Tromsø im Januar 2026
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Ich hatte mich bisher nicht näher mit den HURTIGRUTEN beschäftigt, wußte nur: das Postschiff fährt von Bergen bis Kirkenes.
So ist es neu für mich, daß es eine zweite Route gibt – Havila Kystruten.
Und mit einem dieser Schiffe fahren wir. Die Havila Capella ist ein sehr modernes Schiff, welches von einem Hybrid-System mit Energie aus LNG-Gas und Akkus betrieben wird. Die Akkus wiegen 86 Tonnen und ermöglichen dem Schiff, vier Stunden lang bei zehn Knoten Geschwindigkeit ohne jegliche lokale Emissionen und weitgehend geräuschlos zu fahren. Das ist sehr angenehm, da auch in der Bow Lounge und den Aussichtsplätzen im Atrium keine Musik dudelt – es ist einfach still.
Wir suchen uns einen Platz in dieser Lounge und sitzen bequem am Panoramafenster. Es ist sehr praktisch, hier stehen auch zwei Kaffee- und Tee-Stationen mit WMF-Maschinen. Kaffee und heißes Wasser für Tee inklusive Teebeutel gibt es hier kostenlos.
Unweit könnte man auch vor einem simulierten Kamin inklusive knisterndem Holzfeuergeräusch sitzen 😉, wie wollen jedoch was von der Gegend sehen.
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Kurz nach der pünktlichen Abfahrt fahren wir unter der ca. 1 km langen Gisundbrua hindurch, diese verbindet die Insel Senja mit dem Festland. Nun wird mir auch klar, warum die Brücken hier so hoch sind – die großen Schiffe müssen hindurch!
Der Wind pfeift heute wieder heftig, so bin ich nur wenig an Deck und verzichte auf den Sprung in den einen der beiden Whirlpools 😉. Die „Capella“ liegt ruhig im Wasser.
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Zur Begrüßung gibt es ein Glas Sekt, Wasser steht am Platz. Pünktlich 19 Uhr startet das Schiff und die Notfalleinweisung erfolgt auch auf unserem Deck, jedoch ohne Mikrofon, das soll kaputt sein. Leider ist dies auch das Letzte, was von der Crew zu hören ist während der ganzen Fahrt. Am Bildschirm wird nur das Menü angezeigt. Das hatten wir uns anders vorgestellt und war auch anders ausgeschrieben. Es sollte tolle Erklärungen und Bilder zur Gegend und zu Nordlichtern geben. Aber nur heute nicht. Wir fahren wieder Richtung Norden und ankern irgendwo.
Als das Essen serviert wird, müssen wir nachfragen, was dies ist. Auch die Menge ist fragwürdig, keiner wird richtig satt. Wir gönnen uns zwei Bier für 250 NOK und müssen diese dann doch recht schnell austrinken, da der Seegang zunimmt und die Gläser über den Tisch rutschen. Bald sind auch keine ruhigen Photos mehr möglich, aber sie haben doch etwas 😉
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Nordlichter gibt es heute keine. Für das Wetter und Wellengang kann keiner etwas, alles andere sollte besser gehen. Diese Tour von BRIM ist ihren Preis nicht wert und nicht zu empfehlen.
Kurz vor 23 Uhr legen wir wieder an, leider ist es zum Mitternachtskonzert in der Domkirche zu spät.
(Es soll meist erfolgen, wenn ein HURTIGRUTEN-Schiff über Nacht vor Anker liegt)
Den Tidenhub hier von1 ½ bis 2 m haben wir heute live erlebt, beim Einstieg auf den Katamaran führte die Brücke steil hinab, bei der Ankunft war sie fast waagerecht.
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Tag 6
Heute heißt es packen. 12 Uhr ist der Bustransfer zum Flughafen, 14.55 Uhr der geplante Abflug. Es ist total zugezogen und es schneit leicht. Der Wetterbericht zeigt dies für die nächsten Tage. Wir hatten also totales Glück mit dem Wetter und es macht uns den Abschied nicht zu schwer. Der Bus fährt pünktlich, check in und Sicherheitskontrolle gehen zügig und ohne Probleme. Aber es schneit und schneit und schneit...
Dann heißt es warten, unser Flieger ist nicht in Sicht. Irgendwann kommt die Info – es gibt Verspätungen. Das Flugzeug ist heute schon mit 1 ½ Std. Verspätung in Leipzig gestartet und nach Kuusamo geflogen. Jetzt ist es auf dem Weg hierher und diese Zeit ist nicht aufzuholen.
Regelmäßig wird die Start- und Landebahn vom Schnee geräumt und kurz nach 15 Uhr ist die Maschine endlich da. Kurz nach 17 sitzen wir endlich darin, es muß wieder gründlich enteist werden und 17.30 Uhr heben wir endlich ab.
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Es gibt auch wieder Verpflegung...
Meist sieht man nichts, nur die Brücke nach Bogo ist klar zu erkennen.
Mit 112 Minuten Verspätung landen wir in Erfurt. Hier zahlt sich der inklusive Haustürtransfer wieder aus, er bringt und schnell nach Hause.
Ein kurzes Resümeeder Reise:
Polarlichter sehen war das Hauptziel und wurde erreicht 😉.- Seit langem mal wieder eine Gruppenreise – war ok für uns, da wir viel allein und selbstständig unternahmen und in der Gruppe keiner streßte.
Im Vergleich zu unseren sonstigen Reisen, sparte ich viel Zeit in der Vorbereitung, da dies als Pauschalreise kurzfristig gebucht.
fast alles, was wir uns vorgenommen haben, konnten wir umsetzen, nur der Besuch des tromsobadet haben wir nicht geschafft und war uns am Sonntag vor der Abreise zu streßig
weil die die Sherpa-Treppe auf den Storsteinen mit gut ausgebauten über 1000 Steinstufen tief verschneit war, kam ich gar nicht in Versuchung
Norwegen ist teuer, dies wußten wir vorher und gönnten uns doch ein Bier!Aber es hat sich gelohnt und ich würde sofort wieder buchen!
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