1. Japanreise von Ende Oktober - Anfang November 2027

  • Hallo Allerseits,

    meine kleine Familie (bestehend aus meiner Frau, meinem Sohn (4,5 Jahre, zu dem Reisezeitpunkt fast 6) und mir) plant eine “4” wöchige Reise im nächsten Herbst wovon 1 Woche China (Großraum Shanghai) und 3 Wochen Japan realisiert werden wollen ;)

    Die Reise mit Kind sollte natürlich so entspannt wie möglich sein, von daher liegt unser Fokus eher auf nicht zu viel an einem Tag vorzunehmen, sondern alles sehr gemächlich umzusetzen. Unser Wunsch ist ein Mix aus Großstadttreiben und der Möglichkeit des “immer mal Durchatmens" in ruhigen/grünen Orten, ohne zu viele/weite Inlandsreisen (Interesse an Mangakultur und historischen/spirituellen Orten besteht zudem auch). Wir wollen uns daher eher auf den Großraum Tokio fokussieren (s. dazu weiter unten).

    Kurz zur Einordnung: Wir sind eher von Typ “Backpacker”, geübt in ÖPNV (auch in sehr verlassenen Orten) und viel Zu Fuß unterwegs (auch unser Sohn ist ordentlich zu Fuß “streckenmäßig” mit dabei).

    Anbei unsere Reiseplanung im Detail. Man muss dazu sagen, geplant sind pro Tag immer nur “Touren” zwischen 5- max. 8 km und nicht alle Highlights werden ausgiebig zeitlich “betrachtet”. ggf. habt Ihr ja noch Ideen zur Verbesserung oder Sachen zu denen ihr meint - “lasst lieber weg” (Reihenfolge wetterbedingt flexibel, lediglich ausgewählte Punkte in Liste):

    • Tag 1: Flug Shanghai => Tokio Haneda
    • Tag 2: Shibuya (Shibuya Hikarie / Shibuya Crossing / Gai Str. uvm.) / Harajuku (Cat Str. / Takeshita Str.)
    • Tag 3: 1.Tageshälfte: Yūyake Dandan / Sudo Park / Nezu-Schrein 2.Tageshälfte Akihabara (zahlreiche Läden ;) )
    • Tag 4: Meiji-Schrein / Shinjuku (Tokyo Metropolitan Government Building / Godzilla Road / Omoide Yokocho Memory Lane)
    • Tag 5: Mt. Takao (Takaosan Yakuōin Yūkiji Temple)
    • Tag 6: Rund um Tokio Hbf (Tokyo Character Street / Marunouchi Building 35F Observatory / Pokémon Center Tokyo DX / Fukutoku Shrine / Wadakura Fountain Park / Ichigōkan Square)

    Ab hier Unterkunft in Kamakura:

    • Tag 7: Zug Tokio => Kamakura + Strand erkunden
    • Tag 8: Komachi Street / Gionyama Hiking Trail
    • Tag 9: Kōtoku-in / Kamakura's Daibutsu Hiking Trail
    • Tag 10: Houkokuji / Ten'en Hiking Course
    • Tag 11: Enoshima / Ryūkō-ji / (Shonan Monorail) Ōfuna

    Ab hier Unterkunft in Fujiyoshida / Fujikawaguchiko:

    • Tag 12: Zug Kamakura => Fujiyoshida / Fujikawaguchiko
    • Tag 13: Fujiyoshida / Kitaguchi Hongu Fuji Sengen Shrine / Arayayama Shrine
    • Tag 14: kleine “Wanderung”: Kawaguchi-See, Asame Schrein, Haha-no-Shirataki Waterfall
    • Tag 15: 1. Tageshälfte Chureito Pagoda + Mt. Goten 2. Tageshälfte Komitake Shrine + Kawaguchiko Tenjoyama Park
    • Tag 16: kleine “Wanderung” Narusawa-hyōketsu Ice Cave, Fugaku Wind Cave, Mt. Koyodai Observatory

    Ab hier Unterkunft wieder in Tokio:

