Curacao und evtl. Bonaire

  • Hallo

    Für Oktober ist Curacao angedacht. Eventuell mit Abstecher nach Bonaire. Ca. 3 Wochen gesamt.

    Unterkünfte, Mietauto, Tauchbasen - ich habe noch keine Ahnung.

    Flug

    Mir wurde KLM empfohlen. Wir wollen nicht über USA fliegen.

    Bin für jeden Ratschlag dankbar.

    Liebe Grüße

    Fifty / Hella

  • Wirklich viel zu Eurer Planung beitragen kann ich nicht, aber immerhin waren wir schonmal auf Curacao und auch 2 kleine Tagesabstecher per Flug nach Bonaire und Aruba waren dabei. 2013 war das - ist lange her, für uns war es überwiegend ein absoluter Faulenzer-Urlaub. Schon damals war die Insel bei Tauchern beliebt, bei er Thematik allerings bin ich absolut raus, auch zu Mietwagen kann ich nach so vielen Jahren nichts mehr beitragen.

    Mit KLM sind wir damals auch geflogen, ich glaube, das ist noch immer am bequemsten.

    Damals hatte ich hier einen kleinen Bericht eingestellt, den gibt es auch noch, aber da die Fotos damals extern gehostet wurden, sind halt keine Bilder mehr drin.

    Alternativ steht der Bericht - mit Bildern - hier zu lesen: https://findpenguins.com/feuerlandkirsche/trip/curacao

    Auszug daraus:

    "....Gewählt hatten wir Curacao, da es - im Gegensatz zu vielen anderen karibischen Inseln - eine sehr einfache Anreisemöglichkeit via AMS mit der KLM gibt, täglich verfügbar. Da uns nur knappe 12 Tage zur Verfügung standen, wollten wir nicht unbedingt zuviel Zeit mit der Anreise verbringen.
    Zum Anderen - hier gibt es keinerlei Hurrikan-Gefahr, da es sich um die "Inseln unter dem Wind" handelt - und das drückt exakt aus, das es kein Risiko gibt. Die Reisezeit ist angenehm, jetzt, Anfang November, es ist die abklingende Regenzeit und somit noch Vorsaison, was sich auch in den Preisen der Hotels niederschlägt.
    ..

    Meine Recherche hatte ja schon im Vorfeld ergeben, das die ABC's nun nicht schlechthin der Karibik-Traum seien, es sei zu trocken, karg, eben "nicht karibisch" - und bis zu einem Gewissen Grad kann ich das auch absolut bestätigen - was jedoch nicht heisst, dass man hier nicht trotzdem einen netten, vor allem sehr erholsamen und ruhigen Urlaub verbringen kann.
    Es ist auch mal ganz nett, nicht pausenlos von A nach B zu reisen und sich jeden Tag etwas Neues anzusehen - allerdings hatte ich durchaus Mühe, mich auf diese Ruhe, dieses Zeit haben, es passiert sowieso nix, einzustellen.

    ..

    Curaçao ist rund 444 km² groß und seit dem 10. Oktober 2010 ein autonomer Landesteil im Königreich der Niederlande, zuvor war sie die größte Insel der ehemaligen Niederländischen Antillen.
    Zum Festland von Venezuela beträgt die Entfernung nur etwa 60 Km; es leben hier etwa 150.000 Menschen ( davon ungefähr 7000 Niederländer ;) )
    Man spricht hier Niederländisch, hauptsächlich aber ein Mischung aus Kreol, Portugiesisch und sonstigen Sprachen dieser Welt mit Namen "Papiamentu", dazu selbstverständlich Englisch und auch Spanisch.

    Was hat Curacao nun zu bieten?
    Nun ja - ehrlicherweise eben doch wenig.
    Der Großteil der Insel ist felsig, trocken, rau und karg. Kakteen gedeihen hier wunderbar. Die Küste ist zum allergrößten Teil wild und felsig, lediglich an der Südküste gibt es ein paar wenige hübsche Strände, die berühmtesten davon die Große und die Kleine Knip (öffentlich) sowie Cas Abaou (privat, mit Eintritt).

    Andere Badebuchten, wie zB. die bei Urlaubern beliebte Gegend um Jan Thiel - einem Stadtteil von Willemstad - sind künstlich geschaffen.

    Die Hauptstadt Willemstad ist sicherlich sehenswert, nicht umsonst steht das Zentrum mit seiner bunten Farbenpracht auf der Welterbeliste. Allerdings - so groß ist die Stadt nun auch nicht, das Zentrum zumindest hat man in einer Stunde gesehen.
    Dabei sieht man auch eine riesige und eben ziemlich die Gegend verschandelnde Öl-Raffinerie. Das Öl kommt aus Venezuela und wird hier weiterverarbeitet.

    Ansonsten bietet eine Fahrt über die Insel - die problemlos in 1 bis 2 Tagen komplett zu erkunden ist - eben viel trockene und karge Landschaft, teilweise wähnt man sich eher in Arizona oder auf Lanzarote als in der Karibik.
    Es gibt ein paar ehemalige Landhäuser (der früheren holländischen Plantagenbesitzer ) zu besichtigen, allerdings hält sich der Schauwert dann auch irgendwie in Grenzen. Meist sind diese heute als Restaurants oder eben Museum hergerichtet, in einem davon, direkt in Willemstadt, findet man den Ursprung des Curacao-Likörs in Form einer kleinen Manufaktur.

