Marburg-Fieber-Ausbruch in Südwest-Äthiopien.

  • Bei einem Marburg-Ausbruch in der Stadt Jinka in Äthiopien, dem ersten im Land bisher, sind bislang 9 Menschen gestorben. Patient Zero war ein Ingenieur, der als Projektleiter des dort im Bau befindlichen Gebäudes der Commercial Bank of Ethiopia tätig war.

    Drei Gemeindeleiter, die dem Erkrankten Beistand leisteten, für ihn beteten und ihm „die Hände auflegten“ erkrankten ebenfalls und starben Tage später. Der behandelnde Arzt im Jinka-Hospital und ein Krankenpfleger erkrankten und starben auch. Weitere Opfer, die Frau des Krankenpflegers, sowie ein Bruder und eine Ehefrau von zwei der o.g. Gemeindeführer.

    Das Virus verursacht ein hämorrhagisches Fieber, hat eine Sterblichkeitsrate von 23 bis 88% und verläuft ähnlich wie Ebola. Bisherige Marburgausbrüche in Afrika konnten gottlob lokal begrenzt werden. Hoffen wir, dass dies auch dieses Mal gelingt. Eine Impfung oder ein Heilmittel gibt es momentan nicht.

    Die Wahrscheinlichkeit weiterer Fälle laut WHO ist hoch, auch weil der Ausbruchsherd im Dreiländereck Südsudan und Kenia liegt.

    Die Infektionsquelle glaubt man gefunden zu haben. Im Keller der Baustelle haben sich Fledermäuse in großer Zahl angesiedelt.

    Quelle: https://www.bbc.com/amharic/articles/cg5mzq1jj15o