    • Tag 17: Zug Fujiyoshida / Fujikawaguchiko => Tokio
    • Tag 18: Minato (Tokyo Tower / Zojo-ji Temple / Hamarikyū-Park / Azabudai Hills / Roppongi Hills Mori Tower)
    • Tag 19: Nakano (Nakano Broadway / Nakano Sun Mall / Araitenjinkitano Shrine)
    • Tag 20: Sumida / Asakusa (Asakusa-Schrein / Tokyo Skytree / Sumida Park / Imado Shrine)
    • Tag 21 Rückflug nach DE

    Schlechtwetter Option in Tokio: “Ikebukuro” (oder wenn man doch auf etwas Anderes keine Lust hat).

    Die Aufteilung von Tokio in “2 Blöcke” ist dem Gedankengang, der “Reizüberflutung” etwas entgegenzuwirken, geschuldet. Wir haben auch absichtlich 2 Destinationen, die “normalerweise” lediglich als Tagesausflüge von Tokio aus beschrieben werden, da wir denken, dass es sonst zu “stressig” ist und es sich auch lohnt mehr zu erkunden.

    Die Liste wirkt sicherlich sehr detailreich und "überplant", aber sie soll mehr als Orientierung dienen. In der Praxis hätte ich dann für jede “Region” eine fertige Google-Map-Liste mit den Punkten, die wir dann entspannt ablaufen können und doch jederzeit abweichen, falls wir was zu Fuß “entdecken”. So kann man sorglos umherstreifen, ohne nebenbei groß planen zu müssen (abgesehen von Orten mit Zeittickets).

    Zusatzfrage: Wie seht ihr das mit Bärengefahr in den genannten Regionen und den kleinen geplanten “Wanderungen”? So wie ich das sehe sind “Offizielle Hinweise” ja sehr “großzügig” mit Bärenwarnungen auch um Mt. Fuji.?

    Unterkünfte sind derzeit eher Richtung Airbnb’s geplant (Teils niedliche Häuser stünden zur Auswahl: z.B. Kamakura in Strandnähe, oder in Fujikawaguchiko) mit Küche und Waschoption sowie relativ viel Platz (finanziell nat. teilweise nicht billig).

    In Tokio sind wir bei Location noch recht unentschlossen für Unterkunft, unsere gedachten Optionen wo es auch schicke Möglichkeiten an Unterkünften gibt:

    • Raum um Hamamatsuchō Station - kurze Wege von Flughafen und trotzdem an der YL
    • Raum um Yoyogi Station - auch an YL
    • Raum um Zentralpark Shinjuku - etwas weitere Wege bzgl. der “guten” Verkehrslinien

    Hier ggf. noch Ideen zur Ortswahl für Unterkünfte jenseits des klassischen Hotels ? Grundlegend sollte man fußläufig von Unterkunft auch immer etwas “sehenswertes” haben.

    Vielen Dank für euren Input! :thumbsup:

    VG

  • Zugegeben ggf. etwas unglücklisch Ausgedrückt - letzte Oktoberwoche (= Ende Oktober) und dann die ersten 2 Novemberwochen (= Anfang November) - so der Plan bis jetzt. Konkret in Japan: 24.10.2027 - 14.11.2027 -> Entschuldigt die Verwirrung xD

  • Yanbian ist zwar etwas Offtopic, aber hast du für Shanghai Tipps bzgl. "Must-Do" für die erste Reise dorthin? (da du dich offenkundig auskennst). Den Shanghai-Part plant eher meine Frau welche auch die entsprechenden Sprachskills mit sich bringt ;)

  • Da ihr ja ein Kind dabei habt...Disneyland.

    Ansonsten bieten sich Ausflüge ins Umland an....Suzhou, Hangzhou

    Beides wunderschöne Städte.

    Huangshan ist wunderschön, das Gebirge gleicht Zhangjiajie (Avatar Berge).

    Da könnt ihr mit dem Lift hochfahren (ihr könnt auch hochwandern, aber mit einem 6jährigen ist das nicht so prickelnd).

