Südafrika: Unterwegs auf der Garden Route März/April 2026

  • Hallo liebe Mitlesenden!
    Viele von euch haben schon (mehrfach) diese Route bereist und ich kann wohl auch keine wirklich neuen Informationen hinzufügen.
    Aber nachdem ich soviel Unterstützung aus dem Forum vor und sogar während der Reise hatte, will ich mich mit einigen Eindrücken revanchieren.

    Der Flug mit der LH war angenehm, aber noch angenehmer der Aufenthalt in der Lounge von Airlink vor dem Weiterflug nach Port Elizabeth.
    Was für ein riesiges Angebot, angefangen mit den Smoothieshots in den kleinen Gläschen über kalte Speisen und Getränke zu den warmen.




    In Port Elizabeth haben wir einen Toyota Corolla übernommen und sind nach einer Zwischenübernachtung in Richtung Tsitsikamma NP gestartet.
    In P.E. zu beginnen, war bis zum Ende in Kapstadt eine sehr gute Entscheidung; wir hatten freie Fahrt und in der Gegenrichtung war dichter Verkehr.

    Das Chalet in der Fernery Lodge am Storm River war für uns perfekt, abgeschieden von Hauptrestaurant und Frühstücksrestaurant.




    Auf den Wegen zum Frühstück gibt es einige Whirlpools, allerdings können diese aufgrund load shedding oder auch nach Blitzeinschlägen nicht blubbern.



  • Ausblick vom Frühstücksrestaurant - neben den Pools gibt es auch jede Menge Treppen zu Sonnenplätzen mit herrlichen Ausblicken.


    Die Lodge hat riesige Gewächshäuser und versorgt die Region mit Pflanzen und Gemüse. Die bis zu 14 Obstsorten beim Frühstück werden im Gegenzug bei den kleinen Farmen gekauft.

    Mehrere Wanderwege gehen auch hier ab.

    Beim Ausflug zur Suspension Bridge an der Mündung des Storm River (77m lang) sind wir in einem kleinen Ort an dieser Micro Brewery vorbeigekommen: Es gab eine kostenlose Bierprobe mit feinen Crafts/IPAs und wir haben auch ein paar Flaschen gekauft. Im gleichen Gebäude ist ein Mini-Museum aus den 50er Jahren. Auf den Toilettenschildern sind Portraits von Marilyn Monroe und Elvis Presley.




    Direkt am Meer ist ein großer Campingplatz mit Häusern, Zelten und Wohnmobilen. Allerdings sind auch 60km bis zur nächsten Einkaufsmöglichkeit zu fahren.

    Diese Brücke ist eine von dreien, die beiden anderen sind gesperrt.


  • Hier sind Dassies unterwegs (Klippschliefer)

    Angekommen in Plettenberg. Wie schon die Fahrt von Port Elizabeth nach Tsitsikamma war auch diese Fahrt nur schön!

    Unser Apartment ist modern, großzügig, liegt zentral und hat eine Waschmaschine! Nach einer Woche ist sie auch gleich in Betrieb.

    Robberg Nature Reserve and Marine Protected Area: Die Wanderung haben wir abgebrochen, sehr steil, rutschig und ohne Gelegenheit, sich anzuhalten. An den Vortagen gab es heftigen Regen. Aber für den Blick hat sich die Fahrt gelohnt.

    Das Restaurant "Fat Fish" war die Empfehlung unserer Vermieterin und eine super Empfehlung!

    Den Tipp Keurboomstrand mit dem Arch Rock und Enrico haben wir von Serenity bekommen.



    Alleine kilometerlang unterwegs...

  • Auf der Fahrt nach Wilderness machen wir einen Stopp in Knysna: Austern-Essen und Städtchenbesichtigung.

    Die Austern + ein Glas Sekt haben weniger als 10€ gekostet und mein Mann war begeistert.


    In Wilderness wohnen wir direkt am Strand, vom Frühstücksraum aus sehen wir jeden Morgen Delfine.


    Unsere Treppe zum Strand

    Nächtlicher Absacker auf der Veranda

    Freiwillig! Schüler halten den Strand während der Osterferien sauber.

    Neu für mich: Hunderttausende von Wasserschnecken haben fette Beute, nach dem Sturm in der Nacht liegen viele Quallen, Muscheln und Fische am Strand. Die Schnecken machen zumindest mir das Strandwandern im knöcheltiefen Wasser unmöglich. Ich will nicht über sie laufen müssen.


    Wegen Straßensperrungen können wir unser geplantes Ausflugs-Programm nicht machen. Die nähere Umgebung macht aber auch viel Spass.

  • Einerseits haben wir die jungen Leute bewundert, uns andererseits aber auch amüsiert: Es gab so viele slapstickreife Fehlversuche, aber letztendlich sind alle gestartet!




