RB: Norwegen mit Lofoten und Vesterålen

  • Wir lieben zwar unser Leben in Spanien, aber im Sommer möchten wir es auch gerne mal für eine kurze Zeit etwas kühler haben. Deshalb unternehmen wir zu dieser Jahreszeit zumindest eine Kreuzfahrt ins nördliche Europa. Gegen etwas Regen haben wir dann auch nichts, natürlich nicht den ganzen Urlaub lang.

    In diesem Jahr war mal wieder Norwegen an der Reihe, weil ich einen tollen Fotobericht in diesem schönen Forum entdeckt hatte. Also ging ich auf die Suche und fand eine 2wöchige Kreuzfahrt mit der kleineren AIDAbella.


    Norwegen mit Lofoten und Vesterålen

    Dies war unsere Route:

    Kiel

    Göteborg (Schweden)

    Seetag

    Molde (ab hier nur norwegische Häfen)

    Seetag

    Sortland

    Gravdal (Leknes/Lofoten)

    Narvik

    Bodø

    Brønnøysund

    Trondheim

    Seetag

    Stavanger

    Seetag

    wieder zurück in Kiel


    Die Kreuzfahrt begann in Kiel. Die Möwen dort mögen mich wohl nicht besonders. Im letzten Jahr klaute man mir ein Fischbrötchen und in diesem Jahr wurde mir mein T-Shirt etwas versaut, als eine Möwe über mir flog.


    Bei der Hafenausfahrt fing es schon regnerisch und neblig an. Macht ja nix, wir waren ja im Trockenen.



  • Göteborg

    Am nächsten Tag wurde Göteborg angelaufen, ebenfalls noch sehr regnerisch. Es war der einzige schwedische Hafen, der auf unserer Route lag.


    Wir haben uns diese Stadt in Eigenregie angesehen. Ein Shuttle-Bus brachte uns zum Poseidon-Brunnen.


    Weiter ging´s zum Theater mit schönem Vorplatz, zu einer Parkanlage, anschließend zum Gustav-Adolph-Platz






    Wir kamen auch an einige fotogene Skulpturen vorbei, wie z.B. hier auf dem nachfolgenden Foto.


    dekorierte Einkaufsstraße


    Etwas idyllisch, die Hafenausfahrt von Göteborg

  • Hafenort Molde:

    Zunächst ein Foto vom Schiff mit Blick auf den Fjord und die Berge im Hintergrund. Das Wetter war fantastisch.


    Da wir Molde schon von einem früheren Aufenthalt kannten, haben wir diesmal einen organisierten Ausflug gebucht und zwar zur Atlantik-Küstenstraße. Auch die Fahrt dorthin war einfach nur schön.




    Nun zum Highlight unseres Ausflugs: Sehenswert ist die Brücke, die auch schon in einem James-Bond-Film als spektakuläre Kulisse gedient hat. Sie verbindet die Städt Molde mit Kristiansund. In der Nähe der Brücke wurde eine großzügige Aussichtsplattform in Form eines Weges angelegt.




    Nun ging der Ausflug weiter zum Fischerdorf Bud. Auch auf dieser Strecke gab es wieder herrliche Ausblicke.



    In Bud kletterten wir einen Hügel hinauf, um noch einen besseren Ausblick auf die kleinen vorgelagerten Inseln zu haben.


    Mit diesen schönen Eindrücken wurden wir zum Schiff zurück gefahren. Danach folgte wieder ein Seetag.

  • Sortland, Hauptstadt der Vesterålen

    Nach dem Seetag wurde nun Sortland angelaufen. Sortland ist die Hauptstadt der Vesterålen und hat ca. 10.000 Einwohner. Es ist eine Region bzw. Inselgruppe, die ca. 300 km nördlich des Polarkreises liegt.

    Es war allerdings sehr kühl und windig. Hier haben wir zu Fuß eine Besichtigung unternommen. Man sieht in diesem Hafenort übrigens viele blau angemalte Häuser. Sortland trägt deshalb auch den Beinamen: „die blaue Stadt“ .