    Ihr könnt alles problemlos mit den Schnellzügen erreichen.


    Shanghai selber ist (für mich) langweilig, aber da hat ja jeder andere Prioritäten.

    Der Bund ist ein Muß, ansonsten die East Nanjing Lu (Haupteinkaufsstraße), die direkt am Bund endet.

    Ansonsten YuYuan, der Garten ist wunderschön und nicht weit vom Bund entfernt.

  • Yanbian danke für die Tipps Suzhou und Hangzhou hatten wir schon auf der Liste - das meinte ich unter "Großraum Shanghai" mit. xD

    Bei Hangzhou hatten wir auch überlegt ggf. 3d zu übernachten (Ursprünglich war hier auch die Nutzung des Flughafens angedacht da man da wohl auch direkt nach Okinawa kommt, aber das war dann doch etwas zu viel und man muss sich bei Japan ja auch etwas für die 2. Reise aufheben ;) ).

    Huangshan werde ich mal aufnehmen - sah auf Karte doch echt weit entfernt aus, wenn auch sehenswert.

  • Hi, ich hab im Moment wenig Zeit, aber ein paar Hinweise:

    Die Aufteilung ist aus meiner Sicht okay.

    Die Details wirken allerdings etwas überplant, und ich müsste selbst prüfen, ob das gut machbar ist. Habt ihr mal die Züge / Busse rausgesucht, die ihr nehmen müsstet? ZB liegt der Komitake Schrein meines Wissens am Fuji, 5. Station, knd ist außerhalb der Climbing Season nur mit wenigen Bussen erreichbar, die Fahrt dürfte ca 1 Stunde dauern.

    Viele Tempel / Schreine schließen um ca 16 - 17 Uhr, Sonnenuntergang ist auch schon am späten Nachmittag.

    Bären: Ich schätze dass die Gebiete, in denen ihr wandern wollt, eher belebt sind, aber tatsächlich wird es mit den Bären, die sich in halbverlassene Dörfer begeben, immer problematischer. Ich müsste vor einer Wanderung selbst nach aktuellen Infos suchen.

    Unterkunft in Tokyo: Ich finde Ueno eigentlich ganz gut, verkehrstechnisch bequem an der Yamanoto Line und am Keisei Bahnhof und JR Bahnhof mit Shinkansen (Richtung Norden). Bei zwei Aufenthalten solltet ihr zwei unterschiedliche Gegenden ansteuern, zB Ueno und Shibuya.

    An dieser Stelle auch gleich der Hinweis: Ich würde in jedem Fall noch nach Nikko fahren.

    Und in Tokyo eins oder beide TeamLabs besuchen.

  • Flicka danke für den Input.

    Der aufgeführte Komitake Shrine ist nicht der am Mt. Fuji gemeint sondern nur so ein kleiner "Mini-Shrein" (eher Aussichtpunkt) den man fußläufig von der Seilbahnstation "Kawaguchiko Tenjoyama Park" am Kawaguchi-See erreichen kann. Entschuldige ich hatte keine Ahnung das es da ein Namensvetter gibt der um einiges bekannter ist´...

    Das es leicht überplant wirkt ist mir bewusst - es ist ja keine absolute Liste sondern mehr Optionen. Alle Tagespunkte sind jedoch im selben Gebiet und meist in 2-3h Fußweg zu erledigen. Hab das mit entsprechenden GPS-Tracks gegengeprüft. Aber mit Kind kann man sowieso nur "grob" planen. Ich hab auch schon immer Spielplätze etc. mit rechaschiert - sind ja teilweise recht selten in Tokio.

    Züge habe ich schon rausgesucht - hier evtl. die Frage: lieber die Bummelbahnen von Kamakura aus nach Mt. Fuji oder die ggf. volleren Schnellverbindungen?

