Dschungel, Mantas und Bali - Indosien: immer eine Reise wert

  • 20. Juni

    Meinen Mann hält es definitiv nicht lange im Bett. Allerdings geht heute auch mal wieder der Wecker, da er um 8:30 Uhr abgeholt werden soll.
    Mein ursprünglicher Plan, als ich (schon vor Monaten) die Moped-Tour für ihn gebucht hatte, war, den Tag mit Shoppen, einem Spa-Besuch und eventuell einem Besuch der Tegallalang-Reisterassen zu verbringen. Was vor Monaten noch nach einem guten Plan klang, wurde mit jedem Erlebnis im Urlaub unattraktiver. Shoppen kann ich auch zu Hause und Insta-Massen brauche ich auch nicht. Also hatte ich mir kurzerhand noch gestern eine Fahrradtour gebucht. Allerdings die faule Variante :thumbsup: . Die gesamte Tour sollte nur bergab und somit was die Anstrengung anging minimalinvasiv sein. Außerdem sprach mich an, dass die Gruppengröße auf 4 Teilnehmer beschränkt war. Abholung um 8 Uhr, Ende gegen 14 Uhr. Und das alles für 600.000 IDR / 30,- Euro inklusive Begleitfahrzeug, Guide und Mittagessen. Und alles natürlich ganz easy über What's App vereinbart. (Und wen es interessiert: GOAT hieß der Veranstalter.)

    Also gab es bereits um 7 Uhr das Frühstück. Ich wurde dann auch pünktlich, und noch vor meinem Mann, abgeholt. Der Arme stand da mit Sack und Pack, voller Vorfreude und doch aufgeregt. Und so stand er auch noch länger, wurde er leider erst mit 1 Stunde Verspätung abgeholt. Der einzige Termin, der nicht pünktlich eingehalten wurde im ganzen Urlaub. Allerdings wurde er per WA auf dem Laufenden gehalten.

    Ich kann Euch jetzt im Großen und Ganzen nur von meinem Tag berichten.
    Made, der Guide, und der Fahrer des Begleitfahrzeuges erwarteten mich mit bereits aufgesattelten Fahrrädern. Wir holten noch eine australische Familie, Eltern mit etwa 16-jähriger Tochter, ab. Alle Drei in der absolut professionellen Radmontur, während ich (war ja auch nicht so geplant) einfach nur 'ne kurze Sporthose, Top und Birkis an hatte (die Leichtwanderschuhe waren immer noch nass vom Waschgang). Oh je...ich machte mir Sorgen...Schnell machten wir uns bekannt und tauschten uns untereinander aus. Da hatte ich offensichtlich einen guten Fang mit meinen Begleitern gemacht.
    Wir fuhren erst mal weiter nördlich, weg von Ubud Richtung Mount Batur, vorbei an vielen festlich geschmückten Tempeln und wunderschön gekleideten Menschen.

    Mit einem Stop an einer Kaffeeplantage. Dass das Ganze erst mal eine "Kaffeefahrt" im wahrsten Sinne des Wortes war, war mir nicht klar. Wir Vier wurden an der "Plantage" von einer netten jungen Frau in Empfang genommen und durch einen Garten geführt, in dem alles mögliche wuchs, was für uns exotisch ist (und natürlich auch Kaffee). Von Mangosteen über Kakao bis zu Kurkuma gab es viel zu sehen und all unsere Fragen wurden auch wirklich gut und kompetent beantwortet.
    Dann ging es leider an den ersten Käfigen mit Luwaks vorbei. Natürlich...ich hätte es mir denken können. Sie würden regelmäßig frei gelassen und gegen andere ausgetauscht. Klar!
    Weiter wurden uns verschiedene Gewürze gezeigt, Kaffee in den verschiedenen Stadien und eben auch so:

    Gegessen und wieder ausgeschieden. Und ich frage mich bis heute, wer darauf gekommen ist, ausgeschiedene Kaffeebohnen zu sammeln und zu verarbeiten. Da hatte jemand viel Langeweile und einen schrängen Sinn für Humor. Leider zu Ungunsten der Luwaks.

    Eine Dame röstete fotogen Kaffee, der herrlich roch.

    Und wieder zeigte sich die tiefe Durchdringung der Balinesen durch ihren Glauben. Gleich neben uns bringt eine junge Frau die morgendlichen Opfergaben dar (ich durfte fotografieren, ich habe gefragt) - unbeeindruckt von dem schon regen Treiben um sie herum, ganz in ihr Tun versunken.

    Mit Blick ins undurchdringliche Grün geht es jetzt an die Kaffeprobe. Wobei uns nicht nur Kaffee in diversen Ausführungen (Luwak-Kaffee würde allerdings extra kosten), sondern auch Tee und Kakao kredenzt wird. Meine australischen Freunde müssen sich ihre Menü zu Dritt teilen, ich darf alleine kosten.

    Ich muss lügen, wenn ich nicht sagen würde, dass die Führung auch echt interessant war. Und auch ,wenn sie dem Verkauf galt, war man diesbezüglich unaufdringlich. Indonesien halt.
    Von der Kaffeeprobe ging es zu einem großen Verkaufsgebäude, wo neben den diversen Kaffees (viele aromatisiert als Getränkepulver) auch ein armer Luwak seine hospitalistischen Bahnen zog.

