach nicht passt.

    Beispiele:

    Inder nehmen einfach eine Riksha oder ein Taxi von A nach B. Sie haben im eigenen Land keine Sprachprobleme. Im Gegensatz zu uns Ausländern haben sie wenig Skrupel, den Fahrer kurzfristig oder auch spät nach einem ohnehin schon langen Tag noch herbeizuzitieren und haben umgekehrt auch nicht unbedingt ein Problem damit, wenn der Fahrer unpünktlich ist, Hauptsache er schafft es, dem Fahrgast bis zur Haustür in die 2 Meter breite Gasse entgegenzukommen. Wir hingegen (ich zumindest) haben selbst mit ganz guten Englischkenntnissen oft Probleme, wenn der Fahrer kaum Englisch kann und weil Servicepersonal oft nicht weiß, was uns wichtig ist und wir es nicht immer kommunizieren können. Hotels etwas außerhalb finden Inder toll, weil sie oftmals günstiger sind als zentrale Hotels gleichen Standards und der Fahrer ja jederzeit zur Verfügung steht. Uns wäre da meistens ein Unterschied von 10 Euro egal, in Indien ist es eine Menge Geld.

    Moderne Inder des (gehoben) Mittelstandes haben oft hohe Ansprüche an die Unterkunft, aber eben andere als wir: Wir mögen luftige, helle Räume. In Indien ist Licht mit Hitze assoziiert. Ein Zimmer mit Ausblick in einen dunklen Schacht oder sogar ein Zimmer ohne Fenster muss nur auf 19 Grad heruntergekühlt werden können und ist ein gutes Zimmer. Oftmals ist die einzige Beleuchtung eine unbarmherzige Neonröhre, der Schalter ist neben der Tür und nicht neben dem Bett. Wir würden das etwas anders sehen.

    Zudem reisen Inder oft in größeren Familienverbänden. Ein Hotel ist gut, wenn es das berücksichtigt und auf Gruppen von 8 oder mehr durcheinander palavernden Personen immer zuvorkommend und serviceorientiert reagiert. Und wir gehen dabei einfach mangels Masse unter und können dem nichts entgegensetzen. Indischen Gästen ist Lärm im Hotel oft nicht so ein Dorn im Auge wie uns. Und nachts rennen bis nach Mitternacht fröhlich kreischende Kinder den Gang vor den Hotelzimmern auf und ab. Inder finden es kinderfreundlich. Wir hätten gerne unsere Ruhe.

    In manchen Hotels behandelt man (leider) ausländische Gäste zuvorkommender als indische Gäste. Ein Veranstalter, der die Hotels danach anbietet, was indische Gäste gut oder nicht gut bewerteten, würde demnach ggf. unser Wunschhotel nicht im Angebot haben (weil es Indern gegenüber Mängel oder vermeintliche Mängel im Service hat).

    Zudem bewerten Inder vielleicht die große Auswahl an indischen Frühstücksoptionen gut (und wir mögen lieber Omelett, Pancakes und Cornflakes statt Chole Bhatura).

    Ein Guide mag toll sein, aber in indisches Englisch muss man sich erstmal einhören. Es kann sein, dass ein Guide als superkompetent bewertet wird, weil er zu jedem Tempel die gesamten Zusammenhänge zur Ramayana herstellen und auf Hindi sehr differenziert beschreiben kann, aber wir verstehen leider kein Wort und können und wollen auch nach 5 Minuten der weiteren halben Stunde Vortrag nicht mehr folgen und werden zudem in Souvenirläden gebracht, da der Guide von uns eher ein Zubrot in Form von Commission erwartet als von indischen Gästen.

    Zudem ist uns Westlern oftmals das Bad eines Hotels nicht komfortabel genug, das Bett zu hart (Inder mögen das), Spalten unter den Türen lassen Angst vor Insekten oder Mäusen im Zimmer aufkommen, den oft fehlenden Schallschutz empfinden wir als einschränkend in unserer Privatsphäre, rappelige Schlösser geben uns das Gefühl mangelnder Sicherheit und die vielen Jugaad-Aktionen (kreatives Improvisieren) wirken auf uns unprofessionell.

    Was ich damit einfach nur sagen will: Bei der Wahl einer Agentur ist es sinnvoll darauf zu achten, ob sie Erfahrung mit internationalen Gästen hat wegen der unterschiedlichen Blickwinkel und daher auch unterschiedlichen Bewertungen in Bezug auf die Frage, welche Leistungen gut sind und welche eben nicht so gut sind.

    "Your soul was born in India!"

    (Vinod zu mir in Gujarat im März 2023)

  • Wenn Inder Veranstalter empfehlen, sind es oft Agenturen, die sie selbst, Freunde oder Verwandte nutzen und die sich mit internationalen Gästen nicht auskennen.

    Dann ist es ja gut, dass unser indischer Freund uns nicht weiterhelfen konnte. 8)

    Sonnige Grüße von der Insel

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