Japan: Frage bester Herbst Zeitraum und Zeitplan

  • Hallo zusammen,

    nach einiger Recherche hätte ich zwei allgemeine Fragen zu meiner geplanten dreiwöchigen Japanreise im Herbst dieses Jahres.

    Ein paar Infos vorab:

    * Ich bevorzuge eine ausgewogene Mischung aus Sightseeing/Kultur/Geschichte und Natur/Wandern. Die üblichen Standardrouten passen daher nicht zu meinen Bedürfnissen.
    * Osaka scheint nicht unbedingt nötig zu sein, wenn man ein paar Tage in Kyoto verbringt. Außerdem meide ich das Nachtleben und den Trubel in Tokio.
    * Ich reise alleine mit öffentlichen Verkehrsmitteln, bin sehr sportlich und lange Tage/weite Fußwege sind für mich kein Problem.

    1) Der beste Reisezeitraum mit nicht zu niedrigen Temperaturen, schönen Aussichten, wenig Regen und guten Bedingungen scheint Mitte Oktober bis Mitte November zu sein.

    Was haltet ihr von dieser Annahme?

    2) Den detaillierten Reiseplan recherchiere ich später. Um aber Flugtickets und Unterkunft zu buchen, würde ich euch bitten, mir bei der Erstellung eines groben Zeitplans zu helfen.

    Die folgenden Angaben basieren auf ersten Recherchen und sollten nicht als verbindlich angesehen werden. Falls Orte fehlen oder nicht benötigt werden, lasst es mich bitte wissen )

    Was haltet ihr davon:

    • Tokio 4 Nächte inklusive Tagesausflug nach Nikko
    • Matsumoto 3 Nächte inklusive Tagesausflug nach Kamikochi
    • Kyoto 5 Nächte inklusive z. B. Tagesausflug nach Nara
    • Kanazawa 3 Nächte
    • Hiroshima 3 Nächte inklusive Tagesausflug nach Miyajima
    • Hakone 2 Nächte auf dem Rückweg nach Tokio und anschließender später Rückflug ODER ich mache Hakone und Fujikawaguchiko jeweils als Tagesreise von Tokio aus und verlängere den Aufenthalt um zwei Tage.

    > Zuerst war ich mir unsicher, ob ich Hiroshima oder Kanazawa einplanen sollte. Da Osaka aber nicht unbedingt notwendig zu sein scheint, könnte ich beides machen.

    > Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob Kanazawa als zusätzlicher Stopp wirklich nötig ist. Gibt es dort genug Aktivitäten für 3 Nächte?

    > Mir ist bewusst, dass eine Besteigung des Fuji im Oktober/November aufgrund der riskanten Wetterbedingungen nicht möglich ist. Es scheint aber noch andere schöne Aktivitäten/Wanderungen zu geben.

    Die KI hat auch Nagano zum Wandern empfohlen. Das wäre aber zu viel (ähnliche) Natur, und ich müsste einen anderen Ort streichen.

    Vielen Dank für die Tipps

    Fragt gerne nochmal nach oder hinterfragt Dinge, wenn nötig

    Merci

  • Hallo und willkommen im Forum!

    Die Reisezeit passt grundsätzlich zu deinen Präferenzen, ich habe nur keine Erfahrungen mit Kamikochi. Generell läuft im Herbst die Taifunsaison aus, von daher würde ich innerhalb deines Reisezeitraums eher Richtung Ende Oktober bis Mitte November gehen. Dann fängt auch schon so langsam die Laubfärbung an.

    Kanazawa fand ich nicht so spannend, evtl. kommt eine Weiterreise per Bus über Shirakawago nach Takayama in Betracht? Von dort weiter per Bus nach Matsumoto.

  • • Hakone 2 Nächte auf dem Rückweg nach Tokio und anschließender später Rückflug ODER ich mache Hakone und Fujikawaguchiko jeweils als Tagesreise von Tokio aus und verlängere den Aufenthalt um zwei Tage.