    Und alles nur, für einen Kaffee, den man vermutlich nur wegen sein "Igitt"-Anmutung teurer verkaufen kann.

    Weiter ging es Richtung Mount Batur, leider ab und an von kleineren Regenphasen begleitet. Aber am Aussichtspunkt angekommen hörte zumindest der Regen auf, wenn es auch noch bewölkt war. Ich hielt die Augen auf, ob ich irgendwo einen grenzdebil grinsenden Mann auf einem Offroad-Motorrad sichten könne, den die Tour meines Mannes führt auch zu den Lavafeldern des Batur, aber der war weit und breit nicht zu sehen. ;)

    Bei unserer ersten gemeinsamen Balireise vor gut 20 Jahren, ganz klassisch für 2 Wochen in einem Strandhotel in Legian, war der vorab gebuchte erste Ausflug gleich in der ersten Nacht nach Ankunft, die Wanderung auf den Batur zum Sonnenaufgang. Unser Guide hatte das noch nie gemacht und war entsprechend unfit. Wir 20 Jahre jünger und durchaus fit, rannten ihm fast davon. Oben am Gipfel stand eine kleine Hütte, wo es Tee und abgepackte Kekse zu kaufen gab. Zum Sonnenaufgang waren wir vielleicht zu 10. da oben. - So, wusste Made zu berichten, geht es da definitiv nicht mehr zu. Die Wanderung auf den Batur zum Sonnenaufgang ist der heiße Sch... und es wandern Massen dort hoch. Schön, dass uns das nicht mehr zu jucken braucht.

    Dem Trubel hier oben entfliehen wir noch mit dem Auto und fahren auf einer Seitenstraße ein Stück weiter wieder retour abwärts. Dann fahren wir rechts ran und die eigentliche Tour beginnt. Jeder bekommt einen Helm, ein Fahrrad, dass wo nötig noch auf die Größe eingestellt wird und dann gibt es noch eine kleine Sicherheitseinweisung. Wir machen uns kurz mit dem Fahrrad vertraut und dann geht es los.

  • Der gesamte Weg führ uns durch ein ländliches Bali, von dem man in Ubud und auch später in Canggu nur ahnen kann, dass es existiert. Hier wird noch in kleinen Örtchen gelebt, und es wird angebaut, was sich verkaufen lässt oder für den eigenen Gebrauch bestimmt ist. Immer wieder halten wir an und Made macht uns auf Vieles aufmerksam.

    Hier finden sich weit und breit orangene Felder voller Tagetes, die für Opfergaben benötigt werden. Vor den Feldern liegen ganze Säcke voll mit ihren abgepflückten Köpfen. Die Felder selber sind natürlich herrlich fotogen.

    Dass wir immer wieder freundliche gegrüßt und uns zugewunken wird, muss ich ja nicht erwähnen. Wir sind ja in Indonesien, dem freundlichsten Land der Welt. :love:

    In einem kleinen Ort halten wir an, um die Schule zu besichtigen. Aufgrund der Feiertage (und vermutlich auch weil Samstag ist) ist allerdings kein Schulbetrieb. Dafür bekommen wir von Made an der Tafel eine kleine Einweisung in die balinesische Schrift, die anders als Bahasa Indonesia eben nicht aus lateinischen, sondern aus indischen Schriftzeichen besteht.

    Auf der weiteren Fahrt halten wir (das hätte es wegen mir nicht gebraucht) an einem besonders üppigen Exemplar einer Golden Orb Spinne (wobei sie nicht goldgelb sondern schwarz war, also vielleicht eine andere Variante?) an. Ausgerchnet in meinem Lieblings-Frangipani hat sie es sich gemütlich gemacht.

    Aber ich will nicht meckern, bin ich doch auch auf dieser Reise wieder im Großen und Ganzen vor meinem Phobie-Feind Nummer Eins verschont geblieben.

    Da hier die Besiedelung nicht allzu dicht ist, reiht sich hier zwar nicht unbedingt Penjor an Penjor, aber die, die wir sehen, sind wirklich groß und kunstvoll.

    Der Verkehr ist sehr überschaubar und nur ab und an werden wir von Autos oder Rollern , mit einem Hupstoß als Warnzeichen, langsam überholt. Und so rollen wir ganz entspannt bergab und als letzte in der Reihe habe ich alle Zeit und Ruhe meine Umgebung in mich aufzusaugen. Schon jetzt bin ich froh, mich für die Radtour entschieden zu haben, ist man so auf dem Rad doch noch mal näher an allem dran.

    Und man lernt ja nie aus (und vermutlich ist das für die Meisten nichts Neues, für mich aber schon): so wachsen Erdnüsse.

    Ein Stückchen weiter zieht ein kleines Kalb samt Mutter unsere Blicke auf sich. Made spricht mit dessen Hirten ein paar Worte, der ganz selbstzufrieden eine kleine Pause einlegt.

    Während gleichzeitig ein Nachbar Viehfutter transportiert.

    Und auch das Vieh selber wird transportiert. Den Schweinen geht es hier aber noch schlechter als den Büffeln auf Samosir.