    Guter Hinweis mit den Öffnungszeiten. Die Dunkelheit ist uns schon bewusst aber wir leben mit unserem Sohnemann eher das andere Extrem von der Tag beginnt um 5 Uhr Morgens...xD

    Danke für den Tipp mit den Unterkunft Standorten das werden wir mit beachten. Es war auch geplant 2 verschiede Standorte in Tokio anzupeilen.

    Für Nikko müsste eben irgendwas anderes weichen - wüsste leider nicht wo man das unterbringen kann.

  • Ich habe den Eindruck, dass ihr euch ein wenig verzettelt. Tag 19 ist zB für Ziele verplant, die sicher ganz nett sind (ich war noch nicht dort, aber nach meiner Erfahrung ähneln sich diese Läden sehr, wenn man nicht der absolute Fan ist), aber ihr wollt ja schon nach Akihabara, wo ihr durch die Geschäfte ziehen könnt. Da wäre stattdessen ein Ausflug nach Nikko gut einzuplanen.

    Für Manga / Anime aber auch andere Reisethemen finde ich das hier empfehlenswert:

    https://m.youtube.com/cakeswithfaces

  • Hier noch ein paar Links, die vielleicht hilfreich sind, aber vielleicht kennt ihr sie auch schon:

    Zu Manga / Anime in Tokyo:

    https://www.japan-guide.com/e/e3052.html


    Zum Ueno-Park. Dort gibt es unter anderem einen Zoo und das National Museum of Nature and Science, das evtl. für euren Sohn interessant sein könnte (ich kenne es selbst aber nicht), und in der Nähe auch eine quirlige Shopping Street:

    https://www.japan-guide.com/e/e3019.html

    https://www.japan-guide.com/e/e3012.html


    Stadtteil Odaiba (dort gibts unter anderem auch das TeamLab Planets, dort war ich 2024 schon, da gabs z.B. einen Raum, in dem man mit nackten Beinen durchs Wasser lief, auf das Fische projiziert wurden).

    https://www.japan-guide.com/e/e3008.html

    https://www.teamlab.art/de/e/planets/


    Im Bereich Roppongi gibts das TeamLab Borderless, dort war ich auch und fand es insgesamt schöner als das TeamLab Planets. Mit Kind kann ich mir aber vorstellen, dass das TeamLab Planets besser passt:

    https://www.teamlab.art/de/e/tokyo/

  • Moin!

    Mmmmhh...5 Tage Kamakura oder 5 Tage Fujikawaguchi sind schon sehr lang. Für Kyoto, Osaka und Co könnte ich das ja nachvollziehen...

    Nicht falsch verstehen, ich mag Kamakura sehr und habe den Ort besonders aus historischen Kontext diverse Male erkundet. Aber selbst ich würde bei 5 Tagen den Kamakura-Koller bekommen. Das gleiche gilt für Fujikawaguchiko.

    Tokyo hat den Vorteil, dass man in alle Himmelsrichtungen relativ schnell im Grünen ist. Nach einem ganzen Tag ging mit die Großstadt meist auf den Keks, so das ich am Folge-Tag im Grünen war, und den Tag drauf wieder den Nerv für Stadtziele hatte. Oft war ich von Tagesausflügen am frühen Nachmittag zurück, um nicht in die Rushhour zu kommen, dann kann man noch ein Stadtziel angehen. Z.B. geht die Reiselinie vom Takao an Shinjuku vorbei, so dass man dort aussteigen kann und sich noch die Aussicht vom Government-Building geben kann.

    Nach Kamakura brauch man eine knappe Stunde. Wenn ihr durch den Knirps eh Frühaufsteher seit, um so besser. Für Enoshima würde ich in jedem Fall ein Tag ansetzen. Aber wenn ihr nicht die absoluten Geschichts- und Tempel-Freaks seit, dann ist Kamakura schnell erkundet.

    Ich weiß, ihr habt ein kleines Kind. Man muss auch nicht den ganzen Daibutsu-Wanderweg gehen, sondern nur Teilstücke. Die Wanderwege sind in der Regel auf den Kämmen der Hügel, die Kamakura umgeben. Bei schönen Wetter toll, bei nassen Wetter kann es verdammt rutschig werden.