    Die Kirche war auch geöffnet.



    Diese Holzhäuser mit Grasdach sieht man des Öfteren in Norwegen. Ich finde sie sehr fotogen.


    Zurück am Hafen lief gerade ein Hurtigrouten-Schiff ein. Balkons scheinen sie für die Kreuzfahrer gar nicht oder kaum zu haben.


    Es folgen nun Fotos von der schönen Ausfahrt aus Sortland.



  • Zurück am Hafen lief gerade ein Hurtigrouten-Schiff ein. Balkons scheinen sie für die Kreuzfahrer gar nicht oder kaum zu haben.

    Hurtigruten (ohne o) ist ja zum Glück auch keine Kreuzfahrt, sondern immer noch eher ein Linienschiff. Manche nutzen sie wie eine Kreuzfahrt, aber es gibt nur Restaurant, Bar, Ausflüge, Vorträge, aber keine organisierte "Belustigung".


    Gruß, Matthias

  • Weiter geht´s mit dem Hafenort Leknes (Lofoten):

    Zuerst eine kurze Erklärung über die Lofoten. Es ist eine Inselgruppe im Norden Norwegens und zwar nördlich des Polarkreises.


    Es mußte diesmal getendert werden, um an Land zu kommen. An der Tenderstation sahen wir auf dieser Reise den ersten Troll.


    Wir hatten einen Ausflug gebucht, um mehr von den Lofoten zu sehen als nur diesen kleinen Ort. Zuerst ging die Fahrt zum kleinen Fischerort Ballstad, wo wir einen kurzen Stopp hatten. Es war stark bewölkt, aber zum Glück hatte es aufgehört zu regnen.


    Der 2. Halt war eine im Drachenstil gebaute Kirche. So etwas, wie diese Buksnes-Kirche, hatte ich noch nie vorher gesehen.


    Anschließend fuhren wir weiter zum weißen Haukland-Strand. Dort hatten wir einen längeren Stopp. Mit den grünen Hügeln drum herum, wirkte er schon sehr malerisch.



    Nun die Rückfahrt durch die grüne, hügelige Landschaft der Lofoten. Manche Leute leben hier schon sehr einsam. Vielleicht sind es auch teilweise Ferienhäuser.



    Gegen Abend besserte sich das Wetter und wir genossen die Weiterfahrt.


    … und nach Mitternacht hatten wir diesen herrlichen Ausblick. Es wurde gar nicht dunkel.

  • Hafenort Narvik:

    Narvik, eine Kleinstadt von ca. 14.000 Einwohnern, haben wir bei herrlichstem Sommerwetter erlebt. So sollte es übrigens bis zum Ende der Kreuzfahrt bleiben. Das Jahr 2025 geht wohl als Jahrhundertsommer Norwegens in die Wetter-Geschichte ein, teilweise bis 30°C.


    Wir konnten bequem vom Kreuzfahrt-Terminal zu Fuß ins Stadtzentrum gehen.



    Ich zeige Euch mal einige Fotos von unserem Spaziergang in Narvik.





    Besonders schön war bei diesem sonnigen, klaren Wetter die Hafenausfahrt und auch später noch die Abendstimmung.



    Nach Mitternacht schien die Sonne immer noch. Sie wollte hinter den Bergen einfach nicht untergehen.

  • Hafenort Bodø:

    Die Stadt Bodø (ca. 42.000 Einwohner) liegt 80 km nördlich des Polarkreises und wir erlebten dort auch wieder die Mitternachtssonne. Unser Schiff lag nah am Zentrum.


    Das Wetter war super und wir sind zu Fuß die Sehenswürdigkeiten abgelaufen. Hier sind einige davon:

    Rathaus


    Weiter ging´s zur Domkirche.




    Street Art


    Bodø hat ebenfalls eine Meerjungfrau.


    Auch die Hafenausfahrt aus Bodø war sehr schön und um 24 Uhr begeisterte uns wieder die Mitternachtssonne.