  • Ein weiterer Stop ist der Hausverbund einer Familie. Made erklärt uns, dass zu jedem Hausverbund, in diesem hier wohnen 4 Familien, etwa 16 Personen, ein Tempel gehört. Mal größer, mal kleiner. Der hiesige ist gefühlt sehr groß. Er erklärt uns die verschiedenen Zeremonien, die unter einem Bale abgehalten werden von der Geburt über Hochzeit bis zum Tod, macht uns auf Steine aufmerksam unter denen die Plazenten der jeweiligen hier geborenen Kinder vergraben wurden. An den einzelnen Häusern finden sich Hochzeitsbilder der Bewohner in prachtvollen Roben. Wir dürfen ein wenig herumstromern, einen Blick in die Küche werfen, die doch so ganz anders ist als das, was wir gewöhnt sind. Und noch mal ein wenig anders als die, wie wir - gefühlt vor einer Ewigkeit - auf Sumatra sehen durften.

    Und auch, dass unsere sanitären Standards hier nicht State of the Art sind, wird beim Blick des Klohäuschens, weg von Küche und Haus, in der Nähe der Schweineställe, klar.

    Bevor wir gehen, bitte ich die beiden Süßen, ob ich sie fotografieren darf. Ich darf. Aber jung wie sie sind, wird sich erst mal in Positur geworfen.

    Das war ein wirklich interessanter Einblick in das balinesische Leben.
    Wir rollern weiter bergab, vorbei an Häusern, Tempeln, Feldern, winkenden Menschen und erreichen bald ein weiteres Thema in Indonesien:

    Der Reisanbau.
    Ein Stück weiter nimmt uns Made mit auf ein Feld, das gerade abgeerntet wird. Auch hier ist niemand über die Störung böse oder genervt von unseren neugierigen Blicken.

    Zur Ernte hilft die Nachbarschaft mit, um die Arbeit zu bewältigen. Und da alles von Hand erledigt wird, sieht das nach sehr viel Arbeit aus.

    Die Reisbüschel werden abgeschnitten und dann gedroschen.

    Mit geübten Griffen werden die Reisbüschel mit Drehungen ausgedroschen, damit so wenig wie möglich verloren geht und alles abgedroschen wird, was das Bündel hergibt.

    Hier wird die Spreu vom Weizen, im übertragenen Sinne, getrennt.

    Alles in mühseliger Handarbeit. Was für ein spannender und interessanter Einblick.

    Langsam wird die Gegend wieder besiedelter und weniger ländlich und die Fahrt nähert sich leider ihrem Ende.

    Bevor der Verkehr zu wild wird, endet die Fahrradtour, sie werden aufgeladen und wir fahren noch gemeinsam zu einem Restaurant, lustigerweise keine 5 Fahrminuten von unserer Unterkunft. Hier gibt es ein kleines Büffet, wo wir noch gemeinsam essen (es gibt ein hervorraged krosses Tempeh) und das Erlebte gemeinsam Revue passieren lassen.
    Das war ein wirklich toller, vielseitiger und überhaupt nicht anstrengender Ausflug, den ich nur wärmstens empfehlen kann. Die Strecke war verkehrstechnisch entspannt und Made hat einen tollen Job gemacht. Zum Einen mit seinen vielen Erklärungen und geduldigen Antworten auf all unsere Fragen, aber er hatte auch immer ein Auge auf uns, damit wir auch wohlbehalten ankommen.
    Nach dem Essen verabschieden wir uns, ich werde eben die paar Meter zur Villa gebracht, bevor auch die Australier zu ihrem Hotel gebracht werden.

    Mich Unruhegeist hält es nicht lange, hatte ich doch den Hinweis auf ein Wasserfall-Cafè am Straßenrand nahe unserer Villa gelesen. Mit meinem Kindle bepackt geht es also dahin, wo ich noch mit Blick ins Grün, lieb umhegt von einer Angestellten, ein wenig lese.

  • Vielleicht interessiert ja den Einen oder Anderen auch, wie es meinem Mann ergangen ist. Nun, ich kann nur sagen: er kam total platt mit lahmen Unterarmen aber einem fetten Grinsen im Gesicht zurück. Tatsächlich war er mit dem Guide alleine unterwegs und konnte so fahren, wie er wollte, ohne Rücksicht auf andere zu nehmen bzw. ohne dass andere auf ihn Rücksicht nehmen mussten.
    Und ob nun der Dschungel das bessere Erlebnis war, oder die Lava...er kann es nicht beantworten. Hier ein paar Fotos (in leider schlechter Qualität).

    Der Veranstalter hatte alles an Equipment vorrätig. Im Vorfeld musste ich seine diversen Größen (Helm, Handschuhe, Schuhe etc.) angeben.

    Vom Dschungel zum Vulkan.

    Und noch mal....