    Was die Fuji-Region angeht, fände ich für ein Kind Hakone spannender. Da wäre die Fahrt mit einem "Piratenschiff" über den Ashi-See oder die Seil- und Gondelbahnen über das vulkanisch aktive Owakudani-Tal. Wanderwege gibt es auch in Hakone ohne Ende.

    Die Wind- und Eishöhle bei Fujikawaguchiko halte ich für überbewertet. Es sind Geröllhöhlen, die bei den Ausbrüchen des Fuji entstanden sind, sehr klein und bei entsprechenden Touristenandrang überrannt. Wanderungen im Aokigahara haben allerdings wirklich was. Man könnte z.B. vom Iyashi no Sato-Dorf Richtung der Höhlen wandern. Bei Fujikawaguchiko gibt es z.B. noch den FujiQ-Freizeit-Park. Vielleicht ist da was für den Kleinen bei.

    Den Fuji-Ausflug würde ich allerdings grundsätzlich mit Übernachtungen machen. Man brauch locker 2 Stunden von Tokyo und als Tagesauflug mit Kleinkind wäre das zu heftig. Ich glaube aber, das zwei Übernachtungen in einem schönen Onsen-Hotel ausreichen sollten, egal ob Hakone oder Fujikawaguchiko. Letztendlich hängt allerdings auch viel vom Wetter ab. Wenn ihr Pech habt und es Bindfäden regnet, hängt ihr sonst 5 Tage lang dort tot übern Zaun.

    Das Bären-Thema halte ich für übertrieben. Ja, es kommt vermehrt zu Bärensichtungen, auch in der Fuji-Region. Meine Tochter war ein Monat in einem Bärenprojekt in Karuizawa und hatte nur einmal Anblick, und das nur, weil die Bärin einen Sender hatte, und sie das Tier geortet hatten.

    Kauft Euch eine Bärenglocke, dann könnt ihr mit den anderen Touris um die Wette bimmeln. Der Takao-San ist übrigens eher bei Schlangen beliebt.

    Zu Tokio selber sage ich nichts. Aber bestimmte Ziele lassen sich fußläufig effektiver verknüpfen, wie z.B. Meiji-Schrein und Harayuku/Takeshita-Dori.

    Ach so, und vermeidet bestimmte Ausflüge am Wochenende (großer Buddha, Takao-San, Shureito-Pagode). Dann sind diese überrannten Spots gleich nochmal um ein Sahnehäubchen überrannter.;)

    Noch ein Tip bei Tagesausflügen: sollte es regnerisch sein, aber jetzt nicht schütten, sondern mit guten Klamotten zum wandern okay sein, geht raus. Nicht in die Stadt! Passt nur mit rutschigen Wegen auf. Oft sind dann weniger Touris unterwegs und die Natur hat dann sein eigenen Zauber.

  • Moin!

    Mmmmhh...5 Tage Kamakura oder 5 Tage Fujikawaguchi sind schon sehr lang. Für Kyoto, Osaka und Co könnte ich das ja nachvollziehen...

    Nicht falsch verstehen, ich mag Kamakura sehr und habe den Ort besonders aus historischen Kontext diverse Male erkundet. Aber selbst ich würde bei 5 Tagen den Kamakura-Koller bekommen. Das gleiche gilt für Fujikawaguchiko.

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    Letztendlich hängt allerdings auch viel vom Wetter ab. Wenn ihr Pech habt und es Bindfäden regnet, hängt ihr sonst 5 Tage lang dort tot übern Zaun.

    Ich bin davon ausgegangen, dass die anstrengenden Fahrten mit Gepäck, Suche nach der neuen Unterkunft etc. angesichts der Reise mit Kind soweit wie möglich reduziert werden sollen. Du hast allerdings recht: Die Reise ist teilweise schon sehr aufs Draußen Sein ausgelegt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass es im Oktober / November auch sehr regnerisch und stürmisch sein kann.

