Hiking Nord Yunnan

  • Wir waren Ende April für 1 Woche im äußersten Norden von Yunnan zum wandern (kurz vor der Grenze zu Tibet).

    Genauergesagt im Dorf Yubeng (sprich Übong) in 3500m Höhe.

    Ins Dorf kommt man im Moment nur über einen 15 km langen Wanderweg (die Straße ist wegen Reparaturen gesperrt) und man wandert vom Ausgangspunkt in 3100m Höhe in eine Höhe von 3500m. :shock::shock:

    Da ich nicht gut in Reiseberichten bin, wollte ich zumindest einige Fotos einstellen.

    Ausgangspunkt war Lijiiang und wir sind mit dem Auto über Shangri-La hoch in den Norden gefahren.



    Unser Hotel in Lijiiang


    Einige Fotos aus Shangri-La



    Yangtze River (Gelber Fluß)

  • Nach 5 Std. erreichten wir schließlich Lower Yubong einigermaßen lebendig, danch ging's weiter nach Upper Yubong, was noch einmal 100m oberhalb liegt :shock::shock:

    Wir hatten 2 Wanderwege und unser erstes Ziel wat der Glacier Lake und da ist es besser, wann wohnt in Upper Yubong, da dort der Wanderweg beginnt.

    Natürlich setzte am morgen leichter Regen ein und wir mußten uns durch Matsch und Schlamm durch Wälder auf 4100m Höhe zum Lake durchkämpfen.


    Ich bin schon viel gewandert, aber das war die heftigste Wanderung meines Lebens.

    Hin nur 8 km, aber nur bergauf und in 4100m Höhe ist die Luft nicht wirklich toll.

  • Am nächsten Tag ging es dann zum Wasserfall, der für die Einheimischen heilig.

    Da der Weg dorthin in Lower Yubeng beginnt, zogen wir am morgen zunächst in ein Hotel in Lower Yubeng, da wir krirn Liust hatten, nach der Wanderung wieder hoch nach Lower Yubeng zu wandern.

    Der erste Schock am Morgen, keine Übernachtung für Ausländer. :o:o

    Da aber meine Frau das Zimmer auf ihren Namen gebucht hatte, war es dem Besitzer egal, wer noch bei ihr wohnte....Glück gehabt.

    Natürlich konnte ich mir das den ganzen Tag anhören, daß ich mich benehmen sollte, sonst könnte ich die Nacht im Schweinestall nebenan übernachten, aber ich mag sie trotzdem hahaha


    Der Aufstieg zum Wasserfall war zum Glück nur auf eine Höhe von 3700m und wir haben hin auch nur 2,5 Std. gebraucht.


    Der Wasserfall selber war nur ein dünner Rinnsal, da die Regenzeit noch nicht begonnen hatte.

  • Danach ging es wieder zurück nach Shangri-La.

    Interessanterweise trennt der Ynagzte River die Provinzen Yunnan und Sichuan.

    Da die Straße aber in Yunnan ist, machen die Leute dort gutes Geschäft mit den Touristen, während auf der anderen Seite relative Armut herrscht.

    Wir haben dann in der Altstadt in Shangri-La übernachtet und sind dann am nächsten Tag zum Pudacuo Nationalpark gefahren, der ca, 30 min. außerhalb der Stadt ist.

  • Toll!

    Eine Gegend, in die ich nie wieder kommen werde. Ich vertrage die Höhe nicht. Tagsüber ist es ok, die Nacht war schrecklich. Das Gefühl, permanent zu wenig Sauerstoff zu bekommen, hat mich die ganze Nacht begleitet. Ich bin auf einem Stuhl gesessen und hab mich gefürchtet, einzuschlafen und im Schlaf zu ersticken. Das war in Shangri-La. Am nächsten Tag bin ich im Bus retour nach Lijiang.

  • Das ist ja eine super Leistung. :thumbsup: Ich wandere ja auch gerne und überlange Strecken, aber in der Höhe würde ich das wohl nicht mehr schaffen.

    Viele Grüße
    Petra

  • Ich hab ja insgeheim gehofft, daß du einen kleinen Bericht über deine Wanderung schreibt und freue mich jetzt über die schönen Eindrücke. :thumbup:

    Yunnan war mein erster Chinaurlaub und ich war schon gespannt, was ich so alles verpasst habe. ;)

    Meine Reisezeit war im November und da bin ich nur bis Deqin gekommen. Yubeng wurde gestrichen wegen reichlich Schnee und es hieß was von Saisonende (wenn ich das richtig gedeutet habe) Zumindest durfte ich auch einen Sonnenuntergang am Meili Snow Mountain erleben.

    Da du schreibt, daß die Übernachtungsbetriebe in Yubeng keine Ausländer beherbergen dürfen, wird es da wohl auch keinen neuen Anlauf geben.

    Respekt daß du dir die Wanderung angetan hast. Ohne Akklimatisierung auf über 4000m hoch ist schon sehr tapfer. Ich kann gut nachfühlen wie es dir dabei ging. Für mich war Yunnan der perfekte Einstieg in's Chinaabenteuer. Die ganze Provinz bietet Sehenswürdigkeiten für mehrere Wochen. :thumbsup:

    Eine Gegend, in die ich nie wieder kommen werde. Ich vertrage die Höhe nicht. Tagsüber ist es ok, die Nacht war schrecklich. Das Gefühl, permanent zu wenig Sauerstoff zu bekommen, hat mich die ganze Nacht begleitet. Ich bin auf einem Stuhl gesessen und hab mich gefürchtet, einzuschlafen und im Schlaf zu ersticken. Das war in Shangri-La. Am nächsten Tag bin ich im Bus retour nach Lijiang.

    Naja, du kannst doch zuhause mal üben. Niemand erstickt im Schlaf! Ein paar Bierchen zum Schlummern und fertig. Was dir fehlte war etwas Höhentraining. Ich bin damals mit dem Flieger in Shangri La (damals sagte man noch Zhongdian) gelandet und war 3 Tage platt (nordeutscher Flachlandbewohner) Man muß die Erschöpfung 2-3 Tage hinnehmen, danach steckt man diese Höhenmeter weg als wär nix gewesen. Der Körper merkt sich das. Als ich 2 Jahre später in Xinjiang am Karakulsee auf 3400m ankam, war von Höhenkrankheit keine Spur. Selbst viel später in Tajikistan machten mir diese Höhen nichts mehr aus. Ab 4000m wird es dann für mich wieder anstrengend, da fehlt mir halt die Übung;)