Deutschland, Winter 2026
6. Januar: Die Meteorologen kündigen ein von Grönland aufziehendes Tiefdruckgebiet mit starkem Schneefall und Verwehungen an. Es können dabei Schneehöhen bis zu 20cm erreicht werden. Es werden Nachtfröste bis -12 Grad Celsius vorhergesagt.
Alle Nachrichtenportale senden am 7. Januar ab frühen Morgen Sondersendungen über die anstehende Naturkatastrophe und geben Überlebenstipps.
Vor den Supermärkten und an Geldautomaten bilden sich die ersten Schlangen. 7.00 Uhr. Die Supermärkte öffnen und werden augenblicklich gestürmt. Innerhalb kürzester Zeit sind diverse Überlebens-Produckte wie Batterien, Kerzen, Lebensmittel aller Art, insbesondere Dosenravioli und Toilettenpapier ausverkauft. 9.00 Uhr. Die meisten Geldautomaten sind leer. Stromgeneratoren und Schneeschaufeln sind nicht mehr zu bekommen. An den Tankstellen ist kein Treibstoff mehr erhältlich. Container für Kleiderspenden werden geplündert.
Die Behörden warnen die Bevölkerung angesichts der bevorstenden winterlichen Extremwetterlage dringend vor dem Verlassen der Wohnungen. Schulen, Kindergärten, öffentliche Verwaltungen sowie Sporteinrichtungen (ausgenommen Tennishallen) bleiben ab morgen bis auf Weiteres geschlossen. Alle öffentlichen Veranstaltungen werden abgesagt.
Am 8. Januar schneit es ganztägig. Ab 12.00 Uhr stellen kommunaler ÖPNV sowie DB bundesweit ihren Regional- und Fernverkehr ein. Die bisher gefallene Schneedecke von 8cm überfordert die Infrastruktur. Alle Flughäfen canceln sämtliche Flüge, lediglich die Flüge von und nach Mallorca sind nicht betroffen. Am frühen Abend fällt in FFM, Hamburg und Berlin die Stromversorgung aus, was zu einem erst bundes- und dann europaweiten Blackout führt. Lediglich auf der Insel Mallorca funktioniert die Elektrizitätsversorgung noch. Handynetze und Festnetztelefon brechen zusammen.
Die zu Hilfe gerufene Bundeswehr kann nicht ausrücken. Die Technik versagt, die Motoren springen bei eisigen - 5 Grad nicht an.
Am 9. Januar ist Deutschland unter einer 15cm dicken Schneedecke begraben. Die Straßen und Städte sind menschenleer wie zuletzt im Coronalockdown.
Eine linksextremistische Gruppe, die sich Blizzard nennt, bekennt sich zum Schneeanschlag und begründet das in einem 20seitigen Bekennerschreiben mit der imperiaistischen Ausbeutung der Arbeiterklasse.
Kurz darauf taucht ein zweites, 30seitiges Bekennerschreiben auf. Eine linksradikale Gruppe "Blizzard" reklamiert den Schneeanschlag für sich. Daraufhin veröffentlicht die linksextreme Gruppe Blizzard ein Statement, worin sie sich die kulturelle Aneignung ihres Anschlags durch die linksradikale Gruppe "Blizzard" verbittet.
Kinder stürmen mit Rodelschlitten sämtliche Erhebungen in den Städten. Es ist ja schulfrei.
Am 10. Januar einsetzendes Tauwetter lässt den Schnee innerhalb von zwei Tagen schmelzen.
Nach weiteren vier Tagen sind Stromversorgung und Kommunikationsnetze wiederhergestellt. Die Supermärkte werden wieder beliefert. Es gibt wieder Treibstoff. Lediglich Toilettenpapier ist noch keines zu bekommen. Ganz langsam kehrt das Leben auf Straßen und Plätzen wieder zurück.
Bundeskanzler Merz droht Grönland mit Besetzung, falls die Grönländer jemals wieder solch ein Unwetter nach Deutschland schicken.
Bundespräsident Steinmeier ehrt im Dezember verdiente Behördenleiter mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande für außerodentliche Leistungen während der Schneekatastrophe im Januar.