    Er war glücklich! Mein Geschenk war ein Volltreffer. Sehr schön!
    Und falls das jemanden interessiert: die gebuchte Tour sollte gut 8 Stunden dauern. Letztlich ging es ja später los und er war früher zurück, so dass die Tour alles in allem etwa 6 Stunden dauerte. Er war aber auch wirklich platt, Offroad fahren scheint anstrengend zu sein, so dass er mit der zeitlichen Dauer völlig im Reinen war. Die Tour kostete 220,- Euro. Zum Vergleich: letzten November in Marokko in Merzouga hat er eine Offroad-Motorradtour in der Wüste gemacht, die 2 Stunden dauerte, da war er nicht alleine (bzw. der andere Mitfahrer gab schnell auf, dann war er doch alleine) und die 2-Stunden-Tour dort hat 230,- Euro gekostet.

    Wir machten es uns am Pool gemütlich und erzählten uns gegenseitig, wie unser Tag so verlaufen war. Da gab es einiges zu erzählen, wie Ihr Euch denken könnte.

    Was ich aber ja noch angespoilert hatte, ist das Bad unseres Zimmers, in das wir uns schon beim letzten Mal veliebt haben. Ist sicher Geschmackssache, aber wir fanden es super!

    Aus dem großen Hauptraum geht es quasi ins Freie. Linkerhand findet sich noch das (unklimatisierte) Ankleidezimmer samt Safe und Minibar).

    Hinter der grünen Wand befindet sich das WC mit Blick ins Grün.

    Und auch der Ausblick beim Duschen ist ein Traum. Wer mehr Privatsphäre braucht, allerdings geht hier tatsächlich niemand, auch nicht zufällig, vorbei, kann einen Vorhang zuziehen.

    Auch diesen Abend gingen wir noch einmal in "unser" Warung, bevor wir voller Eindrücke ab ins Bett gingen.

  • 21. Juni

    Den Tag kann ich relativ schnell abhandeln.

    Es geht mal kein Wecker, aber spät sind wir ja trotzdem nie auf. Heute geht es weiter nach Canggu.

    Canggu, werdet Ihr fragen. Verständlicherweise. Aber bereits vor zwei Jahren waren wir dort im Kima Surf Camp, wo es uns ausgesprochen gut gefallen hat. Vor allem mein Mann surft gerne (aber als NRW-Bewohner nur selten), ich bin da nicht ganz so leidenschaftlich. Aber im warmen Wasser, wo ich keinen Neopren brauche und auch das Brett nicht weit tragen muss, bin ich durchaus auch dabei. Also war bei der Planung klar: zum Schluss geht es wieder für 5 Tage ins Surf Camp nach Canggu, wo man auch in unserem - zumindest für ein Surfcamp - hohen Alter sich nicht fehl am Platz fühlt.

    Aber noch sind wir hier, erfreuen uns noch mal an unserem Outdoorbad, ich lege noch eine kleine Sport-Einheit (wie immer mal wieder) ein. Nach dem Frühstück packen wir in Ruhe unsere Sachen und rufen dann gegen 11 Uhr ein Grab.

    Adieu Uma Giri. Es war auch beim zweiten (aber dann doch vermutlich letzten ) Mal wieder sehr entspannt hier!

    Vor zwei Jahren brauchten wir von Ubud nach Canggu 2,5 Stunden. Dieses Mal sind wir in gut 1,5 Stunden dort. Zwischendrin muss der Fahrer noch mal kurz für kleine Fahrer und braucht Wasser, also halten wir an einem Alfamart an und fahren dann alle zusammen Eis schleckend weiter.

    Das Check in Prozedere im Kima ist schnell erledigt. Zum Einen konnten wir vorher alles online bereits ausfüllen. Und auch den Camp-Rundgang (das Camp ist ein wirklich schönes, stylisches Hotel in Strandnähe) für Ersttäter können wir als Wiederholungstäter auf die Neuigkeiten wie die Eistonne (WTF?) und die neue Skaterampe beschränken.
    Wir richten uns ein, ist das hier doch unser längster Aufenthalt am Stück in diesem Urlaub. Es ist Sonntag, Freitag in der Nacht geht es dann endültig heim. Aber bis dahin liegen ja noch 4,5 Tage vor uns.

    Der erste Gang geht zum Strand. Der ist ein Glück noch da. ;)

    Beruhigt geht es wieder ins Kima, wo mein Mann sich seine Kamera schnappt, um noch eine Runde am Strand zu drehen und ich eine Runde Hanteln schwinge. Und die Gelegenheit nutze, für den nächsten Tag einen kleinen Geburtstagskuchen zu organisieren. Das erweist sich aber als nicht nötig, da man schon festgestellt hat, dass er morgen Geburtstag hat und in den Fällen immer ein kleiner Lavakuchen als Überraschung kredenzt wird. Aber meine mitgebrachte Geburtstagskerze wird dankend angenommen und soll den Kuchen morgen zieren.

    Und natürlich müssen wir dann unbedingt noch mal zu Deus, einem Motorradbrand (und ursprünglich Customizer), der hier eine seiner Dependancen hat und bei meinem Mann natürlich hoch im Kurs steht. Und der Helm, den er in Ubud gekauft hat, kann ja nicht alles gewesen sein!
    Allzu viel hat sich hier, zum letzten Mal, nicht verändert. Es ist nach wie vor quirlig, der Verkehr trubelig, das Angebot an Läden, Restaurants etc. riesig. Am Verrücktesten finden wir gegenüber vom Kima einen neuen, riesigen Supermarkt, der alles, nur keine indonesischen Waren anbeitet. Von der Cadbury Schokolade über Wein aus aller Herren Länder, Frischfleisch (in einer Kühltheke) bis zu Sahnetorten aus der eigenen Bäckerei. Natürlich alles zu entsprechenden Import-Preisen. Trotzdem ist der Laden gut besucht. Und auch wir suchen ihn die nächsten Tage immer mal wieder auf, alleine schon, weil das Angebot irre zu schauen ist.