    Map of Africa

    Auf dem Weg nach Fransschoek ist Geduld das Gebot. Vor den Baustellen (Ampelschaltung z.B. erst nach 40 Minuten) haben die Kundigen ein Picknick dabei.


    Die Corner House Residence hat nur wenige Zimmer, liegt aber nur wenige Meter entfernt von der Flanermeile.

    Unser Lieblings-Pub, das tuk-tuk! Keine 10 Fußminuten entfernt.

  • Wir haben gespendet und dürfen fotografieren.

    Zapfhähne in den Toiletten :)

    Ein nostalgischer Pub am Bahnhof

    Auf der Weiterfahrt nach Kapstadt ist es dann passiert: Wir parken kurz in Stellenbosch an einer kameraüberwachten Kreuzung vor der Universität um das Prepaidhandy aufzuladen. Ca. 100m entfernt steht ein Securitymitarbeiter.

    Weg war mein Gepäck: Die gesamte Kameraausrüstung, Laptop, iPad, Reader, alle weiteren elektronischen Geräte und Kabel, die gedruckten Reiseunterlagen, Kopien der Pässe, Passbilder...

    Pässe, Kreditkarten und Bargeld lasse ich niemals im Auto.

    Die Polizei hat alles aufgenommen, bisher ergebnislos.

    Mit dem kaputten Auto mussten wir dann zum Flughafen nach Kapstadt fahren.

    Das Ersatzauto stand schon bereit und im Cafe gegenüber unserer Unterkunft Acorn House haben die Servicekräfte alles getan um unsere Stimmung zu verbessern.

    Letzter Tag mit dem neuen Auto: Über den Chapmans Peak Drive zum Kap.

    Es ist Ostern und nicht nur wir haben diese Idee. Wartezeit gut 40 Minuten.


  • Ach du Sch...., darf ich mal fragen, ob das Gepäck von außen sichtbar war?

    Ich frage mich jetzt, hattet ihr einfach nur Pech, oder wir viel Glück? Wir waren ja letztes Jahr 10 Wochen in Südafrika und dieses Jahr 8 Wochen und hatten zu keinem Zeitpunkt ein schlechtes Gefühl das Auto incl. Gepäck zu parken.

  • Liebe Angelika,

    ich lese in der Mittagspause gerade Euren Kurzbericht. Es tut mir so leid, dass alles Gepäck inkl. Technik geklaut wurde. Gut, dass Euch nichts passiert ist. Die weggekommene Hardware ist das eine, aber konntet Ihr die Daten irgendwie löschen? Fühle Dich gedrückt und ganz liebe Grüße an Deinen Mann.


    Sabine

  • Oh, was für eine schreckliche Situation für Euch.

    So wie Du es beschreibst, hätte ich mir da auch keine Gedanken gemacht um kurz zu parken. Vermutlich passiert so etwas innerhalb Sekunden, ein Koffer ist ja noch im Auto.
    Die privaten Sicherheitskräfte vor Supermärkte oder so, ich weiß nicht so recht, ob die da wirklich eingreifen wollen. Auch die Kameraüberwachung scheint nicht abzuschrecken.

    Hoffentlich habt Ihr dennoch die Reise einigermaßen gut weitergeführt.

  • Nochmals Kap




    Unterwegs nach Kapstadt

    Das Acorn Corner House ist eine entzückende Unterkunft direkt unterhalb des Tafelbergs. Von unserem Balkon konnten wir die Gondeln sehen und beim Frühstück im Garten immer einen unverhüllten Berg. Wegen der Empfehlung von Freunden haben wir das Apartment an der Waterfront storniert. Sehr gemütlich im britischen Stil mit großem Kaminzimmer für die Teatime. Die Ruhe haben wir auch gebraucht...



    2 Tage intensiv genutzt: Den Hop-on-hop-of-Bus, wir sind beide Routen zweimal gefahren.

    An der Waterfront


    Hier habe ich auch das Nötigste kaufen können.

  • Sie ist beidbeinig hochgehüpft

    Diese junge Dame stand dann auch noch auf einem Bein und hatte das andere weit vor sich gehalten.

    An der Waterfront gibt es auch ein Lokal der Knysna Oyster Company.




    Weg aus Kapstadt: Flug nach Johannesburg und Fahrt zur Panorama Route.


    Wir waren froh, die Garden Route beenden zu können. Mal sehen, was die nächsten beiden Wochen bringen...


    Danke für euer Interesse!

    Angelika

  • Ach du Sch...., darf ich mal fragen, ob das Gepäck von außen sichtbar war?

    Ich frage mich jetzt, hattet ihr einfach nur Pech, oder wir viel Glück? Wir waren ja letztes Jahr 10 Wochen in Südafrika und dieses Jahr 8 Wochen und hatten zu keinem Zeitpunkt ein schlechtes Gefühl das Auto incl. Gepäck zu parken.