    Aber vielleicht meldet sich der Fragesteller auch nochmal und schreibt etwas dazu.

  • Sabiji vielen Dank für deinen Input. Die für dich zu lang wirkenden Aufenthalte in Kamakura und am Fuji kommen tatsächlich aus dem Wunsch heraus alles entspannt angehen zu lassen, sowie die Reisen zu Minimieren (hier ist die Anmerkung von Flicka korrekt). Wie du aber richtig identifiziert hast, sind viele Tage bei der Reise bis dato in "Freiluft" geplant. Wetter ist selbstredend immer Glücksache und schlimmsten Falls steht Dauerregen mit ordentlich Sauwetter an. Meinen Recherchen nach ist aber der Oktober und November wettertechnisch deutlich besser als bei uns in DE (Taifun-Saison eher Richtung August/September?). Man muss dazu erwähnen das wir uns von Regen nicht abschrecken lassen und auch bereits diverse Wanderungen im Dauerregen absolviert haben in Gebirgsregionen oder auch an der deutschen Nordsee (mit Waagerechtregen). Es bleibt natürlich eine Frage der Gegebenheiten (auch Sicherheitstechnisch bei Thema Wegbeschaffenheit), aber wir genießen oftmals auch die Einsamkeit bei Schlechtwetter in der Natur (wir lieben es z.B. beim ersten Schnee und Regen im November im Elbsandsteingebirge durch Einsame Felslandschaften zu wandern ohne stundenlang jemanden zu treffen). Soll eigentlich nur heißen von schlechtem Wetter lassen wir uns wenig beeindrucken (wohlgemerkt keine heftigen Stürme etc.).

    Würdest du denn eine andere Jahreszeit zum "Wandern in Japan" empfehlen?

    Bei Thema Aufenthaltsdauer haben wir jetzt nicht das Gefühl das wir bei "5d-Ausflügen" Langeweile bekommen werden - ggf. liegt es auch an den jeweiligen Interessen wie man das empfindet.

    Bei Kamakura könnte ich mir z.B. vorstellen bei Schlechtwetter einfach: noch einen Abstecher nach Yokohama zu machen (liegt recht nah und haben davon von Freuden auch gutes gehört); mal mit dem Zug weiter erkunden Richtung Zushi oder nach Ofuna in den BOOKOFF SUPER BAZAAR ^^Also ich denke da ist es unkritisch.

    Bei Fujiyoshida / Fujikawaguchiko ist dein Einwand relevanter m. M. n. was Schlechtwetter angeht. Sicherlich kann man hier auch die Parks und Ufer + Ortschaften der Seen besuchen bei Regen oder mal in nen Onsen aber man hängt schon eher Lokal dort fest. Wir würden Unterkunft technisch aber auch eher auf ein kleines Hauss setzen sodass man mit Schlechtwetter auch besser umgehen kann als in "15m²-Hotelzimmer" Dein Einwand mit Hakone ist interessant - beliest man sich bei Hakone und schaut sich so die Meinungen diverser Youtuber an, wird von Hakone eher als overhyped abgeraten.

    Deine Idee mit der Wanderung von Saiko in Richtung der Höhlen um dieses "Freiluftmuseum" mitzunehmen klingt auch gut. Wenn die Höhlen aber eher nichts sind, wäre noch eine Alternative Idee "Oshino hakkai" in Richtung Yamanake-See eine Tour zu planen?

    Danke für die vielen Ratschläge!<3

  • Naja, mit einem 15 m² Hotelzimmer seit Ihr zu mindestens in Tokyo fast schon luxuriös dabei ;). Da kann man froh sein, wenn man eine Sitz-Ecke hat und Wandschränke für Koffer und Sachen.