    Zum Sonnenuntergang geht es wieder vor zum Strand. Gegen Abend füllt er sich zusehends. Jeder will hier flanieren, Sport machen und dem Sonnenuntergang zuschauen. Und die Geschäftstüchtigkeit der Balinesen zeigt sich hier jedes Mal. Am Strandzugang werden rechts und links gekühlte Getränke, natürlich auch Bintang, angeboten. Gerne wird auch nachgeschaut, ob man Nachschub braucht und spätestens am zweiten Tag wird man wie ein guter alter Freund willkommen geheißen. So geht Kundenbindung.

    Wohin wollen wir nur zum Abendessen? Die Auswahl überfordert uns schlicht, wir irren ein wenig ziellos hin und her, können uns nicht recht entscheiden und landen letztlich in einer Pizzeria (ja, schuldig im Sinne der Anklage - lecker war es trotzdem).
    Irgendwann haben wir dann genug von dem Trubel um uns herum und wir trollen uns ins Bett. Zumal die Tage hier sehr früh beginnen.

    Das Kima bietet neben richtigen Surf-Lern-Kursen auch jeden Tag zwei begleitete Surftouren, abgestuft nach Können. Abhängig von den Gezeiten geht es da früh morgens los. Unser erster Surf morgen startet um 5 Uhr! Und das an Koljas 50.! Augen auf, bei der Wahl der Leidenschaft!

  • 22. Juni

    Da ist er der große Tag! Wie immer mache ich mehr um seinen Bohei um seinen Geburtstag, als er selber. Egal!
    Um 4:15 Uhr geht der Wecker und während Kolja im Bad ist, krame ich schnell meine mitgebrachte Deko raus und dekoriere ein wenig das Zimmer. Was sein muss, muss sein! Gefeiert wird aber später. Erst mal:

    Noch im Dunkeln geht es los. Da nicht alle Surfspots direkt fußläufig erreichbar ist, geht es meist mit dem Auto los. Und das ist, von der Tide mal abgesehen, ein weiteres Argument, morgens zu surfen: da ist noch nicht so viel los. Eine halbe Stunde benötigen wir trotzdem bis zum Surfspot für die Anfänger in Seminyak.
    Noch in der Dämmerung geht es ins Wasser. Und ganz ehrlich: zum Sonnenaufgang zu Surfen hat schon echt was. Gut 1,5 Stunden später sieht man dann so aus:

    Gegen halb neun sind wir zurück. Erst mal ab unter die Dusche und dann zum Frühstück. Ich bin schon ganz aufgeregt und gespannt, was er wohl zu seiner heutigen Überraschung sagt...Aber erst mal suchen wir unser Frühstück aus. Das ist hier wirklich super geregelt und ausgesprochen üppig. Aus verschiedenen Dingen wählt man: welcher Saft, Obst oder Obstsalat, Nasi oder Pfannkuchen, welches Ei, welches Brot/Bagel etc. Den Zettel gibt man ab, sucht sich irgendwo, entweder an den großen Tischen zum teilen oder an kleineren Tischen im Hotel einen Platz.
    Das machen wir auch. Und beim Kaffee ist es soweit: die Überraschungsbombe platzt.

    Mein Mann behauptet seit einiger Zeit, im nächsten Leben werde er Hubschrauberpilot. Ist aber noch nie selber in einem Hubschrauber geflogen. Und da es keine materiellen Wünsche gab, schrie das doch nach Erfüllung. Alle haben zusammen geschmissen, ich habe organisiert und die KI das entsprechende Video dazu erstellt.
    Er kann es erst weder fassen noch glauben. Die Überraschung ist mal gelungen!
    Und kaum ist das verarbeitet, kommt auf einmal ein kleiner Pulk des Personals singend mit dem Lava-Cake und brennender Kerze zu uns (was er natürlich eher peinlich als gut findet...).

    Für mich wird es jetzt noch ein wenig stressig. Der Heliport ist in der Nähe des Flughafens und in Anbetracht des Verkehrs quasi weit weg. Brauchen wir am Abflugtag nachts um 4 Uhr gerade mal 45 Minuten, sind wir heute letztlich 1 Stunde länger unterwegs. Ich behalte also die ganze Zeit Google Maps im Blick, um das Grab zum richtigen Zeitpunkt rufen zu können, damit wir pünktlich zur vereinbarten Zeit dort sind.
    Aber auch das gelingt, wir sind sogar 30 Minuten zu früh da.

    Nach einer Sicherheitsinstruktion werden wir dann zu einem Haus geleitet, von dessem Dach der Heli abhebt bzw. erst mal landet. Wir hören ihn dann auch bereits auf dem Weg. Wie aufregend! Und von einem Dach in einen Heli mit laufenden Rotoren einsteigen...gehört nicht zu dem, wie ich es mir ausgemalt habe. Aber gut....