    Ich weiß nicht ob ich beides machen würde. Als Tagesausflug um beide Orte zu sehen würde ich als eher stressig empfinden, aber da ist jeder anders drauf. Ich persönlich würde eher einen Ort wählen und dort dann bleiben, anstatt beide von Tokyo aus zu bereisen.

  • Du schreibst ja "Ich bevorzuge eine ausgewogene Mischung aus Sightseeing/Kultur/Geschichte": warum man aber gerade Osaka auslässt, obwohl man im benachbarten Kyoto residiert ist mir nicht ganz klar?

    Insbesondere das Flair von Dotonbori und den dortigen Läden fand ich klasse. Ein Oktopus-Bällchen Takoyaki sollte man auch mal probiert haben. Der Ichiba Markt gibt sicherlich so einiges her. Die Burg von Osaka ist sicherlich auch einen Besuch wert.

    Trubel und Nachtleben willst du in Tokio vermeiden: aber meines Erachtens bist du da genau im Epizentrum des Trubels. Und insbesondere das Nachtleben ist ja ein Teil Tokios. Ein Besuch vom Golden Gay gehört meines Erachtens zum Pflichtprogramm.

    Tokio hat sicherlich einiges zu bieten. Von hier ist aus ist man auch schnell hinsichtlich eines (Halb)Tagesausflugs in Yokohama.

    Allerdings weiss ich auch nicht, ob ich eine Stadt bereise, um von dort aus jeweils immer Tagesausflüge zu machen. Ich will ja in einer Stadt ankommen, mir Dinge ansehen und die Atmosphäre aufnehmen und nicht geistig am Folgetag wider in einer S-Bahn sitzen.

    "Manchmal ist weniger mehr".

    Aber das muss halt jeder für sich selbst entscheiden.

    "Entschuldigung - darf ich Sie kurz stören?" Na klar, was gibt s? Nix...ich wollte Sie nur kurz stören

  • Tokyo hat definitiv viel mehr zu bieten als Trubel und Nachtleben. Ich suche weder das eine noch das andere und habe auch beim dritten Besuch dort noch genug anderes gefunden. Ja, die Stadt ist voll, aber im Gegensatz zu Kyoto ist die Infrastruktur auch auf die Menschenmassen ausgelegt.

  • Aber: Was man machen will, was zu einem passt und was man weglassen will, muss man selbst entscheiden. Bei einer ersten Japanreise gibt es ohnehin viel zu viele Top-Ziele als dass man sie alle sehen könnte. Deshalb mit Bedacht auswählen, und ja, weniger ist da tatsächlich mehr. Sonst hetzt mann nur von einer Sehenswürdigkeiz zur anderen und hat krine Zeit sich mal treiben zu lassen.

  • Der Beitrag ist von Dienstag, damit schon etwas her...


    ...trotzdem noch zwei, drei Zeilen von mir.

    Für viele Stops geht auch viel Zeit drauf, um von A nach B zu kommen. Solche Wechseltage können schnell "verloren" gehen, da die Tage in Japan kurz sind.

    Meine Tochter war dieses Jahr u.a. in Hiroshima. Nach ihrer Aussage der von Touristen überranntest Spot ihrer Japan-Reise.

    Ich würde Kagoshima, bzw. allgemein Kyushu mal ins rennen schmeißen.

    Tokyo dagegen kommt mir etwas zu kurz. Neben der eigentlichen Metropole sind etliche Tagesausflüge ins Umland interessant.

    Die Anreisen nach Hakone oder Kawaguchiko benötigen pro Strecke locker 2 Stunden. Wie gesagt, die Tage sind kurz, mit einer Kernzeit von meist nur 10:00 bis 16.30. Wer da z.B. wandern will, sollte dort übernachten. Onsen-Hotels bieten sich da an.