Nordthailand erstickt wieder im Smog

  • Chiang Mai kämpft mit schlimmster Feinstaublage des Jahres

    Chiang Mai wurde am 30. März laut IQAir mit einem AQI von 233 zeitweise als am stärksten verschmutzte Großstadt der Welt geführt; am 2. April lag die Stadt mit AQI 231 erneut auf Platz zwei weltweit. Auch andere Orte im Norden lagen im sehr ungesunden bis gefährlichen Bereich, in Chiang Rai wurden am 2. April sogar AQI 269 gemeldet.

    Besonders alarmierend ist, dass es sich nicht um einen kurzen Ausreißer handelt. Das thailändische Luftlage-Zentrum warnte bereits für den Zeitraum vom 29. März bis 4. April vor anhaltend gesundheitsgefährdenden PM2.5-Werten in Chiang Mai und den 17 Nordprovinzen. Die Belastung sollte laut Prognose weiter steigen; als Hauptursache wurden zahlreiche Brandherde und die anhaltende Rauchentwicklung genannt. Inzwischen meldet The Nation für den Norden rote PM2.5-Belastungen in einer langen Liste von Provinzen, darunter Chiang Rai, Chiang Mai, Mae Hong Son, Lampang, Lamphun, Nan, Phrae, Phayao und Tak.

    Die aktuelle Krise ist damit nicht nur ein Chiang-Mai-Problem, sondern ein regionales. In den Bergen, Tälern und Ebenen Nordthailands stauen sich Rauch und Feinstaub in einer Weise, die jedes Jahr aufs Neue die gleiche Ohnmacht erzeugt. Dass Chiang Mai dabei immer wieder besonders stark betroffen ist, hat auch mit der Topografie zu tun: Die Stadt liegt in einem Becken, in dem sich Rauch aus Waldbränden, landwirtschaftlichen Feuerstellen und grenzüberschreitender Luftverschmutzung aus Myanmar und Laos festsetzen kann. IQAir und weitere Berichte verweisen genau auf diese Mischung aus Biomasseverbrennung, Waldfeuern, schwachen Winden und Kessellage als Treiber der Krise.

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