    Um so mehr die Reisezeit sich in den November bewegt, um so stabiler wird das Wetter. Die Taifun-Saison kann manchmal Ausläufer bis Ende Oktober erzeugen. Einmal hatten wir richtiges Glück, weil sich das Wetter eine Woche vor unserer Ankunft Ende Oktober nochmal richtig ausgemistet hat, so dass wir fast nur blauen Himmel hatten. Das letzte mal waren die ersten 4 Tage teilweise ordentlich nass, obwohl der Wetterbericht was anderes versprochen hatte. Auch wenn man sich auf den ÖPNV in Japan fast 100%ig verlassen kann, die jap. Wetterfrösche spielen dagegen in der gleichen Liga wie bei uns.

    Ich will Eure geplanten langen Aufenthalte in Kamakura nicht abwerten. Kamakura ist immerhin was die historische Substanz angeht das "Kyoto des Ostens", und deshalb gibt es auch viel zu entdecken. Aber es gibt eben auch Leute, für die sieht ein Tempel aus, wie der andere heißt. Die fahren dann auch nur nach Nara wegen den Rehen (die eigentlich Hirsche sind) und nicht wegen dem UNESCO-Weltkultur-Gedöhns.

    Kamakura ist ein wunderschöner, sehr charmanter Ort. Im Norden und auf den Wanderwegen wirkt er oft verzaubert und ist weniger frequentiert, im Süden an der Küste kommt durchaus etwas California-Beach-Feeling auf.

    Wenn Ihr also in Kamakura übernachtet, nutzt unbedingt die Gunst der frühen Stunden, besonders was Enoshima angeht, bevor die meisten Selfie-Pappnasen eintrudeln.

    Achso, vom Ofuna Bookoff Super Baazar war ich etwas enttäuscht, aber vielleicht hatte ich ja nur einen schlechten Tag erwischt. Die hatten aber coole DVD-TV-Serien, aber die laufen auf unseren Geräten nicht.:( Die Uhrenabteilung war überrannt. Alte Seiko-Uhren scheinen total hipp zu sein.

    Soso, Youtuber meinen, Hakone wäre overhyped. Ihr habt ja auch das Pokemon-Center in Tokyo auf der Agenda. Weil ich einer Kollegin für ihren Enkel was versprochen hatte, war ich dort. Als die Fahrstuhltür auf ging dachte ich nur "was zur Hölle?" und "warum tun sich Menschen so etwas an?" Es war einfach nur abartig voll. Aber es gab dort ganz offensichtlich glückliche Menschen. So z.B. die Frau eines anderen Kollegen von mir (die irgendwann mal nach Japan auswandern will...die armen Japaner). Die kennt jeden besch... Pokemon und Manga-Shop. Über Nara bekam ich dann von ihnen zu hören, "na das midde Rehe hatten wir uns abba schöna vorjestellt". Was soll ich also dazu sagen. Für mich wäre halb Shibuya ultramegaendgegner-overhyped. Aber wenn so ein YT-Japan-Experte von Hakone abrät, um so besser für Hakone.

    Es ist momentan wirklich schwierig etwas zu raten, für ein Land welches nach Corona jedes Jahr neue Besucher-Rekorde aufstellt, und wo wegen irgendwelcher Social-Media Trottel ganze Heerscharen in Richtung Fujikawaguchi aufbrechen, nur um ein Supermarkt "mit Fuji auf den Dach" zu fotografieren.

    Die Gegend um Fujikawaguchiko liegt am Fuße des Fuji insgesamt höher, so um die 700 bis 800 Meter über null, dadurch sehen die wenige hundert Meter höheren Misaka-Bergzüge recht gemäßigt aus. Das Wetter kann hier etwas kühler sein. Die Herbstfärbung wegen der Höhenlage definitiv schon präsent, wogegen es in Kamakura zur gleichen Zeit noch quietsche-grün ist.