    Das Geburtstagskind darf vorne sitzen und steigt zuerst ein. Er bekommt Kopfhörer, wird sorgsam angeschnallt. Dann darf ich und schaffe es auch, ohne den Kopf rasiert zu bekommen (was für Kopfkino man so hat...) in den Heli.
    Der Pilot it ein junger, echt smarter Mann. In der nächsten halben Stunde ist er nicht nur vertrauens erweckender, versierter Pilot, sondern gleichzeitig Guide und Conferencier. Wirklich ganz toll!

    Etwas wackelig (wer die Augsburger Puppenkiste gesehen hat, weiß, wie das ist :thumbsup: geht es los. Erst noch über den Großraum Denpasar und auf zur Küste. Immer auf der Hut vor den vielen, wirklich hoch fliegenden Drachen. Einer Leidenschaft der Balinesen.

    Mann, das ist wie bei Magnum hier!
    Wir fliegen die Küste entlang vorbei an Kuta, Seminyak, Legian, Canggu bis Tanah Lot. Der Tempel darf aus spirituellen Gründen nicht überflogen werden, aber die Schleife davor ist ebenso imposant.

    Dann geht es die Küste wieder zurück. Immer wieder wechseln sich Standortangaben an den Tower mit lustigen Geschichten (ich habe mal so viel Durian gegessen, dass ich Fieber bekommen habe) und informativem ab, dass wir wirklich aus dem Staunen nicht mehr heraus kommen.

    Und natürlich muss immer wieder die Kamera gezückt werden. Wozu hat man den Paradeplatz neben dem Piloten?

    Die Welt aus dieser Perspektive sieht wirklic irre aus.

  • Immer im Austausch mit dem Tower geht es dann, unglaublicherweise, auch noch vor der Lande-bzw. Startbahn des Flughafens vorbei, unter einem ankommenden Flugzeug.

    An Uluwatu vorbei

    Über dem Swell

    Und dann noch voller Übermut (mittlerweile trauen wir dem Cäptn alles zu!) geht es nur wenige Meter über den Wellen entlang. "Mal schauen, ob wir Schildkröten sehen." Ernst oder Spaß - keine Ahnung. Nah genug dran hat es sich angefühlt.

    Was ein Erlebnis! Ich muss sagen, ich hätte - so zumindest dachte ich vorher - das nicht gebraucht, aber das war schon wirklich erste Klasse!

    Nach gut 30 aufregenden, spannenden, schönen, lustigen Minuten, hat uns der Landeplatz dann glücklich wieder.

    Ich habe mein Geburtstagspulver jetzt gänzlich verschossen!
    Der Rückweg nach Canggu dauert dann sogar 2 Stunden. Aber jetzt treibt uns ja nichts mehr. Außerdem gibt uns das Zeit, das Erlebte zu verarbeiten.

    Am Nachmittag geht es dann (ist ja immer noch sein Geburtstag, Wunsch ist Wunsch) noch mal zu Deus, wo wir einen Blick in die Werkstatt werfen.

    Nebenan sitzt der Maler in seiner kleinen Werkstatt und verziert Helme. Auf Koljas Frage, ob er auch den kürzlich gekauften Helm verziert hat, kommt ein strahlendes "Ja". Er zeigt uns noch, wie er arbeitet, stellt uns noch seinen Kollegen vor. Wirklich erstaunlich, wie nah man hier an alles ran darf und wie nahbar die Menschen sind. Das ist in einer deutschen Moped-Custom-Schmiede wohl eher nicht so.

    Und mag Canggu so wild, chaotisch und touristisch sein, wie es will. Auch hier leben die Balinesen überall ihr spirituelles Leben, also immer den Blick auf den Boden richten, um nicht auf Opfergaben zu treten. Hier sogar mal mit einer Figur darin. Das habe ich nun wiederum noch nie gesehen.

    Zum Sonnenuntergang am Strand hat man unsere Vorlieben noch abgespeichert, und so schauen wir mit Bier und Radler dem Treiben zu.

    In einem leckeren vegetarischen Restaurant lassen wir den aufregenden Tag ausklingen.
    Die kommenden Tage bieten nicht mehr so Wildes, aber man muss ja auch nicht alles immer toppen.

  • Vielen Dank für diesen tollen Bericht! Wunderbar, wie du den runden Geburtstag von Kolja organisiert und umgesetzt hast. Ich habe am gleichen Tag meinen runden Geburtstag gefeiert. Es war bei uns an der Saar wahrscheinlich 8-10 Grad wärmer als bei euch auf Bali, aber meine Getränke waren eiskalt und die 75- jährige vietnamesische Köchin hat herrliche Sachen gekocht und dem Lyoner und Dibbelabbes verwöhnten Saarländer neue kulinarische Horizonte aufgewiesen.

    Ich liebe genau wie du/ihr dieses wunderbare Land und seine Menschen.