  • Hafenort Brønnøysund:

    Am nächsten Morgen wurde in Brønnøysund angelegt. Der Ausblick vom Schiff bei dem tollen Sommerwetter begeisterte uns natürlich.





    Brønnøysund hat ca. 5100 Einwohner. Dieser Ort liegt genau in der Mitte Norwegens, was auf diesem Schild vermerkt ist.


    Wir haben auch hier keinen Ausflug gebucht, sondern sind u.a. die schöne Uferpromenade entlang gelaufen.

    Die Brønnøysund-Brücke (erbaut 1979) verbindet das norwegische Festland mit der Insel Torget. Sie hat eine Gesamtlänge von 550 Metern.





  • Ich zeige Euch mal einige Fotos von unserem Spaziergang in Narvik.

    Wie viele Stunden war in Narvik Zeit um Sehenswertes zu sehen?
    Das interessante Kriegsmuseum Narvik, die Narvik Kirke, die vielen bunten Wohnhäuser, die Fisekhallen, mit der Gondelbahn und ein Teil zu Fuß auf den Narvikfjellet mit der grandiosen Sicht über den Fjord (bei herrlichen Wetter Sicht bis auf die Lofoten), der Erzhafen, der Bahnhof und die Geysir-Wasserfontäne, ... Narvik hat ziemlich viel zu bieten, da wären mir einige Stunden zu wenig gewesen. Leider legen die Hurtigruten Postschiffe in Narvik nicht an. Der Vorteil bei einer Kreuzfahrt, man erspart sich die teuren Hotelkosten in Narvik.;)

  • Hallo Riverside, wir waren von 8.00 - 18.00 h in Narvik. Es ist eine Kreuzfahrt, da ist klar, daß man dann nicht alle Sehenswürdigkeiten ablaufen kann, ich wäre damit kräftemäßig auch überfordert. Ich beschränke meinen Fotobericht bei jedem Hafen eigentlich auf 10 Bilder (Ausnahme war Brønnøysund).

    Was Du beschreibst, da müßte man mehrere Tage in Narvik verbringen. Das würden wir jedoch nie machen. Ohne Kreuzfahrten würden wir gar nichts von Narvik sehen. Es ist halt ein Hineinschnuppern. Mir reicht das.

    Da Dir Narvik so gut gefällt, zeige ich Dir gerne noch mehr Fotos von Narvik :)

    ZUSÄTZLICHES VON NARVIK:

    Fiskehallen


    Rathaus und eines der Denkmäler



    Wohnhäuser aus Holz



    Kirche von Narvik:




    Museumsgelände mit schöner Gartenanlage. Trinigon1 heißt die geometrische Spiegel-Skulptur. Das Kriegsmuseum habe ich nicht betreten.



    Sollte ich im Rahmen einer Kreuzfahrt nochmals nach Norwegen kommen, was ja durchaus sein kann, und wir ggf. nochmals Narvik anlaufen, dann werde ich mal die Fahrt mit der Gondelbahn, was Du empfiehlst, favorisieren. :)

  • wir waren von 8.00 - 18.00 h in Narvik. Es ist eine Kreuzfahrt, da ist klar, daß man dann nicht alle Sehenswürdigkeiten ablaufen kann, ich wäre damit kräftemäßig auch überfordert. Ich beschränke meinen Fotobericht bei jedem Hafen eigentlich auf 10 Bilder (Ausnahme war Brønnøysund).

    Danke für die Info und die weiteren schönen Bilder von Narvik. Immerhin 10 Stunden. Ich habe in Trondheim erlebt, dass eine Aida nur 4 Stunden anlandete. Das wäre mir zu wenig. Mir gefällt jedenfalls Narvik besser als Bodø. Dort hätten mir 4 Stunden gereicht, wenn man nicht den Saltstraumen mitmacht.=)

  • Hafenort Trondheim:

    Trondheim ist nach Oslo und Bergen die drittgrößte Stadt Norwegens.