    Hakone liegt auf der Pazifik-Seite. Die Gebirgszüge gehen bis unmittelbar an das Meer. Diese natürliche Barriere machte Hakone zur ultimativen Kontrollstation der alten Tokaido-Straße. Durch die geologische Besonderheit hat man so etwas wie ein Norwegen-Effekt. Durch den Meer/Berge-Vergleich wirkt die Landschaft uriger, höher und steiler. Die Straßen schlängeln sich in Serpentinen nach Hakone-Yumoto hoch, die Täler sind schroff und dunkler. Im alten Japan war man gut beraten, die Tokaido in der Hakone-Region in Gruppen zu passieren, da die Gegend bei Räubern und Wegelagerern äußerst beliebt war. Das Wetter hier kann wegen der "Sonnenseite" deutlich wärmer sein. Die Gegend ist sichtbar deutlich vulkanischer aktiv, und der Ashi-See ist ein echter Caldera-See. Hätte es den ursprünglich Vulkan nicht auseinander gerissen, hätte der Fuji-San eine echte Konkurrenz gehabt. Man kann natürlich mit dem Touri-Dampfer über den See shippern, aber es gibt -zig Wanderwege entlang des See oder in den Hängen der flankierenden Berge.

    Ihr habt ja noch Zeit. Recherchiert einfach noch etwas. Beide Gegenden sind mit Buslinien durchzogen. Für Hakone gibt es einen Pass, bei denen die meisten Busse Busse abgedeckt werden, dazu kann man beliebig oft das Schiff und die Seilbahnen nutzen. Auch für Fujikawaguchi gibt es einen Pass, mit dem bestimmte farbige Buslinien genutzt werden können.

    Halte uns gerne mit der weiteren Planung auf dem Laufenden!

  • Würdest du denn eine andere Jahreszeit zum "Wandern in Japan" empfehlen?

    ...

    ... beliest man sich bei Hakone und schaut sich so die Meinungen diverser Youtuber an, wird von Hakone eher als overhyped abgeraten.

    Ich würde Ende Oktober und November durchaus als geeignet zum Wandern ansehen und war selbst schon zwei mal zu dieser Jahreszeit in Japan, einmal vor allem auf Kyushu, einmal auf einer Runde von Tokyo bis Kumano. Bei der ersten Tour hat das Wetter gut gepasst, bei der zweiten hatte ich leider einige Regentage und an einem Tag auch sehr stürmisches Wetter. Das war wohl der Ausläufer eines Taifuns, der weiter südlich getobt hat.

    Will sagen: Ihr könnt Glück haben, und das wünsche ich euch, aber im Bereich der Fünf Seen wird es wohl nicht einfach, bei mehreren Tagen Dauerregen etwas zu finden, womit man auch ein Kind bei Laune halten kann. Aber die Idee, sich dort in einem Haus einzumieten, ist schon mal gut. Habt ihr da auch schon etwas passendes gefunden?


    Was Youtube angeht: Ich schaue dort inzwischen fast nicht mehr rein. Nachdem Japan von verschiedenen Youtubern jahrelang in einem Überbietungswettbewerbt als Reiseland angepriesen wurde, läuft inzwischen der Überbietungswettbewerb im Warnen (vor Reisezielen, vor Kostenfallen, vor Fehlern bei der Einreise und was es noch so alles gibt).


    Allerdings habe ich in Hakone - bei einem sonnigen Tag im April - schon 2014 insgesamt relativ lange anstehen müssen, um den Hakone-Rundkurs zu absolvieren. Ich glaube Sabiji war auch schon vor einigen Jahren dort. Keine Ahnung, wie die Situation sich da entwickelt hat.


    Wollt ihr 2027 nach Japan? Ich habe nochmal drübergelesen, und anscheinend soll die Reise ja erst in eineinhalb Jahren stattfinden. Für den Fall würde ich an diesem Punkt einfach mal die Planung beiseite legen und in ein paar Monaten wieder einsteigen. Vielleicht habt ihr bis dahin neue Ideen und baut die Reise anders auf. Grundsätzlich finde ich die Aufteilung aber nach wie vor gar nicht schlecht, nur ist der Teil um die Fünf Seen vielleicht doch etwas zu viel des Guten.


    EDIT: Gerade erst gesehen, du hast 2027 im Titel stehen. Ich war nur irritiert weil du vom "nächsten Herbst" gesprochen hast und die Reise schon so detailliert geplant ist.