    Viele Grüße

    horas

  • horas Oh, dann alles Gute und Liebe nachträglich! Ja, dieses Mal war der Geburtstag wirklich üppig. Wir haben aber genau so viel Spaß daran, einfach "nur" Urlaub zu haben, in unserem Bulli zu sitzen und den Geburtstag ganz alleine und ohne Action zu verbringen. Ein eiskaltes Getränk macht es aber in jedem Fall besser. :thumbsup:

    Angelika oh wie lieb ist das denn?! Danke für das schöne Kompliment. Und also, wegen mir....ich könnte gerne ganzjährig verreisen. Ich würde auch immer berichten. Versprochen! :)

  • 23.-26. Juni

    Der Geburtstagstrubel hat sich gelegt, alle Pläne sind aufgegangen. Die letzten Tage steht jetzt nur noch "vor sich hin urlauben" an. Morgens geht der Wecker früh und jeder von uns macht sich auf den Weg zum Surfen (in unterschiedlichen Gruppen, da unterschiedliche Level). Spaß kann man aber auch als ewiger Anfänger haben.

    Was Canggu angeht, ist es laut und touristisch, aber immer auch ein Ort für die Balinesen.

    So gibt es Tempel

    die aufs Meer blicken

    .

    Gojek-Fahrer die am Handy daddeln und auf ihren nächsten Auftrag warten

    und für deren leibliches Wohl auf typisch indonesische Art gesorgt wird

    Beim täglichen Besuch bei Deus (es könnte ja was Neues zu sehen geben) erwartet meinen Mann noch eine schöne und so typisch indonesische Überraschung. Beim Gespräch mit dem Helm-Bemaler kam die Sprache auch auf Zierblenden für die Visier-Knöpfe. Er solle einfach morgen noch mal kommen, dann sei sein Kollege da, der die anfertig. Gesagt getan.
    Am nächsten Tag werden wir freudig begrüßt und sogleich der Kollege gerufen. Der ist schon im Bilde und macht sich an die Arbeit

    Drei Knopfoberteile werden mit dem Deus-Logo geprägt und Kolja überreicht. Was bekommt Ihr dafür? Verständnisloser Blick, ratlos den anderen anschauend, dann wieder uns: nichts! Und so zieren den handbemalten Helm künftig auch noch drei Deus-Logo-Knöpfe mit einer ganz besonderen Geschichte! Die Freude könnt Ihr Euch vorstellen.

    Die Tage verbringen wir mit etwas Sport und Yoga, lesen

    oder machen auf Mertesacker

    ich gönne mir noch die eine oder andere Massage oder starre Löcher in den schönen Himmel

  • Gegen 17 Uhr zieht es uns dann an den Strand, gut versorgt mit kühlen Getränken, beobachten wir das abendliche Treiben.

    Die Sonnenschirme werden langsam eingeholt

    eine letzte Runde in den Sonnenuntergang surfen

    ein Pläuschchen mit der Strandverkäuferin Lenny hier, beobachten wie junge Indonesier ein Rap-Video aufnehmen, reihenweise junge Männer ihre posierenden Freundinnen im Abendlicht fotografieren müssen äh dürfen...Zu schauen gibt es hier reichlich.
    Danach geht es dann immer in das selbe vegetarische Restaurant dem Shady Shack (falls Ihr mal in Canggu seid: sehr lecker dort!).

    Die letzten Mitbringsel und Souvenirs werden geshoppt und langsam schleicht sich Wehmut ein....die Heimreise rückt unaufhaltsam näher und näher. Freitag Nacht geht der Wecker ein letztes Mal sehr, sehr früh (um 3 Uhr), um 4 Uhr werden wir zum Flughafen gebracht, um 7 Uhr hebt der Flieger ab Richtung Singapur und von dort nach Frankfurt.
    Der Rückflug verläuft ohne Zwischenfälle (und glücklicherweise dieses Mal ohne plötzlich auftretender Übelkeit bei mir - ich hatte da ein kleines Trauma vom letzten Mal).
    Der Pilot begrüßt uns in Frankfurt mit den launigen Worten "Willkommen in Frankfurt. Es ist 19:35 Uhr und die Außentemperatur beträgt 40 Grad. In Worten 4 und 0." Und zum ersten Mal kommen wir in Deutschland aus dem Flughafengebäude und rennen vor eine Wand aus Hitze, als sei man gerade im Urlaub angekommen. Leider sind wir das nicht! Die Rückfahrt mit dem Auto in die Dunkelheit gestaltet sich sehr zähl und mühselig, aber auch die ist irgendwann geschafft. Nun ist der Urlaub wirklich vorbei!

    Fazit:
    Wir hatten einen weiteren, grandiosen Urlaub in Indonesien. Dieses Mal mit dem größeren Fokus auf Natur, Flora und Fauna und Meer. Wieder hat uns die warme, herzliche, freundliche Art der Indonesier überwältigt. Es macht den Urlaub und das Wohlbefinden einfach so viel größer. Man fühlt sich immer sicher, hat nie "Angst" übers Ohr gehauen zu werden und immer willkommen. Und so fühlt sich jeder Tag einfach wohlig schön an.

    Medan als Einstiegsort war für unseren Einstieg in die Reise gut und richtig, bietet aber tatsächlich keine Highlights.