    Im Sommer 2018 hatten wir diese Stadt schon einmal während einer Norwegen-Kreuzfahrt besichtigt. Damals hatten wir jedoch regnerisches, kühles Wetter. Diesmal war es hochsommerlich an die 30°C. Von 8.00 – 17.00 h lag die AIDAbella im Hafen. Natürlich halten wir uns nicht die 9 Stunden an Land auf, sondern unsere Besichtigung auf eigene Faust beschränkt sich nur auf einige Stunden.

    Nun also einige Fotos von unserem Stadtrundgang:


    Ein besonderes Highlight ist diese alte Stadtbrücke (Gamle Bybro) aus dem 17. Jahrhundert.


    Von dieser Brücke hat man einen Blick auf die historischen Speicherhauser am Ufer des Flusses Nidelva.


    Als Nächstes sind wir zum beeindruckenden Nidarosdom gelaufen.



    Danach haben wir den Marktplatz angesteuert. Das Denkmal des Wikingerkönig Olav (er gründete Trondheim im Jahr 997) steht in der Mitte des Platzes.



    Auch die Hafenausfahrt war schön anzusehen unter Begleitung der Auslaufmelodie des Schiffes „Sail away“.


    Nach 22 Uhr wurden die Felsen noch von der Sonne angestrahlt und um Mitternacht sahen wir dann dieses kräftige Abendrot. Auch solche Stimmung begeistert mich immer wieder auf Kreuzfahrten.



  • Hafenort Stavanger:

    Nun ist der letzte Hafenort vor der Ausschiffung in Kiel an der Reihe. Die Stadt hat ca. 150.000 Einwohner.

    Wir hatten 2018 auf unserer damaligen Norwegen-Kreuzfahrt (jedoch eine andere Route als in diesem Sommer) Stavanger bei Regen kennengelernt. Welch eine Freude, daß wir nun sommerliche Temperaturen und blauen Himmel hatten!


    Zuerst spazierten wir durch ein wunderschönes Fußgänger-Viertel mit überwiegend weißen Häusern und viel Blumenschmuck. Für mich ist es der schönste Teil von Stavanger.



    Danach steuerten wir den zentralen Marktplatz an.


    Gleich neben dem Marktplatz befindet sich der Dom von Stavanger. Er war auch geöffnet und die Besichtigung kostete 75 NOK (ca. 6,75€).




    Neben der Kirche befindet sich eine Parkanlage mit einem See.


    Etwas entfernt sahen wir einen Turm – also nix wie hin. Es ist der Valberg-Turm, 27 m hoch und früher ein Feuerwachturm. Heute ist es ein Aussichtsturm.


    Danach traten wir den Rückweg Richtung Schiff an.

  • Der letzte Seetag:

    Der nächste Tag war ein Seetag mit fantastischem Wetter.


    Wir sahen unterwegs die Star of the Seas, das größte Kreuzfahrtschiff der Welt. Das Schwesterschiff, die Icon of the Seas hatten wir schon auf unserer Mittelamerika-Kreuzfahrt gesehen. Ich war erstaunt, hier auf dieser Kreuzfahrt nun von diesem Royal Caribbean-Schiff auch ein Foto machen zu können.


    Am Abend wurde unsere Kreuzfahrt direkt vor dem Restaurant wieder als Kuchen dargestellt.


    Nun mußten die Koffer gepackt werden. Am nächsten Morgen kamen wir im Hafen von Kiel wieder an. Der Rückflug ab Hamburg erfolgte mit Umsteigen in Amsterdam. Gegen Mitternacht waren wir wieder daheim.

    Damit ist mein Bericht über unsere schöne Norwegen-Kreuzfahrt 2025 zu Ende. Wir waren begeistert von dieser Tour, zumal auch das Wetter überwiegend mitgespielt hat. :)

    ENDE

  • Wirklich traumhaft schöne Landschaften, so stellt man sich Norwegen aus dem Bilderbuch vor. Ihr hattet ja fast nur Glück mit dem Wetter - und die Mitternachtssonne ist schon noch etwas besonderes, da hätte ich sicher auch jede Nacht noch Bilder gemacht <3

    Danke für die Eindrücke und Deinen Bericht,

    Viele Grüße

    Gusti

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