    Wahrscheinlich ein Mix aus Pech und Leichtsinn. Es war das einzige Mal, wo wir das Auto samt Gepäck kurz abgestellt haben, in Fransschoek gibt es keinen Vodacom-Shop, deswegen Halt in Stellenbosch.
    Ja, das Gepäck war von außen sichtbar. Aber vor der belebten Uni + Kameras +Mann mit Securitykleidung haben wir uns auf der sicheren Seite gefühlt.

    Vielleicht taugt die Schilderung der Situation und unseres Fehlverhaltens anderen zur Vermeidung einer solchen:
    Gegenüber der Uni und somit auch unseres Autos war eine Rasenfläche, dort saß ein Mann mit 3 vollen schwarzen Müllsäcken. Neben unserem Auto saß eine junge Frau, die uns gesehen hat und danach hektisch auf ihrem Handy tippte.
    Als wir geschockt stehen geblieben sind, hat sie gefragt, ob das unser Wagen wäre. (Ja.) Sie habe gesehen, dass ein Mann die Scheibe eingeschlagen und das Gepäck geraubt hat. Er wäre im Garten hinter der Uni verschwunden, sie zeigt uns wo, vielleicht ist er noch vor Ort.

    Mir kam das komisch vor und ich wollte eigentlich lieber beim Auto bleiben, bin aber trotzdem mitgegangen. Nach ca. 15 Minuten habe ich darauf bestanden, zurückzugehen und die Polizei zu rufen. Unterwegs hielt uns eine Frau mit 4 Kindern auf, erklärte, die junge Frau sei ihre Tochter und wollte wissen, was denn alles gestohlen wurde. Wir haben es ihr auch noch gesagt! Als wir endlich zurück am Auto waren, war der Mann mit den Müllsäcken weg.

    Die junge Frau hat angeboten, uns zur Polizei zu begleiten, sie läuft und wir fahren hinterher, es wären nur 500 Meter, aber schlecht zu finden.
    Inzwischen hatte der Securitymann die Polizei schon gerufen und die junge Frau war verschwunden.

    Der Sergeant ist vorausgefahren, wir hinterher. Es waren mehrere Kilometer und gut ausgeschildert. Im Revier wurde alles protokolliert und wir bekamen eine Schadensnummer.
    Der Securitymann hat den Aufbruch nicht gesehen, die Kameras gehören der Uni und die Polizei darf ohne Erlaubnis nicht darauf zugreifen.

    Aber wir sollen die Hoffnung nicht aufgeben, gewöhnlich findet die Polizei nach ein paar Tagen alles, was von den Dieben nicht gebraucht werden kann. Dafür gäbe es ein paar Orte. Und ja, solche Aufbrüche kommen ständig vor, Mietautos wären leicht zu erkennen.

    Selbst eine Decke über dem Gepäck würde nichts nützen wenn die Rückbank umgelegt ist.

    Wir haben nichts mehr gehört und werden auch nichts mehr hören.

  • Liebe Angelika,

    ich lese in der Mittagspause gerade Euren Kurzbericht. Es tut mir so leid, dass alles Gepäck inkl. Technik geklaut wurde. Gut, dass Euch nichts passiert ist. Die weggekommene Hardware ist das eine, aber konntet Ihr die Daten irgendwie löschen? Fühle Dich gedrückt und ganz liebe Grüße an Deinen Mann.


    Sabine

    Danke, liebe Sabine und Grüße zurück!

    Auf dem Laptop waren außer Bildern und ein paar Dateien keine wirklich sensiblen Daten, ebenso auf dem iPad mit Outlook und den ganzen eMails. Beides passwortgeschützt.

    Die Polizei meinte, das interessiere keinen Dieb, es gehe nur um schnell verkäufliche Dinge. Auch unsere Passkopien und -bilder etc. würden nur auf dem Müll landen.

  • Liebe Angelika,

    was für eine Sch.......Situation, die keiner haben will und braucht.
    Ärger, Wut, Entsetzen kommt auf. Dennoch seid froh, dass EUCH nichts passiert ist. Die gestohlenen Sachen sind zu ersetzen.

    Liebe Grüße
    gudi=)

    Einmal sehen ist mehr Wert, als hundert Neuigkeiten hören.
    (Japanisches Sprichwort)


  • Zum Glück ist euch nichts passiert!

    Aber die immer wieder propagierte Regel, unter keinen Umständen etwas wertvolles sichtbar im Innenraum eines Autos zu lassen, scheint doch nicht verkehrt zu sein.

    Wir nehmen deshalb immer einen Mietwagen, in dem das gesamte Gepäck in den Kofferraum passt. Auf dem Rücksitz liegen höchstens mal die Jacken.

    Auf unseren bisher 4 Reisen nach Südafrika, immer 5-6 Wochen, ist nie was passiert.