    Ach ja - der Likör ist eigentlich nicht Blau!!! - das ist wohl eher eine Erfindung von Bols - sondern orange. Wie die Orangen, aus deren Schale er hergestellt wird. Aber auch hier hat man inzwischen ein paar Farbvarianten im Programm und Geschmacksrichtungen von Schokolade bis Rum-Rosine.

    Ein Nationalpark - der Christoffel-NP mit dem höchsten "Berg" der Insel (375 Meter - aber wir sind ja in den Niederlanden :D ) - ist am äußersten Westzipfel der Insel zu finden; da sich die einheimische Fauna allerdings auf Echsen und Leguane, Schlangen (sollen nicht giftig sein) sowie einiger schöner bunter Vögle beschränkt, ist das auch nicht zwingend ein Must-See. Die Echsen findet man auch sonst überall.

    Größere Säugetiere leben hier keine, es gibt auch kein Nutzvieh wie Kühe oder Schweine - ganz einfach, weil es keine Flüsse gibt und somit alles Wasser der Insel entweder als Brackwasser zur Bewässerung von Pflanzen gepumpt wird oder als Trinkwasser aus großen Entsalzungsanlagen stammt.
    Das bedeutet auch, dass auf dem trockenen und steinigen Boden beinahe nichts freiwillig wächst und alle Lebensmittel eingeführt werden müssen. Obst und Gemüse kommen vorrangig aus Venezuela.
    "

    Viel Spaß bei Eurer weiteren Planung,

    VG Gusti

    Unser Ferienhaus:

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    Heaven is where the police British, the cooks Thai, the mechanics German, the lovers Italian and it is all organised by the Swiss.
    Hell is where the cooks are British, the mechanics Thai, the lovers Swiss, the police German and it is all organised by the Italians.

  • Wir waren sowohl auf Curacao als auch Bonaire, im April 2022, jeweils nur einen Tag bei einer Kreuzfahrt. Auf Curacao haben wir nur Willemstad erkundet, auf Bonaire den südlichen Teil der Insel mit einem gemieteten Golfwägelchen und waren begeistert von den Salinen, den dort lebenden Flamingos, den Stränden. Eine sehr ungewöhnliche Landschaft. Dabei ist mir Bonaire so im Gedächtnis geblieben, dass ich die Insel unbedingt nochmals besuchen wollte.

    Im Reisebericht (mit einigen Bildern von Curacao und Bonaire)
    https://www.vivien-und-erhard.de/forum/index.ph…auf-kreuzfahrt/habe ich den Wunsch breits geäußert.

    2 Jahre später war es dann soweit, im April 2025 waren wir für 10 Tage auf Bonaire.

    Flug mit KLM, das war die beste Verbindung für uns mit Abflug ab Stuttgart und umsteigen in Amsterdam. Die Flugverbindung über USA dauert über 30 Stunden! Es gibt auch Flüge/Pauschalreisen mit Corendon, einem holländischen Ferienflieger.

    Übernachtet haben wir in Kralendijk, in einem Appartement mit Küche und Garten, optimal um sich teilweise auch selbst zu versorgen, Restaurants sind sehr hochpreisig. Wie die Insel insgesamt! Garten heißt nicht grünen Rasen und blühende Pflanzen sondern Kiesel und Kakteen. Doch genau das macht den Charme von Bonaire aus.
    Zur Selbstversorgung gibt es einige große Supermärkte mit vielen auch europäischen (holländischen) Lebensmitteln.

    Taucher sind wir nicht, aber für Taucher soll die Unterwasserwelt dort zu ein Erlebnis sein, allerdings gehen die Tauchgänge vom Strand aus los, was ich mir mühevoll zum Einstieg vorstelle. Es gab auch mehrere Strände, wo viele Windsurfer zu beobachten waren.

    Im April hatten wir dann genügend Zeit sowohl die Südseite nochmals zu besuchen als auch die nördliche Seite mit dem Gotomeer, einer großen Salzwasserlagune, -auch hier leben viele Flamingos- und dem Washington Slagbaai Nationalpark. Der ist absolut beeindruckend, Kakteen ohne Ende und wilde Küste. Für den NP ist 4x4 Fahrzeug erforderlich.

    Zum Aufenthalt am Strand gibt es ein paar Beachclubs, die sind sehr stylisch, aber auch gut besucht und eng bestuhlt. Wir hatten von der Unterkunft Campingstühle und konnten so an jedem beliebigen Strand aufhalten. Campingstühle und Sonnenschirme kann man auch über das Internet für die Dauer des Aufenthalts mieten, ebenso eine Schnorchelausrüstung.


    Unser Fazit: Bonaire ist keine typische Karibikinsel, wobei das gerade für uns den Reiz ausgemacht hat.





  • Wenn du Taucher bist, macht Bonaire auf jeden Fall Sinn. Das ist schon ganz nett, wenn du mit dem einen Wagen incl Flaschen und Tauchzeug auf der Insel umher fährst, und hier und dort einfach Tauchen gehst. Ohne Tauchen? Da gibt es bestimmt schönere Inseln und musst nicht extra in die Karibik fliegen.