Erste Indien-Reise - Tipps zur Routenplanung 4 Wochen

  • Bei mir geht’s leider oft etwas langsamer mit dem Antworten.


    Ich habe mal geschaut, leider ist die „Durga Puja“ dieses Jahr vom 17.-21.10. - endet also kurz bevor wir in Kolkata ankommen würden. Dann wird man in dem Viertel „Kumartuli“ wohl nichts mehr von den hergestellten Tempelfiguren sehen - schade. Dennoch halte ich aktuell mal an dem Plan in Kolkata zu starten fest.


    Vrindavan ist konkret in die Überlegungen mit aufgenommen. Ich schaue ob und wie ich es mit unterbringe. Von Agra über Fathepur Sikri, Vrindawahn oder Dehli mit einem Fahrer zu fahren wäre auch eine gute Option - danke für die Idee. Komplett mit Fahrer möchten wir die Reise nicht machen, das liegt aber an uns. Mir ist das eher unangenehm längere Zeit an eine Person gebunden zu sein, auch wenn man maximale Flexibilität hat…. Kann ich irgendwie schwer beschreiben, ich mags einfach nicht so sehr.

    Sicher ist es mit Fahrer oftmals praktischer / unkomplizierter und man bekommt durch einen Einheimischen an der Seite sicher viel mehr Einblicke.


    Die anderen sicher sehr sehenswerten kleineren von dir empfohlenen Orte wären leider mit großen zeitlichen Umwegen verbunden. Ich glaube dir aber aufs Wort, dass es sich lohnen würde.


    Ich lass den Plan jetzt mal als Grobplanung so stehen, und würde mich an die Feinplanung nach Buchung der Flüge setzen. Das kann aber noch etwas dauern, da aktuell ein beruflicher Umbruch bei meinem Freund ansteht und wir unsere Pläne evtl. noch anpassen müssen.

    Es macht aber schon jetzt Spass, sich mit der Reise und dem Land zu beschäftigen. Vorfreude ist ja bekanntlich besonders schön. Ich lese gerade https://is.gd/MINC3q - vielleicht folgen noch ein paar andere Bücher. Für weitere Empfehlungen bin ich offen 😉.

  • Und genau das, was du in Kathmandu an Pashupatinath gemacht hast, macht man in Varanasi: Stundenlang an den verschiedenen Ghats sitzen, auf den Ganges schauen, übers Leben nachdenken und die vielen völlig unterschiedlichen Typen beobachten, die an dir vorbeigehen.

    Genau so stelle ich es mir vor - sitzen, gehen, stehen und schauen / beobachten und dabei den Magen vielleicht schon ganz langsam an Essen von food stalls gewöhnen (Varanasi wäre ja dann erst der zweite Stopp auf der Reise).

  • Ich habe mal geschaut, leider ist die „Durga Puja“ dieses Jahr vom 17.-21.10. - endet also kurz bevor wir in Kolkata ankommen würden. Dann wird man in dem Viertel „Kumartuli“ wohl nichts mehr von den hergestellten Tempelfiguren sehen - schade. Dennoch halte ich aktuell mal an dem Plan in Kolkata zu starten fest.

    Kumartulli kann dennoch lohnen. Ich war auch off Season im März dort und die waren fleißig am Werkeln. Es wird kurz nach der Durga Pooja sicher weniger los sein und die Lager werden nicht gefüllt sein, aber dennoch ist es ein typisches fast dörflich wirkendes Handwerkerviertel, das nicht leergefegt sein wird.

    Vor allem ist es dort am Hooghly netter und ursprünglicher als in der geschniegelteren Gegend weiter südlich.

    Vrindavan ist konkret in die Überlegungen mit aufgenommen. Ich schaue ob und wie ich es mit unterbringe. Von Agra über Fathepur Sikri, Vrindawahn oder Dehli mit einem Fahrer zu fahren wäre auch eine gute Option - danke für die Idee. Komplett mit Fahrer möchten wir die Reise nicht machen, das liegt aber an uns. Mir ist das eher unangenehm längere Zeit an eine Person gebunden zu sein, auch wenn man maximale Flexibilität hat…. Kann ich irgendwie schwer beschreiben, ich mags einfach nicht so sehr.

    Wahrscheinlich wäre Delhi - Vrindavan - Agra - Fatehpur Sikri und zurück nach Delhi mit dem Auto gut. Oder von Agra mit dem Zug zurück nach Delhi oder weiter, je nachdem, wie euer Plan dann weiter ist.

    Genau so stelle ich es mir vor - sitzen, gehen, stehen und schauen / beobachten und dabei den Magen vielleicht schon ganz langsam an Essen von food stalls gewöhnen (Varanasi wäre ja dann erst der zweite Stopp auf der Reise).