    Orang Utans gesehen, den Dschungel erlebt zu haben - das war schon wirklich ein Erlebnis. Wie aber schon geschrieben, ist es aber sicher auch in der Light-Version ohne größere Wanderung und Übernachtung im Dschungel, möglich und machbar. Und Bukit Lawang bietet auch ohne größere Dschungeltour ein paar schöne, erlebnisreiche Tage.


    Samosir im Lake Toba war nett, entspannt und dank unseres tollen Hotels auch sehr komfortabel. Batakhäuser und die doch etwas eigenwillige christliche Begräbniskultur gesehen zu haben, war ebenfalls toll. Unterm Strich war das aber der Teil der Reise, den wir im Nachhinein am ehesten hätten wegfallen lassen können.


    Die Inlandsflüge verliefen - entgegen meiner Befürchtungen - reibungslos, pünktlich und problemlos. Vielleicht hatten wir einfach Glück. Es hätte aber bei unserem Reiseverlauf auch keine Alternative gegeben.

    Labuan Bajo auf Flores ist ein quirliger Ort, der sich sehr auf touristische Bedürfnisse eingestellt hat. Jeweils vor und nach der Bootstour war es ein guter Aufenthaltsort, ansonsten muss man hier - denke ich - nicht längere Zeit verbringen. Dafür ist sicherlich Flores an sich wert, angeschaut zu werden. Das ist bei uns (dieses Mal) hinten runter gefallen. Aber was nicht ist...

    Die Bootstour im Komodo-Nationalpark wird nahezu identisch von hunderten von Anbietern durchgeführt. Für uns war die Wahl eines Bootes mit überschaubarer Zahl an Mitreisenden genau richtig. Die 3 Tage waren voll gepackt mit (für uns) einmaligen Erlebnissen: schnorcheln mit Mantas, Schwarzspitzen-Riffhaien und Schildkröten, tausende von Fledermäusen, die in den Nachthimmel steigen, leckerem Essen und die Komodo-Varane haben wir auch mal gesehen...Die Tour war unterm Strich für uns definitiv das Highlight der Reise. Alleine ist man aber nahezu an keinem der Orte, obwohl der Komodo-Nationalpark auf 1000 Besucher am Tag beschränkt ist, ist Einsamkeit hier kein Attribut. Aber es war, außer auf Padar Island, auch nie ganz schlimm nervig.

    Unser Aufenthalt in Ubud und Canggu folgte ja den Fußstapfen der letzten Reise und war auch wieder schön. Allerdings haben wir entschieden, dass das vorerst nicht noch mal wiederholt wird. Vielleicht wird es das nächste Mal Lombok für die letzten Tage und somit weniger trubelig und ein weniger krasser Bruch zum vorherigen Teil der Reise.

    Und nun checke ich schon mal, ob es Flüge von Sulawesi nach Lombok gibt, ob und wie man Sulawesi bereisen kann....Nach der Reise ist ja schließlich vor der Reise. Und da wir Indonesien verfallen sind und bei 17.000 Inseln noch einige übrig sind, wird uns wohl der Stoff nicht ausgehen.

    Und nun danke ich Euch für Eure lieben Kommentare und fürs Mitreisen. Für mich war es wieder ein Fest, die Reise noch mal gedanklich nachzuerleben. Win Win - hoffe ich. :saint:

  • Liebe Katharina,

    ich bin Dir erst einmal hinterher gereist, da wir selbst in Urlaub waren.

    Ein toller, interessanter Bericht mit vielen schönen Bildern:thumbup: und Abwechslung pur. Nach dem Motto: Von jedem etwas.
    Die Orangs in freier Natur zu sehen, das ist mehr als beeindruckend. Ich durfte es 2018 auf Borneo erleben. Ein Erlebnis, das für immer bleibt. Mantas stehen noch auf meiner To Do Liste.
    Eine Geburtstagsüberraschung, die voll gelungen ist und zum Schluss zum Abheben geführt hat, was will man mehr.

    Ganz lieben Dank für Deine Mühe
    gudi

    Einmal sehen ist mehr Wert, als hundert Neuigkeiten hören.
    (Japanisches Sprichwort)


  • Hallo Katharina,

    nun habe ich es geschafft und deinen ausführlichen Bericht nachgelesen. Da bekomme ich glatt wieder Lust, Indonesien zu bereisen. Wir haben 90 unsere Hochzeitsreise dorthin gemacht in Verbindung mit Singapur. Außerdem würde ich gerne mal die Komodo-Warane fotografieren, aber nicht so wie es angeboten wird. Auf jeden Fall habe ich wieder viele Ideen bekommen. Friedrich meint aber vorher machen wir erst noch einmal Palawan.

    Danke für den schönen Bericht!

    Viele Grüße
    Petra

    🌍 Reiselustig, kreativ und immer neugierig auf die Welt.

  • Liebe Petra!


    Das freut mich, dass Dir mein Bericht gefallen hat. =)
    Stimmt, die Komodo Warane wären sicher was für Dich und eine Foto-Tour. Und ganz bestimmt, lässt sich das auch anders als so pauschal und so nah am Ort organisieren, zumal die Insel wirklich groß ist.
    Dann schreib' es schon mal auf die Liste nach Palawan ;)

    Liebe Grüße

    Katharina