    Deena Chat Bandar in Varanasi ist sehr original und hygienisch und ist immer voll. Ich mag am liebsten Dahi Puri, das sind knusprige sehr dünne kleine Brot"schüsselchen", mit lecker gewürzter vegetarischer Füllung und Joghurt. Man isst so ein Kügelchen / Schüsselchen in Gänze und im Mund knuspert es dann, schmeckt würzig und gleichzeitig frisch und manchmal sind noch ein paar Granatapfelkerne drauf für einen extrafrischen fruchtigen Touch. Ist eine echte Geschmacksexplosion.

    https://maps.app.goo.gl/iQPexT1Kt2VAhky47

    Ich lese gerade https://is.gd/MINC3q - vielleicht folgen noch ein paar andere Bücher. Für weitere Empfehlungen bin ich offen

    "101 Indien" und die weiteren Bücher von Andrea Glaubacker sind ein netter Vorgeschmack. Andrea schreibt eher anekdotenhaft - entsprechend dem Konzept der Bücher, die sie verfasst. Sind ganz tolle Häppchen mal hier und mal da, um sich die eine oder andere Facette zu erschließen. Nur den "Fettnäpfchenführer" finde ich vom Konzept her schlecht.

    Und "Der Duft des Göttlichen" von Martin Kämpchen ist super und gibt einen tollen und nicht an der Oberfläche bleibenden Einblick, wie Indien so "tickt". Sehr empfehlenswert für das Verständnis der Gesellschaft, während Andrea eher beobachtend und beschreibend bleibt.

    Das Buch, das du gerade liest, werde ich mir auch mal besorgen. Es scheint wirklich interessant zu sein. Allerdings ist es vor 20 Jahren erschienen, während Indien mit Riesenschritten fortschreitet. Von Jahr zu Jahr gibt es immer etwas Neues an Technologie, auch wenn diese nicht immer funktioniert. Dass vieles, was im Buch thematisiert wird, schon lange nicht mehr so bzw. nicht mehr so ausgeprägt ist, merke ich bereits beim Lesen des Klappentextes.

    "Your soul was born in India!"

    (Vinod zu mir in Gujarat im März 2023)

  • Mir ist das eher unangenehm längere Zeit an eine Person gebunden zu sein, auch wenn man maximale Flexibilität hat…. Kann ich irgendwie schwer beschreiben, ich mags einfach nicht so sehr.

    Sicher ist es mit Fahrer oftmals praktischer / unkomplizierter und man bekommt durch einen Einheimischen an der Seite sicher viel mehr Einblicke.

    Im Zeitalter von Apps wie Uber und Makemytrip braucht man auch nicht mehr unbedingt einen festen Fahrer. Es ist einfach, einen Transfer (auch mit Zwischenstopps) von Ort zu Ort zu organisieren. Nur weiß man eben nie, was man bekommt. Manch einer spricht so gut wie kein Englisch, kennt die Region nicht wirklich, versteht das Konzept unseres europäisch geprägten Sightseeing nicht und sieht die Hauptaufgabe darin, dich ohne Zeitverlust von A nach B zu bringen. Und dann sitzt du hinter einem missmutig oder unsicher schweigenden Fahrer, dem du nicht sagen kannst, dass du bei einem interessanten Ausblick halten willst, dass du ein paar Samosas oder einen Tee willst oder aufs Klo musst.

    Wenn man einen richtig guten (Touristen gewöhnten) Fahrer hat, kann der sein Land sozusagen durch die Brille des Gastes sehen und achtet auf Sehenswertes und weiß, was der Foreigner so braucht um sich wohl zu fühlen. Und er kann die kleinen Erlebnisse am Wegesrand erschaffen, die einem noch Jahre später ein Lächeln ins Gesicht zaubern.

    Aber ein bisschen ist es eben auch immer Glückssache. Und manch einer ist auch überbehütend und man fühlt sich nicht frei. Und der eine oder andere bringt einen zu Commissionshops in der Hoffnung, ihr kauft überteuertes Zeug und er bekommt dann noch ein paar Rupies vom Händler.

    Wenn ihr euch überwiegend ohne große Schnörkel in Städten aufhaltet, braucht ihr dort keinen Fahrer. Vor Ort ein Taxi oder eine Rickshaw für ein paar Stunden fürs Sightseeing zu buchen, erspart einem aber Umstände. Man kann die Jacke und die Wasserflasche bei einem kurzen Tempelbesuch im Fahrzeug lassen, der Fahrer weiß, wo er hin muss und wo er parkt und man muss nicht immer neu ein Fahrzeug finden und den Preis verhandeln. Hotels und Guesthouses haben da auch oft Fahrer, mit denen sie zusammenarbeiten.

    "Your soul was born in India!"

    (Vinod zu mir in Gujarat im März 2023)